Aber der DHB hat doch kein Geld. ![]()
Beiträge von capitano19
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In der ersten Liga sind es noch zwei, Thüringen und Dortmund. Mehr muss man nicht wissen.
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https://www.handball-world.news/artikel/fall-l…erinnen-1136468
"So bitter die Situation, insbesondere für die Spielerinnen", jedoch sei, werde dieser Vorfall aber "sicher dazu führen, dass in diesem Bereich eine weitere Professionalisierung stattfinden wird. Die muss stattfinden, weil wir glauben fest daran, dass der Frauensport in Deutschland ein Riesen-Potenzial hat."
Leider macht Mark Schober da weiter, wo er gestern aufgehört hat. Gerade erst wurden auf der Liga-Tagung die Ausnahmeregelungen bezüglich der Hallenstandards bis 2030 (!) verlängert, dazu geht der Serienmeister pleite. 2017 ist der traditionsreiche HC Leipzig pleite gegangen, 2009 der dreimalige Meister aus Nürnberg, danach noch der Meister von 2004 aus Trier, Rekordmeister Leverkusen ist zum ersten Mal abgestiegen. Die Liga wird immer kleiner, weil sich nicht genügend Vereine auf hohem Niveau finden. So viel zum Thema Potenzial und Entwicklung. Das sind eben nunmal die Tatsachen. Der DHB sieht Dinge, die nur der DHB sieht. Und genau dieses Mindset, Dinge anders darzustellen als sie der Wahrheit entsprechen, sorgt auch dafür, dass der Frauenhandball in Deutschland stagniert. Sowohl auf als auch neben der Platte.
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Die HBF ist auch von einer Profiliga weit entfernt. Das ist sehr bedauerlich, aber alles andere ist Geschwätz.
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"Der Fall Ludwigsburg zeigt, wie schwierig der Markt für professionellen Frauen-Sport trotz positiver Entwicklung in Deutschland und Europa ist", sagte der Vorstandschef des Deutschen Handball-Bundes, Mark Schober. "
Ich kann dieses Gerede der positiven Entwicklung des Frauensports in Europa nicht mehr hören. Es entspricht einfach nicht den Tatsachen. Jetzt bei der Fußball-EM wurden 41 Millionen Euro Verlust gemacht. Bei der Männer-EM 2024 waren es 1,7 Milliarden Plus. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. In der Frauenfußball-Bundesliga ist der Zuschauerschnitt schwach. Man sollte sich nicht blenden lassen von Spielen mit sehr vielen Zuschauern, die zudem noch den Schnitt künstlich noch oben ziehen.
Wo. Mark Schober, ist denn die positive Entwicklung im Frauensport? Die Männer-Bundesligisten im Fußball sind seit einiger Zeit verpflichtet eine Frauenabteilung im Verein zu haben, ob sie wollen oder nicht. Boomt die Basketball-Bundesliga der Frauen? Wo, außerhalb des Fußballs, boomt in Europa irgendein Frauensport, von dem die Frauen auch leben können? Wo ist diese Entwicklung? Bin ich eventuell blind? Vielleicht sollte man nicht einfach so Dinge dahersagen und die Leute für dumm verkaufen.
Die Entwicklung stagniert und alles andere ist, so sehr ich das bedauere, Augenwischerei. Es wird wieder die Lage schöner dargestellt als sie ist. Machen wir uns nichts vor, der deutsche Frauenhandball ist eben nicht Spitzenklasse. Es gibt Ansatzpunkte, um das zu verändern. Aber Mark Schober selbst als DHB-Vorstand versäumt das ja nun seit Jahren. Wo ist denn der erste Leistungsstützpunkt, der schon lange angekündigt war, um den Frauennachwuchs zu stärken? Es wird immer viel geredet, aber Taten (oder eben keine) sprechen dann eben die entsprechenden Worte.
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Danke für Dein Vertrauen.

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Ja - war alles nachvollziehbar. Man konnte aber kaum hinterher kommen, weil alles unmittelbar vorzumachen Saisonstart geballt gekommen ist.
Du suchtest halt auch alles, Du musst Dir schon das Premiumprodukt raussuchen.

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Ja, auch schon reingehört. Ist wirklich ganz gut gemacht und interessant, kommt aber nicht mal ansatzweise an das ran, was capitano19 bislang geliefert hat.
Die Einstellung von KreisAb ist ein krasser Verlust - nicht nur wegen der Saisonvorschau. Es gibt keinen Handballpodcast - und überhaupt kein Handballmedium allgemein -, das da mithalten kann.
Danke, das sind wirklich extrem nette Worte, die ich sehr zu schätzen weiß.
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Wenigstens ein Mal Glück gehabt.

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Die HBF hat eine erste Konsequenz gezogen und Ludwigsburg aus dem Supercup genommen. Der THC spielt jetzt gegen Blomberg.
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Weiterhin wird mit den Spielerinnen gespielt und sie werden hingehalten. Das ist einfach extrem unseriös. Die Aussage des Insolvenzverwalters ist die, an die man sich halten sollte.
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Das ist mir durchaus bewusst. Ich bleibe bei meiner Aussage. Der Mann ist 89 Jahre alt und nicht mehr geschäftsfähig. Das passiert nicht von einen Tag auf den anderen und muss den Verantwortlichem um Sebastian Götz bekannt gewesen sein. Falls nicht, dann haben sie nicht gut gearbeitet.
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Es wurde vor einem Jahr angeblich von Olymp kommuniziert, dass man weitere Gelder streicht. Das hat auch niemand in Ludwigsburg bestritten. Fraglich ist aber, wenn Smits das sagt (und die ist glaubwürdig), ob den Spielerinnen sämtliche Informationen weitergeleitet wurden. Nicht grundlos wird sie sich beschweren, dass Fragen nicht beantwortet wurden. Aus meiner Sicht eine Frechheit den Spielerinnen gegenüber. Man schließt neue Verträge mit dem Wissen ab, dass man Tag für Tag neue Schulden macht. Und da verstehe ich die Wut der Spielerinnen sehr gut. In Leverkusen zum Beispiel, wenn auch auf einem ganz anderen Level, war rechtzeitig bekannt, dass weniger Geld fließen wird und entsprechend hat man da geplant. Man ist chancenlos abgestiegen, das war eben die Konsequenz. Dort hat man eben nicht Verträge verlängert. Die sportliche Folge ist der erste Abstieg der Vereinsgeschichte nach 50 Jahren Bundesliga. In Bietigheim dachte man ein Umzug in eine teurere Halle lockt Sponsoren an und war dabei völlig naiv. Das Ergebnis sehen wir jetzt.
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Wenn Du das meinst...
Ob der BVB als Vierter oder Achter das Upgrade bekommen hat spielt keine Rolle, de facto sind Stand heute zwei deutsche Mannschaften Teil der Champions League der Frauen. Und das wird in der Saison 2026/27 definitiv nicht der Fall sein.
Die EHF sehe ich gefordert zeitnah eine Entscheidung zu treffen, ob sie dieses Zeitspiel der Ludwigsburger Verantwortlichen noch mitmachen. Die EHF wird bestimmt nicht nur mit 13 Vereinen in die Saison gehen wollen, sondern dann lieber noch einen Verein aus der European League hochziehen (ich tippe auf Sola).
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Das sind alles Träumereien. Im Prinzip wird jede Spielerin schon irgendwo einen Verein finden, wenn sie es denn unbedingt will. Aber es ist natürlich sehr hart, gar keine Frage. Teilweise kann es das Ende der Karriere bedeuten. Die betroffenen Spielerinnen, teils mit Familie, tun mir sehr leid. Es trifft sie auch keinerlei Schuld, sie haben ihren Teil des Vettrages erfüllt und sind von der anderen Seite an der Nase herumgeführt worden. Eine Lena Degenhardt ist gerade mal ein paar Wochen dort und kann sich jetzt wieder einen neuen Verein suchen. Für den deutschen Frauenhandbal, aber auch den internationalen, ist das ein großes Problem. Zwei CL-Vereine hatte Deutschland lange nicht mehr, sehr schade. Das wird auch die Entwicklung einiger Spielerinnen bremsen, weil sie jetzt nicht mehr in der Champions League spielen werden. Mit den Vipers und nun Ludwigsburg sind in der Champions League nun innerhalb eines halben Jahres der Finalist von 2024 und der Gewinner von 2021 bis 2023 weggebrochen. Auch die EHF ist jetzt gefordert.
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Exakt so ist es. Was das alles noch bescheidener macht.
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Es isst eine Irrglaube zu denken, dass dann plötzlich der Frauenhandball große Schritte nach vorne macht. Am Ende geht es nach wie vor nur um eine einzige Sache, das liebe Geld. Wären viele reiche Menschen in Deutschland Fans des Frauenhandballs, dann hätten wir vielleicht seit Jahren zwei deutsche Teams in der Champions League und regelmäßig ein Team in Budapest.
Vielleicht aber mal zur Einordnung: Historisch betrachtet war der Frauenhandball in Deutschland immer schon eine kleine Nummer, leider. Seit der Wiedervereinigung wurde der WM-Titel 1993 gewonnen, dazu eine EM-Medaille und eine WM-Medaille. Wir sehnen uns immer nach sportlichem Erfolg, auch internationall, oder eben eine starken Liga. Wie viele CL-Titel haben deutsche Vereine denn in der Historie gewonnen?
Die Liga war nie herausragend stark, sie war oft abhängig von Mäzenen, es sind viele Spitzenvereine pleite gegangen und im Nichts verschwunden. Das sollte man sich immer vor Augen führen, wenn man auf eine deutlich bessere Zukunft im deutschen Frauenhandball hofft. Es haben sich einige Dinge in die richtige Richtiung entwickelt, aber es fehlt noch sehr viel, um sich Profisport zu nennen.
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Und es geht um mehr Frauen in Führungspositionen. Insofern haben beide irgendwo recht.
Ich habe mir jetzt mal bewusst diese Aussage rausgepickt, weil ich damit absolut nicht einverstanden bin. Nie sollte das Geschlecht darüber entscheiden, ob jemand irgendeine Position bekommt oder nicht. Ich bin ein großer Freund der Gleichberechtigung und von Equal Pay dort, wo es möglich ist. Anja Althaus hat Recht wenn sie schreibt, dass die Frauen im Spitzenhandball genauso oft trainieren und so weiter. Sie hätten das gleiche Gehalt verdient, gar keine Frage. Es ist aber wirtschaftlich nicht stemmbar. Aber zurück zur Aussage, es sollte vor allem mal um Kompetenz gehen. Wir benötigen im Frauenhandball einfach viel mehr Kompetenz. Wenn sich Männer einbringen, die erfolgreich, kompetent und empathisch einen Verein führen, dann ist dagegen nichts einzuwenden, im Gegenteil. Je mehr Männer sich auch im Frauensport engagieren, desto besser ist das. Es hilft übrigens auch den Frauen nicht, wenn sie sozusagen in eine Rolle gedrängt werden, die sie gar nicht bereit sind auszufüllen. Das größte Problem im deutschen Frauenhandball sehe ich nicht in der fehlenden Anzahl an Frauen in Führungspositionen, sondern an den zahlreichen Amateuren, die in Spitzenpositionen unterwegs sind und wichtige Entscheidungen ohne Sinn und Verstand treffen. Und nein, ich sehe nicht, dass wir auf einem wirklich guten Weg sind. Der deutsche Frauenhandball stagniert insgesamt und sollte in Ludwigsburg Schluss sein, macht er sogar nochmal einen großen Schritt zurück.
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Aber in Dortmund kann es doch auch ganz schnell vorbei sein, wenn die Frauen im Fußball weiter so erfolgreich sind.
Dann kann es sich bei den Frauen meiner Meinung nach schnell vom Handball zum Fußball verlagern bzgl. der finanziellen Unterstützung des e.V.
Die Frauenfußballabteilung ist Teil der KGaA, die Handballabteilung ist Teil des eingetragenen Vereins. Das Konstrukt Borussia Dortmund ist anders als viele andere. Daher sehe ich nicht, dass Erfolg der Frauenfußballerinnen ein Problem für den Frauenhandball im Verein ist. Es muss nur in der Abteilung Frauenhandball sehr gut gearbeitet werden.
Was Großsponsoren angeht: Die sind hoffentlich nicht der einzige Geldgeber. Mäzene halten sich aber in der Regel ein Spielzeug und das ist immer brandgefährlich.
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So sehe ich das nämlich auch und finde es schon komisch, dass gerade Capitano sich so über Ludwigsburg äußert.
Als Dortmunder darf man also deswegen Dinge nicht als schlecht benennen, obwohl sie schlecht sind? Ich verstehe auch den Vergleich nicht und mir ist auch unklar, was das mit dem Thema zu tun hat. Ich mag Mäzenatentum nicht gerne und mir würde das auch in Dortmund nicht gefallen. Dass es oft im Handball nicht anders geht, macht es ja nicht besser. Wir sehen ja was gerade im (deutschen) Frauenhandball immer wieder dabei rumkommt.