P.S.: Und überdurchschnittlich gute Torhüter hatten sie meistens halt auch noch.
Beiträge von immerweiter
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Das Erfolgsgeheimnis der Spanier liegt meiner Meinung nach in der Abwehrarbeit inkl. Torhüter Perez de Vargas
Schon zu Zeiten meiner Trainerausbildung in den Neunzigern war die spanische Abwehrschule ein Thema. Damals ging es hauptsächlich um das Verdichten auf der Ballseite und das Attackieren der gegenerischen Halbspieler durch die ballfernen Außen. Unglaublich, dass die dieses Niveau mehr oder weniger konstant bis heute gehalten und sogar verfeinert haben. Andere Nationen spielen zumindest phasenweise auch eine gute Abwehr, gerade die Schweden sind ja da auch nicht zu unterschätzen. Aber Spanien ist da in ihrer Konstanz und auch in der Variabilität eine andere Hausnummer. Das wird im Finale sehr schwer für die Schweden. Die Daumen drücke ich denen trotzdem.
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Schönes Interview. Hut ab vor dem Mann, seine Bilanz ist ja nun wirklich nicht ohne.
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Ich war die letzten Tage dank positiven Test in häuslicher Quarantäne, hätte ohne den Test aber gar nicht mitbekommen dass ich überhaupt etwas habe und ich bin kein Profisportler.
Darin liegt aber gerade die Krux. Wo bei leichtem / symptomlosen Verlauf eine Rückkehr an den Büroschreibtisch nach negativer Testung problemlos klappen dürfte, ist sportliche Höchstleistung unmittelbar nach überstandener Infektion schon eine andere Hausnummer. Nicht umsonst bezweifeln Häfner und Kastening selbst, dass sie bei dieser EM noch einmal auf die Platte zurückkehren, obwohl auch deren Krankheitsbild als leichter Verlauf gilt. Nur von Kühn ist bisher übermittelt, dass er sich fit fühlt - ist aber aktuell noch positiv.
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Hmja, man könnte spekulieren, dass hinter den Kulissen Politik/Bundesbehörden sich da involvieren...(und der DHB auf Entschädigungszahlungen des Bundes spekuliert, direkt oder indirekt...)
Könnte man. Erscheint mir aber sehr weit hergeholt.
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Sicher? Auf handball-world steht noch, der vierte Fall sei ein "Mitglied des Funktionsteams".
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Man kann jetzt zwar sagen, dass bald alle infiziert waren, Kühn, Häfner und Co. auch schon bald wieder zurück sind (falls sie negativ getestet werden)
Laut Interview mit Häfners Vater in der Schwäbisch Gmünder Lokalzeitung hat er erhebliche Symptome: Kopf- und Gliederschmerzen, hohes Fieber. Der wird wohl eher nicht so schnell zurück sein.
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Frage mich aber auch aus Leipziger Sicht, was dafür spräche, Birlehm sofort an einen direkten Konkurrenten um die Ränge abzugeben, ohne adäquaten Ersatz parat zu haben.
Geld?
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Das ist natürlich richtig, die deutsche Mannschaft hat immer wieder den Weg über die Mitte gesucht. Zurecht angesichts der polnischen Probleme im Mittelblock. Und Gegenstöße gab es kaum. Neun Tore wie zuletzt bei Kastening waren heute für beide Außen unerreichbar.
Dahmke hatte allerdings 1 von 4, wenn ich mich richtig erinnere. Das ist ausbaufähig.
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Eine tolle, ausgeglichene und spannende Gruppe - vor allem natürlich wegen der Überraschungsmannschaft Niederlande. Vier der sechs Spiele gingen mit einem Tor Differenz aus. Das hat man sicher auch nicht oft.
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Das ist auch ohne Corona eine echte Wundertüte. Schweden und Norwegen haben bisher, wie du sagst, nicht überzeugt. Dafür sind die Russen wohl stärker, als ich gedacht habe. Auch Spanien war souveräner als ich erwartet habe, ist aber im Grunde nur so hoch gesprungen, wie sie mussten.
Zwischen vier Siegen und vier Niederlagen ist alles drin, wobei ich dann Letzteres doch für wahrscheinlicher als Ersteres halte. Aber wenn unsere Abwehr ihr Niveau von heute hält, schlägt uns zumindest niemand im Vorbeigehen. Und ich bin dieses Mal überzeugt, dass die vollen Hosen und das Crunchtime-Versagen der Vergangenheit nicht mehr drohen.
Wie dem auch sei: Zwei Siege müssten für den dritten Gruppenplatz reichen und das wäre ein toller Erfolg.
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Da gehe ich mit euch mit, wobei ich Kroatien ohne Dule nicht vor den Isländern sehe. Aber das dachte ich so ähnlich auch von den Spaniern ohne Dushebaiev gegen die Schweden.
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Würde sagen, dass wir mit der jetzigen Mannschaft nicht unbedingt schlechter sind als mit der Mannschaft zu Turnierbeginn.
Abwarten. Die Kohlen haben heute die Leute aus dem Feuer geholt, die schon da waren. Schiller und Mertens haben in den ersten beiden Spielen besser performt als Dahmke heute, Bitter hat ordentlich gehalten, aber nicht zwingend besser, als das Wolff oder Klimpke getan hätten, und die drei restlichen Neuen haben keine Rolle gespielt. Nicht zuletzt hat der Mittelblock Golla/Wienczek stark gespielt, was ja einige hier im Forum schon so erwartet (oder besser: gehofft) hatten.
Bisher haben sich aber in jedem Vorrundenspiel neue Spieler in den Vordergrund geschoben. Nach dieser Logik müssten eigentlich am Donnerstag Drux und Wiede einen auspacken...
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Anscheinend sind Drux und Wiede mit einer Ausnahmegenehmigung der EHF dabei. Das wäre bei Pekeler ja theoretisch auch möglich gewesen. Nehme ich jedenfalls an.
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Deutschland muss sich auf jeden Fall gehörig steigern, sonst gibt es gegen Polen bereits eine Rutsche. Ich weiß ja nicht, was für Spiele manche hier sehen, aber für mich ist das wirklich Anti Handball den Deutschland präsentiert. Wirklich keine Finesse oder Kreativität. Bisher waren es einfach Gegner, denen man das Predikat "stets bemüht" ausstellen muss. Ich bin gespannt, wie die Ergebnisse gegen stärkere Mannschaften dann aussehen.
Naja, also dass noch Luft nach oben ist, bestreitet hier doch niemand. Aber "Anti-Handball" finde ich dann schon überzogen, zumal ich heute durchaus kreative Momente gesehen habe: Die Außen sehr gut eingebunden, z.B. mit langen Pässen, die früher nur Fabian Wiede gespielt hat, oder mit vielen Einläufern; zwei Kempatore; immer wieder variierende Laufwege im Rückraum, hervorgerufen auch durch viele Spielerwechsel. Das war doch alles schon mal statischer und schematischer bei uns, oder?
Klar, war alles "nur" gegen Österreich und man muss sehen, wie viel davon gegen stärkere Gegner klappt. Das augenfälligste Defizit im Vergleich zu manchen Mannschaften, die ich bisher gesehen habe, ist das Passtempo im gebundenen Angriff. Daran könnten wir gegen eine starke Abwehr auch scheitern. Aber dazu braucht man halt auch die entsprechenden Spieler.
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Wurde ein Umbruch angestrebt oder kam der einfach durch die Rücktritte und Absagen?
Beides, würde ich sagen. Pekeler wäre dabei, keine Frage. Bei Gensheimer waren die Entscheider sicher nicht undankbar über den Rücktritt. Und dass junge Torhüter wie Birlehm oder Klimpke dringend eingebaut werden mussten, war, so denke ich, jedem klar. Das problem war nur, dass Bitter zum Zeitpunkt seines Rücktritts der beste TW im Nationalteam war.
Anders sieht es mit den Leuten aus, die aus unterschiedlichen Gründen aktuell nicht dabei sind: Drux, Wiede, Knorr wären wohl sicher dabei und dann wäre auch der Umbruch nicht so heftig ausgefallen. So macht man halt aus der Not eine Tugend, was im Übrigen auch eine wichtige Qualität ist.
Ich sage schon von Anfang an, dass ich Gislason nicht für einen sehr geeigneten Nationaltrainer halte.
Bis zu den aktuellen Testspielen hätte ich dir zugestimmt. Mittlerweile bin ich mir nicht mehr sicher. AG scheint einen klaren Plan für die Abwehr zu haben und selbst im Angriff sind bestimmte Abläufe zu erahnen. Aber natürlich ist das noch ein gänzlich ungedeckter Wechsel auf die Zukunft.
Wenn ich mir die aktuelle Verfassung von Wolff, Häfner und Kühn anschaue, könnte es ihm vielleicht gelingen, die schwächelnden Erfahrenen zu alter Stärke zu führen. Und das hätte m.E. sicher auch mit seiner Erfahrung und seinem Standing innerhalb wie außerhalb der Mannschaft zu tun. Klar: Dieses Fazit kann in zwei, drei Wochen schon wieder ganz anders aussehen.
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Somit würde ich als Entscheider maximal die drei Spiele der Hauptrunde übertragen und die Slots fürs Finale und HF offen halten.
Das sehe ich anders. Wenn ich die Quoten in der Hauptrunde aufwärts will, muss ich die Basis in der Vorrunde legen. Auch wenn es da für Insider nur um "Pflichtsiege" geht. Ein 50:10 gegen Handballexoten braucht tatsächlich niemand, aber Erfolge gegen die zweite europäische Reihe taugen dafür schon.
Dass es am Ende um die Performance der Mannschaft gegen Spitzenteams geht, steht ja außer Frage. Und das ist der Knackpunkt. Aber das Streichen der Vorrunde wegen fehlendem sportlichen Reiz ist eine eher "nerdige" Sichtweise. Ich denke da eher an Identifikationsfiguren für die Mädels an der Basis, an Features, Porträts etc, kurz: an ein Produkt, das ich platzieren kann. Für den Erfolg einer Übertragung in den ÖR sind nicht wir in der HE entscheidend, und schon gar nicht die User, die Frauenhandball intensiv auf vielen exotischen Kanälen verfolgen.
Nur mal hypothetisch: Die WM in Spanien läuft in den ÖR. Gute Vorrunde, erwartete Siege, eine zunächst erfolgreiche Hauptrunde. Das wäre genau die Ausgangsbasis für beachtliche Quoten (immer in den Dimensionen der Frauen gedacht, nicht in denen z.B. der Männer 2007). Dann noch eine Niederlage (kein Debakel) gegen Dänemark und ein Erfolg gegen Spanien: Die Hütte brennt (wiederum: Frauen, nicht Männer!). Auf dieser Welle ließe sich schwimmen. Das wären meine Überlegungen als Entscheider. Aber dazu braucht es halt eine Mannschaft, die ganz vorne mitspielen kann und auch bei einer Niederlage nicht abgeledert wird.
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Weitgehende Zustimmung, aber: Heim-WM ist schon ein starkes Argument für eine Präsenz in den ÖR. Wenn, ja wenn die deutsche Mannschaft realistisch um Medaillen spielen kann. Und da sind die Aussichten eher durchwachsen. Aber sollte diese Entwicklung doch noch gelingen, kann die gewohnt gute Hallenauslastung bei internationalen Turnieren im Verbund mit einer gewissen Euphorie schon ein attraktives Angebot auch für ARD und ZDF sein. Leider fehlt mir ein wenig der Glaube, dass unsere Mannschaft sich bis dahin so weit entwickelt.
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Jenseits allen Unverständnisses über Knorrs Weg bleibt tatsächlich festzuhalten: Er verzichtet quasi freiwillig auf die EM, weil sie für ihn offenbar kein Grund ist, sich impfen zu lassen. Seine Entscheidung, seine Konsequenzen, die er tragen muss. Muss man dann auch akzeptieren.
Sollten sich die Rahmenbedingungen so ändern, dass er auch seinem Job bei den RNL nicht mehr nachkommen kann, muss er die gleiche Entscheidung wieder treffen. Und auch da gilt: Seine Entscheidung, seine Konsequenzen.Allerdings darf man schon festhalten, dass seine Begründung für das (derzeitige) Nichtimpfen im Widerspruch zu allen(!) Statements steht, die ich bisher gehört habe. Da heißt es nämlich unisono: Es ist schlicht nicht bekannt, welcher Antikörperwert denn so zuverlässig vor einer Neuinfektion schützt, dass man diesen Wert mit dem Status Geimpft/Geboostert oder kürzlich genesen gleichsetzen kann. Und das im Übrigen schon vor Delta oder Omikron, was die Rechnung zusätzlich unsicherer macht. Von daher scheint mir auch Karls penetranter Hinweis auf die scheinbare Immunisierung ins Leere zu laufen. Aber wie das so ist: Wenn Tanne mit Verweis auf seine Frau auf diesen Umstand hinweist, kommt halt mangels Argumenten eine dümmliche Replik.
So, und wo wir schon mal beim Thema sind: Ich finde es unerträglich, dass unsere beiden Superbesserwisser in jedem Unterforum hier ihre Privatfehde mit persönlichen Spitzen ausleben müssen. Egal welches Thema, irgendwann geht es in erster Linie darum, wer im Mindener Tagblatt 1984 was genau behauptet hat oder ob irgendein Exklusivkontakt eine brisante Information so gesagt, so gemeint oder doch nur gerülpst hat. Das geht mir mächtig auf den ...!
Zumal ich das Gefühl habe, dass beide tatsächlich über großen Sachverstand und viele nicht überall verfügbare Infos verfügen, der eine in ganz Ostwestfalen, der andere aus Rumänien und dem Balkan. Aber statt das eine oder andere auch einfach mal stehen zu lassen, arbeiten sich die beiden mit zermürbender Penetranz aneinander ab. Unterbrochen nur durch gelegentliche Scharmützel mit anderen Besserwissern.
Sorry, dass ich das mal so deutlich sagen musste.
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Korrekt. Peinliches Rumgeeiere. Immerhin haben die Radsportler selbst deutliche Worte gefunden.
Aber eigentlich will ich meinen Senf zu einem sportlichen Highlight geben: Das Tischtennis-Halbfinale heute zwischen Ovtcharov und Ma Long war echt ein episches Spiel. Hochspannung pur, spektakuläre Ballwechsel im Dutzend, ständig hat das Momentum gewechselt. da war alles drin, mit dem besseren/glücklicheren Ende für den chinesischen Superstar. Das sind die Momente, in denen ich selbst diese Olympischen Spiele genießen kann. Zwischen den Spielen, ich gesteh´s, sehe ich keine drei Sätze Tischtennis. Aber das heute war bisher mein persönliches Tokio-Highlight.