Beiträge von capitano19

    Hier ist die letzte Sendung zur der Frauen-WM:

    Spezial - Frauen-WM 2017 (5)

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Benjamin Jacobs (Handballwoche)
    • Andreas Michelmann (DHB-Präsident)

    Themen (u.a.):

    • Bewertung des Finalwochenendes
    • Fazit des gesamten Turniers
    • Andreas Michelmann im Gespräch (ab 10:44)

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    immer diese Meckerpötte, Kohli ist doch super vorbereitet :)

    Kohl liest viel Wikipedia, aber die Aussagen ständig zu wiederholen nervt massiv. Es trägt rein gar nichts zum Kommentar bei, wenn ich hinterher weiß, wo jede Spielerin geboren und wie alt sie ist. Wer so ein Spiel guckt, der kennt sich dahingehend eh aus. Dann will man eher mal wissen, warum was passiert aus Sicht des Kommentators.

    Norwegen hat es zu jeder Zeit des Spiels versäumt schnell zu spielen. Frankreich hat sie oft in den Positionsangriff gezwungen und das hat dann den Ausschlag gegeben. Ich wundere mich, warum Arntzen als große Spielerin nicht mal gebracht wurde, damit man auch Tore aus dem Rückraum erzielt. Aber Hut ab an Frankreich, beide Titel in einem Jahr abgeräumt und in diesem Turnier auch durchaus verdient, da man zum Ende hin immer besser wurde.

    Doch, und zwar viel Geld. Dann baust Du in jedem Teil Deutschlands Internate und Akademie, bildest Trainer gut aus und bezahlst sie dauerhaft ordentlich bis sehr gut. Dann wirst Du auch Erfolg haben, denn wenn man genug Geld in Werbung steckt,, gewinnt man auch genug Talente.

    Es fehlt Maura Visser, dazu Sanne von Olphen, und Laura van der Hejden befindet sich in keiner guten Verfassung. Und das sind wichtige Faktoren. Und gerade Malestein verwirft extrem viele freie Bälle, Smeets Quote war, so rein aus dem Kopf, ganz ordentlich.


    ein Beispiel eines Fans: Eine Stunde vor Anpfiff an Arena gewesen, aber beim Anpfiff noch nicht drin. Mal sehen, wie es beim zweiten Halbfinale aussieht.

    Und ich bin 2,5 Stunden vor Anwurf an der Arena gewesen, wie etliche andere Kollegen auch, und weil noch keine Security da war, konnte man nicht in die Halle. Die Organisation der IHF ist einfach lächerlich. Warum bekommt es die EHF hin und bei der IHF gibt es immer irgendwelche Probleme?

    Ich bin bester Laune, keine Sorge. Aber man muss Dinge, die schlecht laufen, auch ansprechen dürfen. Ich bin da gerne der Bad Boy unter den Kollegen, das ist mir egal. Aber man kann solche Tatsachen nicht einfach unter den Tisch kehren. Die Standortwahl Magdeburg und Leipzig war richtig beschissen, das dürfte mittlerweile auch der DHB einsehen. Meiner Meinung nach würde es dem Verband auch gut tun das mal offen zuzugeben. Fehler werden gemacht, es muss nur daraus gelernt werden. Wobei der Spielort München für die WM 2019 Böses ahnen lässt.

    Zurück zum Niveau der Bundesliga: Richtig, Ungarn ist hinder dem deutschen Team gelandet, weil bei den guten Clubs meist Ausländer die wichtigen Positionen besetzen. Die holen halt international die Punkte für das Ranking, aber eben nicht mit ungarischen Spielerinnen. In Deutschland spielen natürlich in Spitzenclubs auch deutsche Spielerinnen, aber diese Teams holen international nichts. Sprich doch mal mit den Trainern oder Spielerinnen, die werden Dir bestätigen, dass das Niveau der Liga sich in Grenzen hält.

    Ich will auch nicht bestreiten, dass die Leute engagiert sind und aus den bescheidenen Mitteln das Maximum herausholen. Aber selbst da habe ich meine Zweifel.

    Und ich halte die Kritik für mehr als berechtigt und angebracht und möchte das auch genauer darlegen.

    1.) Ich nenne hier mal zwei Spielerinnen, die sich (aus unterschiedlichen Gründen) beim gleichen Verein massiv zurückentwickelt haben. Das sind Svenja Huber und Nadja Mansson. Letztere hat in der Champions League beim Thüringer HC teilweise überragende Leistungen gezeigt und war eine internationale Spitzenspielerin. Vielleicht gehörte sie nicht zu den fünf besten Spielerinnen der Welt auf ihrer Position, aber weit entfernt war sie davon nicht. Schon vor ihrer Schwangerschaft hat sie aber nicht mehr das Niveau erreicht wie zu ihrer THC-Zeit. Bei Svenja Huber ist es meiner Meinung nach so, dass sie beim THC weit über Wert gespielt hat, was mich direkt zu Punkt 2 führt.

    2.) Das Training bei einigen Bundesliga-Clubs ist laut Aussage derjenigen, die es beurteilen können, teilweise nicht auf dem Level, das man benötigt, um Spielerinnen richtig gut zu machen. Wie viele gute und dauerhaft wirklich erfolgreiche Trainer haben wir denn in der Bundesliga? Es gibt den über allen stehenden Herbert Müller und Dirk Leun, der gerade ganz junge Talente gut heranführt. Und dann??? Was kommt denn dann? Machen wir uns nichts vor, da hapert es massiv.

    3.) Es ist schön, dass Trainingsinhalte von Michael Biegler bei manchen Bundesligisten übernommen wurden, aber da muss erst Biegler kommen, der zuvor nur im Männerhandball unterwegs war, damit man innovativ denkt oder in andere Richtungen als zuvor? Nun kann man sagen, dass dies für die HBF-Trainer spricht und sie sich diesen Dingen gegenüber offen gezeigt haben. Ich sehe es aber eher kritisch, denn im Frauenhandball, bei dem andere Lösungen her müssen als bei den Männern, sollten sie Biegler gegenüber an inhaltlichem Wissen klar voraus sein.

    4.) Die vier genannten Vereine stellen übrigens wie viele Spielerinnen des Kaders, der gegen Dänemark auf der Platte stand? Da sind aus Buxtehude Bölk und Gubernatis, aus Thüringen Wohlbold (und Eckerle), aus Metzingen Loerper und Behnke sowie aus Bietigheim exakt keine. Na das ist ja mal eine richtig starke Quote. Bölk und Loerper waren vor dem WM-Start verletzt, Wohlbold steht vor dem Ende ihrer Karriere und ist auf ihrer Position im Verein auch nur zweite Wahl, wenn alle fit sind. Behnke hat noch nie ein Spiel in der Champions League absolviert und Gubernatis ebenso, sie ist zudem erst zuletzt auf den WM-Zug aufgesprungen...

    5.) Wer war denn in dem Spiel gegen Dänemark richtig gut? Woltering, die jahrelang auf dem höchsten Level gespielt hat und während ihrer Zeit in Montenegro mit vier Teilnahmen am CL-Final 4 in Serie unzählige Partien auf Topniveau absolviert hat, sowie Smits, die im Ausland spielt und auch in der CL aktiv ist.

    Was sagt uns das? Die Bundesliga ist zu schlecht. Die Gründe dafür sind vielschichtig. Es geht los mit den finanziellen Mitteln, es hat zu tun mit zu wenig professionellen Bedingungen sowie nicht ausreichend ausgebildeten Spielerinnen oder Trainern. Das Aus im Achtelfinale kam unter Experten keinesfalls überraschend. Vielmehr wäre überraschend gewesen, wenn man es ins Halbfinale geschafft hätte.

    Das stimmt alles, was Du schreibst, aber dieses Gefühl für das Spiel, das Treffen richtiger Entscheidungen, auch bei Würfen, lernst Du, indem Du regelmäßig auf hohem Niveau spielst. Nach dem Aus der deutschen Frauen (und auch davor) habe ich von allen, die sich näher damit befassen, das gleiche Argument gehört: Es spielen zu wenige deutsche Spielerinnen international regelmäßig auf hohem Niveau, kaum eine spielt in der Champions League. Welche Form hatte Mansson denn, seitdem sie den THC verlassen hat? Welche Form hat Huber denn, seitdem sie den THC verlassen hat? Was kannst Du denn dauerhaft in Blomberg erreichen oder in Leverkusen, wenn Du auch noch nebenbei arbeiten musst?!? Talente wie Bölk und Stolle müssen entweder zum deutschen CL-Teilnehmer oder eben ins Ausland. Die Bundesliga hat ein sehr niedriges Niveau, kein Team spielt in der Gruppenphase des EHF-Cups, das muss man sich mal vorstellen. Und das sagt eben auch eine Menge aus über die Qualität der Teams.

    totschweigen soll man nichts,aber jetzt ist der zeitpunkt leider zu spät ...im vorfeld hab ich nichts gelesen das die standorte bemängelt wurden...seis drum...zur wm 2042 kanns nur besser werden... :irony:

    Ich habe es bei der Bekanntgabe thematisiert. Wenn der Boulevard oder die gängigen Agenturen oder anderen Medien das nicht tun, dann kann ich da nichts machen. Ich denke der DHB weiß selbst, dass man hier Fehler gemacht hat.

    Nunja, Dänemark ist nicht der größte Land der Welt, von daher liegt das Problem eher in der gemeinsamen Ausrichtung mit Deutschland. Der Standort München ist auch sehr fragwürdig, weil auch dort das Einzugsgebiet außerhalb der Stadt nicht sehr groß ist. Und was heißt es bringt nichts, wenn man im Nachgang lamentiert? Soll man es deswegen also totschweigen?

    Nicht in einer Männerhandballhochburg. Und nochmals, ich habe nichts gegen Leipzig, im Gegenteil. Leipzig bietet sehr viel, ist eine tolle Stadt, ich pflege hier einige Freundschaften und bin generell sehr gerne hier. Die Wege innerhalbs Leipzigs sind sehr kurz. Da kann man nicht meckern.

    Aber: Ich bleibe dabei, dass das Einzugsgebiet recht klein ist. Das ist eben in NRW anders. Wenn man nur 45 Minuten als Autoradius nimmt, hast Du was weiß ich wie viele Millionen Menschen, die potenziell zu den Spielen kommen können.

    Wer sagt, dass Leipzig gut zu erreichen ist, und gleichzeitig nicht zu teuer, der sollte mal Leute fragen, die hierhin anreisen wollten. Nach wie vor ist das Auto das beliebteste Anreisemittel. Und da liegt Leipzig eben sehr dezentral, ohne Auto natürlich auch.

    Ich fand die anderen Orte ja auch gut gewählt, allesamt. Nur eben Leipzig und Magdeburg nicht. Oldenburg mit Dänemark war generell eine gute Wahl, Trier mit Frankreich auch, selbst wenn die Franzosen dort nicht die Fans mitgebracht haben, sondern die Rumänen. Rund um Bietigheim ist Handball eine große Nummer, auch im Frauenbereich. Der Standort war ebenfalls gut gewählt.

    Die Halle in Leipzig ist zudem sehr weitläufig. Manche Plätze dürfte man nicht mal kostenlos vergeben, weil die Sicht katastrophal ist. Die eigene Mannschaft nach vorne zu pushen und eine enge, hitzige Atmosphäre zu schaffen ist in der Arena Leipzig nur sehr schwer möglich.

    Dazu kommt, dass ja die Niederlande in der Gruppe gespielt haben. Da bestand vorher eine Chance von 25 Prozent, dass dies so sein würde. Heimspiele der Niederlande sind in der Regel innerhalb weniger Stunden ausverkauft. Da hätte man in NRW sicher nochmal etliche Fans aus dem Nachbarland anlocken können. Ich finde, dass man da nicht weit genug gedacht hat.

    Kommen da noch Argumente wieso es falsch war oder bleibt es bei "Blödsinn"? Von einem Hobbyjournalisten erwartet man da ein bisschen mehr. :unschuldig:

    Muss es denn immer auf die persönliche Ebene gehen oder kann man es auch anders versuchen??? Warum das Blödsinn ist sollte doch klar sein. Es ist zusätzlicher Reiseaufwand, was zusätzliche Kosten verursacht. Zudem hatte Leipzig die gesamte Vorrunde das deutsche Team als Zugpferd vor Ort. Im Podcast habe ich bei der Spielortvergabe die Thematik auch intensiv diskutiert. Kannst Du gerne mal reinhören. ;)

    Kiel als Standort habe ich nie in den Mund genommen. Ich bleibe dabei, dass man in NRW hätte spielen müssen und es gab auch Bewerber aus NRW. Man ist nach Leipzig gegangen und auch nach Magdeburg, um dann ja wieder, hätte man das Viertelfinale erreicht, wieder nach Leipzig, was für ein Blödsinn.

    Ich bleibe dabei, dass es von Anfang an ein Fehler war nach Magdeburg und Leipzig zu gehen. Ich werde versuchen Mark Schober zu diesen Zahlen nach dem Turnier zu befragen. Nur knapp über 4.000 Zuschauer beim deutschen Achtelfinale, das ist erbärmlich, wenn man die Kapazität der Halle kennt.