Beiträge von olilolli189

    Die Entscheidung sich vom Trainer zu trennen wenn man nach der Hälfte der Spielzeit Gefahr läuft im nichts zu verschwinden ist nachvollziehbar. Verletzungspech hin oder her. Ich habe die meisten Spiele im Netz verfolgt und bis auf 1 Ausnahme gab es kein Spiel was auch nur annähernd an den TSV der letzten Saison erinnert hat.

    Interessanter Ansatz, den möglichen Abstieg in die Dritte Liga als „Nichts“ zu bezeichnen. Noch interessanter wäre die Frage, ob der TSV angesichts der Etatveränderungen im Abstiegsfall (Sponsoren springen ab oder verringern ihr Engagement), der Corona-Krise (Auswirkungen auf den Etat) und angesichts des bevorstehenden Personalwechsels an der Spitze eines der Hauptsponsoren (Rheinland) dazu in der Lage sein wird, aus diesem „Nichts“ wieder aufzutauchen? … Die Zahl der langfristig ausfallenden Stammspieler war schon extrem groß – und das ausgerechnet in der Saison mit der stärksten Zweiten Bundesliga aller Zeiten. Das Pech fing ja schon in der zweiten Woche der Vorbereitung an. Und wenn Du auf der Bank nicht die entsprechenden personellen Alternativen hast, dann musst Du vom Tempospiel weggehen. Das hälst Du sonst vielleicht eine Halbzeit durch und gehst dann brutal ein.

    Die Neuzugänge haben mich durch die Bank enttäuscht.

    Was auch daran liegt, dass diese – es gab ja nur zwei – in der Außendarstellung falsch verkauft worden sind. Zu Biernacki: Wurde in der Pressekonferenz zu Beginn der Vorbereitung als Verstärkung angepriesen. Er selber sagte, er hoffe, dass er den TSV besser mache und er mit dem Team vielleicht sogar besser als Platz 7 abschneiden könne. Dann stellte sich sehr schnell heraus, dass es ein reiner Ergänzungsspieler war, der nur dafür geholt worden war, Ian Hüter mal fünf bis zehn Minuten Pause zu geben. Angesichts der Verletzungsmisere musste der Pole dann aber ständig durchspielen – und war sichtlich überfordert. Zu Zurga: Wurde als Verstärkung für Linksaußen präsentiert, um den langfristigen Ausfall von Joshua Reuland abzudecken. Ist auch ein reiner Ergänzungsspieler. Glücklicherweise hat sich Tim Mast auf der Position sehr gut entwickelt (woran auch der Trainer seinen Anteil haben dürfte) und eine echt gute Hinrunde gespielt. Fakt ist: Es gab im Sommer keine Verstärkungen, nur Ergänzungen! Und dabei ist ja leider auch nach der zweiten, schweren Verletzung von Ian Hüter geblieben. Schade, dass die Nummer mit dem Franzosen nicht finalisiert werden konnte.

    Natürlich ist es immer schwer mit solchen personellen Rückschlägen zu leben wie in der ersten Hälfte der Saison. Aber man darf auch nicht vergessen welche Abgänge mal wieder zu verkraften waren. Wenn ich mir anschaue was es ein Maldonado in Essen auf die Platte legt - Respekt. Solche Spieler brauchen wir um zumindest oben an zu klopfen.

    Eloy Morante Maldonado ist kein Abgang nach der vergangenen Saison, der war schon davor weg. Er wollte im Übrigen explizit weiter mit Jamal Naji arbeiten und ist deswegen nach Essen gewechselt, wo sich zudem der Sprung in die Erste Liga ergab. So ist zumindest mein Kenntnisstand.

    Und auch Richter hat gezeigt das er für den TSV ein weertvoller Spieler wäre.

    Ich hätte Benni Richter gerne weiter beim TSV gesehen, weil mir seine Spielintelligenz gefällt, aber offenbar gab es Gründe (z.B. körperliche Durchsetzungsfähigkeit bei physisch starken Gegnern), um die Zusammenarbeit nicht fortzusetzen. Eine Entscheidung, die Dusko Bilanovic sicherlich nicht alleine, sondern im Verbund mit Kompetenzteam und Handball-Geschäftsführer getroffen hat. Als er im Dezember wieder da war, hat er dem TSV gegen Essen sofort sehr weiter geholfen. Mit ihm war das Offensivspiel strukturierter, schneller. Was es vorher oft nicht war, u.a. wegen Biernacki (s.o.), aber auch wegen der Formschwäche und der generellen Spielart von Ante Grbavac. Jeder Gegner wusste, dass er sich im Rückraum vor allem auf Andre Meuser konzentrieren muss, weil er der einzige wirklich gefährliche Shooter ist. Eine derartige Rückraumbesetzung (Grbavac, Biernacki, Meuser) reicht aber in dieser starken Zweiten Liga nicht aus, um dauerhaft Erfolg haben zu können.

    Ja, das Budget ist begrenzt. Damit leben wir seit Jahren. Aber dennoch sollte es möglich sein zumindest im gesicherten MIttelfeld mithalten zu können.

    Die These, dass der Etat des TSV (mit Ferndorf zusammen der mit Abstand niedrigste in der ganzen Liga) reicht, um „im gesicherten Mittelfeld mithalten zu können“, könnte man nur dann stehen lassen, wenn der gesamte Kader gesund und fit gewesen wäre. Also zum Beispiel mit einem Rückraum dauerhaft in der Erstbesetzung mit Alexander Senden (RL), Ian Hüter (RM) und Meuser (RR). Und mit allen anderen Lizenzspielern dauerhaft auf der Bank – und nicht ständig mit Ersatzspielern aus der A-Jugend und der Zweiten TSV-Mannschaft. Wobei die ihren Part eigentlich durchgehend alle recht gut gemacht habe. Sehr angetan bin ich insbesondere von Sören Steinhaus.

    Der Trainer wirkte auf mich in den letzten Spielen ein wenig ratlos was die Motivation der Mannschaft betrifft.

    Da muss ich teilweise ganz andere Spiele gesehen haben. Zum Beispiel am Abend vor Weihnachten die von A bis Z starke Leistung des TSV, der verdient gegen eine Spitzenmannschaft wie Nordhorn gewonnen hat. Davor gab es zwei weitere Punkte, auch wenn es hätten mehr sein können (in Aue müssen). Was auch daran lag, dass der Trainer mit der Verpflichtung von Richter und Dasburg (zwei Aushilfen aus der Dritten Liga) im Dezember endlich mehr Alternativen zur Verfügung hatte. Dasburg war in Aue und gegen Nordhorn gut, Richter vor allem gegen Essen. Das abschließende Rückrundenspiel mit der Niederlage in Ferndorf war natürlich sehr enttäuschend und ärgerlich. Hauptprobleme dort: lange keine Torhüterleistung und am Ende, wo der TSV dennoch herangekommen war, wurden drei Siebenmeter vergeben. Hast Du einmal Scheiße an den Schuhen, hast Du Scheiße an den Schuhen.

    Der Mannschaft an sich kann man hier auch kaum einen großen Vorwurf machen. Wenn man den Kopf nicht frei hat dann verliert man auch solche Spiele wie gegen Ferndorf.

    Vermutlich war dort der Druck dann einfach doch viel zu groß. Drei Tage zuvor hast Du eine richtig gute Leistung gegen einen Erstliga-Absteiger geboten und diesen völlig verdient bezwungen. Mit der Ferndorf-Leistung hätte sich Nordhorn im Sportcenter locker und leicht durchgesetzt. Letztlich ist es ja schon seit vielen Jahren so, dass sich der TSV in der Außenseiterrolle deutlich wohler fühlt und in den Spielen, wo er Favorit ist oder einfach in der Pflicht steht, zumindest nicht zu verlieren, schwer tut. Man kann durchaus konstatieren, dass es diesbezüglich keine positive Entwicklung in Richtung einer deutlicheren Konstanz und Verlässlichkeit gab. Aber gerade so was hängt meines Erachtens stark mit der individuellen Klasse und Erfahrung der Spieler in einer Mannschaft zusammen.

    Im Endeefekt war in einigen Spielen mehr drin als am Ende rauskam - aber das ist auch eine Sache der Psyche. Wenn man immer unter dem Druck steht einen Rückstand aufholen zu müssen dann ist das auf Dauer frustrierend.

    Aktuell gehe ich noch davon aus das wir die 2. Hälfte deutlich positiver gestalten können. Ob das am Ende reicht um den Abstieg zu vermeiden ist eine Aufgabe der sich das neue Trainer Team stellen muss.

    Quod erad demonstrandum!

    Ein Wunder ist geschehen: "blocker" hat noch nicht am Endstand gegen Essen (25:25) herumgenörgelt! ;) Ich stelle fest, dass seine "Kritik" nicht endet, egal was auch passiert. Demnächst trägt der Trainer auch noch die Verantwortung dafür, dass ein Spieler sein Duschzeug nicht in die Sporttasche gepackt hat und deswegen nicht mitspielen kann... :cool:

    Es ist der Eindruck entstanden, dass bei "blocker" eine tiefgehende negative emotionale "Bindung" Richtung Bilanovic existiert. Ich gebe mal einen Tipp ab: Schreibt da vielleicht ein enttäuschter, frustrierter Ex-Spieler, der nach der vergangenen Saison ausgemustert wurde? Oder ein Angehöriger oder Freund eines solchen Ex-Spielers!? Mir egal, denn ich habe beschlossen: Dieses unablässige eindimensionale Kritik-Geschwurble werde ich mir ab sofort nicht mehr durchlesen! Lohnt sich die Zeit nicht, denn es steht ja eh fest, wer der Schuldige ist. Nur gut, dass "blocker" beim TSV keine Rolle mehr spielt bzw. nichts zu sagen und auch nichts zu entscheiden hat. Er hat hier seine extrem kleine Bühne, um sich schön anonym auskotzen. Und tschüss! :hi:

    Für die Beurteilung der sicherlich sehr schwierigen Lage (Abstand bis zum rettenden Ufer) ist doch vor allem der Blick auf die Minuspunkte hilfreich. Ansonsten gehe ich davon aus, dass diese extreme und unfassbare Verletzungsmisere in der Vorbereitung während der EM-Pause, also bis zum Re-Start im Februar endlich ihr Ende finden wird. Mit möglichst voller Kapelle hat der TSV meines Erachtens gute Chancen, in der Rückrunde die drei Abstiegsplätze zu verlassen. Hoffnung gibt es immer, man muss nur daran glauben!

    Wenn Du so extrem schlechte Schiedsrichter hast, wie der TSV am Mittwochabend gegen Hüttenberg, dann brauchst Du kein Verletzungspech!
    Morgen dazu Tacheles in der Gesamtausgabe von Rheinischer Anzeiger und Schaufenster (ePaper/PDF online auf Dormagazin, Rheinischer Anzeiger, Schaufenster informiert Sie über die Ereignisse in Dormagen:( Ein völlig überflüssiges Festival an diversen Fehlentscheidungen, Roten Karten (3) und Zeitstrafen (16!) - und das in einem ganz normalen Handball-Spiel, bei dem sich die beiden Unparteiischen aus Gummersbach schon nach 5 Minuten selber in Teufels Küche gebracht haben! :wall:

    Von der Abwehrarbeit und vor allem von den Torhüterleistungen her sicherlich kein schwaches Niveau. Beim TSV fehlten gestern aus der Stammformation wegen Verletzungen diese Spieler: Reuland (LA), Senden (Rl), I. Hüter (RM) und Meuser (RR). Wurde mit zwei Akteuren aus der Oberliga-Mannschaft kompensiert, die ihre Sache ordentlich gemacht haben. Trainer Dusko Bilanovic hatte sich wieder einige neue Sachen einfallen lassen, z.B. positionsfremde Einsätze. So hat z.B. LA Tim Mast sehr viel auf RM gespielt. Er hatte auch die große Chance auf 18:15 zu stellen, was wahrscheinlich eine Vorentscheidung gewesen wäre, scheiterte aber am TVE-Keeper. Punkteteilung insgesamt okay. Nach der schwachen Leistung des TSV in Großwallstadt ein wichtiges Lebenszeichen im Kampf um den Klassenerhalt!

    TSV gewinnt mit zwei Spielern aus dem Oberliga-Kader einen Punkt gegen den TV Emsdetten +++ Kampf um den Klassenerhalt nach dem schwachen Auftritt in Großwallstadt trotz weiter prekärer personeller Lage gestern im Sportcenter angenommen +++ Überragende Leistung von Keeper Martin Juzbasic +++ Großes Interview mit Handball-Geschäftsführer Björn Barthel heute im Rheinischen Anzeiger und online auf Dormagazin, Rheinischer Anzeiger, Schaufenster informiert Sie über die Ereignisse in Dormagen +++

    Auch wenn die letzten fünf Minuten gegen Emsdetten echt bitter waren, weil die zwei Punkte schon so gut wie "eingetütet" (!) waren, muss ich der Rumpftruppe des TSV ein großes Kompliment machen: Ohne die Nummer 1 im Tor, ohne die Nummer 1 auf Linksaußen, ohne die Nummer 1 auf Halblinks, ohne die Nummer 1 auf Halbrechts und konkret in diesem Spiel ohne den Kreisläufer Nummer 1 im Angriff und in den letzten 15 Minuten ohne die Nummer 1 auf Rechtsaußen den fünften Tabellenplatz verteidigt! Auf der Tribüne sitzt mehr als eine Handballmannschaft, auf der Bank saßen vier A-Jugendliche, von denen drei eingesetzt wurden und ihre Sache sehr ordentlich gemacht haben. Das "System TSV" funktioniert! Sportlich gibt es derzeit eine sehr gute Basis, um darauf für die Zukunft weiter aufzubauen. Und das gilt unabhängig davon, ob es nach den verbleibenden acht Spielen in der Abschlusstabelle Rang fünf oder vier oder Platz sieben oder acht wird.

    Ich kann verstehen, dass sich der Verein absichern will (muss): 1. Die Sicherheit für alle Hallennutzer hat absoluten Vorrang. 2. Haftungsausschluss im Hinblick auf die Verkehrssicherungspflicht durch die Abnahme der überprüften Hallenbeleuchtung durch einen Sachverständigen/Gutachter. Das dauert eben etwas länger.

    Nicht zu vergessen der katastrophal schlechte, lange Pass von Jakub Sterba auf Aron Seesing in der vorletzten Spielminute. Wenn der im Gegenstoß das 27:25 für den TSV erzielt hätte, hätte ich auf einen Heimsieg gewettet! ;) So haben gleich zwei Fehlpässe in den letzten beiden Minuten diese bittere Niederlage verursacht. Extrem ärgerlich!

    Im Grunde genommen kann man auch eine Mülltonne in die Ecke stellen.

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    Das war ein echt "geistreicher" Beitrag. Niveaulos, respektlos! Die "Mülltonne" auf LA hat gestern 4/2 geschafft, RA hatte leider 1/0 und die "Mülltonnen" auf den anderen Positonen haben gestern auch mächtig viel verworfen. Aber das ist ja auch kein Wunder, denn nach der Ansicht von "blocker" spielt der TSV ohnehin den langsamsten Ball des ganzen 2. Liga... Ich hätte es gerne mal erlebt, dass Sven B. vor mir Geige spielt. Ist nicht passiert. Dafür hat er gestern leider ziemlich viele Bälle durchgeigen lassen. Auch eine "Mülltonne"??? ;)

    Aus dem NGZ-Spielbericht von heute (der Kollege hat das Spiel auch live in der Halle gesehen): "Möglicherweise wäre die Ausbeute deutlich besser gewesen, hätten die beiden mit der Intensität und dem Tempo der Partie überfordert wirkenden Schiedsrichter Frederic Linker und Sascha Schmidt (Recklinghausen/Bochum) nicht Dormagens Rückraummann Alexander Senden schon in der fünften Minute mit der Roten Karte auf die Tribüne geschickt. „Das hat uns sehr wehgetan“, sagte Bilanovic, der seinem in Angriff und Abwehr kaum zu ersetzenden Schützling die mit dem Ausschluss sanktionierte Verteidigungsaktion gegen Philipp Bauer nicht vorhalten wollte. Der sei nämlich in ihn hineingestoßen worden, stellt er klar. Dass er den Hamburger dann mit der Hand unglücklich am Kopf erwischt habe, sei nie und nimmer Absicht gewesen."

    "So sahen das auch die beiden Unparteiischen, die den Gästen nicht nur acht Siebenmeter zusprachen, sondern auch jede Menge Freiwürfe, was die „bis zur letzten Sekunde um jeden Millimeter kämpfenden“ (Bilanovic) Dormagener zusätzlich unter Stress setzte und ihnen die Abwehrarbeit kolossal erschwerte. „Da hätten wir gerne das ein oder Stürmerfoul gekriegt“, haderte der TSV-Coach, der bei den Schiedsrichtern, allerdings vergeblich, ebenso energisch wie ausdauernd Verstöße gegen die Drei-Schritt-Regel anmahnte."

    So hat es der TSV in seinem Nachbericht zum Spiel (Newsletter) geschrieben: "Unglücklich
    für die Gastgeber: Es waren noch keine fünf Minuten gespielt, als Alexander
    Senden die Rote Karte sah. Eine Bestrafung, über die man unterschiedlicher
    Meinung sein durfte." ... "Ihnen kam
    entgegen, dass Alex Senden schon nach 4:45 Minuten das Spielfeld verlassen
    musste. Dabei konnte er nichts dafür, dass seine Hand am Kopf von Philipp Bauer
    landete. Denn der flinke Hamburger Rückraumspieler flog noch schneller Richtung
    Kreis, weil er dorthin gestoßen wurde und Kontakt mit Sendens Hand aufnahm."

    Jeder kann sich die Szene im Re-Live auf sportdeutschland.tv anschauen. Es hat nichts mit "Bashing" zu tun, wenn man die Szene, die man live oder im relive gesehen hat, bewertet. Anhand von Fakten. Erst als es Hamburger Beschwerden wegen eines vermeintlichen, aber nicht vorliegenden Ellenbogenchecks gab, haben sich die Schiris zusammengestellt. Das, was Alexander Senden da "gemacht" hat, sind maximal Zwei Minuten. Und niemand dürfte ernsthaft bezweifeln, dass mit der Roten Karte für den TSV eine wichtige Personalie im Rückraum für die restlichen 55 (!) Minuten des Spiels nicht mehr verfügbar war. Ante Grbavac ist nach seiner Verletzung bei weitem noch nicht der Alte. Letztlich mussten es dann im Rückraum Meuser, Hüter und Richter richten; in der Breite für so ein Spitzenspiel zu wenig. Dazu die Verletzung von Jakub Sterba, auch Toni Juric und Tim Mast nicht dabei. Und Martin Juzbasic. Der HSV hatte an dem Abend sicherlich bessere personelle Möglichkeiten und war sicherlich das Team in dieser Partie, das sehr gerne sehr lange Angriffe gespielt hat. So lange, wie es die Schiedsrichter jeweils zugelassen haben. Auch das lässt sich im Re-Live sehr gut nachweisen. Letztlich egal, denn ich habe nicht bestritten, dass der HSV-Sieg in Ordnung geht. Der TSV hat einfach zu viele Fehler gemacht, um an diesem Abend zumindest einen Punkt am Höhenberg zu behalten.

    Da würde ich doch gerne ergänzen, zumal ich das Spiel live in der Halle sehen konnte.
    Die Rote Karte gegen Alexander Senden war eindeutig unberechtigt. Der Abwehrspieler in der Mitte neben Senden (Patrick Hüter?) hat den Gegenspieler im Sprung seitlich/von hinten in Richtung Senden geschubst. Der hatte die Arme auf Schulterhöhe seitlich ausgestreckt und hat den Gegenspieler leicht, ohne große aktive Bewegung, im Gesicht berührt. Das ist keine Rote Karte, zumal überhaupt keine Absicht vorlag. Zwei Minuten okay, besser noch Zwei Minuten für den Abwehrspieler innen, der geschubst hat. Fakt ist, dass die beiden Schiris das gar nicht richtig gesehen haben. Sie haben sich durch die Roller des Hamburgers auf dem Boden und durch Beschwerden sowie die Nachahmung durch einige HSV-Spieler ("Ellenbogen hoch") beeinflussen lassen. Erst danach haben sie angefangen, sich darüber zu unterhalten, ob es Rot sein könnte. Für mich eine klare Fehlentscheidung, die sich aber nahtlos in die einseitige Gesamtleistung der beiden Schiedsrichter einfügt.
    Die Schiris haben fast alle Situationen, die dafür möglich waren, gegen den TSV ausgelegt. Beim TSV in der Abwehr sind es 2 Minuten und - das war bei ihnen besonders beliebt - Abwehr durch den Kreis. Beispiel Görgen recht kurz vor der Pause: Der war komplett vor der Linie. Der 7m war ein Witz, wie so einige andere auch. Auf der anderen Seite, beim HSV in der Abwehr, haben sie viel mehr durchgehen lassen. Beim HSV im Angriff wurden keine Schritte gezählt, beim HSV im Angfriff wurde vor allem in den letzten 10 Minuten immer viel zu lange Zeit gelassen bis zum passiven Vorwarnzeichen. Ian Hüter geht etwa fünf Minuten vor dem Ende zwischen 1 und 2 durch bis zur Torauslinie, der Gegenspieler attackiert die Schulter: nur 7m, aber keine 2 Minuten. Auf der Gegenseite wären es natürlich auch 2 Minuten gegen Dormagen gewesen... Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass das Spiel für die beiden Schiris zu schnell war, sie waren vielleicht auch überfordert. Unabhängig davon sollten/müssen sie auf beiden Seiten den gleichen Maßstab anlegen, was sie eindeutig das gesamte Spiel über nicht getan haben!
    Der HSV hätte vielleicht auch ohne die Hilfe der beiden Männer in schwarz gewonnen. Der TSV hat ein paar freie Würfe liegen lassen, dazu drei Pfostentreffer, es hätte also durchaus noch enger zugehen können. Aber das hätten dann ja wieder die Schiris nicht zugelassen (s.o.).
    Unterm Strich mag der HSV-Sieg vielleicht auch so verdient sein. Die spielen einen schnellen Ball, die Abwehr ist sehr beweglich und das Torhüterduell haben sie gestern Abend auch gewonnen. Aber was will diese Truppe so in der Ersten Liga? Kein einziger Rückraumshooter. Tissier sehr gut, der Rest meines Erachtens nur zweite Garde für die Erste Liga. Bitter im Tor wird es alleine auch nicht richten können.

    Der "TVG-Patriot" hat es gestern am späten Abend auf den Punkt gebracht. Ich versuche es mal anders herum: Die sehr guten Ergebnisse des TSV im Dezember haben bei einigen Fans und anderen "Beteiligten" offenbar zu einer übersteigerten Erwartungshaltung geführt. Der TSV hatte weder zu Saisonbeginn noch hat er jetzt, nach der Wiederaufnahme des Spielbetriebs nach der WM, einen Kader, von dem man erwarten könnte, dass er jedes Spiel gewinnen kann und wird.

    Die Entwicklung der Mannschaft, das hat die Phase bis zur WM-Pause gezeigt, geht in die richtige Richtung, mehr aber auch nicht. In Dresden und in Rimpar (Angstgegner) kann der TSV immer verlieren, ohne dass im nahen und weiten Umfeld rund um den Höhenberg gleich die große Unruhe ausbrechen sollte. Offizielles Saisonziel war und ist Platz 9 - also einen Platz besser als in der Vorsaison. Dieses Ziel ist weiterhin realistisch. Wenn es - so wie im Dezember - wieder sehr gut laufen sollte, könnte man sich vielleicht Richtung Platz 4 bis 6 umorientieren; wenn es so wie jetzt nach der WM-Pause aus den verschiedensten Gründen nicht so rund läuft (1 Heimsieg, 2 Auswärtsniederlagen), dann ist doch Platz 7 bis 9 eher die erwartbare Richtung. Immer davon ausgehend, dass es im aktuellen Kader nicht weitere Langzeitverletzungen wie die bei Martin Juzbasic gibt. Fakt ist: Der TSV steht weiterhin auf dem sechsten Platz. Das war so vor dieser Spielzeit zum jetzigen Zeitpunkt nicht zu erwarten.

    Ich gehe nach wie vor davon aus, dass es am Ende nicht Platz 10 oder schlechter werden wird. Auch wenn hier einige (wie immer anonyme) Unkenrufer am Werk sind. Das gilt übrigens auch, wenn es heute Abend eine Heimniederlage gegen Bietigheim geben sollte. Die SG BBM ist sicherlich nicht mehr mit der Mannschaft vergleichbar, die der TSV an seinem zweiten Spieltag dieser Saison auswärts überraschend mit +1 besiegt hat. Da reicht schon alleine der Blick auf den Etat und den Kader, um zu sehen, dass das zwei unterschiedliche "Regale" sind.
    Meine Prognose, dass es am Saisonende nicht Platz 10 oder schlechter wird (ohne weitere Langzeitverletzungen), gilt auch dann, wenn die beiden folgenden schweren Auswärtsspiele verloren gehen sollten. Es gilt die Ruhe zu bewahren. Trainer und Mannschaft müssen weiter hart arbeiten und sich in jedem Spiel aufs Neue beweisen. Es geht nur zusammen. Das war im Dezember so, das sollte auch jetzt so sein.

    Gerade aktuell lässt sich diese These (Verein kann junge Talente nicht halten) ja nun überhaupt nicht belegen. Nur drei Beispiele: Aron Seesing hat nun schon mit 17 Jahren seinen ersten Profivertrag beim TSV unterschrieben. Jan Reimer hat gerade bis 2023 verlängert. Fynn Johannmeyer auch. Ich gehe mal davon aus, dass der TSV auch den Blum halten wollte. Vielleicht liegen die Gründe dafür, dass das nicht geklappt hat, NICHT beim Verein!?

    Ich fand die Schiris haben dem TBV geholfen beim letzten Angriff der HSG unbegründet Stürmerfoul zu pfeifen.
    Danach hatte es zu lange gedauert bis zum Zeitspiel des TBV.

    Allerdings war bei der HSG zum Ende etwas die Luft raus.
    ...und die Abwehr der TBV war zu dieser Zeit klasse.

    Die Schiris haben in den letzten beiden Minuten konsequent so gepfiffen, dass Wetzlar keine Chance mehr auf einen Punktgewinn bekommen hat: vorne das Stürmerfoul von Cavor ein Witz, auf der anderen Seite zu spät das Vornwarnzeichen für passives Spiel und dann auch noch die "Ich hebe etwas ab-und-lasse mich wie ein Kartoffelsack fallen-Nummer" mit einem Witzfreiwurf belohnt. Die beiden "Uparteiischen" wollten es so haben, sie haben dafür gesorgt, dass sie es bekommen! :pillepalle: :pillepalle: :pillepalle:

    Okay, in Dormagen punkten nur die absoluten Top (Auswärts-)Teams aber warum kommt denn Geheimfavorit Hamm da so unter die Räder?

    Weil der TSV einen bärenstarken Torhüter hatte, der früh im Spiel zwei Siebenmeter gehalten hat. Weil die Abwehr des TSV nach der Pause noch einmal deutlich zugelegt hat. Im Angriff haben die Gäste kaum noch was auf die Reihe gekriegt...

    Okay, in Dormagen punkten nur die absoluten Top (Auswärts-)Teams aber warum kommt denn Geheimfavorit Hamm da so unter die Räder?

    ...weil, und das war für mich entscheidend, der ASV sich schon nach 40/45 Minuten aufgegeben hat. Ich habe da keine funktionierende Mannschaft auf der Platte gesehen. Körpersprache null, in der Abwehr wurde nicht geredet, da war es in der letzten Viertelstunde still. War das ein Ausrutscher oder hat Hamm ein Teamproblem?