Es war das erwartet schwere Spiel für den Tusem. Im Duell der alten Rivalen behielt der Essener Handball-Regionalligist gestern Nachmittag nach einem starken Endspurt mit 31:28 (14:18) beim OSC Rheinhausen die Oberhand. Es war der 13. Sieg in Folge für den Spitzenreiter, der seine weiße Weste damit erfolgreich verteidigte.
Rheinhausen zeigte sich nach zwei Niederlagen in Folge motiviert bis in die Haarspitzen. Trainer Uwe Steinbrink hatte für die beiden 18: 31-Niederlagen gegen Korschenbroich und Haan von seiner Mannschaft Wiedergutmachung verlangt. Der OSC hatte in der ersten Halbzeit deutliche Vorteile gegenüber der Mannschaft von Tusem-Trainer Ion Bondar. Die Tusem-Abwehr zeigte nicht den nötigen Biss, die Torhüter Helmuts Tihanovs und Philipp Busjan bekamen keinen Ball zu fassen.
Geschenke für OSC-Torhüter
Im Essener Angriff gab es zu große Hast und unüberlegte Abschlüsse. "Geschenke" für Torwart Matthias Puhle, der sich leicht profilieren konnte und regelrecht ein Bewerbungsschreiben abgab mit seiner Leistung.
Im zweiten Spielabschnitt agierten die Margarethenhöher wesentlich aggressiver. Eine Führungsrolle im Angriff übernahm der Isländer Halldor Sigfusson, der noch in der letzten Woche wegen einer Nebenhöhlenentzündung ausgefallen war. Mit seinen Toren brachte er den Tusem zurück ins Spiel.
Erst kurz vor Schluss konnte sich der Aufstiegsfavorit erstmals die Führung vor der Rekordkulisse von 1700 Zuschauern in der Sporthalle an der Krefelder Straße erobern. Nach acht Toren in Folge zog der Tusem von 23:26 auf 31:26 davon. Das war die Entscheidung. Die 50 mitgereisten Tusem-Fans atmeten ganz tief durch. Tusem-Trainer Bondar erklärte, er habe zu keinem Zeitpunkt Befürchtungen gehabt, das Spiel zu verlieren.
Im Endspurt hatte Essen deutlich die besseren Reserven. Der OSC hatte sein Pulver verschossen.
Tusem-Tore: Sigfusson 8, Dragunski 6, Sharnikau 5, Klesniks 4, Tenberken 4, Schmetz 2/1, Stary 2.
Quelle: NRZ/ 27.11.2005