Zum Auftreten als Team, damit aber auch zur Trainerdiskussion bleibt noch anzumerken, dass Team D m.E. in Summe deutlich über der Qualität der Einzelspieler performt hat. Das wurde im Finale nochmal sehr deutlich. Die Qualität von Pytlick und Gidsel haben wir nicht. Wir haben im Tor und am Kreis, mit Heymann, Köster, Golla und Steinert in der Abwehr (gut, heute nicht so) internationale Klasse, wie der Kicker sagen würde. Das beinhaltet auch einzelne Auftritte auf Weltklasseniveau. Im Angriff haben Knorr und Uscins in jedem Fall das Potenzial dazu.
Auf RL und auf den Außenpositionen wird’s da schon eng.
Zwar ist für Steini das Turnier offenbar zu früh zu Ende gegangen, wenn ich mir seine Performance in den beiden Finalspielen anschaue. Aber im Grunde ist es schon ernüchternd, dass der Aushilfsrechtsaußen eine bessere Vorstellung gibt als die beiden etatmäßigen Linken. Wenn ich mir dagegen den Auftritt von Magnus Landin anschaue…
Die beiden Weltklasse-Halben bei den Dänen sind ja nur ein Teil des Pakets. In der Anfangsphase setzte Rasmus Lauge ein paar Ausrufezeichen, Landin hatte glaube ich 7/8, Jörgensen am Kreis war souverän, und und und. Wie man da ausgerechnet den Trainer als Schuldigen ausmachen und ernsthaft behaupten kann, die Zaubermaus hätte mit diesen Spielern mehr erreicht, ist mir völlig schleierhaft.
Ein Satz noch zu Knorr: Als Allstar hätte ich den auch nicht gesehen, aber in diesem Turnier hat er doch deutliche Fortschritte weg vom Prell-Juri hin zu intelligenter Spielsteuerung gemacht . Der Rückfall in alte Zeiten im Finale war, so meine ich, vor allem der Tatsache geschuldet, dass auf anderem Weg gar nichts ging. Was mindestens so sehr an den Halben lag wie an Knorr selbst. Man sollte nicht vergessen, dass eine Zeitlang in der zweiten Halbzeit das einzig erfolgreiche deutsche Angriffsmittel Anprellen-Schlagwurf von Juri war.