Beiträge von BUMM

    Es gibt Dinge, die ich als Geschäftsleitung von einem leitenden Angestellten als Selbstverständlichkeiten erwarten kann, ohne dass diese ausdrücklich im Vertrag stehen Dies gilt insbesondere für einen Trainer im Profisport! Dass man NICHT über das Thema Wohnsitz Nähe Wetzlar gesprochen hat, kann ich mir wieder nicht vorstellen.

    Jetzt ist aber m M. gut, es wurde alles gesagt und ein Argument wird nicht dadurch besser, dass man es ständig wiederholt.😉

    Wenn man von einem neuen Trainer so überzeugt ist, dass man einen jahrelangen Erfolgscoach dafür vor die Tür setzt, dann ist es ein Unding, ihm nur eine gute Saison Zeit zu geben und die Stärke seines Kaders dabei auch noch deutlich zu schmälern.

    Wandschneider wurde nicht "vor die Tür gesetzt" sondern ein zeitlich festgelegter Vertrag nicht verlängert. Das wurde K.W mit ca 10 Monaten Vorlauf mit geteilt und ist im Geschäftsleben ein absolut legaler, fairer und normaler Vorgang! Die HSG hatte mit KW eine gute Zeit, er aber auch mit der HSG! Dass man nach 10 Jahren neue Wege gehen wollte, war nach meiner Meinung gut und richtig, zumal man Wandschneiders Arbeit bei den HSG Verantwortlichen nicht nur nach den erreichten Tabellenplätzen in der HBL beurteilt hatte.

    Zu Ben Matschke sei noch anzumerken, dass es durchaus leitende Angestellte auch in anderen Berufen gibt, die sich bei fehlender Flexibilität der Familie für die eigene Berufsausübung einen Zweitwohnsitz nehmen und diesen auch nutzen um oft und dicht an der Arbeitsstelle zu sein. Ich bin mir sicher, dass man das auch mit Ben Matschke so abgestimmt und besprochen hatte. Leider wurde diese Hoffnung auch nach der Vertragsverlängerung nicht erfüllt und der sportliche Erfolg ließ ebenso zu wünschen übrig wie auch die stagnierende Entwicklung der Mannschaft.

    Ich glaube Beuger meint nicht die Tatsache, dass Matschke beurlaubt wurde, sondern dass man erst Ende Mai seinen Vertrag vollkommen unnötig um 2 Jahre verlängert hat, um ihn dann zu entlassen. Über seine Kompetenzen lässt sich streiten, aber es klingt ja schon so, dass das keine Affekthandlung war und dann kann man sich schon mal fragen, warum man mit ihm vor 6 Monaten, unnötig früh verlängert hat.

    Ich denke, man hat sich von der Vertragsverlängerung eine Umstellung von Matschkes persönlicher Lebenssituation erhofft. Dies hat sich aber nicht erfüllt und die sportlichen Misserfolge kamen noch hinzu.

    Die Entlassung von Matschke kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Der Kader ist viel schwächer als letzte Saison. Viele Spiele hat man knapp verloren. Matschke war doch DER Wunderbringer als Ersatz für Wandschneider und dass er noch ein paar Stunden Lehrer ist, wusste man auch schon bei Dienstantritt und bei Vertragsverlängerung. Schlechtes Management.

    Ich denke mal, aus München ist die Lage hier in Wetzlar schwer zu bewerten. Die Gründe für Matschkes Suspendierung sind hier und an anderer Stelle hinreichend diskutiert worden, deshalb hier nur noch die kurze Anmerkung, dass die schwachen Leistungen der HSG Wetzlar nicht erst in dieser Saison mit dem vermeintlich "viel schwächeren Kader" aufgetaucht sind sondern schon in der Rückrunde der letzten Saison mit Danner, Mirkulovski, Cavor, Fredriksen, Holst und Forsell-Schevfert zu beobachten waren!

    Das war - in der Tat - klare Kante.

    Ergänzend: Er hat Matschke sehr viel zu verdanken, sehr viel bei / von ihm gelernt.

    Bei allem Respekt und Verständnis für Lennys emotionales Statement. Gerade er hatte unter Matschke stark nachgelassen und die Verantwortlichen der HSG können ihre Entscheidungen nun mal nicht nur nach zwischenmenschlichen Gefühlslagen zwischen Spielern und einem durchaus sympathischen Trainer treffen sondern müssen in erster Linie den sportlichen (Miss-)Erfolg und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Konsequenzen berücksichtigen. Denn nur so können auch Gesamtetat inklusive Spielergehälter gesichert werden! Das geschieht im Interesse Aller, die auch weiterhin Bundesligahandball in Mittelhessen sehen wollen! Deshalb absoluter Glückwunsch an Mannschaft, Trainerteam und nicht zuletzt den Verantwortlichen der HSG Wetzlar!

    ... und man sollte nicht vergessen, dass eine Korsettstange nach der anderen wegbricht: Vor der Saison Olle Forsell Schefvert und Stefan Čavor und jetzt noch Magnus Fredriksen; da fehlt auch Qualität.

    Der Leistungsabfall war aber auch schon seit Anfang 2022 der abgelaufenen Runde MIT Schefvert, Cavor, Fredriksen und Holst mit nur 2 HeImspielsiegen vorhanden!

    Ich denke, wir HSG Fans sollten die Lage mal nicht zuuu pessimistisch sehen! Ben Matschke tut mir natürlich persönlich sehr leid, er war und ist ein feiner Mensch! Allerdings hat er wohl auch seine persönlichen Probleme unterschätzt, die mit dem ersten heimatfernen Engagement in seiner Karriere verbunden waren. Mich erinnert das ganze so ein wenig an die Historie von Steffen Fäth, Dominik Mappes und Mimi Kraus....
    Diese Verunsicherung war gerade zuletzt deutlich sowohl auf als auch neben dem Spielfeld zu spüren.

    Realistisch betrachtet wird in den nächsten 5 Spielen für die HSG nicht allzu viel zu holen sein. Irgendwie muss nun die Zeit bis zur Winter-/WM Pause durchgestanden werden um die Mannschaft aufzurichten und die Trainerfrage endgültig zu klären.
    Ich denke mal zurück an eine ähnliche Lage in Lemgo, wo man damals auch dem Abstieg "Auge-in Auge" gegenüber stand und dann ein bis dahin unerfahrener Trainer, aber hoch motivierter Ex-Spieler, dem Ganzen bis heute ein neues und nachhaltiges Gefüge brachte! Vielleicht klappt das ja auch in Wetzlar.
    Optimistisch bin ich deshalb, weil wir in der Rückrunde nahezu alle dann wohl noch mit um den Abstieg spielende Mannschaften zu Hause haben. (Minden, Hamm, BHC, Lemgo). Das eine oder andere Auswärts- "Pünktchen" ( z.B. Stuttgart, Gummersbach, Leipzig oder Hamburg sollte eventuell auch noch möglich sein, so dass der Klassenerhalt am Ende der Saison durchaus noch realistisch und möglich ist!

    Schade für diesen sympathischen und durchaus mit hohen Ambitionen angetretenen Mann, der es allerdings scheinbar nicht geschafft hat, den Spagat zwischen den Ansprüchen seiner Familie, seiner weiter ausgeführten Lehrertätigkeit und den Notwendigkeiten eines Vollprofitrainers zu vollziehen.

    Durch das ständige Pendeln zwischen Wohnort und Wetzlar ging ihm wertvolle Zeit verloren, die man in einer solch prekären Lage wie jetzt sicher besser hätte investieren können.

    In der letzten Zeit konnte man ihm seine aufkommende Verunsicherung sowohl neben dem Spielfeld als auch im Umfeld deutlich anmerken und das hat sich ganz offensichtlich auch auf die Mannschaft übertragen, so dass der nun vollzogene Schritt zwar schmerzlich aber durchaus verständlich ist.

    Ich glaube, Petko braucht noch etwas Zeit um seine für einen Wechsel nach Göppingen notwendige vorzeitige Vertragsauflösung in Russland mit einer Abfindung des russischen Handballverbandes noch etwas zu "vergolden". Er hat noch 1 oder 2 Jahre Vertrag dort, aber keine der beiden Seiten ist wohl so wirklich an einer regulären Vertragserfüllung mehr interessiert,
    Wenn alles (bis Weihnachten oder der WM Pause?) in "trockenen Tüchern" ist, wird es den Wechsel wohl geben, es sei denn, Mannschaft und Trainer von FAG schaffen bis dahin ein Wunder!

    Die 18er Liga ist für die HBL einfach zu groß.

    Hamm wäre als 2. Aufsteiger aus der 2. Liga auch in ein 16er Feld aufgestiegen. Mit einer Verkleinerung der 1. HBL würde die jetzt schon sehr geringe Chance für die Aufsteiger zur dauerhaften Etablierung in der höchsten Spielklasse weiter schrumpfen. Das Problem ist einfach der weiterhin große Unterschied zwischen 1. und 2. Liga und der würde durch Reduzierung der 1. Liga weiter zunehmen und den Handball in seiner in Deutschland wohl einmaligen Breite unpopulärer machen!

    Ich glaube nicht, dass Flensburg in der kommenden Saison unter die ersten 5 kommt. Hier werden Kiel, Magdeburg, Berlin, Melsungen und eine "Überraschungsmannschaft" (vielleicht HSG Wetzlar?😉) stehen. Lemgo wird meiner Meinung nach eher im unteren Drittel landen, ebenso wie der HSV. Abstiegskandidat Nr. 1 ist natürlich Hamm (wer sonst?) sowie GWD. Schwer wird es für den BHC, Burgdorf und Stuttgart werden.
    Göppingen, Leipzig, Erlangen in der oberen Hälfte.

    Nur komisch, dass Streitigkeiten in Melsungen auch mit anderen Spielern vorkommen. Bei anderen Vereinen ist das nicht der Fall bzw. kommt nicht an die Öffentlichkeit. Ich bin echt verwundert, warum Frau Braun so lange an Geerken festhält.

    Glaubt hier denn wirklich jemand im Ernst, dass Axel Geerken auch nur die kleinste Entscheidung trifft, ohne diese mit Frau Braun abzustimmen? Sie alleine hat das Sagen und gibt das Geld! Mit ihr wird sich hier nie etwas ändern und ohne sie ist dieses Gebilde nicht mehr finanzierbar.

    Lipovina war schon in seiner früheren HSG Zeit ein starker Mann, der allerdings ebenso wie Alex Feld von K.W. regelrecht gemobbt wurde. Ich weiß, du willst das nicht hören, war aber so.

    Vladan hat sich darüber hinaus weiterentwickelt und ist unter den gegebenen Bedingungen das Optimum, was Wetzlar bekommen konnte. Einen Kommentar zu deinen übrigen Einschätzungen zur HSG erspare ich mir😇

    Die beiden jungen Schiedsrichter aus dem DHB Anschlusskader waren ganz offensichtlich auf "Stimmenfang" bei der einflussreichen THW Führungsriege mit einer sehr einseitigen Zeitstrafenvergabe zu Lasten der Gäste! Schon die rote Karte gegen Nyfjäll in der ersten HZ war kein unbedingtes "Muss" um so unverständlicher dann die 3. Zeitstrafe mit anschließendem Rot für Danner, die auch nach wiederholter Zeitlupe durch SKY nicht nachzuvollziehen war. Zumal Pekeler Danner in nichts nach stand!
    Regelrecht blamabel für die SR fand ich dann die überaus faire Reaktion von Dahmke, der das zunächst ebenfalls mit Rot bedachte "Foul" an ihm dem Schiedsrichter gegenüber, der unmittelbar davor stand, als unberechtigt bescheinigte und der SR die rote Karte darauf hin wieder zurück nahm (nehmen musste)!

    Ich war selbst beim Spiel und habe mir dann anschließend auch noch mal einige Szenen in der SKY Aufzeichnung angesehen. Der Magdeburger Sieg war letztlich verdient und einerseits dem breiteren Kader der Gäste, andererseits der Personallage der HSG an diesem Spieltag und der zum Schluss fehlenden Kraft gezollt.

    Ich hoffe aber innigst, dass sich sowohl die beiden Schiedsrichter als auch die "Oberen der SR Zunft" dieses Spiel nochmals anschauen!

    Natürlich gibt der Handballsport den Schiedsrichtern ein hohes Maß an Ermessenspielräumen, diese sollten dann aber doch wenigstens einigermaßen einheitlich umgesetzt werden. So wie z.B. Das "Abstehen" und "Abliegen" vom Kreisläufer oder den Außen vor dem Torwurf mit einer gewissen Toleranz akzeptiert wird, ähnlich der 2 Sekundenregel beim Überfahren einer roten Ampel.
    Dass Schiedsrichter aber z.B. bei Betreten des Kreises der Angreifer, Schrittfehler, Vorteilsregel usw, eine so eigenwillige und persönliche Sichtweise an den Tag legen (dürfen) habe ich in dieser Anzahl an Entscheidungen noch in keinem Handballspiel erlebt und es wäre im Interesse des Handballsportes, wenn das in Zukunft, wie auch immer, unterbunden würde!

    Ich habe mir übrigens auch das Interview mit Till nochmal angeschaut und finde seine deutlich unter dem Eindruck der Enttäuschung stehenden Aussagen nicht soo daneben, wie es hier beim einen oder anderen Beitrag dargestellt wird!