Beiträge von capitano19

    Leider fehlt mir nach wie vor ein konkreter Ansprechpartner in Minden. Sofern nicht noch ein Wunder geschieht ist eine Live-Übertragung daher nicht möglich. Ich werde mich spätestens zur kommenden Saison aber tiefer in diese Thematik reinknien, um auch mal andere Spiele als die des BHC zu übertragen. Viele andere Partie jenseits von Kiel, Mannheim oder Flensburg bieten ja grandiosen Sport. Übrigens: Bei der ersten Übertragung aus Berlin musste eine ISDN-Leitung beantragt werden und aufgrund der Spontanität wäre das beinahe geplatzt.

    Zum Sportlichen: Bei einer Niederlage sieht es für den TBV ganz düster aus, denn sie werden dann auf maximal 26 Punkte kommen. Aus meiner Sicht werden bis auf Minden alle weiteren Clubs vor dem TBV dieser Punktzahl auf jeden Fall erreichen. Daher ist ein Unentschieden für Lemgo schon ein Muss.

    Ja, weil es auch für denjenigen eine große Chance gewesen wäre im Erfolg mitzuschwimmen. Rio, Heim-WM, das bekommst Du nicht mal eben angeboten, das ist einfach so. Und ich kann Dir sicher sagen, dass wir nicht von irgendwelchen Namen sprechen, die da Interesse hatten. Von daher muss ich Deine Frage mit ja beantworten. Übrigens: Wer sagt denn, dass es mit Vestergaard besser/anders laufen wird, bis auf die fehlenden Posts bei Facebook?

    Wie auch immer, ich fände eine Rückkehr von Bauer wäre ein schlechter Scherz. Er hat sich diesen Rücktritt ja gut überlegt. Wenn er etwas mehr Rückgrat bewiesen hätte, dann hätte er sich ja mit Hanning reiben können. Bob weiß, wie er Leute auf seine Seite bringt, aber in diesem Fall tendiere ich eher zu seiner Haltung. Mal was machen und ausprobieren, wirklich Strukturen aufbrechen, aber wenn das mal jemand macht, dann wird direkt rumgejammert. Dass Bob gerne mal alleine Dinge durchzieht, gut, das weiß man, muss er aber im DHB eben anders machen als bei den Füchsen.

    Mal ganz ehrlich, und machen wir uns nichts vor, die Idee mit Kretzschmar als Frauenbundestrainer war aus meiner Sicht überragend. Er hätte sich auch sicherlich einen sehr guten Co-Trainer ausgewählt (deinen Kandidaten gab es in Gedankenspiele auch schon), von daher wäre die Aufmerksamkeit enorm gewesen und die Mädels hätten vor ihm sicher massiv Respekt gehabt, weil er als Spieler und Persönlichkeit einfach unantastbar ist. Also war die grundsätzliche Idee von Bob, wahrlich kein Busenfreund von Kretzsche, keine schlechte. Nur die Art und Weise, wie sie vorgetragen wurde, nämlich im Alleingang, die falsche. Die Frage ist doch, wenn Bob den Vize macht, warum man dann nicht einfach einen Präsidenten installiert, der weiß, dass er eigentlich nur die Nummer zwei ist und sich im Hintergrund bewegt.

    Liegt der Zuschauerschnitt nicht über dem der HBL oder vertue ich mich da jetzt? Und bitte den Tag des Handballs da gerne mal rausrechnen... Klar weiß ich, dass die Zusatzeinnahmen eines Finalspiels nicht auf die anderen Teams verteilt würden, so naiv bin ich dann doch nicht. Es wäre halt schön, wenn es anders wäre. Aber die Kluft ist auch so schon extrem groß. Die Etats von Teams wie dem BHC, Friesenheim oder Bietigheim sagen doch alles aus. In einer geschlossenen Liga hat man zumindest dann die Möglichkeit sich ein, zwei Jahre mit jungen Spielern "durchzuschleppen", um dann mit deren Weiterentwicklung und guten Transfers oben anzugreifen.

    Es würde funktionieren, denn die Leute würden weiterhin in die Hallen gehen. Du sagst das jetzt so leicht daher, aber das glaube ich nicht. Eine geschlossene Liga wie die DEL funktioniert aber größtenteils, bis auf wenige Ausnahmen (Hannover, Kassel etc.). Aber dort gibt es ja auch deutlich mehr Heimspiele, das ist im Handball nicht durchsetzbar. Wie auch immer, das Thema polarisiert massiv. Schön, dass es hier so eine sachliche Diskussion in der HE darüber gibt.

    Zudem muss man hier mal einhaken. Wer profitiert von einem Playoffsystem oder einer Endrunde oder einem Finalturnier? Die Topvereine und möglicherweise der Ligaverband. Die zusätzlichen Spiele und die daraus resultierenden Einnahmen bei TV, Zuschauern und sicher auch Sponsoren würden bei den Topvereinen landen und die Schere würde sich weiter öffnen. Balingen hätte absolut 0,0% von so einem System.

    Weiterhin muss man sich auch sportlich fragen ob am Ende einer Saison nicht sowieso die Teams mit den stärksten und breitesten Kadern auch am ehesten von einem Play-Off-System profitieren. Diesen Effekt das mal ein Außenseiter jemand guten schlägt, gibt es einem Pokal mit einer Ko-Runde, aber kaum in einem Play-Off mit Hin- und Rückspiel oder gar Best of three. Kiel würde das also kaum in irgendeiner Weise schwächen, zumal solche Vorsätze sowieso fragwürdig sind...das ist nicht die Formel 1.

    Da muss ich wiederum einhaken. Natürlich profitiert auch ein Team wie Balingen von eventuellen Playoffs, nämlich durch gesteigerte TV-Einnahmen. Die mediale Wahrnehmung bei einem Finale an einem neutralen Ort dient auch der besseren Vermarktung. Alleine mit dem Ticketing einer solchen Veranstaltung liegen wir bei Einnahmen im siebenstelligen Bereich. Zusätzliche Einnahmen müssten dann natürlich auch unter den Vereinen verteilt werden. Hier könnte die HBL ja sogar entgegen wirken und sagen, dass man die Gelder gleich verteilt, damit eben die Schere nicht weiter auseinander geht. Ansonsten würde ich im Zuge von Playoffs sowohl Playdowns einführen, als auch die Liga auf 16 Teams verkleinern. Das erhöht zudem die Qualität in der Liga, außerdem sorgt es dafür, dass sich dauerhaft nur wirklich professionell geführte Clubs auch in der Liga etablieren (Stichpunkt Halle, Umfeld etc. pp.).

    Im Fußball, Lothar, haben Playoffs keinerlei Tradition. Die gibt es eigentlich nur in der Major League Soccer, weil man gerade dort unbedingt mehr Medieninteresse benötigt, um mit der Sportart voran zu kommen. Den Fußball sollten wir also mal komplett ausklammern. Das Entwerten der Hauptrunde ist sicherlich ein Faktor, für mich der Faktor, der gegen Playoffs spricht. Ich würde aber gerne auf die Gründe von Handballer2105 eingehen und darüber diskutieren, warum das für mich eher nicht zutrifft:

    • Es ist ein Alleinstellungsmerkmal der Meisterschaft, dass die beste Mannschaft nach 34 (dieses Jahr 36) Spiele der deutsche Meister ist.

    Richtig, sehe ich auch so, wie schon oben erwähnt. Die reguläre Saison würde dann entwertet werden.

    • In einer Saison kann sich Verletzungspech ausgleichen, in einem Playoff nicht.

    Verletzungen haben in den seltensten Fällen Glück und Pech als Ursache. Und wie man sieht haben den Kielern ja nun auch wichtige Spieler in der Partie gegen die Löwen gefehlt, ganz ohne Playoffs.

    • Für die Spitzenmannschaften ist es am Ende der Saison die reine Tortur: Final4 in Hamburg, Berlin, Köln und dann noch mal Playoffs.

    Zunächst qualifiziert sich ja nicht jede Mannschaft für jedes Turnier. Die Löwen sind nicht mit dabei in Köln, der THW nicht in Hamburg und logischerweise beide nicht in Berlin. Desweiteren qualifiziert sich nicht jeder Teilnehmer des Final 4 im Pokal auch für die Playoffs. Das kann mal passieren, ist aber eher unwahrscheinlich. Also sind es nicht wie bei Dir hier vier Events, sonder maximal drei (geht ja auch nicht anders), tendenziell eher zwei.

    • Die Belastung der Spieler ist sowieso schon viel zu hoch.

    Richtig, die ist eh schon viel zu hoch. Aber dann müsste man grundsätzlich mal über einiges nachdenken. Beispielsweise eine Champions League, deren Gruppen zu groß sind. Ein EHF-Pokal, bei dem es eine völlig unnötige Gruppenphase gibt. Große Turniere in jedem Jahr, alle vier Jahre sogar zwei große Turniere. Eine Qualifikation für die EURO in einem Gruppensystem... Eine Liga, die man auch auf 16 Teams verkleinern könnte.

    • Der Abstand zum Rest der Liga würde wahrscheinlich noch größer.

    Kannst Du das erläutern? Wieso sollte der Abstand zum Rest der Liga größer werden? Ich sehe das ganz anders. Wenn der THW irgendwann auf Platz drei so viel Vorsprung hat wie beispielsweise jetzt, denn wäre das Heimrecht im Rückspiel des Halbfinals gesichert, ein mögliches Finale sowieso an neutralem Ort. Die beste Gelegenheit also, um Spieler zu schonen und nötige Ruhepausen zu verschaffen. Und übrigens auch, um junge deutsche Talente heranzuführen. So ein Tim Suton beispielweise, könnte in den Phasen gegen Saisonende deutlich mehr Spielzeit bekommen.

    Arcosh: Richtig, dem THW-Rückraum defensiv Paroli zu bieten ist über 60 Minuten enorm schwer. Aber das ist ja nur ein Teil des Ganzen. Auf der anderen Seite muss man dazu auch noch in der Lage sein im eigenen Positionsangriff die Kieler Defensive zu überwinden. Wie schwer das eben noch zusätzlich ist hat man am Sonntag gesehen.

    Clara Woltering hat ihr Niveau, auch wenn das die Leute anders sehen, die die Auswahl zum All-Star-Team der Champions League zusammenstellen... Aber gut, wenn es normal läuft, dann spielt Clara in der kommenden Saison sowieso bei Borussia Dortmund.

    Hier ist Episode 67:

    Kreis Ab – Episode 67

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Erik Eggers (Handball Inside)
    • Marc Stevermüer (Mannheimer Morgen)
    • Christian Stein (Handball World)
    • Karsten Günther (SC DhfK Leipzig)

    Themen (u.a.):

    • Spitzenspiel zwischen dem THW Kiel und den Rhein-Neckar Löwen
    • Abstiegskampf in Liga 1 vor dem Duell Minden gegen Lemgo (ab 14:18)
    • Abstiegskampf in Liga 2 nach dem Duell Dormagen gegen Essen (ab 21:17)
    • Viertelfinale in der Champions League der Frauen (ab 23:47)
    • Interview mit Karsten Günther (ab 28:03)

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    Das sehe ich anders, was das Spiel in Gummersbach angeht. Gustavsson hat da quasi keinen Ball gehalten und nach 15 Minuten, spätestens nach 20, hätte es da den Wechsel geben müssen. Der kam nicht und das verantwortet der Trainer. Das meine ich dann mit "ist kein in-game coach". Das ist auch keine versteckte Forderung einer Trainerentlassung. Ich finde eben, dass er in diesem Bereich kein Toptrainer ist. Zweifelsohne ist er jedoch sehr erfolgreich mit seiner Truppe und im Gegensatz zur Vorsaison scheint man auch nicht gegen Saisonende einzubrechen. Es wäre ja auch vermessen zu fordern, dass man ein Jahr nach dem Klassenerhalt direkt unter die Top 5 kommt. Erwartet, geschweigedenn verlangt ja auch niemand. :)

    Ich meine eher, dass die Halle für das TV-Bild nicht die beste ist. Das Arbeiten dort soll eben nicht so leicht möglich sein, zumindest auch was das Positionieren der Kameras angeht. Ja, LAN-Anschluss würde mir reichen, muss aber auch rechtzeitig angemeldet werden. Ich strecke mal meine Fühler aus. Vielleicht ja mit Dirk Beuchler als Co-Kommentator. :D Oder doch lieber Perkovac oder Pfannenschmidt? :lol: