Hier der Vorbericht von Oberberg-Aktuell:
Houlets Einsatz morgen gegen Nordhorn fraglich - Kljaic baut auf seine Keeper
(pl/9.5.2006-13:30) Gummersbach – Bereits morgen gehen die englischen Wochen für die Handballer des VfL Gummersbach mit dem Heimspiel gegen die HSG Nordhorn weiter.
Die Bundesliga-Saison biegt auf der Zielgeraden ein. Noch fünf Spiele stehen auf dem Programm, und das Finale verspricht Spannung pur. Zwar dürfte dem THW Kiel keiner mehr die Titelverteidigung streitig machen können, und auch Flensburg hat beste Karten auf die Vizemeisterschaft, aber dahinter ist aber noch alles offen. Mit Gummersbach, Magdeburg und Lemgo kämpfen drei Teams um den begehrten dritten Rang, der bekanntlich die Qualifikation zur Champions League bedeutet.
Gerade einmal vier Punkte trennen die Kandidaten voneinander, und während Lemgo (5. / 42:14 Punkte) ein vermeintlich leichtes Restprogramm hat, kommen für Gummersbach (3. / 48:10 P.) und die Gladiators aus Magdeburg (4. / 46:12) noch einige Knaller. So müssen beide Teams unter anderem noch gegen Pokalsieger Hamburg, Kiel und Flensburg antreten. Am 20. Mai steigt dann in der Kölnarena der Showdown zwischen dem VfL und dem SCM.
Zunächst aber empfangen die Blau-Weißen morgen um 20 Uhr den aktuellen Sechsten HSG Nordhorn in der Eugen-Haas-Halle – übrigens das letzte Saison-Heimspiel in der alt-ehrwürdigen Gummersbacher Sporthalle, die Partien gegen Magdeburg und Flensburg steigen in der Kölnarena.
Trotz der beiden Siege gegen Wilhelmshaven und in Pfullingen gibt es für die Gummersbacher keinerlei Veranlassung, allzu euphorisch in die morgige Partie zu gehen. So ist die HSG von ganz anderem Kaliber – auch wenn es zuletzt drei Niederlagen in Folge gegen Flensburg, Hamburg und Magdeburg hagelte, und die Mannschaft von Trainer Ola Lindgren zu allem Überfluss auch noch auf Kreisläufer Iwan Ursic bis zum Saisonende verzichten muss. Der Schweizer bildet etatmäßig mit Robert Arrhenius den starken Deckungs-Mittelblock.
Bei der jüngsten 28:35-Heimpleite gegen Magdeburg, bei der mit 20 Paraden SCM-Keeper Johannes Bitter der Matchwinner war, fehlte der HSG zudem Maik Machulla (Pferdekuss), Pjotr Przybecki konnte nur gehandicapt agieren. Namen wie Vranjes, Glandorf und Filip bürgen aber dennoch für Qualität.
Besonders Letztgenannten müssen die Gummersbacher in den Griff bekommen. So war der pfeilschnelle Rechtsaußen auch gegen Magdeburg mit sieben Treffern wieder bester HSG-Werfer. Auch die Keeper Peter Gentzel und Jesper Larsson haben nicht unerheblichen Anteil daran, dass die Nordhorner noch gut im Rennen um einen Europa-Pokal-Platz sind.
Apropos Keeper, „die Torhüter sind im Handball die halbe Miete. Es ist morgen ganz wichtig, dass die Quote von Ege und Ramota nicht so weit von der von Gentzel und Larsson weg ist“, nimmt VfL-Coach Velimir Kljaic seine Schlussleute nach zuletzt eher schwachen Vorstellungen in die Pflicht.
Fraglich ist derweil der Einsatz von Spielmacher Francois-Xavier Houlet. Nach einer Stauchung eines Halswirbels konnte „Zouzou“ schon in Pfullingen nur 30 Minuten auf der Platte stehen. Zudem klagte Kyung-Shin Yoon über Rückenprobleme, und Denis Bahtijarevic hütete Grippe krank das Bett. Das Hinspiel in Nordhorn gewannen die Gummersbacher nicht zuletzt durch einen überragenden Daniel Narcisse (13 Tore) knapp mit 32:31.
Übrigens scheint der VfL auch in Sachen Verstärkung für die neue Saison weiterhin überaus rege zu sein. Neben den Kontakten zum Defensiv-Spezialisten Sverrir Björnsson soll nun auch ein weiterer starker Mann für die Offensive für die Gummersbacher interessant sein: der Tunesier Heykel Mgannem, der seit zwei Jahren in Frankreichs Elite-Liga als Spielmacher aktiv ist.
Quelle: Oberberg-Aktuell