Beiträge von Peter2000

    Wenn wir mit einer sehr durchwachsenen Vorstellung nur knapp gegen Island verlieren ist doch alles ok.

    Den Satz merke ich mir für meine nächste Signatur.

    Das Gute am gestrigen Spiel: Es wurden alle wieder geerdet. Hätte man das Spiel genauso dominiert wie das am Donnerstag, würde man in der Presse wahrscheinlich schon den nächsten Europameister feiern. So richtig wird man erst im Turnier sehen, wie gefestigt die Mannschaft ist und ob die wichtigen Spieler die Hoffnungen erfüllen, die man in sie steckt.

    Aus einem stehenden 1:1 heraus haben es aktuell alle schwer, gegen eine gut agierende Abwehr durchzukommen. Das war in Hannover auch schon wieder viel Krampf.

    Das hat seinen Grund aber auch in der aktuell schlechten Verwertung hochkarätiger Chancen. Wenn die Quote von außen oder bei den Hundertprozentigen wieder steigt, entwickelt sich wahrscheinlich ein ganz anderes Spiel. Gehst du schnell in Führung, erhöht das den Druck auf die gegnerische Abwehr. Ich sehe da eher eine psychologische Komponente, als wirklich Fehler oder Mängel im Konzept. Dazu kommt, dass einige der Rückraumspieler nicht in Top-Verfassung sind.

    Vom Ausrutscher in Erlangen abgesehen, ist die Punkteausbeute in dieser Saison perfekt. Die Mannschaften, die in den letzten 10 Jahren in Barcelona Punkte geholt haben, kann man wahrscheinlich an einer Hand abzählen. Und Siege in der Bundesliga sind eben auch keine Selbstverständlichkeit. Was nützt es, den schönsten Handball zu spielen, wenn man, wie Berlin, Zuhause gegen Hamburg verliert? Dass der SCM sich in Hamburg so schwer getan hat, war kein Ausrutscher des HSVH. Und auch die anderen Teams in der Bundesliga können Handball spielen.

    Ich würde sogar sagen, dass solche Spiele wie das gegen Hannover wichtig sind, da sie den Spielern zeigen, dass es keine Selbstläufer gibt. Klar wird das auch der Trainer tagtäglich predigen. Aber nicht wirkt besser als der praktische Beweis.

    Basketball ist inzwischen bei Minimum 4500 Zuschauern in Liga 1

    Ist zwar Off-Topic, aber der MBC spielt in einer Halle, wo nur 3.000 Leute reinpassen. Die Halle war letzte Saison sogar gut genug für die Austragung des Top Four-Turniers.

    Laut "easyCredit-BBL-Standards" wird bis inklusive der Saison 2031/32 die Mindestkapazität weiterhin bei 3.000 liegen.

    Die Anhebung ab der Saison 32/33 auf mindestens 4.500 bzw. 1 % der Einwohnerzahl der Heimstadt (max. jedoch 7.000) kann laut "Triple Double Strategie" auch dadurch erreicht werden, dass man einzelne Spiele in größeren Hallen austrägt. Im Mittel muss man halt auf die Zahl kommen.

    Die Zukunft wird zeigen, ob der geplante Weg der richtige ist.

    Ich fand die Entscheidung richtig. Der Leipziger nimmt die Arme hoch zum Schutz, der Kommentator meinte da ja, man könne sich auch anders abfangen.

    Das stimmt wohl. Aber bei nicht voller Körperkontrolle kann auch das schief gehen und der Bergische hat statt Ellenbogen/Unterarm im Gesicht einen Finger im Auge.

    Spieler auf andere zu schubsen ist halt gefährlich und war halt auch kausal für die Szene.

    Da stimme ich voll zu. Von außen lässt es sich leicht gut reden (Kommentator + Rheiner). Es gibt einen unstrittigen Verursacher für die ganze Szene und der hat 2 Minuten dafür bekommen. Der Leipziger Spieler muss für sich selbst kein Risiko eingehen und irgendwie versuchen, sich im Fallen mit den Händen abzufangen. Da sehe ich das deutlich höhere Verletzungsrisiko für ihn.

    Man darf bei Saugstrup aber auch feststellen, dass die Abwehr mehr Biss bekam, wenn Bergendahl für ihn rein ist. Saugstrup hat sich gerade in den letzten Wochen zu oft zu einfach austanzen lassen. Da war auch wenig Bemühen, den Gegner festzumachen. Er wollte es übers Stellungsspiel lösen und hat da einige Male schlecht ausgesehen.

    Und die Fehlwürfe vorn waren halt öfter auch die Hundertprozentigen, wo er ohne Abwehr frei vorm Torwart abschließen konnte. Das ist noch weniger verzeihlich, als wenn von den Außen verworfen wird.

    PS: Bis 2035 fertig? 2035 ist Benno vielleicht schon nicht mehr SCM-Trainer und wenn der Nachfolger keine Erfolge feiert, wird es schwierig die Halle voll zu kriegen. Das muss schneller gehen.

    Bei allen Sympathien für den SCM und andere Sportarten, aber wir reden hier von öffentlichen Geldern und einer öffentlichen Maßnahme. Und selbst bei privatwirtschaftlich finanzierten Projekten geht es nicht viel schneller. Die SAP Garden in München wurde komplett von Red Bull finanziert und trotzdem dauerte es 7 Jahre von der Planung bis zur Fertigstellung.

    Auch bei der neuen "Munich Arena" in Freising werden mindestens 8 Jahre zwischen erster Ankündigung (2021) und Fertigstellung (geplant 2029) liegen.

    wenn ich ein paar Zeitstrafen beim BHC sehe und dann umgekehrt gefühlt die baugleichen Aktionen nix sind.

    Viel mehr als ein Paar können es aber nicht gewesen sein. Laut Spielbericht hat der BHC drei Zeitstrafen bekommen, der SCM eine. Ich bin mir nicht sicher, ob das eine ausreichend große Basis für eine Diskussion um die ungerechte Behandlung ist.

    Und eigentlich hätte man nach den Bildern (wenn es nicht klar zu sehen ist) entscheiden müssen, dass es keine zwei Minuten sind und dann hätten die Löwen noch 3 Pässe gehabt, weil Zeitspiel angezeigt war! In der NFL ist es doch auch so, wenn die Bilder nichts hergeben, bleibt die Entscheidung stehen und die Schiris hatten keine zwei Minuten angezeigt.

    NFL und Handball sind da wohl nicht vergleichbar. Beim Handball muss vor dem Videobeweis keine Entscheidung getroffen werden. Die Schiedsrichter entscheiden aufgrund dessen, was sie in den Bildern sehen. Sind diese nicht aussagekräftig genug, müssen sie aufgrund ihrer eigenen Wahrnehmung entscheiden. Und natürlich kann dabei eine Strafe rausspringen. Denn die Vermutung, dass da was war, ist ja der Grund für den Videobeweis. Sie entscheiden also so, als würde es keinen Videobeweis geben.

    Das war mal ein sinnvoller Videobeweis!

    Die beiden treffen eine Entscheidung auf dem Feld und schauen es sich dann an.

    Schön zu sehen und auch kein bekloppter 3 Offizieller der sich selber darstellen will!

    Die Szene hat schon ein Geschmäckle. Beide Schiedsrichter entscheiden unmittelbar auf Freiwurf. Und dann laufen sie, wie von Geisterhand gesteuert, zum Videobeweis?

    Ich hätte es ja verstanden, wenn einer der beiden auf 7-Meter entschieden oder mit der Entscheidung gewartet hätte. Aber so darf man, wie man es von Rheiner gelernt hat, schon fragen, wie der Sinneswandel zustande kam?

    Dass dann aufgrund der Bilder auf Strafwurf entschieden wird, ist in Ordnung.

    Aber er hat ihn ja wohl auch nicht angefordert, sondern empfohlen.

    Vielleicht ist das für die HBL ein Unterschied.

    Wie bereits an anderer Stelle geschrieben: Er hat sich in die Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter eingemischt, ohne dass es um einen zu verhindernden spielentscheidenden Regelverstoß ging. Das hätte hohe Wellen schlagen können, wenn die Schiedsrichter auf Strafwurf entschieden hätten, der dann auch noch im Tor gelandet wäre.

    Deshalb ist für mich die Frage, wer den Videobeweis angefordert hat, auch zweitrangig. Der potenzielle Regelverstoß war es, die Schiedsrichter überhaupt dazu zu animieren, ihre Entscheidung zu überdenken. Da es ihm nicht erlaubt ist, das Spiel für ein "Mentoring" der Schiedsrichter zu unterbrechen, wenn es um Tatsachenentscheidungen geht, ist fraglich, ob mit Spielende die Legitimation dazu gegeben ist. Andererseits sind die Ausführungen in den Regeln dazu schwammig genug, um das Fehlverhalten des Delegierten abzufangen.

    Der Videobeweis hat handwerkliche Mängel, die zu Unklarheiten bzgl. der Anwendungen und der Entscheidungsfindung führen. Statt für Klarheit und Transparenz zu sorgen, verstecken sich HBL und DHB hinter schwammig formulierten Regularien. Zudem wirkt es immer wieder so, dass die Schiedsrichtergespanne nicht ausreichend geschult sind im Umgang mit dem Videobeweis und der Beurteilung von Spielszenen in Zeitlupe vs. Realgeschwindigkeit.

    Zumindest die "schwammig" formulierten Regelungen dienen dem Schutz des Spiels an sich. Kein Mensch ist fehlerfrei. Und so macht auch auf und neben dem Spielfeld jeder Fehler. Nur darf nicht jeder Fehler dazu führen, dass das Spielergebnis angefochten werden kann. Mit einer Präzisierung würde man aber genau das erreichen.

    Ich stimme aber dahingehend zu, dass der Videobeweis gefühlt zu oft bemüht wird. Andererseits verstehe ich dann auch wieder die Schiedsrichter, denn dank der Kameras und Aufzeichnung der Spiele kann heute jede Szene im Nachhinein bis zum Erbrechen analysiert werden, was dann auch die Schiedsrichter wieder in einem schlechten Licht dastehen lässt, wenn sie Dinge nicht erkennen.

    Ein bisschen Verzerrung kommt dazu, wenn die TV-Sender dann nach Abschluss des Videobeweises das perfekte Bild der Szene aus dem Hut zaubern, was den Schiedsrichtern eventuell nicht zur Verfügung stand. Da sitzen halt Profis im Ü-Wagen oder irgendwo, die den ganzen Tag nichts anderes machen als Videos zu schneiden. Und im Gegensatz zum Fußball, wo der VAR auch Minuten später noch eingreifen kann, müssen die Schiedsrichter hier schnell und vor allem selbst zu einem Ergebnis kommen.

    Es ist auch wenig hilfreich, wenn die TV-Kommentatoren keine Ahnung von den Regeln haben und eigene Entscheidungen treffen, die dann von denen der Schiedsrichter abweichen. Da ist oft zu viel Sensationsgeilheit dabei.

    Oh, der Delegierte soll den Schiris am Ende den Videobeweis „empfohlen“ haben (s. Artikel oben).

    Bringt aber dann leider auch nichts, wenn sie ihn nicht geben wollen.

    Und was sagen die Regeln zu dieser "Empfehlung"? Ist es nicht Aufgabe des Delegierten, die Schiedsrichter vor spielentscheidenden Regelverstößen zu bewahren? Und hier mischt sich der Delegierte in eine Tatsachenentscheidung ein, was sie Regeln explizit nicht vorsehen. Schafft er somit möglicherweise selbst den Grund für einen Einspruch?

    So wie ich es einmal gehört habe müssen sie vorher ansagen auf was sie den Videobeweis zurate führen, 2 Minuten oder glatt Rot. Was ist eigentlich wenn sie feststellen das es eine Schwalbe war? kann man dann die Strafe wieder zurücknehmen und dem Gegenspieler für die Schwalbe geben?

    Siehe meinen vorherigen Beitrag. Der Grundsatz lautet: Sie sollen anhand dessen, was sie in den Videos erkennen, die korrekte Entscheidung treffen. Sie müssen lediglich eine der x Regeln als Grund für die Inanspruchnahme nennen und die sollte zur erwarteten Situation passen. D.h., sie dürfen ihre Entscheidungen, die sie evtl. direkt vorher getroffen haben, frei korrigieren. Sie sind nicht einmal verpflichtet, vorher überhaupt schon eine Entscheidung zu treffen.

    Ich verstehe auch nicht ganz, warum die HBL beim erläuternden Text ihr eigenes Süppchen kochen muss. Das IHF-Reglement ist eindeutiger:

    Erkennen die Schiedsrichter bei Verwendung des Videobeweises, dass in einer anderen Situation eine falsche Entscheidung getroffen oder ein Foul nicht geahndet wurde, müssen sie diese Entscheidung auf Basis der durch den Videobeweis festgestellten Fakten korrigieren. Dies gilt nur für Situationen, die gleichzeitig mit der überprüften Situation oder unmittelbar zuvor stattgefunden haben.

    Wie gesagt, die HBL-Formulierungen schließen das nicht aus. Man hat nur (warum auch immer) vermieden, das deutlich zu schreiben.

    Ich weiß nicht, ob du es noch nicht mitbekommen hast,

    Starke Worte von jemanden, der vor ein paar Tagen behauptete, Saugstrup hätte in einem anderen Spiel fast durchgespielt. Als ich dann klarstellte, dass es nur 40 Minuten waren, kam von dir keine Korrektur.

    Vielleicht ein bisschen weniger von oben herab argumentieren, wenn man selbst beweist, Dinge falsch wahrzunehmen...

    aber in der Regel wird der komplette Rückraum und der Kreisläufer (Seit mindestens 2 Jahren) zwischen der 15. und 20. Minute jeder Halbzeit durchgewechselt. Die Außen wechseln von Spiel zu Spiel. Ausnahme natürlich bei Verletzungen, "schelchtem Tag", u. ä..

    Und weil es die Regel ist, ist es richtig und darf nicht kritisch hinterfragt werden?

    Sully ist bestimmt noch nicht Fit und Zechel ist die klare Nummer drei und hat gestern wegen seiner vermeintlichen Abwehrschwäche nicht gepasst.

    O'Sullivan hat beim Super Globe gespielt. Das spricht eher gegen die Annahme, dass er noch nicht wieder fit ist. Es sei denn, er hat sich dabei wieder verletzt. Zu sehen war davon nichts.

    Saugstrup hat sich bereits in HZ 1 mehrmals in der Abwehr austanzen lassen. Schwer vorstellbar, dass Zechel gestern eine noch schlechtere Figur abgegeben hätte. Was will man mit Zechel, wenn es nicht mal für Hamburg reicht?

    Woher kommt eigentlich die Legende, dass es beim VAR immer um Rot gehen muss und sind dann alle Entscheidungen, die nur 2 min ergeben automatisch falsch und die, wo es gar nix gibt, automatisch Beschiss?

    Ich frage mal allgemein, nicht nur auf das Spiel bezogen und gibt es Beschränkungen, wo man gar keinen VAR bemühen darf oder umgekehrt, gibt es einen Katalog, für was der VAR genutzt werden darf?

    Ich kapiere das beim Fußball auch nicht richtig.

    gummiball hat die Liste ja verlinkt. Ich gehe unten darauf ein.

    Aber, und das finde ich das Grundproblem, im Gegensatz zum Fußball wird beim Handball überwiegend zunächst keine Entscheidung getroffen, bevor es zum Videobeweis geht. Und wenn ich dann sehe, wie oft aus einem Check „gar nichts“ oder „2min“ werden, dann frage ich mich schon, ob hier wirklich eine rote Karte gecheckt worden ist oder man sich einfach mit irgendeiner Entscheidung „rausmogelt“?! Wenn man erst eine Entscheidung treffen würde und diese im Anschluss überprüft, dann würde es m.E. deutlich weniger Überprüfungen geben, da die Wahrscheinlichkeit, nach Videobetrachtung falsch zu liegen, zu groß ist. Und vor allem, so müssten die Schiedsrichter auch endlich wieder dem eigentlichen Job nachgehen und das beurteilen, was sie „sehen“!

    Naja, die Regelung ist eindeutig: Die Schiedsrichter treffen ihre Entscheidung aufgrund der Bilder, die sie im Videobeweis sehen. Das ist im erklärenden Text auch explizit so erwähnt:

    Zitat

    Der wesentliche Zweck des Videobeweises ist es, korrekte Entscheidungen zu treffen. Wenn die Schiedsrichter während der Überprüfung feststellen, dass kein Verstoß vorliegt, dürfen sie auf Weiterspielen entscheiden.

    Sie sind also nicht verpflichtet, bereits vorher eine Entscheidung treffen zu müssen. Persönlich finde ich das auch gerechter. Lieber durch den Videobeweis entscheiden, gar nicht zu bestrafen, als die Schiedsrichter zu zwingen, mit dem Wissen, falsch entschieden zu haben, auf den Platz zurückzukehren.

    Man kann aber in der Tat darüber streiten, ob die Regel 8, die im TV mit "Check Disqualification" umschrieben wird, nicht zu sehr gedehnt wird. Ich würde da auch meine frühere Interpretation korrigieren. Der englische Regeltext nutzt das Wort "whether" zur Wahl zwischen 2 min und Rot:

    If the referees have serious doubts about whether a 2-minute suspension or a disqualification under Rule 8:5, 8:6, 8:9, 8:10 or 8:11 shall be given

    Eine strenge sprachliche Auslegung lässt hier keine dritte Möglichkeit (keine Bestrafung) zu. D.h., die Regel darf eigentlich nur zur Anwendung kommen, wenn die Schiedsrichter sich schon sicher sind, dass es mindestens 2 Minuten gibt. Die letztendliche Entscheidung ist dann aber wieder durch das geschützt, was ich oben zitiert habe, nämlich dem Grundsatz, eine korrekte Entscheidung treffen zu sollen, die auch den "Freispruch" beinhalten darf.

    Da ich in der Vergangenheit schon viele seltsame Anweisungen gehört habe, die Schiedsrichter von ihren Weiterbildungen mitbrachten, wäre es interessant zu wissen, ob man ihnen dieses Hintertürchen explizit so eingeräumt hat? Ich selbst kann damit gut leben, wenn es nicht überstrapaziert wird.