Beiträge von BUMM

    Spielentscheidend für den Kieler Sieg war sicherlich die Superform von Thierry Omeyer, der in der 2. Hälfte reihenweise beste Einwurfmöglichkeiten der HSG zunichte machte und bei den Gästen auch ein spürbarer Kräfteverschleiß auf kam.

    Begünstigt wurde das am Ende doch noch recht klare Ergebnis für den THW auch von den Pritschow Zwillingen, die sich von den schon nach wenigen Ballwechseln nach "Zeitspiel" rufenden Zuschauern und den am Seitenrand ebenso wild gestikulierenden THW Offiziellen zu sehr beeinflussen ließen und den konzentrierten Spielaufbau der HSG mit oft total überzogenen Passivspielwarnungen vorzeitig abbrachen und Wetzlar zu unvorbereiteten Torschüssen nötigte, die dann von den Kielern eiskalt mit Tempogegenstößen gekontert werden konnten.

    In der ersten Hälfte hätte die HSG Führung sogar noch deutlicher ausfallen können! Aber auch hier zeichneten sich die SR durch großzügige Siebenmeterentscheidungen zugunsten der Heimmannschaft aus, die von den ersten 11 Treffern immerhin 5 lediglich durch Strafwürfe erzielen konnte.

    Man sollte doch bei der Bewertung der Schiedsrichterleistungen von beiden Anhängergruppen (dazu gehört auch die Lokalpresse) eine gewisse Subjektivität voraussetzen und auch tolerieren.
    Ich denke keine der beiden Mannschaften (Feldspieler) hat wirklich bewusst unfair gespielt, auch nicht der Grieche. Der Unterschied zwischen "gesunder Härte" und Unfairness liegt aber genau im Verhalten zwischen Chalkidis, Bult, Göde usw. und einem Silvio Heinevetter, der durch seine permanenten Diskussionen und Provokationen halt nicht nur bei den Zuschauern nicht gerade Freundschaften knüpft und Sympathiepunkte sammelt!
    Der Ellenbogencheck gegen Allendorf von ihm war darüber hinaus unzweifelhaft eine zumindest grobe Unsportlichkeit und wurde von den Schiedsrichtern genauso übersehen (durchaus menschlich und man sollte keineswegs Absicht unterstellen), wie der nicht gegebene HSG Treffer gegen Ende der 1. Halbzeit als der Ball eindeutig hinter der Torlinie lag, Heinevetters "Hinterteil" dem Torschiedsrichter aber hierzu die Sicht nahm.

    Hätte sich der HSV in den Jahren 2004-2005 den Kriterien stellen müssen, die heute der VFL Gummersbach zu erfüllen hat, würde es den Hamburger Retortenverein schon lange nicht mehr geben.
    Ich möchte Herrn Rudolph nicht die gleichen krimminellen Machenschaften unterstellen, die den Vorgänger VFL Bad Schwartau überhaupt erst zum Verkauf seiner Lizenz nach Hamburg gezwungen hat, aber auch Rudolph hat durch juristische Spitzfindigkeiten und "Unterstützung" des zuständigen Richters beim Amtsgericht, der seinerzeit die schon längst überfällige Konkurseröffnung so lange verzögert hat bis die Saison beendet war, überhaupt erst den Bundesligaverbleib retten können.

    Eines haben VFL und HSV allerdings gemeinsam und das sind die einflußreichen Fürsprecher zur rechten Zeit in der HBL Führung. Der HSV belohnte seinerzeit einen gewissen Heinz Jacobsen mit dem HSV Vorsitz für seinen Einsatz zum Erhalt der Lizenz und der VFL kann sich der Unterstützung eines Ulrich Strombach sicher sein, der schon einmal eine Lizenzverweigerung des VFL durch den BL Ausschuss eigenmächtig widerrief.

    VFL Gummersbach : HSG Wetzlar 39:37

    Ein Wahnsinnsspiel mit allem was der Handballsport bietet! Für mich war Wetzlar in der regulären Spielzeit die spielfreudigere Mannschaft während der VFL vor allem von der individuellen Wurfstärke von Pfahl sowie dem bärenstarken Gunnarsson am Kreis lebte und natürlich vom alles überragenden Stoijanovic. Hätte Weber nur annähernd in der regulären Spielzeit die Form, insbesondere der 2. Verlängerung, gezeigt, wäre die HSG nach 60 Minuten als Sieger vom Platz gegangen.
    In der Verlängerung selbst war sicher auch der Mut von VFL Trainer Hasanefendic mit ausschlaggebend, mit Steffen Fäth eine neue Variante in das Angriffsspiel einzubauen, während Roth diese mit Djordic durchaus auch vorhandene Option nicht zog und mit der Stammsieben am Ende durchzog.
    Am Ende ist man halt immer schlauer....
    Bleibt nun die Spannung für das HSG Spiel am Freitag gegen Lemgo und die Frage ob die Spieler den Elan aus Gummersbach mitnehmen können oder doch eher der Kräfteverschleiß der 80 Minuten zu spüren sein wird.

    HSG Wetzlar - TBV Lemgo
    THW Kiel - VfL Gummersbach
    HSG Düsseldorf - SG Flensburg-Handewitt
    TV Großwallstadt - MT Melsungen
    HBW Balingen-Weilstetten - Rhein-Neckar-Löwen
    Füchse Berlin - FA Göppingen
    SC Magdeburg - TSV Hannover-Burgdorf
    TuS N-Lübbecke - GWD Minden
    HSV Hamburg - TSV Dormagen

    Warum versucht man es nicht einfach mal mit einer Mannschaft die man sich auch leisten kann? Hier wird genörgelt vom "Rummkrebsen" mit 2500 - 3000 Zuschauern! Es gibt Teams die sich schon seit Jahren mit solchen und sogar niedrigeren Zuschauerzahlen in der 1. Bundesliga halten und Vereine wie Minden, Grosswallstadt, Wetzlar, Göppingen würden sich "von" schreiben, wenn ihnen Etats zur Verfügung stünden wie der, der in GM nach Abzug der Unterfinanzierung immer noch übrig bleibt!

    Man muss halt seine Ansprüche etwas herunter schrauben und wenn die Region nur Bundesliga unterhalb Platz 10 finanzieren kann ist es eben so. Woanders geht es auch und auch hier wird dennoch durchaus Spannung und Unterhaltung geboten.

    Die "wohltätigen 3" müssen nur rechtzeitig darauf achten, dass die neugewonnenen Sponsoren und Edelfans sich nicht irgendwann einmal darüber wundern, dass auf dem Spielfeld der Ball statt mit Schlägern oder Füssen mit der Hand berührt werden darf, die zwei gelben mit der Pfeife keine lebenden Werbeträger oder Clowns sind und der Sport Handball und nicht "Extreme Fighting" genannt wird bei dem die Tor-Netze dem Schutz der Zuschauer und nicht der Fluchtverhinderung der Akteure dienen.......

    Die Rechnung ist eigentlich ganz einfach: In jeder Saison gibt es mindestens 5-6 Vereine, die die CL Teilnahme fest in Ihr Budget aufnehmen und das Geld auch verplanen bevor sie es wirklich eingenommen haben. Da aber nun mal nur 3 die CL Quali schaffen können, resultiert hieraus dann ganz zwangsläufig, dass 2-3 dieser Unternehmen am Saisonende ein gewaltiges Defizit haben.....!

    p.s.
    Dies sollte auch den Prüfern der Lizensierungsunterlagen mal klar werden.

    Zitat

    Original von diwei
    OHNE kOMMENTAR


    Jetzt wissen wir doch, warum Herr Strombach dem Ägypter gegenüber so wohlgefällig war - ein unglaublicher Skandal -.
    Übrigens war dieser Herr Strombach auch derjenige, der dem VFL Gummersbach vor einigen Jahren eine Lizenz im Rahmen eines "Gnadenaktes" im Alleingang erteilt hat, die zuvor in zwei Instanzen von den zuständigen Stellen verweigert wurde!

    Zitat

    Original von jochenj

    Deine Beispiele zeigen nur, daß Du Dich auch nicht eine Sekunde wirklich mit dem Thema beschäftigt hast.

    Städten wie Köln, Nürnberg oder Frankfurt deren über 40-jährige Eishockeytradition abzusprechen und ehemaligen Hochburgen deren finanzielle Misswirtschaft zu verschweigen ist eine Sache. Einer nordamerikanische Sportart vorzuwerfen zu amerikanisch oder zu kanadisch (Thema Spitznamen) zu sein, ist aber doch arg lächerlich.

    Fehlende Indentifikation ist ein Ergebnis einer Entwicklung und ist nicht definiert durch Maßnahmen A oder B, die einem persönlich nicht passen. Weiterhin sollte man auch klar zwischen Nationalmannschaft und Club trennen. Gerade hier gleichen sich Handball und Liga, da beide getrennt voneinander wahrgenommen werden. Auch wenn sich die Eishockey-Nationalmannschaft sehr schwach präsentiert, hat sich die Liga zu zweitstärksten Mannschaftssportliga hinter der Fußball Bundesliga entwickelt. Ich bezweifle, dass ein solcher Erfolg nur mit oberflächlichen Event und Kommerz erzielbar ist.

    EDIT: Um das verständlicher zu schreiben: Identifikation geht nicht verloren, weil man nun z.B. plötzlich rosa Fanschals für weibliche Fans verkauft. Das mag manchen Fans missfallen.Aber wenn es 10000 Fans gibt und 5 davon gefällt das nicht, ist das schon verlorene Identität? Identität ist Abgrenzung zu etwas anderem und nicht determiniert durch Einzelmeinungen.


    10000 verkaufte rosa Schals verschaffen aber noch lange keine Identität sondern allenfalls 10000 Leute mit identischen Schals, die einem cleveren Verkäufer eine gute Rendite bringen.........!

    Wie der Handball bei der weiteren Kontrollübernahme durch Selbstdarsteller und Profilneurotiker einmal aussehen wird, kann man bei Betrachtung der deutschen Ergebnisse bei der Eishockey-Weltmeisterschaft (die hat tatsächlich letzte Woche statt gefunden, auch wenn es den meisten entgangen sein wird!) sehr gut nachvollziehen.

    Auch hier wurde eine in bestimmten Gebieten tief verwurzelte und populäre Sportart von der gleichen Gilde von Zeitgenossen zerstört, die jetzt auch im Handball mehr und mehr an Einfluss gewinnt.
    Auch hier wurden Hochburgen wie Rissersee, Bad Tölz, Landshut, Bad Nauheim usw. von der Landkarte gelöscht und neue gesichtslose Eishockeymetropolen mit „Lions“, „Ice-Tigers“, „Haien“ usw. geschaffen, deren Akteure dann nur noch hin- und herverschachert werden und keiner mehr wirklich weiß, wer denn augenblicklich für wen auf dem Spielfeld steht und der Sport nur noch als Fassade für einen unglaublichen Werbe-Kommerz verkommt

    Gummersbach ist ja wohl auch nicht gerade eine "Großstadtmetropole"....! Ich hatte das Wort Provinz übrigens bewusst in "" gesetzt, da meine Kernaussage "die gewachsenen Handballmetropolen" waren. Wenn dies in einer Großstadt möglich ist - kein Problem- Nur hat bis jetzt keiner dieser "Großstadt-Möchtegerne" wirklich wirtschaftlich etwas entsprechendes auf die Beine stellen können und ich bezweifele, dass es jemals jemandem gelingen wird, weil es halt nicht zum Handball passt und diese Sportart einfach ihren Erfolg aus der persönliche Nähe und Verbundenheit zwischen Spielern, Zuschauern und Verein schöpft. Dies geht aber leider bei den kurzfristigen Höhenflügen der "Überflieger" verloren und schadet den anderen in einer Weise, dass man irgendwann einmal Szenarien befürchten muss, bei denen nur noch 3 gesichtslose Konzernclubs mit Legionärsspielern in Playoff-Runden 6 mal gegeneinander antreten und das Ganze dann auch nur noch per Pay TV verfolgt werden kann.

    Jetzt bleibt nur noch zu hoffen, dass auch die Überflieger und Selbstdarsteller aus Mannheim und Hamburg möglichst bald scheitern, damit das oft propagierte "Produkt Handball" wieder auf soliden Füßen dahin kommt wo es jahrzehntelang erfolgreich war, in den gewachsenen Handballmetropolen "der Provinz"!

    Es geht hier wirklich nicht mehr um das Überleben eines Handballvereins sondern die Zukunft und die Glaubwürdigkeit des Handballs schlechthin.
    Wenn Profisport nicht mehr die Spitze einer Pyramide darstellt die aufgebaut und getragen wird aus Leistungsförderung, Breitensport, Nachwuchsarbeit und somit als Vorbildcharakter für die Jugend dient, hat Sport seinen über Generationen aufgebauten Stellenwert in unserer Gesellschaft verloren und dient ausschließlich nur noch dem Kommerz so wie es in einigen Sportarten bereits leider schon geschehen ist.

    Gerade hier haben sich die jetzt so mit heftig Kritik um sich werfenden Funktionäre einiger Emporkömmlinge im deutschen Handball an die eigene Nase zu fassen!
    Ich kann das Gerede vom „Produkt Handball“ mit dem Anspruch „professioneller Vermarktungsmöglichkeiten“ nicht mehr hören. In Wirklichkeit geht es vielen der betreffenden Personen doch nicht um die Sportart oder den Verein sondern um reine Selbstverwirklichung und Selbstdarstellung.

    Natürlich kann man sich einer Professionalisierung im Sport nicht gänzlich verschließen und so lange die bereits erwähnten Attribute erfüllt werden, ist dies auch zu unterstützen; wie aber soll man Vereine wie Magdeburg, Eisenach, Kiel, Minden, Wetzlar, Hüttenberg usw. weiterhin motivieren, Nachwuchsarbeit zu betreiben und Profi-Mannschaften im Rahmen selbst erwirtschafteten Geldes zu unterhalten, wenn nur noch Selbstdarsteller die Szene bestimmen, die sich im Handballsport mit vergleichsweise moderaten Summen (im Vergleich zum Fußball!) Macht und Ansehen erkaufen können und dann bei ausbleibendem Erfolg ihr Engagement einfach wieder beenden und die hieraus resultierenden Kunstvereine auf Nimmerwiedersehen verschwinden.

    Das Problem ist zwar derzeit für alle in der höchsten deutschen Spielklasse sichtbar, der eigentliche Niedergang des Breitensports Handball wird aber eher in den unteren Spielklassen deutlich aus denen in der Vergangenheit sowohl Spieler- als auch Zuschauerpotenzial rekrutiert wurde.
    War es früher nahezu undenkbar, dass Mannschaften auf den Aufstieg in die nächst höhere Spielklasse verzichteten (siehe vorstehend angeführte Pyramide), so ist dies heute Alltag für die jeweiligen Klassenleiter in den Spielklassen der Lokalverbände.
    Hierdurch verlieren viele den Spaß an diesem Sport, was sich zum einem in rückläufigen Zuschauerzahlen dokumentiert und zum anderen auch in stark rückläufigen Aktivenzahlen und Mannschaften ausdrückt.
    Dies führt wiederum zu einer enormen Ausdünnung der Leistungsbreite und wir haben in den unteren Männerklassen bereits Verhältnisse wie vor Jahren bei den Frauen, wo man durch das Zukaufen von 2 -3 höherklassigen Akteuren den Durchmarsch bis in die Regionalliga schaffen kann.

    Der Handball läuft derzeit Gefahr durch hemmungsloses Machtstreben einzelner eine ähnliche Blase zu erzeugen wie wir es derzeit an der Börse erleben und die Anzeichen für ein baldiges Platzen sind auch hier bereits mehr als deutlich!