Zitat
Original von meteokoebes
Alf kam in seiner Analyse auf den ersten Seiten dieses threads auf ein krasses Missverhältnis zu Gunsten des THW. Auch er war der Meinung, dass die rote Karte überzogen war, so wie auch der gefoulte Zeitz. Ich vertrete in der Szene den Standpunkt, dass die rote Karte zwar hart, aber vertretbar ist, bleiben für mich aber noch eindeutig andere Szenen.
Alf legt die für ihn strittigen Situationen offen, hat auch noch einige der sogenannten 50/50 Entscheidungen, die EHF stellt nur fest, dass sie nichts gefunden hat. Nachvollziehbar und somit mit der entsprechenden Werthaltigkeit ausgestattet wird das Ergebnis der EHF dadurch nicht.
Nichts gegen ALF, aber ich habe mir seinerzeit das Video noch einmal zu Gemüte geführt, allerdings nicht nur an der von Dir verlinkten Quelle, sondern auch ein anderer Post, von ALF, den ich jetzt grad nicht finde. Dort hat er so ziemlich jede Situation aufgeführt, in der es eine Berührung oder einen Ausrutscher eines Spielers gab.
Zudem fehlen einige Szenen, die definitiver strittig waren, z.B. die 2min gegen Klein kurz vor Schluss, für ein relativ harmloses Trikotzupfen, die man geben kann, aber nicht geben muss.
Naja, deckt sich mit der EHF-Analyse, die ja in der Schlussphase leichte Vorteile in der Regelauslegung für Flensburg festgestellt haben will.
Versteh nicht ganz, worauf Du genau hinaus willst, aber ich erhoffe mir von der EHF eine geringfügig höhere Objektivität als von ALF. 
Aber wie schon gesagt, nicht die tatschliche Bevorteilung ist hier relevant, sondern die Tatsache, ob es versucht wurde, zu bestechen, oder nicht.
Was Schwenker angeht, so bin ich auch fest davon berzeugt, dass er in irgendeiner Form Dreck am Stecken haben muss, bei einem reinen Gewissen hätte er sich ja problemlos vor den THW-Gremien erklären können.
Jedoch ist hierbei für mich nicht automatisch eine Bestechung bewiesen, auch wenn dieses schwarz-weiss-denken bei vielen gerade in Mode ist.
Nehmen wir an, Schwenker hat sich einer anderen Straftat schuldig gemacht, ist sich aber ziemlich sicher, dass die Staatsanwaltschaft ihm dies nicht beweisen kann. Ein Erklären vor seinen Chefs würde bedeuten, dass er selber Belastungszeugen gegen sich produziert. Moralisch kann man das finden wie man mchte, aber es wäre doch dumm von ihm, sich einer Straftat zu bekennen, nur um den Verdacht einer anderen zu entkräften. Auch, wenn wir alle ungeduldig sind und Antworten hören wollen, so sollte man doch erstmal die StA zu Ende ermitteln lassen. Die Tatsache, dass die Gesellschafter und Beirat Schwenker die Tür offen gelassen haben, spricht durchaus dafür, dass die Mglichkeit einer Rehabilitation besteht, egal ob Freispruch 1. oder 2. Klasse.
Und alle die jetzt fordern, dass US sich sehr wohl dieser theoretischen Straftat bekennen sollte, um zum Wohle des Handballs die Vorwürfe aus der Welt zu schaffen, würde ich als scheinheilig bezeichnen. Denn auch einem Rudolph oder Nielsen geht es nur in zweiter Linie um den Handball als ganzen und zuvorderst um den eigenen Vorteil/Erfolg. Das Gegenteil kann mir keiner erzählen.