Beiträge von immerweiter

    Puh, ganz schön mühsam, eure albernen Scharmützel. Natürlich ist Andys Karriere nicht nichts wert, weil er nicht mehr Titel gewonnen hat. kuestentanne hat auch ausdrücklich erklärt, dass er es nicht so gemeint hat. Könnte man ja auch einfach mal so stehen lassen. Der Abschied von einem Großen wird durchaus auch entwertet, wenn er nur als Anlass dient, reflexhaft Kiel, Flensburg, die RNL oder sonstwer madig zu machen.

    Er ist/war ein toller Spieler, der nicht alles gewonnen hat, was es zu gewinnen gibt. Das ging anderen vor ihm auch schon so. Für manche Titel hatte er die falsche Nationalität, für andere spielte er in der falschen Mannschaft. So what? Für letzteres ist er selbst verantwortlich, aber wenn man sieht, welchen Status er in Kronau (und in der ganzen Bundesliga) genießt, hat er offensichtlich nicht viel falsch gemacht. Chapeau!

    Die Geschichte mit Innsbruck 76 und 1,167 zu 1,125 kannte ich, hatte sie bis jetzt aber nicht wirklich begriffen. Der Wikipedia-Artikel zum "Torquotient" ist jedoch super und erklärt alle Feinheiten. Auch für mich gilt also: Wieder was gelernt. Danke!

    Noch einmal zur VAR-Diskussion:

    Für mich ist es hauptsächlich, dass Woche für Woche bei vergleichbaren Situationen völlig unterschiedlich entschieden wird. 1x gibt's den VAR, 1x nicht und dann wird noch unterschiedlich gewertet.

    Da liegt für mich auch der Hase im Pfeffer. Vielleicht erinnere ich mich falsch, aber es gibt doch im Fußball nirgends (?) kaum irgendwo (?) selten (?) so ein Theater um den VAR wie in der Bundesliga. Bei der EM letztes Jahr z.B. erhielt man geradezu Anschauungsunterricht, wie man den Videobeweis einigermaßen schnell, souverän und weitgehend unstrittig einsetzen kann. Das größte Problem ist doch, wie hlp schreibt, die Intransparenz der Anwendung in Kombination mit sehr strittigen bis hanebüchenen Auslegungen. Nun ist Handball nicht gerade für ein einfaches, logisch strukturiertes und nachvollziehbares Regelwerk bekannt. Von daher könnte das schon schwierig werden. Auf der anderen Seite scheint es doch z.B. beim Hockey oder Eishockey ganz brauchbar und geräuschlos zu funktionieren. Noch ist also nicht aller Tage Abend.


    Im Übrigen sollte man auch nicht vergessen, warum überhaupt der VAR eingeführt wurde. Bei Spielen mit TV-Übertragung kam es eben durchaus häufig vor, dass Millionen von Zuschauern, evtl. auch die im Stadion inkl. der Schiedsrichter, haarsträubende und manchmal spielentscheidende Fehler unmittelbar sehen konnten - mit entsprechendem Ärger, Druck auf die Schiris etc. Ohne hierfür Zahlen zu haben, vermute ich schon, dass weitaus mehr klare Fehlentscheidungen korrigiert wurden als dass falsch korrigiert oder verschlimmbessert wurde.

    Na, na, na: Dein Zitat stammt von Cicero (deshalb ist es auch auf Lateinisch). Der schreibt es Sokrates zu, wofür es aber keinen historischen Beleg gibt. Dagegen ist eine Aussage überliefert, die Platon Sokrates in den Mund legt: "Allein dieser doch meint zu wissen, da er nicht weiß, ich aber, wie ich eben nicht weiß, so meine ich es auch nicht." Aber auch das ist historisch nicht überprüfbar, weil Platons Texte über Sokrates und seine Philosophie keine Aufzeichnungen im strengen Sinne sind, sondern literarische Texte, die vor allem der Stütze und Herleitung seiner eigenen Gedankengänge dienen.


    [Klugscheißermodus /off]

    Oh, ich wollte da echt keine längere Diskuddion provozieren.


    @ immerweiter, sorry das ich für Dich „antworte“ :hi:

    Erreff: Danke, das sei dir gerne gestattet, denn du hast meinen Post wirklich so verstanden, wie er gemeint war.


    Ich war durch Spielmacher79 Formulierung vom "Inbegriff des Abwehrschlägers" getriggert. Wie wahrscheinlich viele damals dachte ich, der Dinart ist ja wohl der Inbegriff des unfairen Abwehrspielers. Und dann sagt der Schwarzer eben nicht "der Dinart macht unglaublich schlimme Dinge", sondern sagt, "der macht das Gleiche wie wir", nur kommt er ungeschoren davon. Das war der Momemt, wo ich dachte, oha, vielleicht ist er doch nicht so schlimm, sondern einfach geschickter.


    Aber wenn ihr einverstanden seid, beenden wir an dieser Stelle die Interpretationen und Erklärungen. Hat ja nun wirklich mit dem THW-Teamthread nichts zu tun. Wobei ich echt nicht mehr weiß, ob damals auch der THW in den "Genuss" kam, gegen Didier Dinart angreifen zu müssen.

    ...Ein Didier Dinard, der Inbegriff des Abwehrschlägers...

    Ich weiß, ist Off topic. Aber vor vielen Jahren gab´s mal ein Spiel D-FRA, bei dem sich Christian Schwarzer - noch als Spieler und vermutlich noch während der Halbzeitpause - über die Schiedsrichter beschwerte, bei denen Dinart viel zu gut wegkäme. Ich weiß noch, dass ich bis zu diesem Tage auch immer dachte, dass so ein Rüpel eigentlich kaum ein Spiel bis zum Ende auf der Platte stehen dürfte. Schwarzer sagte aber damals "wir kriegen dauernd Zeitstrafen. Der Dinart macht das Gleiche wie wir und kriegt gar nichts".


    Da wurde mein Feindbild dann doch erschüttert.

    Was ich bis jetzt gelesen habe , ist da wohl mit den Zuschauern noch ganz viel Luft nach oben.... Bis jetzt wohl erst 1500 Karten verkauft .... im Stader/Buxtehuder Tageblatt von heute

    Diese Woche kam Post von der HBF: Plakate und Flyer zum Final Four. Exakt drei bzw. vier Tage nach dem letzten Saisonspiel bei unseren Frauen und Männern (jeweils mit - für unsere Verhältnisse sehr guten - 100+x Zuschauern). Vielleicht ein Grund für enttäuschende Zuschauerresonanz. Jedenfalls, wenn das andernorts auch so gelaufen ist.

    Stimmt, die Frege nach dem Verband kann entscheidend dafür sein, ob unsere Informationen auch bei euch zutreffen. Bei uns in Württemberg gibt es grundsätzlich vier Möglichkeiten, Spieler aus zwei Vereinen zusammenzuführen.


    1. Gastspielrecht

    Ist wie Zeisig geschrieben hat möglich, wenn ein Verein in einer Altersklasse keine Mannschaft meldet. Die Zahl der Spieler ist nicht begrenzt und die dürfen auch in der nächsthöheren Altersklasse des Erstvereins spielen. Also z.B. als Gastspieler bei Verein B in der C-Jugend und zugleich bei Verein A in der B-Jugend.


    2. Zweifachspielrecht

    Ist möglich, wenn die ensprechende Jugend des Zweitvereins in einer höheren Spielklasse spielt als diejenige des Erstvereins. Wird allerdings erst ab 01.07. jeden Jahres erteilt. Ein Zweifachspieler kann also nicht an Qualispielen des Zweitvereins teilnehmen. Damit entfällt diese Lösung, wenn beide Vereine nur eine halbe Mannschaft stellen können - außer man geht von vorne herein in die letzte Liga.


    3. Einjährige Spielgemeinschaft

    Für eine bestimmte Altersklasse wird eine Spielgemeinschaft vereinbart, die von vorne herein nur auf eine Saison angelegt ist. Ist allerdings nur auf Bezirksebene möglich, also nicht für den Verbandsspielbetrieb, falls deine Teams so stark wären. Außerdem gibt es eine zahlenmäßige Begenzung. Bei uns ist das, so glaube ich, nur bei maximal zwei Mannschaften eines Vereins möglich. Die Mannschaft tritt unter neuem Namen an und bekommt auch eine eigene Vereinsnummer im System. Eine Verlängerung bzw. Neuauflage in der folgenden Saison ist möglich.


    4. Jugendspielgemeinschaft

    Ist nur für den kompletten Jugendspielbetrieb möglich, entweder männlich, weiblich oder beides. Es geht auch eine JSG im männlichen Bereich und eine andere JSG (also mit anderem Partner) bei den Mädels.

    Eine JSG ist auf Dauer angelegt, auch wenn sie natürlich wieder aufgelöst werden kann. Sie eignet sich eher weniger, um einen temporären Missstand zu beheben, sondern ist im Grunde als gemeinsames Projekt mit mehrjähriger Perspektive zu verstehen.


    Die Gründung einer JSG ist formal keine große Sache. Gemeinsamer Antrag der Vereinsvorstände, eine einfache Satzung, die notwendigen Ansprechpartner und vor allem die Absprache, wer wie die laufenden Kosten trägt.

    Fallstricke bzw. Konfliktpotenzial gibt es eigentlich nur, wenn die Strukturen und sportlichen Ziele der beiden (oder auch mehr) Vereine deutliche Unterschiede aufweisen - etwa bei der Entlohnung der ÜL, der Abrechnung von Fahrtkosten und bei der Frage, welche Teams in welcher Spielklasse später von der Ausbildung der Jugendspieler profitieren etc. Je nachdem, wie weit deine Vereine geografisch auseinanderliegen, kann die Wahl der Trainingsorte für Ärger bzw. einen umfangreichen Fahrbetrieb sorgen. Die meisten Spielgemeinschaften, die ich kenne, organisieren das Training in den untersten Altersklassen (Minis, F-Jugend, teilweise auch E-Jugend) aus gutem Grund in mehreren Gruppen am jeweiligen Heimatort.

    Das früher häufigste Hindernis bei der Gründung einer JSG, der gesunde Lokalpatriotismus und über Jahrzehnte gepflegte Rivalitäten, spielt im Jugendbereich meist keine große Rolle mehr. Trotzdem ist aus meiner Erfahrung elementar wichtig, dass ihr so einer Spielgemeinschaft auch Leben einhaucht, indem ihr eine gemeinsame Identität schafft. Neue Trikots, gemeinsame Unternehmungen, gegenseitige Einladung zu den üblichen Vereinsfesten, organiserte Besuche bei den Spielen der jeweiligen Aktivenmannschaften, solche Dinge.


    Ich hoffe, ich konnte dir ein bisschen weiterhelfen. Für die formalen Fragen kannst du dich sicher an deinen Verband wenden. Die müssten mittlerweile große Erfahrung auf diesem Gebiet haben und können dir vor allem sagen, ob es bei euch abweichende Regelungen gibt.

    Naja.....ist auch irgendwie frustrierend für die jungen Gegnerinnen

    Das habe ich selbst mal erlebt um 1990 herum in der letzten Liga. Da stiegen die Senioren aus Bittenfeld und Waiblingen ein. Die kamen größtenteils direkt aus der Oberliga, waren im Schnitt mindestens 10 Jahre älter und anderthalb Köpfe größer als wir und haben uns sauber abgeledert. Waiblingen hat damals das Spiel erst einmal mit einem Kempa-Treffer eröffnet und wir haben unser erstes Tor in der 24. Minute erzielt :lol:

    Das Ergebnis weiß ich nicht mehr, muss aber in etwa 35:5 gewesen sein. In einer Zeit, in der 15 Tore in dieser Liga meistens zum Sieg gereicht haben.

    Trotzdem gibt es natürlich keine Alternative zum ganz unten anfangen.

    Dann wäre es sinnvoll wenn Du, da du den Artikel ja scheinbar gelesen hast ,hier den Grund Tenor für die anderen, die ihn nicht lesen können darlegen würdest :unschuldig:

    Das ist nicht so spektakulär. Der Autor Jürgen Frey (durchaus kompetenter Handballredakteur der Stuttgarter Zeitung - die Esslinger Zeitung ist eine Lokalausgabe von denen) spannt den Bogen von Gaugischs Erfolgen mit der SG BBM zum Nationaltrainer und Gaugisch nennt die Position "reizvoll" und erklärt sich offen für Gespräche. Die gab es aber anscheinend noch nicht. Gleichzeitig erweckt er den Eindruck, seinen Vertrag in Bietigheim in jedem Fall über die Saison fortsetzen zu wollen. Das würde also auf eine Doppelfunktion hinauslaufen, zumindest in einer Übergangsphase.

    Ich weiß, dass manche Foristen schon unter Strom stehen, wenn User JU. etwas postet. Gilt umgekehrt auch, wenn Kollege TC am Start ist. Dabei haben m.E. beide durchaus was zum Thema "Warum werden die Hallen nicht voll" beizutragen.

    TCLIP: Ja, es gibt die Fans, denen die Unterstützung ihres Vereins und das Dabeisein das derzeit verlangte Geld (und wahrscheinlich noch mehr) wert sind. Aber offenbar ist deren Zahl im Frauenbereich überschaubar.

    julischka: Ich finde deine These, das der sportliche Gegenwert zu den verlangten Eintrittspreisen fehlt, durchaus diskutabel.


    Allerdings glaube ich nicht unbedingt, dass bei höherem Niveau und mehr Spannung in der Liga die Zahlen deutlich nach oben gehen würden. Sonst wären im Fußball die Zuschaerzahlen bis Corona nicht trotz Bayern-Dominanz stetig gestiegen. Allenfalls mehr Erfolge des Nationalteams würden vielleicht auf die Bundesliga abfärben.


    Der eigentliche Schwachpunkt ist aber für mich der fehlende Eventcharakter. Ich nehm´ mal meine Tochter (15, selbst Spielerin) als Beispiel: FA Göppingen Männer, vor Corona regelmäßig (fast) volle Halle - toll, auch unabhängig vom Ergebnis. Frauen, zu Erstligazeiten mal 500, mal 800 Zuschauer (=10-15% Auslastung) - naja, geht so. Da kommt halt nie das Gefühl auf, dass man hier dabei sein muss. (Anders übrigens vor Jahren beim Final 4. Da war die Halle ziemlich voll und mit den vier Fangruppen herrschte tolle Stimmung.)

    Jetzt war das Mädel neulich beim VfB. Abstiegskampf, immerhin gewonnen, aber das war zweitrangig. Meine Tochter hat keine Ahnung von Fußball. Aber: Im Pulk mit ca 20 Freunden angereist. 50.000 Leute im Stadion. Schon auf dem Weg Heerscharen von Leuten im ÖPNV und vom Bahnhof zum Stadion unterwegs. Tausende von Trikots etc. Gesänge und Gegröhle. Stehplatz in der Cannstatter Kurve inkl. Bierdusche und um den Hals fallen nach jedem Tor. Das Kind war auf Wolke 7. Und das im Übrigen für 13,50€, ÖPNV-Ticket inklusive.


    Da müssten wir hin. Nicht in allen Details, aber grundsätzlich.

    Interessant. Wusste ich nicht, dass hier in der Bundesliga andere Maßstäbe gelten als im restlichen Spielbetrieb.


    Und das finde ich hier auch nicht nachvollziehbar. Wie Rheiner schrieb, wird ja so die "fairer" spielende Mannschaft benachteiligt, weil der von Anfang an härter spielende Gegner quasi drei progressiv zu bestrafende Aktionen Bonus hat (weil im Prinzip folgenlos). Oder anders gesagt: Für den hypothetischen Fall, dass Mannschaft A ausschließlich in Halbzeit eins drei progressiv zu ahndende Aktionen hat und Mannschaft B ausschließlich in Halbzeit 2 ebenfalls drei. Dann spielt B bei gleichem "Unfairnesslevel" dreimal in Unterzahl, A kein einziges Mal. Da würde ich gerne mal eine Begründung lesen.

    warum kann eine spielerin, die eine gute größe von 180 cm hat und ne linke pfote besitzt, nicht auf ra spielen und das erfolgreich?!?

    Das hat er aber jetzt auch nicht gesagt. Oder bin ich da naiv?


    Dass es auch großgewachsene Weltklasse-Außen gibt, sollte spätestens seit Jonas Källman allgemein bekannt sein. Vielleicht wollte Julischka nur ausdrücken, dass er eher eine RR gesehen hat, die auch RA spielen kann? Wie dem auch sei: Ohne Erläuterung bleibt sein Post etwas kryptisch.

    Gut beschrieben. Das Zweifachspielrecht kann sich tatsächlich als Win-Win-Situation herausstellen, wenn auch der klassentiefere Verein häufig nur den Nutzen daraus zieht, dass ihm ein herausragendes Talent noch ein oder zwei Jahre länger erhalten bleibt. Oft hat ja der höhere Verein nicht einfach das Glück, mal einen besonders starken Jahrgang zu besitzen, sondern verfügt über strukturelle Vorteile, bessere Trainingsbedingungen, höherklasige Perspektiven bei den Aktiven etc.


    Das von dir noch selten beobachtete Gastspielrecht wird m.E. in den nächsten Jahren an Bedeutung gewinnen.Wenn ich die Entwicklung in meinem Bezirk anschaue, gibt es doch sehr viele Jugendspiele, in denen noch sieben, acht oder neun Namen auf dem Spielbericht stehen. Die vorgeschriebenen zwei Ersatzbänke pro Mannschaft am Spielfeldrand sind meist völlig überflüssig. Meine Prognose: Es werden sich die Fälle mehren, bei denen man fürs Leben zu wenig und fürs Sterben zu viele Spieler*innen hat. Früher war hier die Lösung eine temporäre Spielgemeinschaft mit einem anderen Verein in ähnlicher Lage. Mittlerweile sind aber viele Jugendmannschaften bereits fest installierte Spielgemeinschaften zweier oder mehrerer Vereine und die dürfen keine temporären SGs gründen. Also bleibt nur, die eine Mannschaft für eine Saison per Gastspielrecht in die andere zu packen und zu hoffen, dass es in der kommenden Spielzeit wieder besser aussieht.


    Insgesamt keine gute Entwicklung, aber für viele Vereine überlebenswichtig. Ohne diese Flexibilität hätte man jetzt schon und - so vermute ich - in Zukunft noch viel mehr Mannschaften, die man vom Spielbetrieb abmelden müsste. Und was einmal weg ist...

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