Für uns ältere Semester ist die Love Parade nun wirklich nichts mehr. Die "Musik" hält allein mein Kreislauf längerfristig nicht aus. Aber gestört hat mich diese Veranstaltung auch nicht, ich fand es sogar immer sehr interessant, wie viele junge Leute auf dieser Veranstaltung zugegen waren.
Zum Thema Drogen: Leider wird die Love Parade immer schnell mit Drogen ala Ecstasy in Verbindung gebracht, sicher auch teilweise berechtigt. Allerdings halte ich auch nichts von Pauschalurteilen, die einige Kritiker hier geäußert haben. Deshalb habe ich auch Verständnis für eine bockige Reaktion (ala Vanilla), die zwar inhaltlich daneben war, aber halt auch eher emotional denn inhaltlich geführt wurde.
Im Karneval in Köln, auf dem Münchener Oktoberfest oder dem Hamburger Dom gibt es leider auch entsprechenden Drogenkonsum. Der findet leider auch in wohl fast jeder Disco statt. Ob die Love Parade da quantitativ herausragt, weiss ich nicht, ist aber durchaus möglich. Drogen sind halt immer noch ein grosses Problem in unserer Gesellschaft. In meinem Bekannten-, ja sogar im Familienkreis kenne ich genügend Leute, die Drogen konsumieren oder zumindest schon einmal konsumiert haben. Ich fühle mich da manchmal wie ein Aussenseiter, da ich ausser hin und wieder etwas Alkohol (der auch eine nicht zu unterschätzende Droge ist) noch nie Drogen in Form von Nikotin oder sonstigen Drogen zu mir genommen habe.
Im Übrigen würde ich es begrüssen, wenn es in diesem Jahr dennoch eine Love Parade geben würde. Nicht für mich selber, aber für die vielen jungen, friedlichen Raver, die sich einzig und allein von der MNusik zudrönen lassen. Und das ist bestimmt immer noch die überwältigende Mehrheit. Es sollte halt nur keine unnötigen Steuergelder kosten, sondern über Werbung und Sponsoren finanziert werden.