Kannst Du gerne sein. Du kannst auch gerne noch 20 Mal darauf rumreiten, dass einige Journalisten nach Katar eingeladen worden sind. In der Schule hätte man früher gesagt: Thema verfehlt, 6, setzen. Hat mit dem Thema der Streams nämlich absolut gar nichts zu tun! Aber gut, jeder baut sich seine Welt am liebsten so, wie sie ihm gefällt.
Die genannten Kollegen Hansch und Koch waren vor allem im Radio Ikonen. Dort ist das mit der lokalen Einfärbung auch eine ganz andere Geschichte, auch historisch betrachtet. Das hat natürlich auch mit dem Aufbau der ARD-Radiosender und den dortigen Strukturen zu tun. Hansch hatte einen lichternen Moment im Fernsehen ("ein geiles Tor"), ansonsten hat es sich dann auch. Als Koch sich bei Arena versuchte wurde schnell gemerkt, dass er kein TV-Mann ist. Dort ist regionale oder gar lokale Einfärbung bei nationalen Übertragungen eben nicht so erfolgreich. Und übrigens, wenn es doch ach so toll ist lokal eingefärbt zu sein, warum lassen die TV-Macher denn nicht Spiele von Dynamo immer von Sachsen, Spiele von Schalke immer von Westfalen und Spiele der Bayern immer von Bayern kommentieren? Kannst Du ja mal drüber nachdenken in Zeiten, so ein Marcel Reif, bekanntermaßen Fan des 1. FC Kaiserslautern, schon für seine nicht vorhandene Parteillichkeit pro Dortmund oder Bayern angefeindet wird.
Was das Monotone und Eintönige angeht: Frank Buschmann beispielsweise spricht nicht im tiefsten Dialekt. Ein Wolff Fuss auch nicht. Ich könnte noch einige andere nennen, die in ihren Sportarten mitreißend kommentieren. Wie ein Carsten Sostmeier im Reitsport, Norbert Galeske im Kanu oder Rudern, Rolf Kalb im Snooker... Aber dann bin ich wahrscheinlich wieder der glattgebügelte und mit Geld beschüttete Durchschnittsjournalist.