Beiträge von Peter2000

    Abwarten. Die Kohlen haben heute die Leute aus dem Feuer geholt, die schon da waren. Schiller und Mertens haben in den ersten beiden Spielen besser performt als Dahmke heute,

    Als Außenstehende können wir das meiner Meinung nach schlecht beurteilen, denn wir wissen nicht, was die mannschaftsinterne Vorgabe war. Insgesamt erschien mir das Spiel heute deutlich mehr auf den Rückraum konzentriert. Man hat gar nicht versucht, die Außen ins Spiel einzubinden. Bei einigen wenigen Aktionen hatte ich den Eindruck, dass ein Mertens mutiger agiert hätte als Dahmke. Beide Außen haben Sicherheit vor Risiko gewählt. Das sehe ich nicht negativ. Im Gegenteil: Das spricht sogar für die Spieler, dass sie keine Harakiri-Aktionen hingelegt haben.

    Da sieht man mal was Vertrauen eines Trainers ausmacht: Julius+-Kai unter Gudmi=pfui, unter Parrondo+Alfred=hui. Und was wurde nicht alles auf Julius und Co. von außen rumgehackt. Heute waren sie fast die Lebensversicherung für die Nati!!!

    Beide mit einer starken Leistung, keine Frage. Leider hat aber die Vergangenheit gezeigt, dass es immer mal wieder einzelne positive Auftritte gab, gefolgt von Rückfällen. Deshalb tue ich mich schwer damit, jetzt schon Lorbeeren zu verteilen. Weder an die Spieler, noch an den Trainer. Trotzdem wünsche auch ich mir natürlich, dass sie auch in allen folgenden Spielen so stark agieren.

    Die dritte Zeitstrafe von Wiencek war unnötig wie ein Kropf. Die Aktion hätte er sich schenken können.

    Wenn da wenigstens eine Aktion gewesen wäre... Mit der Bewertung des Kopftreffers (trotz Videoanalyse) als 2 min haben die Schiedsrichter eigentlich die Messlatte für die Bestrafungen weit hoch gelegt. Im Vergleich dazu waren die Fouls, für die die Deutschen vom Platz geschickt wurden, nahezu lächerlich.

    Aber umso schöner, dass man trotz dieser Entscheidungen das Spiel für sich entscheiden konnte.

    Mein persönliches Empfinden ist, dass die 50:50-Entscheidungen der Schiedsrichter im ersten Durchgang tendenziell zu Gunsten von Belarus ausfallen.

    Das waren schon recht deutliche Pro-Belarus Entscheidungen bisher von den Unparteiischen. Gemessen an der Rot-Blauen Karte gestern bei den Kroaten waren die 2 min ein Geschenk für Belarus. Dann noch mehrere Stürmerfoul-Entscheidungen gegen Deutschland, auf der anderen Seite dagegen bisher keine einzige, statt dessen 7 m. Die 2 min gegen Steinert waren ein Witz.

    Auf der anderen Seite verweigert Deutschland bisher weitgehend die Abwehrarbeit und ist damit am Ergebnis selbst Schuld.

    Also hier Parteilichkeit zugunsten des SCM zu unterstellen, ist schon grenzwertig.

    Die Schiedsrichter haben einfach keine Linie. Am Anfang alles zugelassen, dann plötzlich die Pfeife gefunden und begonnen, kleinlich zu pfeifen. Das hat am Anfang Flensburg und dann auch den SCM in Nöte gebracht.

    ... und schon gar nicht wegen Helene Fischer. Gefällt die dir oder wie kommst du auf die? :pillepalle:


    Also ganz ehrlich: Wir sind hier in einem SCM-Thread. Da ist der Weg zu Helene Fischer ganz ganz kurz. Ich kann ja verstehen, dass man bei den Sky-Übertragungen den Ton abschaltet. Aber jeder, der sich halbwegs mit dem SCM auseinandersetzt, sollte wissen, was es mit Helene Fischer auf sich hat.

    Erlangen hat seine Angriffszeit stets strapaziert und häufig in allerletzter Sekunde dann eingenetzt.

    Dieses lange Zeitspielgewürge ist fürs Zuschauen unattraktiv. Eine echte Shotclock wie im Basketball fänd ich besser. Das wäre für die Abwehr besser zu beherrschen als dieses absichtliche Gewürge. Zuschauer, die nicht handballaffin sind, finden das eigenartig bis unattraktiv. Vielleicht erlebe ich noch die Einführung echter Nettozeitstrukturen im Handball. Überlegungen gibt es schon seit 40 Jahren ;)


    Meinetwegen können diese Überlegungen auch weitere 40 Jahre in Schubladen verstauben. Dass die Attraktivität einer Sportart durch die Anzahl der gefallenen Tore bestimmt wird, lässt sich eindrucksvoll durch Fußball widerlegen. Mit Shotclock würde das Spiel zu einem reinen Kick & Rush-Spiel werden. Ich bin fest davon überzeugt, dass Taktik und Niveau dabei auf der Strecke bleiben würden. Vielmehr würden wir dann vermehrt Verzweiflungswürfe oder kopfloses in die Abwehr rennen sehen.

    Wenn ich eine Show sehen will (Stichwort Basketball) gehe ich lieber zu Helene Fischer. Beim Tennis fordert doch auch niemand, dass nach 5 Ballwechseln ein Punkt erzielt worden sein muss, oder? Es gibt nun einmal sportartspezifische Taktiken und die muss man nicht des Spektakels wegen über Bord werfen.

    Dass Erlangen heute mehrmals quasi in letzter Sekunde erfolgreich abschließen konnte, ist doch nicht verwerflich. Eher sollte sich Magdeburg fragen, warum man irgendwann die Abwehrarbeit eingestellt hat. Solange der Ball im Spiel ist, muss man mit einem Wurf rechnen. Deshalb sehe ich das als probates taktisches Mittel, einfach so lange zu spielen, bis die Abwehr Fehler macht.

    Gemäß Martin Schwalb also keine rote Karte, weil es „keine Absicht“ ist! Er greift auch nur ganz „zufällig“ in den Arm!

    Solche Aussagen kommen gefühlt jede Woche von so ziemlich jedem "Experten". Vielleicht sollte man mal eine Sammelaktion starten und Sky & Co. ein paar Regelheftchen schicken?

    Es waren bei Nehmen des TO noch 7 Sekunden zu spielen (Auf der "TV-Uhr"), das deckt sich mit der Angabe auf HBL Seite:
    https://www.liquimoly-hbl.de/de/import/spie…c-dhfk-leipzig/
    Andere Angaben zur "Restzeit" sind mir nicht bekannt. WOher stammen deine 15 Sek?


    2 Tore in 7 Sekunden - glaube ich nicht daran.
    Diese Zeitspanne sollte man bei 2 Toren Führung auch überbrücken können, ohne nochmal eine Auszeit "fürs Abfeieren" einzulegen.

    Einfach ein unsmypathischer Kerl der Wiegert.

    Die Auszeit war legitim. Ich konnte am TV auch nicht sehen, dass sich da jemand abgefeiert hätte. Wiegerts Anweisung war nachvollziehbar: Bleibt Leipzig bei der Manndeckung, geht der SCM aufs Tor. Zieht Leipzig die Abwehr zurück, hält der SCM den Ball bis zum Schlusspfiff.

    Ich kann diese "2 Tore hätte Leipzig nicht mehr aufgeholt"-Aussagen überhaupt nicht nachvollziehen. Erst recht nicht, wenn man noch eine realistische Chance hat, ein Drittes zu werfen. Wir sind hier nicht beim Alte Herren-Traditionsturnier, sondern in der Handball-Bundesliga. Da darf man verlangen, dass bis zum Schlusspfiff gekämpft wird. Und zwar um jedes Tor.

    Hat man als Trainer bei der Auszeitansprache eigentlich Narrenfreiheit oder habe ich das mit "die beiden Heinis" (in Richtung der Schiedsrichter) falsch verstanden?

    In den unteren Klassen habe ich nach so einer Äußerung wahrscheinlich 1.000 € weniger und 12 Wochen als Trainer frei.

    Die beste Innenverteidigung Weinhold, Pekeler, Golla, Drux kann ohne TW keine gute Leistung bringen, denn sie schaffen es nicht, beide Seiten des Tores abzudecken, weil sie sich nicht auf die Keeper verlassen können. TW-Quote gegen Norwegen gut und schon wurde das Spiel gewonnen.


    Jetzt wird's auch hier off-topic (wieder zurück zum Olympia-Thread?): Das 0:1 fällt, weil Pekeler halbherzig agiert. Beim 1:3 greifen Pekeler und Golla nicht richtig zu. Beim 1:4 versucht Weber, ein Stürmerfoul zu provozieren, danach schauen Kühn und Pekeler nur zu. Das 1:5 (7m) fällt, weil Kühn, Pekeler und Golla überfordert waren. Nur beim 1:2 sehe ich eine Mitschuld vom Torwart, weil Wolff den Ball in die Hände des Gegners spielt und postwendend das Gegentor fällt. Das alles wird aber vom Angriff überlagert, bei dem Drux bis zu seiner Auswechslung in der 6. Minute völlig überdreht agiert und auch Kühn und Weber Fehler produzieren.

    Die "beste Innenverteidigung" hatte also maßgeblichen Anteil am frühen Rückstand. Aber wenn ich mir, wie gerade geschrieben, den Angriff bis zum 1:6 anschaue, dann brauche ich über Torwart und Abwehr nicht diskutieren. Denn da liegt das eigentliche Übel und das ist hier im Thread bereits ausführlich diskutiert worden.


    Das ist ja nun mal ne recht eindimensionale Sicht der Dinge. Es gibt in den meisten Bezirken halte nur 1 (wenn überhaupt) bis 3 Vereine, die in der Lage sind bzw. den Anspruch haben leistungsorientiert Handball anzubieten und dann ab der C Jugend auf dreimal Training zu gehen evt. auch mehr. Was ist die Alternative? Sollen die Talente bis zum Alter von 12 Jahren mit bei 2 mal Training sich an ihren zweistelligen Torerfolgen ergötzen? Zumal i.d.R auch nur die Leistungsvereine überhaupt Trainer haben die einen Plan haben. Welcher Wald- und Wiesenverein hat denn überhaupt Trainer mit nem C-Schein?

    Ich wiederhole mich vielleicht: Was nützt dir das beste Training der Welt, wenn du in der kompletten Saison keine ernstzunehmenden Gegner hast, weil sich alle Talente genau in dieser einen Mannschaft tummeln? Ich sehe seit Jahren live in der Halle, wie überheblich genau diese Mannschaften agieren und wie die anderen resignieren, weil sie absolut chancenlos sind und in jedem Spiel gegen diese "Auswahlmannschaften" haushohe Niederlagen kassieren. Weißt du, wie schwer es ist, die eigenen Spieler/Spielerinnen überhaupt noch zu solchen Spielen zu motivieren? Irgendwann kommen dann auch die Eltern und stellen diese sinnlosen Spiele infrage. Und dann wird es richtig böse. Denn Spielausfälle duldet der Verband nicht. Teilweise werden übrigens schon zwei Mannschaften pro Altersklasse auf diese Art durch einen Verein gefüllt. Die machen dann unter sich die ersten beiden Plätze aus und die anderen Vereine behalten nur die Spieler, die durch die Halle stolpern.
    Die Spieler brauchen Herausforderungen, um sich entwickeln zu können. Und die bekommen sie nur im Spiel gegen echte Gegner und nicht gegen Opfer. Kein Training der Welt kann den Wettkampf ersetzen.

    Die Qualität eines Trainings am Vorhandensein eines C-Scheins auszumachen, halte ich für äußerst blauäugig bzw. überheblich. Ich kenne zahlreiche Übungsleiter, die Basislehrgänge besucht haben. Da sitzt du auch 45 Stunden auf der Schulbank. Bei uns im Verein (reiner Freizeitsport) ist das mittlerweile sogar Voraussetzung, um Aufwandsentschädigungen zu bekommen. Und was die meisten Übungsleiter im Hobbybereich zu bieten haben, ist Praxis- und Lebenserfahrung. Die sind mir hundertmal lieber als Theoretiker mit Lizenz, die selbst nie auf der Platte gestanden haben. So einen Spezi hatten wir als Bezirksauswahltrainer, der war ganz schnell wieder abgesägt worden.


    Sehe ich auch so. ich wusste von Anfang an, dass ich, wenn ich schönen Handball sehen will eher nicht von meinem Heimatland bedient werde. Allerdings hätte ich auch nicht gedacht so bedient aus dem Turnier zu gehen. Es war aber das Prinzip Hoffnung, dass wir mit starker Abwehr + TW und vorne mit solidem Spiel vielleicht das HF schaffen.
    Und das wäre auch drin gewesen, wenn man sich nun nicht ausgerechnet im K.O.-Spiel die wahrscheinlich schwächste Turnierleistung erlaubt hätte.
    Ich verstehe ehrlich gesagt die Leute jetzt nicht, die hier gleich Strategiepapiere verfassen von der Umstellung der Nachwuchsarbeit bis zum Personalkarussell.
    Das A und O ist für mich unsere Nationalmannschaft realistisch einzuschätzen und das geht auch ohne Schuldzuweisung und Präsentation von Sündenböcken.
    VF ist normaler Leistungsstand und der Gegner Ägypten konnte auch ohne Überheblichkeit etwas Hoffnung auf mehr machen, aber wenn der Gegner so spielt wie er es tat und wir unsererseits eben auch, dann ist die Reise halt zu Ende.


    Du analysierst und beschreibst den Ist-Zustand. Schön und gut. Die von Anderen geäußerte Kritik bezieht sich aber auf das, was im Handballland Nummer 1 möglich sein müsste. Soll statt Ist.
    Ich sehe auch jeden Tag, wie bereits in der E-Jugend die besten Spieler und Spielerinnen zu Leuchtturm-Vereinen gelotst werden, um dann dort in einer konkurrenzlosen Mannschaft zu spielen, die nur sich selbst als Gegner hat und wo es die komplette Saison nur um die Höhe der Siege geht. Ich sehe dann aber auch, dass genau diese Mannschaften abkacken, wenn sie echte Gegner bekommen. Bevor das passiert, haben sie aber schon mehrere Jahre Höhenflüge hinter sich und kennen keine Niederlage. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man mit dieser Strategie gute Spieler entwickeln will.