Beiträge von capitano19

    Steigt Göppingen nicht auf, dann sieht es deutlich schlechter aus. Ein Abstieg von Leverkusen steigert die Zuschauerzahlen, da die in der Saison so viele Zuschauer wie Göppingen in einem Spiel hat, haben.

    Deine Argumente sind manchmal dermaßen haltlos, das ist schon erstaunlich. Göppingen ist nunmal aufgestiegen, Punkt. Ich bin sicherlich nicht dafür bekannt Dinge schönzureden, aber Deine Aussagen sind manchmal echt vogelwild. Am Ende heißt ein Zuschauerschnitt deswegen Schnitt, weil alle Zahlen einfließen. Die von Vereinen mit vielen, aber auch mit wenigen Zuschauern. Kaum zu glauben.

    Sie kommen nur von wenigen Vereinen.

    Es ist wirklich spektakulär, wie man immer nur das Schlechte sehen kann. Das ist in jedem Land der Welt im Frauenhandball so. In Metz sind auch mehr Zuschauer als in Dijon. In Norwegen wird teilweise vor Mini-Kulissen gespielt. Ich freude mich über die tollen Zuschauerzahlen in dieser Saison. Die Gründe sind mir vollkommen egal.

    Jetzt machst du es dir aber zu einfach. Ich nenne als Beispiel nur einmal Metzingen.
    Metzingen hat in ihrer Halle, die nicht den neuen HBF-Standards entspricht immer eine Top-Stimmung vor meist über 1000 Zuschauern. Nun hatten sie die zwei Derbys in Tübingen mit etwas mehr Zuschauer. Aber ich denke die mehr Zuschauer kamen auch nur, weil es Derbys waren. Würde Metzingen z.B. gegen Leverkusen oder Zwickau in Tübingen spielen, dann hätten sie bei diesen Spielen auch nicht mehr Zuschauer.
    Da ist es dann doch wirklich sinnvoller in einer kleineren Halle, die nur eine Längstribüne hat zu spielen, die bis auf den letzten Platz gefüllt ist und die Stimmung überkocht, als in einer größeren Halle, die dann nur zur Hälfte gefüllt ist, aber den HBF-Standards entspricht und es keine wirkliche Stimmung aufkommt.
    Und der Punkt wegen den TV-Übertragungen mit den Kameras auf der gegenüberliegenden Seite der Zuschauerränge zieht so lange auch nicht, wie die TV-Übertragung bei DYN nicht auch professioneller wird und weiterhin in der Verantwortung der Vereine liegt.
    Hier müsste meiner Meinung nach auch das ganze Umfeld, wie bei den Männern, professionell aufgezogen werden, mit eigenen unabhängigen DYN-Kommentatoren und es müsste auch eine "richtige" Berichterstattung erfolgen.
    Bis dies nicht gegeben ist, sollte sich auch niemand wegen der Hallensituation Gedanken machen.

    Da fängt es ja schon an. Man will sich über gewisse Themen auslassen, verkennt aber die Details. Die Rechte an den HBF-Übertragungen liegen bei SDTV. Die machen auch, über die HBF, die Vorgaben für die Vereine. Dyn hat sich eine Sublizenz erkauft und es werden exakt 1 zu 1 die Übertragungen von SDTV übernommen. Dyn wird also auch nicht über den Kommentator entscheiden. Oder die Halle. Oder die Anwurfzeiten.

    Wenn man übrigens immer klein denkt, dann kann man große Ziele auch nicht erreichen. Irgendwann hat mal jemand angefangen große, neue und moderne Hallen zu bauen. Sonst würde man überall noch in den alten, verbauten und oft veranzten Hallen spielen. Und so bleibt auch die Liga unattraktiv für Neuzugänge, die entsprechende Qualität haben. Da sind andere Länder deutlich besser aufgestellt.

    Welcher Status Quo? Der, der seit Jahren ganz eindeutig aufzeigt, dass der DHB endlich aus dem Quark kommen muss, um bessere Spielerinnen auszubilden? Die zwölf Vereine, die in der ersten Liga spielen, bilden am Ende mit ihren im eigenen Nachwuchs ausgebildeten Spielerinnen nicht die Basis, um eine hochwertige Bundesliga zu ermöglichen. Das muss in der Breite und auch über die geplanten (und seit nun einigen Jahren nach wie vor nicht umgesetzten) Leistungszentren des DHB passieren. Aber da will ich an der Stelle gar nicht weiter in die Tiefe gehen, denn der Verband hat hier mindestens mal zwei Jahre einfach nichts getan und die Zeit verschenkt.

    Gute, junge Spielerinnen bekommen wir in Deutschland nicht, wenn wir die Gelder bei Themen wie der Halle oder dem einheitlichen Spielfeld oder elektronischen Banden sparen, um sie dann einfach nur in den Kader zu stecken und teuere Spielerinnen aus dem Ausland zu verpflichten. Das ist nämlich der Fall. Die Vereine wollen sportlich maximal erfolgreich sein. Es sehen anscheinend aber nur sehr wenige Leute, dass man ganz dringend in die Vereinsstruktur investieren muss, wenn man dauerhaft erfolgreich sein will. Eine Halle wie in Blomberg reicht dafür auch schon komplett aus, mehr braucht man gar nicht.

    Aber man sieht es hier in Dortmund, wo ja erst vor drei Jahren eine Meisterschaft gewonnen wurde. Es geht aus den unterschiedlichsten Gründen nicht vorwärts. Vereine spielen oft in alten Schulturnhallen oder Hallen, die weit weg sind von dem, was benötigt wird, um den Frauenhandball in der Bundesliga dann auch auf Dauer entsprechend zu entwickeln. Es sollte keine Genehmigungen mehr geben, die Ausnahmen ermöglichen. In was für einer Halle beispielsweise der BHC in der zweiten Liga spielen darf, ist jenseits von Gut und Böse. Daher sollten alle Vereine dringend in ihre Strukturen investieren. Jetzt wird wahrscheinlich wieder das Argument mit dem Geld kommen. Das ist mir am Ende aber zu einfach. Auch die Kommunen sind hier gefordert. In "Dörfern" wie Blomberg oder Bad Langensalza ging es ja schließlich auch.

    Hier ist die nächste Ausgabe, eine erste Sonderfolge zu 400 Episoden des Podcasts:

    400 Spezial - Jens Kürbis

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Jens Kürbis (ehemaliger Nationaltorhüter DDR/BRD)

    Themen (u.a.):

    • Anfänge in der sächsischen Provinz
    • Sprung in die Sportschule nach Leipzig
    • Wendezeit und die großen Geldkoffer
    • Unrühmliches Ende in Magdeburg
    • Lübeck als die beinahe letzte Station
    • Seitenwechsel mit viel Leidenschaft

    Bitte weitermachen! Das gehört dazu. Ich will einen Überblick und dann entscheide ich, welches Spiel ich mir ab wann im Relive ansehe. Ich würde mir sogar Zwischenstände anderer Spiele im Einzelspiel wünschen, dann muss ich nicht wild auf meinem iphone suchen.

    Du kannst auch einfach einen Ticker anwerfen. Dann kennst Du alle Zwischenstände, sogar mehr oder weniger in Echtzeit. Sofascore oder Flashscore sind da führend.

    Was ich immer wieder erstaunlich finde ist die Tatsache, dass extrem oft davon ausgegangen wird, dass ehemalige Spieler des Vereins eine optimale Lösung darstellen und sie automatisch in der Lage sind zu helfen. Das gilt ganz oft auch für die Funktionärsebene. Warum sollte ein Fabian Gutbrod zum Beispiel ein ausgezeichneter sportlicher Leiter sein? Oft heißt es in solchen Fällen: „Er kennt den Verein und das Umfeld.“ Aber vielleicht fehlen einfach die entsprechenden Skills. Die will ich Gutbrod gar nicht absprechen, das ist mehr ein allgemeiner Gedanke, der mir kam. Mal Spieler auf höherem Niveau gewesen zu sein ist nicht automatisch ein Qualitätsmerkmal.

    Hier ist die nächste Ausgabe:

    Kreis Ab – Episode 400

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Marc Stevermüer (Mannheimer Morgen)
    • Ruwen Möller (Flensborg Avis)
    • Dirk Pille (Funke Thüringen)
    • Björn Pazen (freier Journalist)
    • Felix Spross (HSG Konstanz)

    Themen (u.a.):

    • Hinze zieht Konsequenzen in Mannheim
    • Machulla übernimmt bei den Löwen (ab 10:48)
    • Golla geht und Vranjes kommt kurzfristig (ab 17:57)
    • Krickau und die andere Perspektive (ab 27:38)
    • Eisenach fährt den Laden fast an die Wand (ab 47:59)
    • Ungarn überrascht und Norwegen dominiert (ab 1:03:17)
    • Felix Spross im Gespräch (ab 1:25:33)

    Hier ist die nächste Ausgabe:

    Kreis Ab – Episode 399

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Olaf Bruchmann (Handballwoche)
    • Eric Dobias (dpa)
    • Julian Rux (Handballytics)
    • Ben Matschke (Frisch Auf Göppingen)

    Themen (u.a.):

    • Flensburg wirft Coach Krickau raus
    • Emotionen in Eisenach auf dem Siedepunkt (ab 8:09)
    • DHB-Frauen enttäuschen in Wien (ab 15:35)
    • Linkshänder sind die wahren Könige (ab 31:02)
    • Ben Matschke im Gespräch (ab 49:37)

    Hansen wäre kein Witz, aber nach heute natürlich falsch. Mich wundert aber, dass sie so wenig gespielt hat. Bei Dänemark lief echt wenig zusammen. Teilweise echt nicht schön anzusehen. Als Kristensens Quote in den Keller ging war es vorbei. Die Leistungs der Schiedsrichterinnen war übrigens eine bodenlose Frechheit.

    Davon abgesehen: Warten mir mal drei Jahre, wenn Lunde, die Solbergs, Aaardahl und Bratsett nicht mehr spielen. Zudem wechseln sie den Trainer, was die Franzosen schon gemacht haben. Auch das verändert die Dynamiken. Ich bin gespannt auf das, was im Frauenhandball passieren wird. Insgesamt emfpand ich das Turnier leider als das schwächste der vergangenen zehn Jahre, dafür gibt es aber viele Gründe (wie beispielsweise die fehlende Pause nach Olympia).

    Genau deswegen muss man für die Halben spielen, damit sie frei von hinten werfen können. Die Würfe waren doch teilweise einach aus der Not heraus.

    Ich vermisse deine Einschätzung zur Spielführung von A.G. , die einfach nicht vorhanden war!! Wieder einmal nicht.

    Die war nicht gut. Wenn man aber in der Regel von Anfang an nur mit einer Halben spielt, weil die andere nichts trifft, dann wird es schwer. Dann will man auch zu viel mit dem Kopf durch die Wand. Unabhängig davon war es nicht auf dem Niveau von 2022 oder gar 2021.

    Es ist auch schön, wenn hier alle sagen, dass wir Halbe brauchen, die beides können. Die haben wir aber nicht. Bölk und Leuchter sind wurfstark (die Quote stimmt leider nicht), aber für die Durchbrüche nur sehr bedingt geeignet, weil es ihnen an Agilität und Dynamik fehlt. Spielerinnen wie Maidhof, Smits (allerdings wegen ihrer Historie mit der Schulter) oder Engel fehlt es an Wurfkraft aus dem Rückraum. Ich gehe dann lieber mit dem Durchbruch und setze auf eine Kreisläuferin, die in der Lage ist Sperren zu halten, damit man entweder in der Kleingruppe agieren kann oder eben Räume schafft. Die komplette Spielerin haben wir leider nicht. Dana Bleckmann könnte so eine werden, Nieke Kühne eventuell auch. Aber das wird bis zur Weltmeisterschaft 2025 eng.