Vielen Dank schon mal für eure Antworten! Ich bin wirklich überrascht, dass Rio und auch Leute in anderen Threads das "spontane" ergo selbstständige Spiel ohne Ansagen so befürworten.
Eventuell bin ich da etwas zu altmodisch eingestellt, aber wenn ich mir TV Übertragungen von BuLi oder Länderspielen ansehe und die Kamera in den Timeouts bei den Mannschaften bleibt dann hört man die Trainer doch auch immer wieder irgendwelche Spielzüge(=Auslösehandlungen) ansagen. Sehr schön zu hören bei Heiner Brand, aber auch bei Martin Schwalb und Co. D.h. selbst Profi-Mannschaften spielen doch mit angesagtem Material, oder liege ich da falsch?
Wenn ich mich richtig erinnere hatte ein TV-Experte (ich glaube es war Christian Schwarzer) sogar mal erzählt, dass die Nationalspieler von Heiner Brand so eine Mappe bekommen, wo die ganzen Auslösehandlungen drinstehen, quasi zum Auswendig lernen.
Wie dem auch sei, zurück zum Thema. Ich denke ich habe das Kernproblem bei uns noch nicht richtig deutlich gemacht. Das Kernproblem ist eben dieses verpuffen also nicht-ausnutzen von selbstständigen Auslösehandlungen.
Also bei uns werden Einläufer von Außen übersehen, die dann wie Falschgeld am Kreis rumstehen oder sogar zu ihren Positionen zurücktrotten, Sperren vom Kreis werden nicht beachtet und erspielte Lücken werden nicht ausgenutzt. Statt dessen wird oft der vermeintlich viel schwerere Wurf von 10 Metern aus dem Rückraum genommen. Besonders beliebt bei uns ist auch das Anspiel an den gedeckten Kreis ohne vorher Druck auf die Abwehr zu machen. Oft ist es auch so, dass wenn Spieler auf der linken Seite durch Aktionen ohne Ball Lücken reißen, diese nicht genutzt werden, sondern im Endeffekt nimmt sich der RA dann einfach den Wurf aus sehr schlechtem Winkel.
Also ich seh das so, dass man um Ansagen von einem "Spielmacher" langfristig nicht drum rum kommt oder liege ich da wirklich falsch?