Beiträge von capitano19

    Hier ist die letzte Ausgabe der Saison:

    Kreis Ab – Episode 390

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Christian Stein (Handball World)
    • Tomas Mrkva (THW Kiel)
    • Viktor Szilagyi (THW Kiel)
    • Lukas Mertens (SC Magdeburg)
    • Bennet Wiegert (SC Magdeburg)
    • Hampus Wanne (FC Barcelona)
    • Lukas Nilsson (Aalborg Handbold)
    • Tim Dettmar (3. Halbzeit)
    • Niklas Groß (Handballwoche)
    • Klaus-Dieter Convents (EHF)

    Themen (u.a.):

    • Kiel und Magdeburg kommen nicht ans Limit
    • Barcelona lässt Hansens Traum platzen (ab 10:30)
    • Tomas Mrkva im Kurzgespräch (ab 15:03)
    • Viktor Szilagyi im Kurzgespräch (ab 16:54)
    • Lukas Mertens im Kurzgespräch (ab 23:12)
    • Bennet Wiegert im Kurzgespräch (ab 26:03)
    • Hampus Wanne im Kurzgespräch (ab 33:18)
    • Lukas Nilsson im Kurzgespräch (ab 35:08)
    • Bundesliga-Saison im großen Rückblick (ab 36:36)
    • Gislason kommt mit Überraschungen daher (ab 1:06:12)
    • Klaus-Dieter Convents im Gespräch (ab 1:20:59)
    • Verabschiedung in die Sommerpause (ab 1:39:31)

    Erste Runde EL-Quali. Dann landet man in der zweiten Runde im schlechteren Topf. Bekommt eventuell wieder ein gutes Team aus dem besseren Topf. Fliegt raus und jammert.

    Mir wäre neu, dass jemand gejammert hätte. Dana Bleckmann hat auf internationalem Niveau ihre Qualität durchaus schon bewiesen. Lena Degenhardt ist immerhin im Kreis der Nationalmannschaft. Wo Bistrita jetzt klar besser sein soll, das sehe ich ehrlich gesagt nicht. Einzelne Ergebnisse der Vorsaison sind auch völlig irrelevant. Wäre Debrecen so gut, hätten sie ja wie Bietigheim ruhig gegen dien Dritten, Zweiten und Ersten der anderen Gruppe einfach mal ins Final der Champions League einziehen können. Stattdessen haben sie nicht mal die Playoffs überstanden. Heißt am Ende: Es ist völlig egal.

    Sollte Dortmund ein Upgrade bekommen, dann werden sie bestimmt nicht ohne Punkte aus der Gruppenphase rausgehen. Am 21. Juni wissen wir mehr,

    Man war sportlich 2023/24 nicht für die Gruppenphase (!) der European League qualifiziert, für den Wettbewerb an sich schon. Man ist dann auf den wahrscheinlich schwerstmöglichen Gegner in der Qualifikation getroffen und musste diese Partien mit einem extrem schmalen Kader, es fielen beide Stammkräfte im linken Rückraum aus, bestreiten. In der Liga wäre man, trotz dieser langfristigen Ausfälle, beinahe Vize-Meister geworden. Man hat zudem zur neuen Saison zwei Weltmeisterinnen von 2019 und eine von 2023 im Kader, dazu fast nur noch Nationalspielerinnen. Die Bewerbung für die Champions League ist durchaus nachvollziehbar und unterstreicht die Ambitionen für die Zukunft. Es bewerben sich Vereine wie Sola oder Podravka, die sportlich klar schlechter aufgestellt sind. Wieso sollte es der BVB dann nicht tun?

    Ich sehe nicht, warum Dortmund nicht sportlich mit Gloria mithalten sollte. Der Kader wird ja besser, nicht schlechter. Es kommen zudem Langzeitverletzte zurück, die durchaus Niveau haben. Das Argument mit der Vereinskohle beim BVB verstehe ich hingegen nicht. Und die verstehe ich auch bei Gloria nur bedingt.

    Weil hier einige im Dunkeln tappen und andere völlig wild spekulieren, hier mal etwas konkreter: Die EHF wird meines Wissens nach nicht mehr als zwei Ländern drei Startplätze geben. Aus meiner Sicht geht einer davon fix an Dänemark bzw. Odense. Dazu wird Györ, Brest, Rapid und Storhamar einen Platz bekommen. Somit sind fünf der sieben Plätze weg.

    Es bleiben dann folgende Vereine für zwei weitere Plätze übrig:

    • CRO – HC Podravka Vegeta
    • GER – BV Borussia Dortmund
    • HUN – DVSC Schaeffler
    • NOR – Sola HK
    • ROU – CS Gloria 2018 BN

    Bleibt es bei maximal zwei Nationen mit drei Vertretern, dann fallen zwei der fünf restlichen Vereine (Debrecen, Sola, Gloria) raus. Ich gehe mal davon aus, dass einer der drei Vereine aber einen Platz bekommt. Ergo entscheidet es sich zwischen Podravka und Dortmund. Die Bundesliga hat mit dem EL-Sieger 2022, zwei EL-Final-Four-Teilnehmer 2023 und einem CL-Finalisten 2024 sportlich gute Argumente, dazu ist die Marke BVB gerade mal wieder (durch die CL-Finalteilnahme der Fußballer) in aller Munde. Kroatische Teams haben zuletzt alles andere als überzeugt, mit der Marke erreicht man zudem auch nichts. Was am Ende dabei rumkommt? Keine Ahnung.

    Ob Russland noch eine Top3-Nationalmannschaft hat, kann man aktuell gar nicht beurteilen. Das gilt auch für den Nachwuchs. Die haben zwei Jahre einfach mal nirgendwo teilgenommen. Von daher ist das reine Spekulation. Und Topspielerinnen aus den westlichen Länden würden sowieso nicht nach Russland wechseln.

    Dass Metz am Samstag quasi mit drei Rückraumspielerinnen durchgespielt hat, war die Entscheidung des Trainers. Der Kader gab mehr her.

    Dass sich die Spielerinnen auf einige Vereine verteilen, ist doch super. So ist vorher eben nicht klar, wer am Ende gewinnt. Die Spannung kann dem Sport durchaus gut tun.

    Also im BHC-Lager ist capitano19 nicht als Fan des Vereins aufgefallen. Sascha, ich hoffe, du nimmst mir das nicht übel! Insbesondere am Anfang des BHC-Wegs in Liga 1 hätten wir als Fans uns mehr lokalpatriotische Berichterstattung von ihm gewünscht, so hat er sich aber wirklich nie positioniert!

    Ich habe nie für ein lokales Medium über den BHC berichtet. Von daher verstehe ich den Wunsch nicht so ganz. ;)

    Das @Capitano immer beteuert er wäre von keinem Verein Fan und jetzt bei dem Verein aus seiner Heimat eine dermaßen einseitige Sichtweise vertritt hat, ist dann ja nochmal ein ganz anderes Geschmäckle.

    Ich habe mir meinen Geburtsort nicht ausgesucht und ich nehme mal schwer an, dass Dir das genauso geht. Alles andere würde mich dann doch schwer wundern. Der Verein, mit dem ich als "Fan" groß geworden bin, ist der Sportring Höhscheid. Der fusionierte irgendwann mit dem PSVg Jahn Solingen zur SG Solingen, die wiederum mit dem LTV Wuppertal 2006 zum Bergischen HC fusionierte. Der BHC spielt nicht mal mehr in Solingen. Nur, weil ich die Entscheidungsträger und das Umfeld gut bis sehr gut kenne, muss ich aber auch nicht zwangsläufig Fan des Vereins sein. Sicherlich habe ich, wie viele andere, Sympathien für gewisse Vereine, im Männerbereich bin ich aber kein Fan eines konkreten Clubs. Kann Ich nicht mit dienen. Aber 18 Bundesligisten in Nordrhein-Westfalen wären nett, für weniger Autostunden pro Jahr. ;)

    Der durchschnittliche Linksaußen spielt also 60 Minuten durch? Oder wie muss ich das verstehen?

    Nein, natürlich nicht. Aber es spielt 60 Minuten lang jemand auf Linksaußen. Nur durch die Hochrechnung auf 60 Minuten erhältst Du ja einen Vergleichswert. Mortensen spielt in der Regel durch, bei anderen Vereinen teilen sich Spieler die Position. Es ist nichts anderes als reine Mathematik.

    carmdan11: Es ist nichts anderes als ein pragmatisches Beispiel dafür, wie sich das Nutzen von nicht vorhandenen finanziellen Mitteln auf die sportliche Wettbewerbsfähigkeit auswirkt. Der HSV hat 4,1 Millionen (!) Euro über seine Verhältnisse gelebt. So hoch ist in Balingen nicht mal der gesamte Etat. Mehr muss man dazu nicht sagen.

    Laut der Liqui-Moly-HBL-Statistik hat Mortensen in der Saison 2023/24 in 30 Spielen 203 Tore erzielt, das sind im Schnitt 6,77 Tore und nicht 7,1.

    Richtig. Aber das ist hochgerechnet auf 60 Spielminuten, damit der Vergleichswert zum durchschnittlichen Linksaußen fair erstellt werden kann. Mortensen trifft 2,5 Mal häuifger in 60 Spielminuten und hat daher einen massiven Mehrwert für den HSV.

    An anderer Stelle wurde von einem Vergleich geschrieben, der Quatsch sei. Man wüsste ja nicht, wie denn der Ersatzlinksaußen performen würde. Darum geht es aber nicht. Ich erkläre auch gerne, warum das Beispiel meiner Meinung nach sehr gut gewählt ist.

    Nehmen wir mal an, alles pure Spekulation, Mortensen verdient 25.000 Euro por Monat, das sind dann auf das Jahr gesehen 300.000 Euro. Der HSV hat aber eigentlich nur einen Finanzrahmen, der das Gehalt von 10.000 Euro für einen Linksaußen zulässt. Das trifft, bei der Finanzlücke, natürlich auch auf andere Positionen zu.

    Ergo kann man sich ja, im wahrsten Sinne des Wortes, ausrechnen, wie viel schlechter der HSV abgeschnitten hätte, wenn man auf deutlich günstigere Spieler hätte setzen müssen. Zum Beispiel auf Spieler, die so günstig sind wie die des BHC. Oder von Eisenach oder Balingen oder Stuttgart. Ich hoffe, dass nun jeder versteht, warum der HSV einen illegalen sportlichen Vorteil hatte und andere Teams dadurch benachteiligt waren.

    Die ganzen und wildesten Verschwörungstheorien einzelner User bezogen sich nicht auf Zahlen sondern auf die Lizenzierungskommission bzw die Arbeit dieser Kommission.

    Wenn man weiß, wer alles in dieser Kommission sitzt und wer Teil der Schiedsgerichte ist, das hat mit Neutralität mal rein gar nichts zu tun. Unabhängig davon muss der HSV jetzt erstmal 3 Millionen Euro bis morgen überwiesen haben. Das ging bislang anscheinend auch unter. Wie man diesem Verein für die vergangene Spielzeit überhaupt die Lizenz erteilen konnte, das muss man sich echt fragen. Unser Sport bleibt leider amateurhaft. Die NBA des Handballs, davon ist man meilenweit entfernt.

    Die Vergabe der Wild Card hingegen - wie sie z.B. diese Saison Kolstad erhalten hat - ist tatsächlich Willkür der EHF. Die EHF ist da an keine Regeln oder Kriterien gebunden - außer, dass der Verein die sportlichen Voraussetzungen für ein Upgrade erfüllt und dieses beantragt haben muss.

    Wieso hat Kolstad denn für diese Saison eine Wild Card bekommen? Meines Wissens nach waren sie für die European League qualifiziert, oder habe ich das falsch in Erinnerung? Daher konnten sie sich ganz regulär für ein Upgrade für den höheren Wettbewerb, also die Champions League, bewerben.

    Ich würde mal behaupten, dass er ihre Schnelligkeit meint. Unabhängig davon hat gefühlt alles einen Bezug zu Ungarn, es ist echt nicht mehr zu ertragen. Debrecen hier, Vac da. Im Finale der Champions League standen ein Verein aus Ungarn, bei dem fast nur Ausländerinnen spielen, und ein Verein aus Deutschland auf der Platte. Aber natürlich auch nur, weil zuvor Ikast, Odense und Metz unendlich schlecht waren. Das hatte nie was mit guten Leistungen von Bietigheim zu tun. Schade, dass es bei jeder Thematik am Ende nur darauf hinausläuft jemanden zu kritisieren. Ob Stockschläder überhaupt in Thüringen bleiben wollte? Das spielt anscheinend gar keine Rolle. Fakt ist jedenfalls, dass sie einen neuen Verein braucht. Sie wird einen finden. Ob sie da glücklich wird? Das wird man dann sehen.

    Hier ist die nächste Ausgabe:

    Kreis Ab – Episode 389

    Zu Gast in der aktuellen Ausgabe:

    • Thomas Rademacher (Solinger Tageblatt)
    • Björn Pazen (freier Journalist)
    • Karolina Kudlacz-Gloc (SG BBM Bietigheim)
    • Xenia Smits (SG BBM Bietigheim)
    • Ana Gros (Györi ETO KC)
    • Youri Chevzov (Nationaltrainer Weißrussland)

    Themen (u.a.):

    • Hamburg erstreitet sich die Lizenz
    • Bietigheim mit historischem zweiten Platz (ab 18:14)
    • Karolina Kudlacz-Gloc im Kurzgespräch (ab 29:09)
    • Xenia Smits im Kurzgespräch (ab 32:06)
    • Ana Gros im Kurzgespräch (ab 34:24)
    • Magdeburg und Kiel wollen Europas Krone (ab 36:11)
    • Youri Chevzov im Gespräch (ab 47:05)

    In beiden Gruppen gibt es sehr spannende Duelle, Italien ist zum ersten Mal seit 1997 dabei. Und darauf freue ich mich eben ganz besonders. Dafür muss ich nicht mal den Spielort werchseln. Also bin ich mit der Auslosung sehr zufrieden und bei den deutschen Gegnern finden sich einige Akteure, die auch Deutsch sprechen. Für den Podcast optimal.