Sehe ich auch so, was Aktionismus bewirkt sehen wir diese Saison. Man sollte möglichst viele Spieler zusammenhalten und mit einer guten Vorbereitung selbstbewußt in die nächste Saison gehen. Das Problem "Leader" ist mir in den Spielen die ich gesehen habe allerdings auch aufgefallen. In den vergangenen Jahren waren das langjährige HSGler wie Salzer, Weber oder Typen wie Müller. Aktuell scheint sich da keiner so recht in die Rolle geben zu wollen - einzig Balic in gewisser Weise. Das ist nur ein subjektiver Eindruck, aber o.g. Spieler waren es immer die erkennbar auf dem Feld die Spieler und Fans gepusht haben - irgendwie erkenne ich das aktuell nur wenig. Sicher wäre es schön Balic noch eine weitere Saison zu halten, mittlerweile würde ich einen Abgang aber auch mit sehr großen Chancen für die Mannschaft sehen.
Die Bundesligauntauglichkeit einigen Mannschaftsteilen abzusprechen halte ich auch für deutlich übertrieben - man sollte mal auswerten, wann die HSG in einer festen Formation länger als eine Woche trainieren konnte. Zusammen mit dem Trainingsrückstand der schon durch die Probleme und Nachverpflichtungen in der Vorbereitungszeit zustande kam lassen sich einige Baustellen schon auch erklären.
Edit: Der Eingangsabsatz zu dem Artikel ist auch ziemlicher Blödsinn: "Denn wenn es noch eines letzten Beweises bedurft hätte, wie weit die HSG Wetzlar in dieser Spielzeit leistungsmäßig von den von Trainer Kai Wandschneider propagierten »Big Five« der Eliteliga entfernt ist, das DHB-Pokal-Aus am Mittwochabend gegen die SG Flensburg/Handewitt hat ihn geliefert." Niemand bei der HSG hat behauptet man wäre an den Big Five auch nur nah dran. Im Gegenteil: im Umfeld meinten das einige nach der letzten Saison, die aber nach dem großen Ausverkauf zunächst einmalig bleiben würde - zumindest allen Realisten war das von Beginn an klar.