Janos:
natürlich kannst du dich jederzeit einem oder mehrerer Vereine deiner Wahl zu wenden! Warum allerdings deiner Meinung nach in Hüttenberg der "ehrlichere" Handball geboten wird und damit im Umkehrschluss in Wetzlar der "unehrlichere" wäre doch noch einiger Erklärungen deinerseits wert.
Fakt ist, dass zur Zeit in Wetzlar sicherlich der erfolgreichere Handball geboten wird, was nicht heißt, dass man alles dort kritiklos hin nehmen sollte. Hier sind aber sachliche Kritik und Gespräche mit den Verantwortlichen solch nebulösen Pauschalurteilen wie deinen vorzuziehen!
Ich gehe auch mal gerne zu Spielen des TVH und freue mich über deren Erfolge. Eine echte Alternative für die heimische Handballszene im Spitzenhandball kann ich allerdings dort nicht erkennen, denn gerade unter den ersten 7 befinden sich mittlerweile auch nur noch vorwiegend Handballlegionäre oder ehemalige HSG Spieler. Gerade diese haben in der jüngeren Vergangenheit zu den Erfolgen des TVH entscheidend beigetragen und man sollte deshalb nicht vergessen, dass der heutige TVH ohne die "Zubringerdienste" der benachbarten HSG wohl kaum auf so hohem Niveau hätte spielen können!
Dies meine ich keinesfalls abwertend oder negativ, im Gegenteil, aus dieser Tatsache sollten beide Vereine lernen und diese teils aus Zufällen zu Stande gekommenen Situationen bündeln und gezielt kanalisieren. Nur so kann der Handballstandort Mittelhessen als Handballmetropole auch weiterhin existieren und sich gegen die teils von HBL und DHB geförderte Großstadtkonzentration des Spitzenhandballs erfolgreich verteidigen.
Hüttenberg wird auf absehbare Zeit keine dauerhafte Erstligamannschaft stemmen können, kann aber im Verbund (der auch wie immer ausgestaltet werden sollte) mit der HSG als Aushängeschild der Region, nur dann in Zukunft weiter bestehen, wenn man an einem Strang innerhalb unserer Region zieht. Hierzu zählen auch die Mannschaften in den Spielklassen unterhalb 1. und 2. Liga!
hierüber sollten sich sowohl die Verantwortlichen als auch die Fans im klaren sein und trotz gesunder sportlicher Rivalität eher die Gemeinsamkeiten finden als die alten gegenseitigen Ressentiments weiter zu befeuern!