Beiträge von baloo

    Läuft das ganze eigentlich immer noch unter "Sparkurs"?

    Meinen die ernsthaft, daß denen die ganze Welt glaubt, daß ein 20-er Kader in dieser Saison billiger ist als der 15-er/16-er Kader der vergangenen?

    Meine Güte - müssen wir alle doof sein, wenn denen das Geschwafel weiterhin abnehmen. Aus welchen Grund stellen die sich eigentlich nicht vor die Mikros und tröten: "Hurra! Der Rudi mit seinen Millionen ist wieder da!"? Hat das irgendwelche steuerlichen Gründe?

    Tolle Idee, die sich der Herr Gislasson da ausgedacht hat! :wall:

    Sollte man nicht lieber darüber nachdenken, die Schrauben beim Handball mal wieder kräftig zurück zu drehen? Jaja, ich weiß, selbst Stillstand ist eigentlich Rückschritt...

    Aber statt die vermeintlich reichen noch reicher zu machen, sollte man (vor allem im Ausland - aber auch bei uns) lieber darüber nachdenken, wie man die vermeintlich "Kleinen" wieder mit ins Boot holt. Und da halte ich diesen Schritt für den falschen.
    Besser wäre auch hier, eine Art "Financial FairPlay" einzuführen, so daß die Vereine nur das wirklich zur Verfügung stehende bzw. erwirtschaftete Geld ausgeben dürfen.
    Vereine wie damals Ciudad Real, die RNL oder AG Kopenhagen oder heute der H$V, Kielce, Paris, Veszprem sind doch diejenigen, die mit Ihrem Gönnern/Mäzenen/Preistreibern alles zu Gründe richten.

    So lange in diesen Kreisen ein einziger Spieler-Transfer vom finanziellen Volumen größer ist als der Jahresetat einer Mittelfeld-Mannschaft der Liga, wird sich im Handball nichts ändern.... :verbot:

    Aber diese Personen werden es nie verstehen, das Fussball-Verhältnisse nicht auf den Handball übertragbar sind!! :nein:

    Problematisch wäre es, wenn der Etat nicht gedeckt wäre. Dies kann ich aber nicht beurteilen.

    Laut inoffiziellen Quellen ist der Hamburger Etat schon seit jahren deutlich untergedeckt. Nur das private Geld von Andreas Rudolph, das Jahr für Jahr die Löcher stopft, hält diesen Verein/diese Firma über Wasser. Ohne Rudolph gäbe es das Projekt schon längst nicht mehr.

    Man munkelt über jährliche Etatlücken - die von besagtem Herren gestopft werden - in Höhe von etwa 1,5 bis 2,0 Mio Euro!

    Und den ausgerufenen Sparkurs nimmt denen doch eh keiner mehr ab.
    Was mich ägert, ist die Tatsache, daß dieser Sparkurs-Bullshit, den sie da dauernd erzählen nicht einmal journalistisch kritisch hinterfragt wird. Sonst ist die Presse doch auch permanent hinterher, Personen, Firmen oder allgemein fragwürdiges Geschäftsgebaren öffentlich an den Pranger zu stellen. Oder zahlt Hamburg für Stillschweigen???

    Ich kann das gut nachvollziehen! Gewisse Rechtschreibregeln gibt es nun mal in unserem Land. Und sich daran zu halten, könnte vor allem der Jugend in ihrer Orthographie und Artikulation ganz gut tun. Was man heutzutage inzwischen sogar in öffentlich-rechtlichen Medien zu hören bekommt (von den Privaten mal ganz zu schweigen), trägt sicherlich nicht zur Verbesserung bei. Da sollte ein wenig Kritik schon mal erlaubt sein. Vor allem, wenn man manche Kommentare erst vier- bis fünfmal lesen muss, um überhaupt einen Zusammenhang zu erkennen, geschweige denn zu verstehen. Hier geht es ja noch, aber lest bei aufkommender Langeweile mal die Kommentare unter den Sport1-Artikeln. Da wird einem angst und bange....

    1. Flensburg (vor dem altersbedingten Umbruch kommt die wohl letzte Chance auf eine Meisterschaft, bevor es eng wird, Anschluß zu halten)
    2. Kiel (trotz Umbruch immer vorne mit dabei - aber auch nur Platz drei möglich. Kommt auf den Start an...)
    3. Rhein-Neckar-Löwen (nach dem Umbruch und ohne Kasi-Jesper werden sie immer besser. Auch Platz zwei oder gar Meister möglich)
    4. Füchse Berlin (Wundertüte - aber für mehr reicht es wohl nicht - aber mein Daumendrücken in der CL-Quali gegen den H$V ist Euch sicher)
    5. H$V Handball (Angriffspower ohne Ende - aber wer soll abwehren?)
    6. Hannover-Burgdorf (mit einer konstanteren Rückrunde erster Kandidat, die großen Fünf anzugreifen)
    7. FA Göppingen (mit Kraus wird alles besser, vor allem zu Hause - keiner verdaddelt zwei Jahre Hintereinander)
    8. Balingen-Weilstetten (der zweitbeste Trainer der Liga wird langsam die Früchte seiner Ideen ernten)
    9. Magdeburg (zu Hause stark, auswärts eher mäßig - reicht nur fürs Mittelfeld)
    10. MT Melsungen (wenn es als TEAM klappt, ist vielleicht auch mehr drin)
    11. HSG Wetzlar (auswärts hapert es wohl weiterhin)
    12. TBV Lemgo (finanziell angeschlagen - wenn Ruhe einkehrt, ist vielleicht auch mehr drin)
    13. TuS Nettelstedt (Stillstand in der Entwicklung reicht nicht, um weiter nach oben zu wandern)
    14. GWD Minden (die Heimstärke reicht nur für mittelmäßige Teams und somit nur mit Ach und Krach zum Klassenerhalt)
    15. Bergischer HC (kämpfen, kämpfen, kämpfen und gegen die richtigen Gegner gewinnen - mit viel Glück reicht es dann)
    16. VfL Gummersbach (es wird eng für den Traditionsklub - Abstiegskampf vom ersten Spieltag an oder gar Lizenzentzug)
    17. ThSV Eisenach (es wird wohl nur ein Lehrjahr)
    18. TV Emsdetten (genießt das Jahr!)

    So, jetzt schnell den Deal über die Bühne bringen und dann den Duvnjak eintüten.

    Es kommt Bewegung in die Handball-Transferwelt...

    Aber: Laßt unsere Linkshänder in Ruhe!!!

    Gerade wenn es Hamburg betrifft: IMMER!!

    Bei denen habe ich immer das Gefühl, daß der gute Euro so manches Problem löst. National wie international...
    Wir haben auch hier bereits öfter unter anderem z.B. über warme/kalte Kugeln bei Auslosungen oder ähnliche "Wunder" diskutiert, die fast immer vorhersehbar waren.

    Warum hat der THW mit der Verkündung bloß so lange gewartet. Diese Zurückhaltung hätte es umgekehrt nicht gegeben. Von Hamburger Seite aus, wäre dieser Wechsel rechtzeitig zum Final4 herausposaunt worden. Schade, eine große Chance vertan, denen ihr eigenes Geschäftsgebaren mal deutlich vor Augen zu führen.

    Tops
    - Rhein-Neckar-Löwen: Toller Handball und endlich ein echtes Team nach dem Weggang vom ungeduldigen Störenfried "Kasi-Jesper" mit verdientem Titel-Gewinn (wer hätte das gedacht, daß ich sowas mal schreiben würde?).
    - Dr. Rolf Brack: Er hat mit viel Geduld aus einem Dauerabstiegskandidaten mit wenig finanziellen Mitteln ein echtes Mitglied der Ersten Liga aufgebaut und wird bei weiterer Entwicklung mit dem Abstieg in Zukunft nichts mehr zu tun haben. Er ist kreativ, macht sich über Änderungen in der Spielweise Gedanken und läßt sich auch von anfänglichen Rückschlägen nicht von seinem Weg abbringen. Hätte als Trainer das Zeug für höhere Aufgaben. Chapeau!
    - Das tabellarische Mittelfeld: Dank Euch (Platz 6-13) haben wir eine der spannendsten Spielzeiten seit langem hinter uns. Ihr habt deutlich gezeigt, daß Auswärtsspiele der sogenannten "Großen" bei Euch keine Selbstgänger mehr sind und für jeden Punkt hart gekämpft werden musste. Nur dank Euch blieb die Liga bis zum Ende spannend.
    - SG Flensburg-Handewitt: Danke für den schönsten Handball der Liga, trotz unglaublich vieler schwerer Verletzungen - auch wenn die Spielmaschine im Endspurt der Saison ein wenig ins Stottern kam.
    - Stefan Kretschmar: Einziger Lichtblick in der Sport1-Kommentatoren-Welt. Sachlich, erklärend aber auch emotional, dennoch fast immer unparteiisch (im Gegensatz zu seinen Mitstreitern => siehe "Flop"). Bremst die hyperventilierenden Kommentatoren neben sich gerne mal mit Sachlichkeit aus, nie langweilig.
    - Anett Sattler: Eine kleine Frau mit einem großen Handball-Herz am Rande der Spielfläche auf ihrem Podest. Viel Ahnung, gute Fragen, gerne gesehener und gehörter Blickfang. Auch im direkten Gespräch in der Halle immer freundlich und nett (gilt auch für Stefan Kretschmar).
    - Domagoj Duvnjak: Dieser Mann scheint echt eine Maschine zu sein. Auf der Platte im Verein und der Nationalmannschaft praktisch im Dauereinsatz, immer überdurchschnittliche Leistungen und nie verletzt. Eine Bereicherung für die Liga - leider im falschen Verein.
    - FinalFour-Turniere: Diese Art Event hat der Handball dem Fussball voraus. Friedliche Feiern (für unsere Ultras können wir nichts, die sind unbelehrbar), toller Sport auf engstem Raum und in toller Umgebung. Ich habe viele nette Menschen getroffen. Trotzdem denke ich, daß das CL-Final4 eine Wanderveranstaltung sein sollte, so daß sie immer für alle Vereine auf neutralem Boden stattfindet.
    - Wahl zum Trainer des Jahres: Es muss nicht immer der Meister-Trainer sein, der die beste Arbeit macht. Endlich ist das mal belohnt worden. Glückwunsch!
    - Der THW Kiel ist wieder schlagbar: Kämpfen und Einsatz gegen den THW lohnt sich wieder. Man könnte/konnte nicht einkalkulierte Punkte gewinnen.
    - Der letzte Spieltag: Trotz einer langen Saison und obwohl schon so gut wie alle Entscheidungen gefallen waren, hat kein Verein das Spiel abgeschenkt und sich voll reingekniet. Danke dafür vor allem an alle "Underdogs" bzw. Auswärtsmannschaften. Toll!
    - TV Neuhausen: Auch wenn es nicht geklappt hat, Ihr habt Spaß gemacht. Eigentlich chancenlos habt Ihr bis zum Ende toll gekämpft. Kommt bald wieder!
    -Lubomir Vranjes: Der wahrscheinlich derzeit beste Trainer der Liga! Zum Glück (finde ich zumindest) bis mindestens 2017 an die SG Flensburg-Handewitt gebunden!

    Neutral
    -Europäische Wettbewerbe: Ich kann mich nicht entscheiden, ob das eher gut oder eher schlecht ist, wenn die deutschen Vereine letztendlich auch Europa so dominieren. Es wäre wohl auch mal gut, wenn mal wieder ein Titel ins Ausland gehen würde.

    Super Flop
    - Torsten Jansen: Das geht gar nicht! Egal ob bisher sauberer Sportsmann oder nicht. Die Strafe ist ein Lacher (zumindest die Sperre - die Geldstrafe ist ok), auch wenn sie so den Regularien entspricht. Größter Schaden für die Sportart! Ist für mich höher anzusiedeln als das, was die Nationalmannschaft in letzter Zeit produziert.


    Flop
    - Handball in den Medien: Außer bei den unten genannten Sendern kommt Handball in den Medien leider kaum vor. Dabei steckt aus unten erwähnten Gründen doch noch viel (TV-)Potential darin. Flächendeckende Zeitungen und Sport-Magazine berichten lieber über das nächste Fussball-Wechselgerücht oder das Grün von Rasen in der Allianz-Arena als über eine lebende Liga. Schade!
    - Sport1: Nennt sich DER Handballsender und dann sowas => "unfassbar" parteiische Kommentatoren, die zum Teil wenig Ahnung haben und viel auf Boulevard machen, nicht nachvollziehbare Spielübertragungen (es gibt neben Hamburg und Kiel auch noch sechzehn andere Vereine), Werbeblöcke, die sich weit ins laufende Spiel hineinziehen, wenn König Fussball in Form von Bayern München regiert, wird der Handball auch gern mal zur Nebensache und aus dem Programm entfernt. Liste läßt sich beliebig fortführen...
    - Eurosport: Die Jungs haben so überhaupt keine Ahnung vom Handball. Richtige Informationen sind oftmals fehl am Platz (dabei reicht schon das Lesen von "Handball-Magazin" oder "Handball-Woche" um aktuell auf dem neuesten Stand zu sein). Negativer kommentarischer Höhepunkt war das CL-Finale. Dazu werden regelmäßig gängige Spielernamen falsch ausgesprochen. Einzig positiv => jeder Verein wird in der CL gezeigt und ist ohne Ton auch dann gut zu ertragen.
    - Die Altmeister: Sie verdienen diesen Titel schon lange nicht mehr. Wirtschaftlich, finanziell und auch spielerisch katastrophal. Den einen hat's erwischt, der andere wird folgen. Beiden tut ein Neuanfang mit Geduld in der zweiten Liga wohl mal ganz gut.
    - Das Geld: Dank der mäzen-gesteuerten Vereine hat es nun auch beim Handball bedeutungsvollen Einzug erhalten. Es verdreht hoffnungsvollen jungen Spielern mit Talent die Köpfe und bringt sie zu Entscheidungen, die für deren Karriere eigentlich viel zu früh kommen. Zudem wird es in der Zukunft die Liga weiterhin spalten. Durch die Finanzkraft einiger Vereine wird das oben positiv erwähnte tabellarische Mittelfeld wohl schnell seine mitentscheidende Rolle bei der Titelvergabe wieder verlieren.
    - FA Göppingen: Was war das denn für eine Saison? Was ist da denn schief gelaufen? Bitte schnell wieder abstellen, das könnt Ihr besser!
    - H$V Hamburg: Inoffiziell der höchste Ligaetat (dank Dauernachschub aus dem Hintergrund), Luxuskader von 1 bis 16 und doch nur Platz fünf. Dazu gefühlt dauerhaft am Jammern. Zudem muss man sich mannschaftsintern mal die Charakterfrage stellen => mit dem Handballspielen hat die Truppe erst begonnen, nachdem der Gehaltsverzicht nach Weihnachten vom Tisch war. Und was war vorher?
    - Der Spielplan: Die Topspiele der Liga rücken immer weiter an den Saisonanfang bzw. Rückrundenstart. Topmannschaften sind da noch nicht eingespielt, so daß diese Spiele viel Attraktivität verlieren. Zudem plätschert dadurch die Saison in der spannendsten und entscheidendsten Phase einfach so aus.
    - Verletzungen: So langsam sollte auch der größte Laie gemerkt haben, daß das zu absolvierende Programm für die Aktiven unmenschlich geworden ist. Von Jahr zu Jahr mehr schwerwiegende Verletzungen sprechen eine deutliche Sprache. Da muss dringend etwas passieren!
    - Die Nationalmannschaft: Das Gegurke der Elite-Mannschaft kann ja keiner sehen. Ich denke, das ist aber auch oftmals dem Spielplan der Liga bedingt. Zwischengeschobene Spiele/Turniere in die eigentlichen Pausen/Vorbereitungen hinein oder aber mitten in die englischen Wochen, zwingen die Spieler darüber nachzudenken, wo und womit sie ihr Geld verdienen. So schaltet man schon mal zwei Gänge zurück.
    - Silvio Heinevetter: Auch wenn er unser National-Keeper ist, brauchen wir dringend Schiedsrichter, die diesen Mann mal ausbremsen. Viele Torhüter lamentieren, aber sein Theater übertrifft alle. Laßt ihn im eigenen Kreis toben, aber außerhalb und bei den Schiedsrichtern gehört er konsequent mit 2 Minuten bestraft. Komischer Weise schafft er es ja, sich international zusammenzureißen und sich still und unauffällig zu verhalten.
    - Ultras im Handball: Selbstdarsteller mit dem Hang zur Gewaltbreitschaft haben in dieser Sportart keinen Platz. Zum Glück merken das so langsam auch die ersten Vereine.
    - Zuschauer: Viele Vereine haben rückläufige Zahlen. Kann ich nur bedingt bei merkwürdigen Anwurfzeiten verstehen. Sicher ist es vor dem Fernseher gemütlicher, aber Handball ist im Grunde eine Live-Sportart, die in der Halle viel intensiver ist als sie im TV rüberkommt. Gerade in den Metropolen scheint der Zuspruch eher zu schrumpfen als zu wachsen.
    - Saisonfinal in einem Stadion mit einem Endspiel: Wie kann man sich nur sowas ausdenken? Meister ist der, der am Ende der Saison (bzw. durchgeführter Play-Off-Spiele) ganz oben steht. Ein einzelnes Endspiel kann eine ganze Saison verfälschen. Man stelle sich mal vor, der THW hätte bei solch einem Modus nach der Saison 2011/2012 einen einzigen schlechten Tag erwischt. Das hätte das ganze Saisonbild verfälscht.

    So, ich hatte gerade mal ein wenig Zeit!

    Meine Güte, Ihr diskutiert Euch hier ja kaputt (was aus erwähnten Gründen nachzuvollziehen ist)!

    Gibt es eigentlich von beiden Vereinen offizielle Statements dazu? Fühlt sich da einer schlecht behandelt oder gar benachteiligt? Oder ist es denen auch offiziell egal, ob das Spiel als gewonnen oder verloren gewertet wurde? Dann wäre das, außer daß es keine Regelung seitens der HBL gibt, eine komplett überflüssige Diskussion an dieser Stelle!

    Aber es gilt ja ein Sommerloch zu füllen...