Matosevic hatte sich unmittelbar vor Rundenstart, ich glaube es war in der Saison 2007/08, mit einer "zu Tränen rührenden" Geschichte über Nacht aus Wetzlar verabschiedet mit der Begründung, er habe "ganz schwerwiegende persönliche Probleme" in seiner Heimat die nur vor Ort zu klären seien. Da er zu dieser Zeit Leistungs- und Sympathieträger bei der HSG war, glaubte man ihm und seine Fans spekulierten voller Teilnahme und Verständnis um die Gründe.
Kurze Zeit später meldete er sich dann und gab an, dass die Probleme noch schwerer als gedacht wären und er, um sich sportlich fit zu halten, um Vertragsauflösung bäte um sich vorrübergehend seinem Heimatverein anschließen zu können.
Durch eine Warnung von HBL Seite wusste man aber mittlerweile, dass er zu diesem Zeitpunkt bereits einen Vertrag in Spanien unterschrieben hatte und mit dieser "rührenden Geschichte" lediglich die vorzeitige Vertragsauflösung herbei führen wollte, die seinem neuen Arbeitgeber die Ablösesumme sparen sollte und ihm wahrscheinlich noch eine Zusatzprämie erbracht hatte.
Der damalige sportliche Leiter der HSG, der ihm glaubte und ihn zunächst voll unterstützte, sprach nacher von der "größten menschlichen Enttäuschung" die er jemals erlebt habe.
Letztlich gab es aber doch noch eine gewisse Gerechtigkeit - der Wechsel nach Spanien platzte dann noch in letzter Sekunde an irgend welchen Formalitäten und Matosevic musste dann tatächlich doch in seiner Heimat anheuern.
Eigentlich schade, dass es unter den Bundesligisten nicht wenigstens so viel Solidarität gibt, solche Typen einfach auf Dauer zu ächten um damit wenigstens ein Minimum and Fairness und Anstand im Profisport noch zu bewahren. Auffällig ist auch, dass besonders Lübbecke hier "recht großzügige Maßstäbe" (Frank Loke gehört ja wohl auch zu dieser Kategorie) anlegt.....