Beiträge von capitano19

    Welcher Status Quo? Der, der seit Jahren ganz eindeutig aufzeigt, dass der DHB endlich aus dem Quark kommen muss, um bessere Spielerinnen auszubilden? Die zwölf Vereine, die in der ersten Liga spielen, bilden am Ende mit ihren im eigenen Nachwuchs ausgebildeten Spielerinnen nicht die Basis, um eine hochwertige Bundesliga zu ermöglichen. Das muss in der Breite und auch über die geplanten (und seit nun einigen Jahren nach wie vor nicht umgesetzten) Leistungszentren des DHB passieren. Aber da will ich an der Stelle gar nicht weiter in die Tiefe gehen, denn der Verband hat hier mindestens mal zwei Jahre einfach nichts getan und die Zeit verschenkt.

    Gute, junge Spielerinnen bekommen wir in Deutschland nicht, wenn wir die Gelder bei Themen wie der Halle oder dem einheitlichen Spielfeld oder elektronischen Banden sparen, um sie dann einfach nur in den Kader zu stecken und teuere Spielerinnen aus dem Ausland zu verpflichten. Das ist nämlich der Fall. Die Vereine wollen sportlich maximal erfolgreich sein. Es sehen anscheinend aber nur sehr wenige Leute, dass man ganz dringend in die Vereinsstruktur investieren muss, wenn man dauerhaft erfolgreich sein will. Eine Halle wie in Blomberg reicht dafür auch schon komplett aus, mehr braucht man gar nicht.

    Aber man sieht es hier in Dortmund, wo ja erst vor drei Jahren eine Meisterschaft gewonnen wurde. Es geht aus den unterschiedlichsten Gründen nicht vorwärts. Vereine spielen oft in alten Schulturnhallen oder Hallen, die weit weg sind von dem, was benötigt wird, um den Frauenhandball in der Bundesliga dann auch auf Dauer entsprechend zu entwickeln. Es sollte keine Genehmigungen mehr geben, die Ausnahmen ermöglichen. In was für einer Halle beispielsweise der BHC in der zweiten Liga spielen darf, ist jenseits von Gut und Böse. Daher sollten alle Vereine dringend in ihre Strukturen investieren. Jetzt wird wahrscheinlich wieder das Argument mit dem Geld kommen. Das ist mir am Ende aber zu einfach. Auch die Kommunen sind hier gefordert. In "Dörfern" wie Blomberg oder Bad Langensalza ging es ja schließlich auch.

    Hier ist die nächste Ausgabe, eine erste Sonderfolge zu 400 Episoden des Podcasts:

    400 Spezial - Jens Kürbis

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Jens Kürbis (ehemaliger Nationaltorhüter DDR/BRD)

    Themen (u.a.):

    • Anfänge in der sächsischen Provinz
    • Sprung in die Sportschule nach Leipzig
    • Wendezeit und die großen Geldkoffer
    • Unrühmliches Ende in Magdeburg
    • Lübeck als die beinahe letzte Station
    • Seitenwechsel mit viel Leidenschaft

    Bitte weitermachen! Das gehört dazu. Ich will einen Überblick und dann entscheide ich, welches Spiel ich mir ab wann im Relive ansehe. Ich würde mir sogar Zwischenstände anderer Spiele im Einzelspiel wünschen, dann muss ich nicht wild auf meinem iphone suchen.

    Du kannst auch einfach einen Ticker anwerfen. Dann kennst Du alle Zwischenstände, sogar mehr oder weniger in Echtzeit. Sofascore oder Flashscore sind da führend.

    Was ich immer wieder erstaunlich finde ist die Tatsache, dass extrem oft davon ausgegangen wird, dass ehemalige Spieler des Vereins eine optimale Lösung darstellen und sie automatisch in der Lage sind zu helfen. Das gilt ganz oft auch für die Funktionärsebene. Warum sollte ein Fabian Gutbrod zum Beispiel ein ausgezeichneter sportlicher Leiter sein? Oft heißt es in solchen Fällen: „Er kennt den Verein und das Umfeld.“ Aber vielleicht fehlen einfach die entsprechenden Skills. Die will ich Gutbrod gar nicht absprechen, das ist mehr ein allgemeiner Gedanke, der mir kam. Mal Spieler auf höherem Niveau gewesen zu sein ist nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal.

    Hier ist die nächste Ausgabe:

    Kreis Ab – Episode 400

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Marc Stevermüer (Mannheimer Morgen)
    • Ruwen Möller (Flensborg Avis)
    • Dirk Pille (Funke Thüringen)
    • Björn Pazen (freier Journalist)
    • Felix Spross (HSG Konstanz)

    Themen (u.a.):

    • Hinze zieht Konsequenzen in Mannheim
    • Machulla übernimmt bei den Löwen (ab 10:48)
    • Golla geht und Vranjes kommt kurzfristig (ab 17:57)
    • Krickau und die andere Perspektive (ab 27:38)
    • Eisenach fährt den Laden fast an die Wand (ab 47:59)
    • Ungarn überrascht und Norwegen dominiert (ab 1:03:17)
    • Felix Spross im Gespräch (ab 1:25:33)

    Hier ist die nächste Ausgabe:

    Kreis Ab – Episode 399

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Olaf Bruchmann (Handballwoche)
    • Eric Dobias (dpa)
    • Julian Rux (Handballytics)
    • Ben Matschke (Frisch Auf Göppingen)

    Themen (u.a.):

    • Flensburg wirft Coach Krickau raus
    • Emotionen in Eisenach auf dem Siedepunkt (ab 8:09)
    • DHB-Frauen enttäuschen in Wien (ab 15:35)
    • Linkshänder sind die wahren Könige (ab 31:02)
    • Ben Matschke im Gespräch (ab 49:37)

    Hansen wäre kein Witz, aber nach heute natürlich falsch. Mich wundert aber, dass sie so wenig gespielt hat. Bei Dänemark lief echt wenig zusammen. Teilweise echt nicht schön anzusehen. Als Kristensens Quote in den Keller ging war es vorbei. Die Leistungs der Schiedsrichterinnen war übrigens eine bodenlose Frechheit.

    Davon abgesehen: Warten mir mal drei Jahre, wenn Lunde, die Solbergs, Aaardahl und Bratsett nicht mehr spielen. Zudem wechseln sie den Trainer, was die Franzosen schon gemacht haben. Auch das verändert die Dynamiken. Ich bin gespannt auf das, was im Frauenhandball passieren wird. Insgesamt emfpand ich das Turnier leider als das schwächste der vergangenen zehn Jahre, dafür gibt es aber viele Gründe (wie beispielsweise die fehlende Pause nach Olympia).

    Genau deswegen muss man für die Halben spielen, damit sie frei von hinten werfen können. Die Würfe waren doch teilweise einach aus der Not heraus.

    Ich vermisse deine Einschätzung zur Spielführung von A.G. , die einfach nicht vorhanden war!! Wieder einmal nicht.

    Die war nicht gut. Wenn man aber in der Regel von Anfang an nur mit einer Halben spielt, weil die andere nichts trifft, dann wird es schwer. Dann will man auch zu viel mit dem Kopf durch die Wand. Unabhängig davon war es nicht auf dem Niveau von 2022 oder gar 2021.

    Es ist auch schön, wenn hier alle sagen, dass wir Halbe brauchen, die beides können. Die haben wir aber nicht. Bölk und Leuchter sind wurfstark (die Quote stimmt leider nicht), aber für die Durchbrüche nur sehr bedingt geeignet, weil es ihnen an Agilität und Dynamik fehlt. Spielerinnen wie Maidhof, Smits (allerdings wegen ihrer Historie mit der Schulter) oder Engel fehlt es an Wurfkraft aus dem Rückraum. Ich gehe dann lieber mit dem Durchbruch und setze auf eine Kreisläuferin, die in der Lage ist Sperren zu halten, damit man entweder in der Kleingruppe agieren kann oder eben Räume schafft. Die komplette Spielerin haben wir leider nicht. Dana Bleckmann könnte so eine werden, Nieke Kühne eventuell auch. Aber das wird bis zur Weltmeisterschaft 2025 eng.

    Schon spannend, was hier teilweise geschrieben wird. Wenn man aber Handball aus den 90ern oder 00er Jahren einfordert, mit Kreuzen und Draufballern, frage ich mich schon, ob man die aktuelle Entwicklung im Frauenhandball mitbekommen hat. Die sieht nämlich ganz anders aus. Keine der Topnationen spielt so und mit dieser Art Handball wird man sie auch nicht schlagen. Dafür sind die Kombinationen Abwehr/Keeper einfach zu gut. Man muss gute Lösungen in der Spielstruktur finden, um dann entsprechend Durchbrüche zu kreieren. Wir haben leider auf den Halbpositionen keine Henny Reistad, eine Cristina Neagu früherer Tage oder eine Djurdjina Jaukovic in ihrer Form dieses Turniers. Wäre das so, dann wären wir automatisch erfolgreicher. Wenn man sich aber vor Augen führt, dass beispielsweise Emily Bölk in den drei Spielen gegen die Topnationen eine Quote von knapp über 26 Prozent aufweist, dann muss ich mich über die Forderung, mehr für die Halben zu spielen, schon sehr wundern. Ich erinnere mich zudem an ein Spiel von Leuchter in der Hauptrunde, wo sie innerhalb eines (!) Angriffs drei Mal den Ball nicht gefangen hat. Das kann aber auch nicht an der Ausbildung und der so schlechten Arbeit der vergangenen 20 Jahre liegen, das ist dann eine mentale Geschichte. Sie war auch jedes Mal unbedrängt. Aber ich möchte an der Stelle nicht weiter in die Tiefe gehen, das ist jetzt nur ein Beispiel.

    Ansonsten: Es folgt zeitnah eine Kolumne zum Spiel gegen Slowenien und später ein finales Fazit, das dann deutlich mehr in die Tiefe geht.

    Hier ist die nächste Ausgabe:

    Kreis Ab – Episode 398

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Carolin Paul (u.a. Tagesspiegel)
    • Simon Lange (Neue Presse/HAZ)
    • Christoph Stukenbrock (Sport-Informations-Dienst
    • Daniel Duhr (Buchautor)
    • Bastian Schlierkamp (interaktiv.handball)

    Themen (u.a.):

    • Gidsel-Show reicht den Füchsen nicht
    • Berlin ist in der Königsklasse angekommen (ab 13:34)
    • Entwicklung der Recken geht rasant weiter (ab 17:10)
    • DHB-Frauen brechen auch gegen Dänemark ein (ab 31:11)
    • Duhr und Gerfen waren mal wieder fleißig (ab 45:19)
    • Bastian Schlierkamp im Gespräch (ab 1:03:25)