Ich für meinen Teil war ja eh nie ein Fan von KW und war deshalb auch schon vor Corona nicht mehr in der Arena. Ich sehe der neuen Saison sehr positiov entgegen und werde wenn es denn die Umstände hergeben auch wieder in die Arena gehen.
Natürlich ist es für einen Verein immer ein Risiko einen "erfolgreichen" Trainer keinen neuen Vertrag zu geben. Aber was soll denn groß poassieren? Die Erwartungshaltung im Umfeld ist nicht sonderlich hoch, die Vereinsführung weiß was Sie tut. Persönlich habe ich größten Respekt vor dem was Martin Bender und andere da in den letzten Jahren geleistet haben. Es ist noch nicht so lange her, da stand der Verein kurz vor dem Abgrund. Das da jetzt in gewisser Weise ein Umdenken stattfindet, ist nur folgerichtig. Nach oben wird es für Vereine wie Wetzlar nicht ohne extreme Anstrengungen gehen, ich denke da gibt es keine zwei Meinungen. Wetzlr ist und bleibt ein Verein der auch davon lebt, bisher unbekannte Spieler zu holen, diese weiter zu entwickeln und diede dann weiter ziehen zu lassen. Vertragsverlängerungen mit Spielern wie Klimpke dienen doch vor allem dazu, ein paar Euro zu kassieren wenn ein Wechsel vor dem eigentlichen Vertragsende erfolgt. Auch davon leben Vereine wie Wetzlar.
Bezüglich Nachwuchs bin ich nach wie vor der Meinung, das es nur funktioniert wenn ein Trainer da ist der bereit ist die Jungs zu entwickeln und auch mal ins kalte Wasser zu werfen. KW kam ja immer mit der Ausrede, das er für den Erfolg verantwortlich ist. Klar ist er das, die Frage ist doch wie definiere ich Erfolg. Für mich ist es eher ein Erfolg wenn es gelingt einen Spieler wie zum Beispiel Klimpke zum gestandenen Bundesliga Spieler zu entwickeln. Das er ein Ausnahmefall ist, weiß ich auch. Aber gerade im Bereich Torhüter hat die HSG durch Camdic einen ausgezeichneten Ruf, den kann man ausbauen. Der andere Teil bei der Entwicklung der Spieler, ist natürlich auch eine für mich zwingende Zusammenarbeit zwischen Wetzlar und Hüttenberg. Da können die Jungs zweite Liga spielen, werden gefordert und kriegen Spielpraxis. Hüttenberg muss auch mit geringen Mitteln auskommen, schafft es aber immer wieder junge Spieler einzubauen. Da wird ein Spieler wie Jockel hochgezogen und spielt mit Kneer im Mittelblock und das mitten im Abstiegskampf. Klar kann das auch nach hinten losgehen, aber in den vielen Fällen lohnt sich das Risiko auch. Schreiber und Weber sind ja schon aus dem Nachwuchs von Wetzlar nach Hüttenberg gewechselt, und genau das ist der richtige Weg. Ob es für die erste Liga reicht, wird sich zeigen, bei Weber sehe ich da aber schon ein gewisses Potential. Auch in die Gegenrichtung kann das Früchte tragen, wenn ein Kneer jetzt in Hüttenberg spielt und sich dort mit um die Jungs kümmert. Ich sehe da ein relativ ungenutztes Potential, welches aber so langsam genutzt wird. Es muss doch möglich sein, gerade auf den Außenpositionen Spieler aus dem eigenen Nachwuchs zumindest als 2. Mann zu entwickeln. Das schaffen andere Vereine doch auch.
Es gab mal eine kurze Zeit in Wetzlar einen Trainer der das versucht hat umzusetzen. Leider hatte Dotzauer damals keine Geduld mit Schneider, was er nachher bedauert hat. Schneider hat damal auch junge Spieler eingebaut und hatte eine Vision. Aber gut, das ist Vergangenheit.
Wie gesagt, für mich ist dieser Wechsel mehr als positiv.