Es handelt sich hier bestimmt nicht um "sogenannte Fußball-Fans". Die Anführungszeichen sind überflüssig!
Wer sich in der deutschen Fussball-Fanszene ein bißchen auskennt, der weiss, dass die angesprochenen Fanclubs seit Jahren den FC Bayern wirklich überall in der Welt unterstützt haben und sich damit bei den wahren Fussball-Fans in ganz Deutschland einen GUTEN Namen gemacht haben. Diese Fanclubs haben sich allerdings auch immer mit ihrem Club sehr kritisch auseinandergesetzt, jede Form der fortschreitenden Kommerzialisierung aktiv angesprochen.
Was jetzt dort in München abläuft und wo die wirklichen Gründe liegen, wissen tatsächlich nur die direkt Beteiligten. Der FC Bayern setzt schon seit längerem auf die Zuschauer, die möglichst viel Umsatz machen und lässt seine wirklich treuen Fans eher nebenher laufen. Ein Beleg dafür ist ein reduziertes Dauerkartenkontingent, um vielen Gelegenheitszuschauern (die dann tendenziell eher mehr Geld beim gelegentlichen Stadionbesuch im Bereich Fan-Artikel und Gastronomie ausgeben). Am Stammzuschauer verdient man offensichtlich zu wenig, und der FC Bayern ist auf die Zuschauer-Einnahmen eh nicht angewiesen, das große Geld wird im Bereich Merchandising verdient.
Es ist schade, wenn ein Verein gegen aus meiner Sicht wahre und vor allem treue Fans in der nun geschehenen Weise vorgeht. Es hat für mich den Anschein, dass man versucht, elegant notorische und lästige Kritiker mundtot zu machen.
Diese Entwicklung kann man aber nicht nur in München feststellen, in der Bundesliga gibt es generell den Trend, den finanzstärkeren und konsumorientierten Zuschauer anzusprechen, da dieser einfach mehr Geld ins Vereinssäckerl bringt.
Ich hoffe nur, dass im Handball diese Entwicklung noch ein bißchen auf sich warten lässt. Nicht umsonst bin ich als eingefleischter Fußball-Fan mittlerweile fast lieber in einer Handball-Halle zugegen, wo noch der sportliche Part im Vordergrund steht.