Also in allen Verfahren zu möglichen Regelverstößen, die ich in den letzten Jahren gelesen habe (also die Urteile), wurden die Schiedsrichter befragt. Alles andere macht ja auch gar keinen Sinn, oder?
Dass der DHB schon direkt eine einseitige Erklärung rausgehauen hat, und jetzt sollen seine Gerichte die Sache klären, ist natürlich ein Treppenwitz.
Also wenn die Schiedsrichter hier keine Stellungnahme abgeben (müssen), ist das ne Sauerei!
Wer vertritt Minden eigentlich? Helge ist für die MT im Einsatz.
Ich habe nicht geschrieben, dass die Schiedsrichter nicht befragt werden. Ich habe nur geschrieben, dass Minden nicht in der Position ist, den Schiedsrichtern Fragen zu stellen.
Wenn es denn überhaupt so weit kommt, dann entscheidet das Gericht darüber, welche Fragen gestellt werden. Und ob diese zur von dir gewünschten Aufklärung beitragen, weiß niemand.
Das hier war kein Regelverstoß!
Und das ist der springende Punkt. Ohne Regelverstoß fehlt doch jede Basis dafür, dass ein Einspruch Erfolg haben könnte. Warum soll das Gericht unnötig Ressourcen verschwenden, wenn das Ergebnis eigentlich schon feststeht? Das Gericht ist doch nicht dafür da, die Schiedsrichter zu schulen oder deren Qualität zu überwachen. Und auch nicht, um dem empörten Zuschauer eine Erklärung zu liefern.
Nüchtern betrachtet war das einfach nur eine von vielen Fehlentscheidungen. Klar, diese war eindrucksvoll, weil es direkt um Tor oder nicht Tor ging. Aber was ist daran anders als eine zu Unrecht erteilte Zeitstrafe oder Disqualifikation?
Darum erübrigt sich die Diskussion über Zeitpunkt und Endergebnis.
Wär das bei 31:30 in der 59. Minute passiert, wär‘s trotzdem kein Regelverstoß!
Genau. Und deshalb tut man auch gut daran, das rechtlich nicht überzubewerten. Dass das intern bei HBL und DHB aufgearbeitet werden sollte, ist eine ganz andere Geschichte. Aber das ist nicht Aufgabe der Sportgerichte.