Beiträge von hbl76

    Kappungsgrenze

    Zu dem Schluss kann man aber nur kommen, wenn man
    - sich mit Kurzarbeit nicht auskennt
    - sich mit der Gehaltsstruktur im Handball nicht auskennt

    Zum einen geht Kurzarbeit (verkürzt gesagt) nur mit Zustimmung der Mitarbeiter. Selbst wenn die Mitarbeiter der gesetzlichen Regelung (60/67% netto) zustimmen, bleibt immer noch genug am Unternehmen hängen. Bis hierher kann die Aussage noch stimmen. Aber Kurzarbeit greift nur bis zur Kappungsgrenze. Das durchschnittliche Gehalt eines Handballers liegt beim 2- bis 3-fachen der Kappungsgrenze.

    Das heißt anders herum - bei Kurzarbeit ohne Zuzahlung des Arbeitnehmers bekommt der durchschnittliche Handballer in der 1. Liga in Deutschland 20 - 30% seines Nettos. Außer der Arbeitgeber stockt kräftig auf.

    Davon losgelöst - über einen längeren Zeitraum gehen die EInnahmen der Clubs auf 0 zurück. Ohne Geisterspiele kein TV-Geld (sicher der kleinste Anteil), keine Zuschauereinnahmen und irgendwann dann auch kein Sponsorengeld mehr, weil die nicht stattfinden. Und nur mit dem Online-Fanshop wird es dann auch schwer...

    Zum Einen haben bei den meistens Klubs doch schon alle zugestimmt und befinden sich in Kurzarbeit, zum Anderen ist doch klar, dass es ganz gravierende Einschnitte sind. Opfer sind auf beiden Seiten zu bringen. Verein und Spieler. Eine evtl. Insolvenz ohne Kurzarbeit wäre aber sicher von allem die ungünstigste Lösung!
    Außerdem ist das Gehaltsgefüge natürlich komplett verschieden. Es spielt ja nicht überall ein Sagosen. :nein:

    Dass der Handball nicht mehr präsent ist, wird natürlich zum Problem. Das bestreitet doch auch niemand. Es gibt leider keine perfekte Lösung, es sei denn Corona löst sich in Luft auf und selbst dann bleiben wahrscheinlich noch genug Kollateralschäden. ?(

    Die Kurzarbeit ist aber nicht unbefristet. Bis 2021 geht das sicherlich nicht. In der HBL und den Vereinen greift einfach die Verzweiflung um sich. Das ist ja auch verständlich.

    Unter bestimmten Umständen bis zu 21 Monaten. Da sollte also Anfang 2021 nicht das Problem sein.

    Klar greift die Verzweiflung um sich. Da ist ja die HBL leider nicht allein. Wenn man mal den Rattenschwanz betrachtet, der da noch kommen mag z.B. das Leute ihre Jobs verlieren und sich die Dauerkarte ihres Vereins nicht mehr leisten können, oder wollen. Von den Sponsoren die durch Corona gebeutelt sind mal ganz zu schweigen. ;(

    Was sollen sie denn machen? 2021 anfangen zu spielen?

    Sollten keine Zuschauer zugelassen werden, wäre das wohl die einzig sinnvolle Lösung.

    Durch Kurzarbeit lassen sich die Verluste in Grenzen halten. Problem ist was Bob Hanning richtig erkennt, dass der Handball von der Bildfläche verschwindet. Jedes ausgetragene "Geisterspiel" hingegen bringt die Vereine, je nach Kosten schnell an den Rand der Insolvenz. Es gibt da keine richtig gute Lösung, denn alle Vereine kalkulieren ja mit einem gewissen Zuschauerschnitt. ;(

    Cool, :cool:
    jetzt hat das Orakel aus Jagel es sogar schon in einen THW-Thread geschafft. Ein wenig viel der Ehre, aber Ok. Hat er sich durch jahrelanges Bashing auch irgendwie verdient.
    :hi:
    Ernst nimmt ihn glaube ich keiner so richtig. Ist so ein bißchen wie beim Postillion, manche verstehen die Satire nicht und nehmen das für bare Münze.
    Vom Prinzip kannst du dich bei Prognosen von Kay aber immer darauf verlassen, dass genau das Gegenteil eintritt. Von daher sind die Vorhersagen schon sehr präzise, wenn auch in die andere Richtung. :lol:

    Gute Entscheidung von beiden Seiten finde ich.
    In deiner Aufstellung würde ich aber entweder die Position "Defensive" einführen, oder den guten Horak unter HL einordnen.
    Oder hat er sich jetzt in Kiel Spielanteile am Kreis erobert? (Die Frage ist ernst gemeint, wie z.B. bei Wislander damals) ?(

    So, Glückwunsch zur Meisterschaft nach Kiel.

    Ich denke, dass jede Entscheidung in dieser Situation ein "Geschmäckle" gehabt hätte. Wenn wir Flensburger uns allerdings über die Zusprache des Meistertitels aufregen und fordern der THW hätte diesen ablehnen müssen, dann sollte die SG auch auf den CL-Platz verzichten. Denn der wurden ja genauso ermittelt. :hi:

    Wäre die Situation an der Spitze knapper gewesen, könnte ich mir vorstellen, dass es zum ersten Mal zwei Meister gegeben hätte. :cool:


    Und sorry, wenn eine Mannschaft über 3/4 der Saison so souverän auftritt und die Serie aufgrund bekannter Ereignisse abgebrochen werden muss, kann ich sehr gut damit leben, dass der Tabellenführer auch zum Meister ernannt wird.

    Was der Titel nun Wert ist, mag ja jeder für sich selbst entscheiden....

    Also den Kommentaren auf der THW-Facebookseite nach, wird diese Aktion ganz gut angenommen.
    Also ich finde das gut und falls die SG sich zu ähnlichem entschliesst, wäre ich auch nicht abgeneigt. :P

    Wie ich schon sagte ist das kaum eine funktionierende Idee. Selbst wenn der gastgebende Verein das zu 100% kriegen würde (also Sky stellt dann umsonst die Infrastruktur?) und die Zuschauer das richtig gut annehmen würden...von welchen Preisen und Zahlen müsste man denn ausgehen damit das auch nur ...20 % eines Heimspiels ausgleicht?


    Das lässt sich so pauschal noch nicht sagen, da auch noch keine Planungen der Budgets unter Corona für nächste Saison stehen. Aber auf alle Fälle wesentlich weniger, als für diese Saison.

    Das kann man ja mal für sich ganz einfach multiplizieren und darüber nachdenken wieviel Geld ein Bundesligist schon einnehmen würde, wenn er seine Halle für 10,00 € Tickets ausverkauft (und natürlich reden wir von wesentlich höheren Einnahmen). Ohne das man irgendwas dazu rechnet...wäre schon komplett unrealistisch aber um das zu erreichen bräuchten Pay per View-Dreams dann regelmäßig tausende Zuschauer.

    253.000 Zuschauer pro Spieltag hatte Sky 2019. (https://www.presseportal.de/pm/33221/4295140)
    Wären also 28111 Zuschauer pro Spiel. Sicherlich würden manche wegfallen, da sie nun bezahlen müssten, andere wiederum würden dazukommen, da sie nicht in der Halle sein können, bzw. vorher nicht die Möglichkeit auf einzelne Spiele hatten.
    Außerdem wird ein entscheidender Punkt sein, dass auch viele andere Freizeitmöglichkeiten wegfallen. Ich sehe die Auslastung gar nicht so unrealistisch.
    Wer Produziert, mit welchem Equipment etc. sind ja Dinge die in den Verhandlungen geklärt werden müssten.

    Aber nochmal, was wäre denn die Alternative? Ein Komplettabsage der nächsten Saison? Geisterspiele und nur die Fernseh- und Sponsorengelder + evtl. Spenden?
    Das dürften vermutlich nur ganz wenige überstehen.

    Bleibt also die Hoffnung, das wir alle zur nächsten Saison wieder in die Halle dürfen. ;(

    Die Saison 2019/2020 ist gelaufen. An eine Fortsetzung mit Geisterspielen glaube ich nicht. Das dürfte auch den Verantwortlichen schon klar sein.

    Das wird wohl leider so sein.

    Massenveranstaltungen mit Zuschauern werden wohl erst wieder stattfinden wenn es einen Impfstoff gibt und die Bevölkerung durchgeimpft ist.Das dürfte erst in ca. 1 Jahr der Fall sein, optimistisch gedacht. Somit wäre auch die Saison 2020/2021 stark gefährdet.

    Genau darum geht es, nämlich um die kommende Saison.

    Aber ein Ausfall wäre ein Supergau. Somit wären Geisterspiele die einzige Möglichkeit. Damit die Vereine dass überleben, wäre ein Bündel an Maßnahmen nötig.Man könnte zum Beispiel mit Sky verhandeln dass die Spiele unverschlüsselt übertragen werden. Somit würden wenigstens die Sponsoren befriedigt werden. Über Spenden der Fans wie virtuelle Tickets/Bier usw. dürften auch noch Einnahmen generiert werden. Ein zeitweise deutlicher Gehaltsverzicht der Spieler wäre außerdem nötig. Dann wäre es möglich diese Zeit zu überstehen.

    Die Sponsoren sind ein guter Punkt. Die meisten Sponsoren im Handball sind eher Regional und hätten von größerer Reichweite wohl nicht viel. Für die Global-Player würde sich doch nichts ändern, wenn Sky nicht unverschlüsselt überträgt. Also womit sollten diese befriedigt werden?

    Gehaltsverzicht und Nachverhandlungen werden kommen müssen. Das klang auch in den letzten Interviews der verschiedenen Manager schon so durch. Das ist aber wohl auch eine globale Sache und betrifft alle Profiligen im Handballsport.

    Ich persönlich würde dann eher bei meinem Verein Geisterspielkarten kaufen. So weiß ich wenigstens, dass das Geld an der richtigen Stelle ankommt.

    Käme es doch bei den ppv-Zahlungen auch. 8o

    Spenden kannst du übrigens immer, davon hält dich niemand ab. Denn etwas anderes als eine Spende wäre ja ein Kauf von "Geisterspielkarten" ja nicht, da du ja keine Gegenleistung dafür erhälst.

    Sorry, aber das ist doch vollkommen unrealistisch. Und selbst wenn, dann würde davon nur ein Bruchteil der Zuschauer Gebrauch von machen, so dass es den Vereinen letztendlich kaum Einnahmen generiert. Außerdem ist Handball immer noch ein Familiensport. Für die Halle brauchen alle eine Karte, für die Übertragung im Fernsehen hingegen reicht eine aus.

    Naja, der Vorschlag kam übrigens gestern von "Figo" in unserem "Hölle Nord Podcast".
    Weshalb das nun komplett unrealistisch sein sollte, erschliesst sich mir nicht?

    Du möchtest also lieber gar keine Einnahmen generieren und dann genau soll was passieren? 8o

    Deshalb müsste man mit Sky verhandeln. Z.B. über eine Verlängerung des TV-Vertrages bei gleichzeitiger Aussetzung des selbigen zur Saison 2020/21.
    Paul Jonas: Sky verliert dauernd Sportarten und bekommt welche dazu. Siehe Formel 1, Fußball CL und ähnliches. Du hast ja das Sky-Sport Abo abgeschlossen und nicht das Handballabo. Und eine Kündigung wäre quasi witzlos, da du im nächsten Jahr alle Spiele wieder exklusiv bei Sky hättest.

    Diese 10 € sind willkürlich gewählt. :P
    @ Nuvolo du müsstest gar nicht mal so viel zahlen. für 340 € würdest du alle Heim und Auswärtsspiele deines Vereins sehen können. Du sparst allerdings deine Dauerkarte, die je nach Verein zwischen 200,- bis knapp 800 ,- € liegen dürfte.
    Klar müsste man sich einschränken und nicht mehr jedes Handballspiel gucken. :P

    Ich finde 10 € übrigens gar nicht so unrealistisch, da ein pay per view ja für Jedermann empfangbar wäre.
    Das hieße, dass so ziemlich jeder, der sonst in der Halle wäre sich wohl auch das Spiel im TV angucken würde. Dazu kommen die Fans des Gastvereins und die die sich aus anderen Gründen dafür interessieren. Durch dieses "Plus" an Zuschauern könnte die Ticketdifferenz wett gemacht werden. Es geht ja im Prinzip auch nicht darum, das die Vereine daran verdienen, sondern den Verlust zu begrenzen...

    Im Falle von Geisterspielen über diese Saison hinaus, sollte man evtl. mal mit Sky über die Fernsehrechte sprechen.
    Damit meine ich nicht, das Sky mehr bezahlen sollte, sondern dass der Handball für diese Zeit, zusätzlich hinter der pay per view Schranke verschwindet. Sprich: Jeder der ein Handballspiel sehen möchte, zahlt dafür 10 €. Dieses Geld geht direkt an den gastgebenden Verein, als Kompensation für entgangene Zuschauereinnahmen. Dieses hätte dann auch den Vorteil, das kleinere Vereine enorm von den großen profitieren könnten.

    Natürlich sind auch andere Modelle vorstellbar, wie z.B. Einnahmenteilung zwischen Heim und Gastmannschaft, oder solidarisch evtl. per Quotenregelung innerhalb der Liga.

    Sicher wird sich der Fan dann auch einschränken und nicht mehr jedes Handballspiel schauen (können) , aber der Zeitraum ist ja begrenzt und ich bin mir sicher, dass dieses auch in ähnlicher Form gerade durchdacht wird... :cool:

    Wenn die Spiele ohne Zuschauer gespielt werden, dann brechen "nur" die Zuschauereinnahmen weg.

    Das ist eine interessante Aussage/Frage.

    Wie wäre das denn z.B. in Kiel. Knapp 10.000 verkaufte Dauerkarten und Geld welches schon weit vor der Saison verplant ist. Haben die DK -Besitzer einen Anspruch auf Rückerstattung der nicht öffentlichen Spiele?
    Der THW wird die Spiele ohne Publikum aufgrund von Kameraperspektive und HD-fähiger Ausleuchtung wohl trotzdem in der Ostseehalle spielen müssen, trägt also auch die Kosten und hat keine Einnahmen.

    Das gilt ja für alle Mannschaften, aber gerade in Kiel ist das Gefälle wohl am deutlichsten. 8o

    So zurück aus der Halle. Hätte mir zwar ein anderes Ergebnis gewünscht, aber so ist es eben.

    Ich kann hier einige Kommentare nicht nachvollziehen, weil ich diese in der Halle aber auch anders wahrgenommen habe. Das Pfeiffen geegn Mads z.B. bezog sich auf ein Foul im Tempogegenstoß schon nach wenigen Minuten. Das wäre auch bei uns, oder in Magdeburg, oder sonst so möglich gewesen. Der 7 Meter gegen Weinhold war allerdings für mich auch sehr eindeutig. 8o

    Für mich hat Schwalb heute das Ding vercoacht. Der Wechsel von Apfel auf Palle nach der Halbzeit war unnötig und hat die Kieler wieder ins Spiel gebracht. Der 74. Feldspieler war völlig wirkungslos und hat eher dem THW in die Karten gespielt.

    So jetzt erstmal gucken was die SG in Berlin macht.