Beiträge von Peter2000

    In diesem Fall sieht man eindeutig, dass der Spieler auf der Linie ausrutscht! Das war definitiv kein Foul für mich!

    Dann beantworte die Frage, wie du zukünftig unterscheiden willst zwischen "ist ausgerutscht" und "hat es so aussehen lassen, dass er ausgerutscht ist". Sollen die Schiedsrichter erst noch einen Selbsttest machen, ob der Spieler gar nicht anders konnte, als die Körperkontrolle zu verlieren?

    Wer einen Torhüter abschießt, bekommt 2 Minuten. Nicht, weil er ihn treffen wollte, sondern einfach nur, weil er ihn getroffen hat. Auch da wird die Verantwortung auf den Werfer gelegt. Er muss abchätzen, ob sein Wurf den Torhüter treffen kann und halt sein Wurfverhalten entsprechend anpassen.

    Wenn du jetzt z.B. das Ausrutschen straffrei stellen willst, dann ist es beim nächsten Spieler ein Licht, das ihn geblendet hat, der übernächste schiebt es auf den Hallen-DJ, der nervige Musik einspielt, ... Die Spieler tragen die Verantwortung für ihre Aktionen. Das ist der Grundtenor der Handballregeln.

    Die Diskussion sollte eher darauf gelenkt werden, wie die Beschaffenheit des Hallenbodens verändert werden kann, damit man solche Aktionen nicht mehr sieht.

    Der SCM hat heute sehr großes Glück gehabt. Dass sich Mem verletzte war der Fakt, der Barcelona auf die Verliererstraße brachte. Dazu die 2 späten roten Karten, brachten selbst Barca aus dem Takt. Dafür konnte der SCM freilich nichts aber ich kann die Barca Fans schon verstehen, die das ätzend unfair mit zweierlei Mass oder ähnliches fanden. Man stelle sich vor es wäre genau andersherum verlaufen. Da wäre dieses Board wahrscheinlich explodiert. Entweder man spielt Handball oder bald eine Art Basketball auf Tore. Ich gönne den SCM natürlich den Sieg, man muss auch mal Glück haben. Morgen wird sich dann zeigen wer das beste CL Team ist. Mein Tipp sind die Füchse mit einem ausgeruhten Gidsel.

    Du hast vergessen, dass sich auch Zehnder verletzt hat, Gisli angeschlagen war, der Atemlose auf der Bank versauerte und vor ein paar Tagen Vollmond war. Oder willst du behaupten, dass das nicht in den Köpfen der Spieler drin war?

    Natürlich war Mem ein Faktor. Genauso kann man sich aber hinstellen und behaupten, dass auch Hernandez hätte einer sein können. Oder war das zu erwarten, dass er keine Hand an den Ball bekommt? Und wissen wir, ob Mem sein Niveau hätte halten können? Auch in HZ1 wurde er ausgewechselt und danach strauchelte Barcelona erstmal.

    Man kann das mit den Roten Karten natürlich bis zum Erbrechen wiederholen. Und vielleicht glaubst du ja wirklich dran. Aber welchen Einfluss das auf die Spieler hatte, das wissen wohl nur die Spieler selbst. Und auch ich wiederhole mich gern. Die Fouls waren halt mindestens Zeitstrafen und deshalb war das Resultat dasselbe: Barcelona spielte die knapp letzten beiden Minuten mit zwei Spielern weniger. Da waren sie selbst dran schuld. Und das man mit 4 gegen 6 in so einem knappen Spiel die schlechteren Karten hat, ist keine Überraschung.

    Zu der Situation kann man wohl nur in den Raum stellen, dass es eine direkte Folge aus dem vorherigen Spiel war.

    Hätte Gidsel nur 2 Minuten bekommen, weil es offensichtlich am Boden lag, dann hätte es das im 2. Halbfinale auch so gegeben.

    Ja, da hatten die Schiedsrichter keine andere Wahl. Aber am Ende ist das Ergebnis doch trotzdem dasselbe. Der Spieler muss zwei Minuten runter und Barcelona spielt in doppelter Unterzahl.

    Wenn Airino (?) aber nicht ausrutscht und so rechtzeitig zum Stehen kommt, gibt es womöglich gar kein Foul und damit auch keine Zeitstrafe. Maximale Folge wäre Tor durch Hornke gewesen, mit der Chance, das wieder gut zu machen. Das meinte ich mit unglücklich.

    Dann darf der Abwehrspieler halt nicht Richtung Angreifer stürmen. Klar war das Ausrutschen nicht Teil des Plans, Aber wäre er ansonsten in eine korrekte Abwehrposition gekommen oder hätte es trotzdem 2 Minuten gegeben, weil er eben aktiv in Richtung des Angreifers geht, während der schon in der Bewegung ist? Da gibt es so viele Beispiele aus dieser Saison, die auch nur mit Zeitrafen geendet haben. Man kann schlichtweg nicht behaupten, dass es ohne das Ausrutschen keine Strafe gegeben hätte.

    Bergendahl hat heute gezeigt, wie man auch heutzutage noch Abwehr spielen kann.

    Ich komme da gar nicht drüber hinweg, der hat da Sachen geleistet, einfach nur fantastisch.

    Bergendahl muss man halten, zur Not mit mehr Gehalt

    Ich war happy, dass auch Wiegert das offensichtlich erkannt hatte und Bergendahl auf der Platte ließ. Das war eine wichtige und richtige Entscheidung. Bergendahl konnte körperlich gegenhalten, war aber trotzdem beweglich genug und entscheidungsschnell. So hat man ihn in seinen ersten Tagen beim SCM wahrgenommen. Der SCM kann froh sein, dass er wieder fit ist.

    Einzig bei deinem Verweis zum unterklassigen Handball gehe ich nicht ganz mit. Profi- und Breitensport müssen nicht zwingend unter gleichen Aspekten betrachtet werden. Geht ja auch jetzt schon oder wie erklärt man sonst eigentlich, dass deutlich schwächere Spieler KEIN Hilfmittel wie Harz benutzen dürfen?

    Harz ist aber nicht in den Handballregeln verankert, oder? Was hier gefordert wurde, wäre aber eine Regeländerung und die Regeln sind von der Kreisklasse bis zur Championsleague halt dieselben.

    Handball schauen macht bald keinen Spass mehr. 3 rote Karten gegen Barcelona sind ein Witz! So sehr ich dem SCM die Daumen gedrückt habe, ist das Ergebnis letztlich durch die Schiris pro SCM entschieden worden und nicht auf der Platte.

    Blödsinn!

    Lies, was ich oben dazu schrieb. Zweimal wurden Gesichtstreffer durch Barcelona überhaupt nicht geahndet. Wie wäre das Spiel verlaufen, wenn es da Zeitstrafen gegeben hätte? Und was unterscheidet eine Rote Karte in der 59. Minute von einer Zeitstrafe? Im Ergebnis ist der Spieler für 2 Minuten vom Platz, so oder so. Das 6 gegen 4 hat sich Barcelona selbst eingebrockt und damit auch die Niederlage.

    2. Maximale Anzahl von Freiwürfen in einem Angriff (3-4).

    Also einfach 3 Stoppfouls und die angreifende Mannschaft verliert den Ball? Das halte ich für nicht zielführend. Gerade in den unteren Klassen hast du nicht die Athleten, die eine Abwehr einfach austanzen können. Da ist es vergleichsweise einfach, den Gegner in Freiwürfe zu zwingen. Da Freiwürfe aber prinzipiell eine Regelwidrigkeit der abwehrenden Mannschaft bedeuten, darf die angreifende dafür nicht bestraft werden.

    Damit meine ich den Ausfall von Mem und die roten Karten, von denen die unstrittigste genau wie bei Gidsel im ersten Spiel eben auch in der Entstehung unglücklich war.

    Naja, zwei Gesichtstreffer vorher überhaupt nicht bestraft. Das wären auch jeweils 2 Minuten gewesen. Die dritte Aktion dann übertrieben mit Rot. Das war dann ein bisschen wie "3 Ecken = 1 Elfer". Die letzten beiden Roten Karten waren in der 59. Minute. Wenn es statt dessen nur 2 Minuten gegeben hätte, wäre die Konstellation auf dem Feld trotzdem 6 gegen 4 gewesen, hätte also für Barcelona keinen Unterschied gemacht. Allenfalls in einer möglichen Verlängerung, die aber dank des 6 gegen 4 sehr unwahrscheinlich war. Insofern wird hier eine Diskussion geführt, die zwar sachlich richtig ist, am Spiel aber nichts geändert hätte.

    Ich halte das aber im Grunde für sinnlos, du wirst kein anderes Ergebnis als deins akzeptieren.

    Schön dass du schon ein Urteil fällst, bevor du überhaupt die Möglichkeit einräumst, dass ich mir selbst ein Bild von der wissenschaftlichen Herangehensweise, die zu dieser Zahl geführt hat, machen kann.

    Wenn ich nach Studium deiner Quelle(n) zu dem Ergebnis komme, dass die 1.200 falsch sind, werde ich das ausführlich begründen.

    Aber wenn du so viel Wert auf solide Quellen legst, warum verbreitest du dann die These, dass in deinem Landesverband die SR voreingenommen sind, rote Karte schon vor dem Spiel verteilen und bewusst Ansetzungen zwischen Vereinen zwecks Eskalation gemacht werden? Kannst du das empirisch mit einer seriösen Quelle belegen ?

    Du kennst aber schon den Unterschied zwischen einer These und eigener Beobachtung, oder?

    Aber schön, dass du dich mit meinen Aussagen auseinandersetzt. Wenn du jetzt noch ein bisschen darüber nachdenkst, was ich zu den angeblichen 1200 Entscheidungen pro Spiel geschrieben habe, kommen wir da vielleicht auch vorwärts.

    Das hat mit Phantasie nix zu tun, ich denke der Sporthochschule darf man schon ein gewisses Maß an Seriosität in der Forschung zubilligen.

    Könnte man. Idealerweise gibt es dazu auch eine Quelle, die nicht nur auf Hörensagen beruht, sodass sich Interessierte selbst ein Bild von den Forschungsergebnissen machen können. Bitte nicht falsch verstehen, aber mit "Forschung" betrittst du einen Bereich, in dem ich gern mitdiskutiere, weil ich tagtäglich miterlebe, wie Forschungseregebnisse und -berichte entstehen.

    Auch nicht zu pfeifen ist eine Entscheidung. Aber auch ich halte 1200 Entscheidungen für deutlich zu hoch.

    Aber es kommt natürlich darauf an wie man Entscheidung definiert.

    Korrekt. Aber wenn ich "Nicht pfeifen" als Entscheidung definiere, dann ist 1200 viel zu wenig. Die Schiedsrichter sind ja pausenlos mit der Beobachtung des Spiels beschäftigt. Da reden wir dann nicht mehr darüber, ob man alle 3 Sekunden (bei 2 Schiedsrichtern wären es sogar nur alle 6 Sekunden) über was nachdenkt. Dann sind wir bei kognitiven Prozessen, die im Millisekundenbereich ablaufen. Und darauf zielte meine ursprüngliche Frage auch ab. Die 1200 sind für mich ein reiner Phantasiewert.

    Kreis wird dann schon schwerer, aufwendige Kameratechnik oder durch Druckpunkte im Boden, wie soll dies gehen?

    Vor allem in Eishokeyhallen die umgebaut werden müssen, in den meisten Hallen wird vor jedem Spiel der Boden erst gelegt wer justiert dann die Kameras die den Kreis überwachen.

    Oder am besten gleich ein LED Boden als Pflicht? Der dann den Druckpunkt anzeigen kann?

    Sorry eine Überwachung des Kreises ist zu aufwendig und kostspielig.

    Die Kameras auf eine bekannte Geometrie (=Torraumgrenze) hin zu justieren, halte ich ich für technisch problemlos machbar. Bei optischen Messsystemen setzt man auch auf Justierplatten mit bekannten Mustern. Und selbst austauschbare Böden werden ja in der Regel nicht um mehrere Meter verschoben.

    Praktisch würde die Idee aber daran scheitern, dass die Kamera permanent freie Sicht auf den Fußboden bräuchte. Wenn jetzt z.B. ein Spieler in Rücklage gerät oder die Hände nach hinten nimmt, der Ball gerade durch den Kreis schwebt, dann versagt das System eventuell. Eine einzelne Kamera könnte auch keine 3D-Messungen vornehmen. Von oben wäre also nicht zweifelsfrei auflösbar, ob der Fuß wirklich den Kreis berührt oder sich in der Luft über ihm befindet.

    Abgesehen davon wäre das dann doch too much.

    Ich nehme nicht an, dass die Fähigkeiten der Schiedsrichter immer weiter abnehmen. Klar sichtbar ist jedoch, dass das Spiel an Dynamik gewonnen hat. Und deshalb möchte ich meine Idee, die ich an anderer Stelle schon formuliert hatte, noch einmal in den Raum stellen: Ein dritter gleichberechtigter Schiedsrichter, analog zum Basketball.

    Ich erinnere mich, dass zu Zeiten eines Pascal Hens heftig diskutiert wurde, ob bei Körperkontakt beim Wurf aus dem Rückraum viel häufiger Stoßen in der Luft progressiv bestraft werden sollte, oder ob der gute Pascal als dünner „Pommes“ einfach nicht genug Körperlichkeit mitbringt, um sich da durchzusetzen. Aktuell scheint das angesichts der Maschinen, die überhaupt noch aus dem Rückraum werfen, kein Thema mehr zu sein.

    2010 wurden die Strafen für das Stoßen in der Luft verschärft. Vielleicht ist es deshalb kein Thema mehr? Wobei das de facto falsch ist, denn es gibt weiterhin regelmäßig streitbare Szenen. Siehe zum Beispiel kürzlich das Foul an Gisli, das letztendlich zur aktuellen Verletzung führte.

    Ich gehe aber davon aus, dass es die Regeländerungen waren, die hier gegriffen haben, und nicht die verbesserte Physis der Spieler.

    Was ich sagen kann: Ausnahmslos alle Schiris, die ich persönlich kenne (von denen zugegebenermaßen keiner höher als Regionalliga pfeift/gepfiffen hat), sind immer mit der Absicht ins Spiel gegangen, ihre bestmögliche Leistung zu bringen. Wenn das nicht immer gelungen ist, waren diese Schiris meistens die ersten, die ihre Leistung auch selber kritisch beurteilt haben. Der Gedanke scheint mir absurd, dass das in den höheren Spielklassen anders sein soll.

    Ich bin offensichtlich im falschen Landesverband. Bei uns pfeifen Schiedsrichter, die kommen in die Halle, sehen einen bestimmten Spieler und schon haben sie ihren Kandidaten für die Rote Karte. Und wenn er mal nicht da ist, gibt's Sprüche, wie "Wo ist denn euer Spieler XY? Wer soll denn da heute Rot bekommen?". (Un-)lustigerweise wird diese Voreingenommenheit gleich noch auf deren Kinder übertragen ("Ach, das ist ja der Sohn von XY, da weiß man gleich, wo er das her hat"). Selbst, wenn man meint, das wäre nur Spaß, dann ist das doch unterschwellig Teil aller Entscheidungen. Wenn sie einen Spieler erstmal auf dem Kieker haben, dann kann der sich eigentlich gleich wieder umziehen gehen.

    Dazu noch Vereinsrivalitäten und "intelligente" Schiedsrichteransetzer, die weiter Öl ins Feuer gießen, indem sie immer wieder Schiedsrichter vom Verein A zu den Spielen des verhassten Vereins B schicken. Das geht phasenweise so weit, dass Mannschaften zu solchen Spielen nicht antreten.

    Ja, es gibt auch Schiedsrichter, mit denen trinkst du nach dem Spiel ein Bier zusammen und besprichst das Spiel. Die geben auch offen zu, Fehler zu machen. Aber das ist bei Weitem nicht die Mehrzahl der Schiedsrichter.

    Ihr habt alle das Glück, dass es in der Bundesliga eher nicht passieren wird, dass keine neutralen Schiedsrichter anreisen. Wenn ihr erstmal Spiele miterlebt habt, die von Vertretern der beiden Mannschaften gepfiffen werden, bekommt die Diskussion um parteiisches Pfeifen eine völlig neue Dimension. Oder ihr erlebt, wie eine Mannschaft ihren eigenen Schiedsrichter aus der Halle jagen will, weil er sich nicht dem Vorwurf aussetzen will, für die eigene Mannschaft zu pfeifen und es dann zum "Verpfeifen" des eigenen Teams mutiert.