Zudem muss man hier mal einhaken. Wer profitiert von einem Playoffsystem oder einer Endrunde oder einem Finalturnier? Die Topvereine und möglicherweise der Ligaverband. Die zusätzlichen Spiele und die daraus resultierenden Einnahmen bei TV, Zuschauern und sicher auch Sponsoren würden bei den Topvereinen landen und die Schere würde sich weiter öffnen. Balingen hätte absolut 0,0% von so einem System.
Weiterhin muss man sich auch sportlich fragen ob am Ende einer Saison nicht sowieso die Teams mit den stärksten und breitesten Kadern auch am ehesten von einem Play-Off-System profitieren. Diesen Effekt das mal ein Außenseiter jemand guten schlägt, gibt es einem Pokal mit einer Ko-Runde, aber kaum in einem Play-Off mit Hin- und Rückspiel oder gar Best of three. Kiel würde das also kaum in irgendeiner Weise schwächen, zumal solche Vorsätze sowieso fragwürdig sind...das ist nicht die Formel 1.
Da muss ich wiederum einhaken. Natürlich profitiert auch ein Team wie Balingen von eventuellen Playoffs, nämlich durch gesteigerte TV-Einnahmen. Die mediale Wahrnehmung bei einem Finale an einem neutralen Ort dient auch der besseren Vermarktung. Alleine mit dem Ticketing einer solchen Veranstaltung liegen wir bei Einnahmen im siebenstelligen Bereich. Zusätzliche Einnahmen müssten dann natürlich auch unter den Vereinen verteilt werden. Hier könnte die HBL ja sogar entgegen wirken und sagen, dass man die Gelder gleich verteilt, damit eben die Schere nicht weiter auseinander geht. Ansonsten würde ich im Zuge von Playoffs sowohl Playdowns einführen, als auch die Liga auf 16 Teams verkleinern. Das erhöht zudem die Qualität in der Liga, außerdem sorgt es dafür, dass sich dauerhaft nur wirklich professionell geführte Clubs auch in der Liga etablieren (Stichpunkt Halle, Umfeld etc. pp.).