Beiträge von capitano19

    Also ich fand ihn wirklich stark und in seiner Art erinnert er mich durchaus an #finn Zecher. Ich bin gespannt, ob er sein Niveau beim Turnier halten wird und wie er sich dann ab Sommer in der Bundesliga präsentiert.

    Hier ist die große Vorschau auf die Männer-EM 2024. Viel Spaß und auf ein sportlich hoffentlich spannendes Turnier!

    Kreis Ab – Spezial - Männer-EM 2024 (1)

    Gäste und Themen in der aktuellen Ausgabe:

    • Björn Pazen - zu allgemeinen Themen
    • Martin Rubin (Schweiz/Gruppe A) ab 28:44
    • Michael Kopeinigg (Österreich/Gruppe B) ab 46:16
    • Damir Radoncic (Montenegro/Gruppe C) ab 1:05:51
    • Bartosz Jurecki (Polen/Gruppe D) ab 1:22:37
    • Jasmin Camdzic (Bosnien/Gruppe E) ab 1:37:55
    • Vyron Papadopoulos (Griechenland/Gruppe F) ab 1:56:38
    • Michael Hegemann (zum deutschen Team) ab 2:13:28

    Und was reißt Ungarn in den letzten Jahren international so? Richtig, nichts. Und was reißen die Vereine? Richtig, wenig für die Mittel, die sie haben. Und Ungarinnen spielen bei Györ quasi keine mehr und beim FTC gegen die Ausländerinnen und Klujber den Ton an. Dazu holen sie jetzt mal eben vier Ausländerinnen von Spitzenniveau auf einen Streich. Von daher wie immer alles eine Frage der Perspektive. Eine finale Einschätzung wird man erst machen können, wenn sie den THC dann irgendwann wieder verlässt. Das gilt für Hafra in Bietigheim genauso.

    Wenn hier schon so fundiert diskutiert wird, dann möchte ich einen neuen Modus in den Raum werfen. Mir geht der neue nämlich nicht weit genug. Ich würde die Liga ganz radikal auf acht Teams verkleinern und eine Doppelrunde einführen. Meinetwegen können die ersten Vier noch Playoffs spielen, aber grundsätzlich bin ich dagegen. Den. Spielplan würde ich nur für die erste Doppelrunde komplett festzurren, bis auf den Punkt Heimspiele/Auswärtsspiele. Das muss man ja schließlich. So könnte man im Spielplan der zweiten Doppelrunde berücksichtigen, wer wo in der Tabelle gelandet ist und beispielsweise die Duelle Erster gegen Zweiter recht spät in die Saison legen, um die Spannung er erhalten. Der Letzte würde in einer best-of-three-Serie gegen den Meister der zweiten Liga um den Klassenerhalt spielen.

    In der Folge liste ich auf, warum ich die einzelnen Punkte so sehe:

    1.) Was soll es bringen, wenn so wenige Teams in der Liga spielen? Zunächst mal werden dann tendenziell nur Vereine in der ersten Liga spielen, die eine gewisse Ambition und den finanziellen Background haben. Außerdem sind so die Spielerinnen häufiger in Spielen auf höherem Niveau gefordert. Bietigheim oder Thüringen bringen Spiele wie die gegen Neckarsulm oder Waiblingen einfach nichts. Durch die regelmäßig höhere sportliche Herausforderung lernen die Spielerinnen sich häufiger in engen Spielen zu messen und an ihre Grenzen zu gehen (das ist auch unabhängig vom Niveau, sondern gilt generell).

    2.) Warum kein direkter Absteiger? Weil man so verhindert, dass ein Aufsteiger in die Liga kommt, der sportlich nicht mithalten kann. Wenn ein Zweitligist sehr ambitioniert ist, dann darf er gerne aufsteigen, gar kein Problem. Die Bedingungen dafür müssen aber stimmen. Ansonsten kann so mancher Zweitligist, der aktuell noch in der ersten Liga spielt, Talenten mehr Spielzeit geben. Man kann außerdem darüber nachdenken, ob die zweite Liga wieder geteilt wird. Einige Clubs haben mit den weiten Reisen enorme Probleme. Andererseits könnte man bei der Erstellung des Spielplans genauer darauf achten, dass weite Auswärtsfahrten dann stattfinden, wenn beispielsweise Feiertage oder Ferien anstehen.

    3.) Welche Vereine könnten sich dann noch die erste Liga leisten? Natürlich wenige, aber genau das soll helfen dauerhaft das Niveau wieder zu heben. Vereine, die in der Lage sind zu investieren, können sich auch bessere Spielerinnen leisten. Außerdem verteilen sich die guten deutschen Spielerinnen auf weniger Vereine. Das wird automatisch dafür sorgen, dass die deutschen Spielerinnen besser werden. Entweder, weil sie mehr spielen, oder weil sie sich im Training täglich verbessern.

    4.) Was passiert mit Vereinen, die nun urplötzlich absteigen müssen? So hart es klingt, will man wirklich vorwärts kommen und entschiede sich für so eine radikale Reform (würde nie passieren, da dann die halbe Liga gegen den Abstieg spielt und das käme sowieso nicht durch), dann wäre das eben so. Auf Dauer bringt es meines Erachtens die Sportart und den deutschen Frauenhandball nach vorne. Eine Quote deutscher Spielerinnen im Kader, die über das A-Jugend-Alter hinaus sind, müsste man eventuell diskutieren.

    5.) Welche Vereine sind denn perspektivisch überhaupt in der Lage dazu mitzuhalten? Das sind dann bald Ludwigsburg, Thüringen, Bensheim, Oldenburg, Metzingen, Dortmund, Buxtehude und Blomberg zu nennen (Reihenfolge willkürlich). Eventuell wäre es noch nötig eine gewisse Anzahl deutscher Spielerinnen im Kader festzulegen. Ich glaube aber nicht, dass das auf Dauer nötig ist. Und ja, ein Verein wie Leverkusen fehlt. Das ist jetzt aber nur ein Beispiel. Es geht um die generelle Idee. Am Beispiel Leverkusen kann man allerdings auch aufzeigen, dass ein "Abstieg" nicht unbedingt schlecht sein muss. In der zweiten Liga kann man mit dem richtigen Konzept durchstarten, Talente entwickeln, hat geringere Kosten und spielt trotzdem oben mit. Da kommen nicht unbedingt weniger Leute in die Halle als aktuell. Sind die "Absteiger" nicht mehr ambitioniert, dann erledigt sich das von selbst. Was wir aber, rein sportlich, in Leverkusen in Zukunft oder in Neckarsulm oder Bad Wildungen aktuell sehen, bringt den Sport nicht weiter.

    6.) Was ist mit den Hallen? Von den genannten Teams haben Bensheim, Metzingen und Dortmund keine passende Halle, in Buxtehude kommt sie. Hieran muss gearbeitet werden und man kann sehr gut sehen, ob diese Vereine dauerhaft wirklich ambitioniert sind. Das ist ein ganz entscheidender Punkt.

    Es wird nicht so kommen, aber alleine an Hand der von mir genannten acht Clubs sehen wir sehr gut, wie viel hochwertiger die Spiele sofort werden werden. Das Argument, dass deutsche Spielerinnen dann zu teuer werden, sehe ich nicht. Fraglich, ob die im Ausland mehr bekommen. Der Mindesetat, den man leicht umgehen kann, muss zudem erhöht, und eine Mindestzahl an Vollprofis festgelegt werden, noch dazu mit einem Mindestgehalt. So kann es auf Dauer für Spielerinnen lukrativ genug werden in der ersten Liga zu spielen und sich zunächst auf den Handball zu fokussieren. Was das Problem an der Idee ist? Sie wird nicht umsetzbar sein. Zu viele eigene Interessen verhindern das einfach, weil jeder sein eigenes Süppchen kocht, was ich den Vereinen auch nicht verdenken kannt.

    Die Spielerinnen müssen mit Kritik leben. Sie haben sich auch freiwillig dazu entschieden, in der Handball Bundesliga zu spielen. Falls sie nicht damit umgehen können, sollen sie sich einen anderen Beruf suchen. Wenn ich meine Arbeit nicht richtig mache, werde ich auch kritisiert.

    Frag Dich mal wie viele HBF-Spielerinnen „Handball“ als Beruf angeben und dann reden wir nochmal.

    Ich sehe nicht, dass Knorr zum Stil von Krickau passt, zumindest nicht aktuell. Ob Knorr das lernen kann? Mit seinem Talent und Fleiß bestimmt, aber ich würde aus SG-Sicht eher einen Gröndahl verpflichten, weil er sich mit Pytlick, Möller, Smits und Mensah besser ergänzt.