Ich würde das Wasserstraßenkreuz, die Schachtschleuse und die Fischerstadt empfehlen. Beim Kaiser-Wilhelm-Denkmal ist es auch sehr schön, das gehört jedoch zu Porta Westfalica.
Aufgrund der letztlich kürzer als gedacht bemessenen Zeit haben meine Frau und ich uns nach dem Dom noch das Schnurrviertel angeschaut und ein wenig mehr von der Innenstadt (Friedensplatz, St. Marien, ...). Hervorragend gegessen haben wir bei einem (sehr empfehlenswerten!) Vietnamesen am Marktplatz. Vielleicht kommen wir mal im Sommer, um uns alles andere anzuschauen. Was wir gesehen haben, hat uns jedenfalls gefallen.
Zum Spiel: Verdienter Erfolg für die Löwen, die irgendwann mal ihre individuelle Klasse deutlicher gezeigt haben. Als Späth in der 2. Halbzeit drei oder vier Bälle nacheinander entschärft hat und die Löwen sich dabei auf +8 absetzen konnten, dachte ich eigentlich, das wird jetzt eine sehr entspannte Angelegenheit. Dass Minden unmittelbar danach einen 4:0 Lauf startet, hatte ich so nicht erwartet. Zum Glück haben es die Löwen dann hinbekommen, GWD nicht noch nähren rankommen zu lassen. Letztlich war es dann doch ein recht ungefährdeter Erfolg.
Zur Halle: Schmucke Halle! Freut mich für GWD, dass es wieder echte Heimspiele gibt, auch wenn das Eine oder Andere noch etwas unfertig wirkt. Warum? Zwei Punkte möchte ich herausheben. Erstmal das Catering. Dass das Personal beim Catering sehr unerfahren und damit recht bald etwas überfordert wirkte, lässt sich durch mehr Erfahrung abstellen. Und dann war da noch unsere Platzsuche.
Wir kamen rein in die Halle, gingen den Wegweisern zu unserem Block D nach, nahezu um die Halle rum (in der Halle, nach dem Einlass). Dann stand da ein Schild "Block D, Reihe 1-14 nach links (auch E und F), und die Reihen 15-22 Treppe hoch. Wir also die Treppe hoch, immer weiter, bis ein Schild kam "D, Reihe 21-22. Da fehlten irgendwie die Reihen 15-20.
Na gut, wir oben rein, suchen unsere Reihe und unsere Plätzen, richten uns etwas ein, dann werden wir von anderen Fanclubmitgliedern auf die andere Seite gerufen. Ein Ordner hatte denen gesagt, Block D wäre quasi rechts auf der Tribüne. Wir packen unsere Sachen, trotten rüber setzen uns, richten uns ein. Eine Minute später meint ein anderer Hallenordner, der etwas wichtiger aussah als der zuvor, das wäre falsch, denn Block D wäre auf der linken Seite der Tribüne. Weder an den Wänden hinten noch an den Plätzen war irgendein Hinweis zu finden, wo welcher Block ist. Wir also wieder zurück, dieses Mal alle, und einige Minuten später stand dann einer unten auf dem Spielfeld und hat über Lautsprecher verkündet, wo welcher Block ist. Wir saßen letztlich am Anfang und am Ende richtig.
Als ich vor dem Spiel draußen beim Getränkestand wartete, dass es vorwärts ging (was sehr langsam passierte), kam ein Trupp Mitarbeiter von GWD oder von der Halle an, mit einer kleinen Leiter, einigen Blättern Papier und noch ein paar Sachen. Wir haben dann gesehen, dass die Schilder, die anzeigen, wo welcher Block ist, falsch montiert waren. Unser Block war laut Schild nämlich Block F. Der Trupp hat dann alle Schilder mit teils handschriftlich angefertigten, teils ausgedruckten Schildern überklebt. War irgendwie sehr lustig und sympathisch, auch für die Fans aus Minden, mit denen ich mich derweil unterhalten habe. Auch in der Pause und nach dem Spiel konnte ich einige sehr gute und interessante Gespräche führen, was den Abend abgerundet hat.
Dass unsere Hotelbar dann entgegen der Ansage geschlossen hatte, dafür kann GWD ja nichts, hat aber den positiven Gesamteindruck nur kurzzeitig getrübt.