Zitat
Original von wintermute
Man kann es sich natürlich einfach machen, und die Schuld an den hohen Gehältern alleine den "Mäzenclubs" geben. Wenn man sich die Entwicklung aber genau anschaut, waren es Kiel und Flensburg, die angefangen haben, hohe Gehälter zu zahlen. Hamburg, Lemgo und Mannheim sind nur als neuen Player eingestiegen und machen das Spiel mit.
Naja, mitmachen? "Im Stand überholen" würd ich mal sagen. Warum unterschreibt ein Duvnjak denn Hals über Kopf einen Vertrag zwei Jahre im Voraus in HH, obwohl der THW ihn offensichtlich sofort wollte? Und warum tut sich Stefansson nochmal die Knochenmühle Bundesliga an, anstatt seine Karriere im beschaulichen Dänemark ausklingen zu lassen? (Außer der guten Luft in HH und MA mein ich jetzt natürlich ;))
Ich würd eher sagen, die Mäzenenclubs machen das Spiel nicht mit, sondern sie machen es mit und spielen es weiter. Die Schuld an der Flensburger Fast-Pleite kann man ihnen nicht geben, aber eine Ursache ist es sicherlich, daß ein Verein, der es gewohnt war, über Jahre hinweg oben mitzuspielen, sich nun strecken muß, um das Niveau zu halten. Dabei hat man sich jetzt halt wohl etwas überstreckt.
Aber die Diskussion über Mäzenatentum hatten wir ja hier schon oft genug. Jesper Nielsen sagte doch einmal, daß es in der BL zwei starke Clubs geben sollte, die um die Titel streiten, einen im Norden und einen im Süden. Wenn Flensburg jetzt ausblutet und die doofen Kieler am besten noch verknackt werden, ist der Weg ja frei für die Hamburg-Mannheimer Festspiele, da hätte sich auch Onkel Rudi nix gegen! 
Aber im Ernst. Ich wünsche Flensburg, daß sie wieder zurückkommen. Ich gehe davon aus, daß die Zukunft des Vereins davon abhängt, daß man in der kommenden Saison wieder die CL erreicht. Mehr als ein Jahr Gehaltsverzicht werden die Jungs sicher nicht mitmachen und wenn die CL wieder erreicht wird, läßt sich das jetzige Niveau vielleicht einigermaßen halten.