Beiträge von f0x

    Die Diskussion, wer genau jetzt wie viel an Nationalspielern verdient ist doch gar nicht der Kern der Sache.

    Ich sehe das Problem nach wie vor bei der "forcierten Verjüngung", die Heuberger ansprach. Das ist zwar vom Grundsatz her lobenswert, aber die Art und Weise, wie diese vollzogen wird passt in meinen Augen vorne und hinten nicht: Denn es kann einfach nicht sein, dass so eine Verjüngung durchgezogen wird, obwohl es international erfahrene Spieler gibt, die in ihren Vereinen nach wie vor Top-Leistungen bringen.

    Ziehen wir den Vergleich "Michael Ballack" mal heran. Dieser wurde auch zunächst wegen einer Verletzung 2010 aus der Nationalmannschaft ausgenommen und danach ebenfalls "abserviert". Allerdings mit völlig anderen Vorzeichen. Ballack selbst hatte zu diesem Zeitpunkt keine Topleistungen mehr in Leverkusen gebracht und - was viel wichtiger ist - es gab zu dem Zeitpunkt bereits junge Spieler, die die internationale Qualität hatten Ballack zu ersetzen.

    Und jetzt zurück zum Handball: Spieler wie Glandorf oder Kaufmann, die jetzt "verletzt" sind, bringen tatsächlich noch sehr gute Leistungen in ihren Vereinen und es gibt noch keine Alternativen, die diese Spieler gleichwertig ersetzen können. Darum müsste der DHB doch ALLES dafür tun, solche Spieler in der Nationalmannschaft zu halten.

    Denn was man auch nicht außer Acht lassen darf, ist die mediale Komponente. Der Handball kann es sich schlicht nicht leisten ein paar "dünne" Jahre zu durchlaufen, um eine Verjüngung zu vollziehen. Die, durch die WM2007 erworbene Popularität des Handballs auf nationaler Turnierebene verfliegt unglaublich schnell. Die großen TV Sender werden keine Sekunde zögern und den Handball aus ihren Übertragungsplätzen rausschmeißen, wenn die Leistung ausbleibt. Und das führt dann wiederum zu weniger Einnahmen für ALLE Beteiligten.

    Also ich bin ja auch pro Umbruch / Verjüngung. Aber meiner Ansicht nach ist es eine schlechte Entscheidung, diesen jungen Kerlen wie Dissinger, Fäth und Sellin die alleinige Verantwortung aufzubürden bei einer WM "was reissen" zu müssen.

    Solche Spieler sollten in die Nationalmannschaft kommen - gern auch in die Startformation - aber gepaart mit Spielern, die international erfahren genug sind, um den Jungs die Rückendeckung zu geben, dass sie frei aufspielen können. Eben mit dem Wissen "Wenn es bei mir mal nicht läuft, dann sitzt da noch jemand auf der Bank, der die Kohlen aus dem Feuer holen kann".

    Und solche Leute, die "die Kohlen aus dem Feuer holen können" wenn es eng wird, die sehe ich in dem Kader auf den meisten Positionen nicht.

    Heuberger hat sich mit diesem Aufgebot meiner Ansicht nach selbst eine riesige Herausforderung erschaffen, an der er gemessen werden wird. Denn auf die Bürde der Verantwortung wird er seine Jungs einstellen müssen. Sorgen die Jungs dann für die ein oder andere Überraschung, wird er der gefeierte Umbruch-Trainer sein. Geht die Truppe sang und klanglos unter, wird er sich erklären müssen.

    Also ich finde dieses 28er Aufgebot ist ein weiteres Dokument des desolaten Zustands des DHB.

    Wie kann es sein, dass so viele Spieler freiwillig dem Nationalteam fern bleiben, die in ihrem Verein noch gute Leistungen bringen? Man denke nur an die Kieler Sprenger und Zeitz. Jetzt lässt auch Glandorf "das nötige Feuer vermissen"?! Was ist denn da bitte los? Sowas würde es bei anderen Sportarten nicht geben.

    Dann so ein Hin-und-Her gehampel mit Kraus, mal raus mal rein ins Team. Andere verdiente Spieler wie Preiß, oder der zu letzt recht gut spielende Stefan Schröder werden einfach abgekanzelt. Und unser einziger Spieler der konstant Weltklasse-Niveau spielt, liegt mit Achillessehnen-Riss und Porno-Schnurrbart im Krankenhaus.

    Ich trau mich ja kaum es zu sagen, aber ich glaube man sollte hier vielleicht mal zu den Fußballern rüber schielen. Die zeigen nämlich wie man den Balance-Akt zwischen dem Vertrauen auf verdienten Spielern und gleichzeitiger Einführung von jungen Talenten hinbekommt.

    Aus meiner Sicht lief das Spiel quasi wie erwartet. Die Ausnahmespieler Duvnjak und Lindberg tragen den HSV zum Sieg. Der Rest war wirklich schwach. Schade das es für uns Dettener am Ende nicht gereicht hat. Wobei sicherlich niemand unzufrieden mit dem Spiel ist. Den deutschen Meister von 2011 am Rande einer Niederlage zu haben ist eine überragende Leistung für einen zweitliga Verein - egal wie :)

    Es ist wirklich sehr schlimm, was da passiert ist, wobei ich denke, dass das Problem schon seeehr lange existiert und nur jetzt mit dieser körperlichen Gewalt eine neue Dimension bekommen hat. Denn, dass der Job des Schiedsrichters in unteren Spielklassen alles andere als ein "Traumjob" ist, ist doch bekannt. Ich besuche seit mehreren Jahren häufig und gerne Handball- und Fußballspiele der unteren Spielklassen, und gerade beim Fußball ist es schon grenzwertig was in manchen Spielen gegen die Schiedsrichter gewettert wird - solange es auf der verbalen Ebene bleibt, kann man es vielleicht gerade noch so tolerieren.

    Allerdings kann ich persönlich da keine "Verschlimmerung" feststellen. Subjektiv gesehen, müssen sich die Schiedsrichter heute genauso viel "gefallen lassen", wie vor 5 bis 10 Jahren. Zugenommen hat jedoch die mediale Beachtung dieses Themas. Wenn man sich Fußballübertragungen im Fernsehen ansieht, wird jeder Pfiff eines Schiris mit 8 Super Slow-Mos und 3 Computergrafiken analysiert. Beim Handball ist man (zum Glück) noch nicht so weit, aber in den Übertragungen wird (subjektiv gesehen) auch immer mehr an den Schiris gemäkelt. Erfrischend finde ich in diesem Punkt übrigens die Kommentare von Stefan Kretzschmar, der in den Sport1 Übertragungen immer wieder eine Lanze für die Schiris bricht.

    Meine Theorie ist auf jeden Fall, dass durch diese mediale Sezierung von (Fehl-)Entscheidungen der Schiedsrichter sich eine stetig wachsende Gruppe von Sofa-Experten bilden, die nun ihr "Fachwissen" mit in die Hallen und Sportplätze der Kreisliga nehmen und dort meinen dies lautstark verkünden zu müssen. Solange es nur lautstark bleibt ist es ja "in Ordnung"...

    Nach der Leistung des HSV bei den Füchsen und der Leistung des TVE bei Nordhorn, gibt es für TVE Fans ein Funken Hoffnung auf eine Sensation.

    Meiner persönlichen Ansicht nach steht und fällt dieses Spiel mit der Einsatzbereitschaft von Domagoj Duvnjak.
    Ist er bis zu dem Spiel wieder soweit genesen, dass er annähernd an sein volles Potential rankommt, wird es extrem schwer für den TVE. Ohne, oder mit einem angeschlagenen, Duvnjak machte der HSV zuletzt einen absolut kopflosen Eindruck. Ich persönlich wünsche Domagoj Duvnjak daher eine Wunderheilung am 13.12., da er ein fantastischer Spieler ist ;)

    Herrje, war das schlecht. Unglaublich.

    Und dann sagt Martin Heuberger auch noch fröhlich grinsend im Interview: "Wir haben so schlecht gespielt, weil die Mannschaft erwartet hat, die Halle wäre voll". :pillepalle:

    Außerdem, wie kann man bitte bei einem WM-Teilnahmespiel mit "halber Kraft" Spielen wollen?! Was ist denn bitte da los?!

    Die Wechsel von Heuberger sind mir völlig schleierhaft. Der Mittelblock mit Pfahl,Wienzeck und Kaufmann (+Roggisch) hat in den ersten 10 Minuten doch gut gestanden. Warum spielt man dann wenn es eng wird nicht wieder mit diesen Leuten? Dafür spielt ein überforderter Weinhold, ein Sellin der offenbar angeschlagen war, Strobel und Smöre und Theuerkauf.
    Warum kommt Lichtlein erst in der 58. Minute? JEDER weiß, dass Heinevetter nur Topleistungen bringt, wenn er richtig heiß ist. Leider fing dieser schon ab der 15. Minute an, bei jedem Tor rumzulamentieren.

    Ganz ganz schlimmes Spiel. Keine Moral, kein Anfeuern, Nichts. Mit dieser Leistung hätte die Deutsche Mannschaft auch eine WM-Teilnahme vorm Fernseher verdient.

    Das Mark Bult menschlich ein klasse Kerl ist, ist wohl unbestritten. Allerdings hat er meiner Ansicht nach aber auch immer mal wieder einzelne Spiele, wo er einfach irgendwie neben sich steht und nichts zustande bekommt und einfach kein gutes Spiel abliefert.

    Ich bin daher doch ein wenig überrascht, dass die Füchse so zu ihm stehen, denn ich hätte eher geglaubt das die Füchse mit ihren Ambitionen eher auf mehr Konstanz im RR setzen wollen würden.

    Leider wird in diesem Spiel mehr als deutlich, das Petersson schmerzlich vermisst wird. Auf Halb Rechts kommt leider gar nichts bei den Berlinern. Jaszka kann einem manchmal echt leid tun, er rackert wie kein Zweiter aber findet keinen richtigen Abnehmer für seine Vorarbeiten. Mit etwas mehr Qualität von der Bank im Rückraum wäre für die Füchse heute echt was drin gewesen (Spoljaric in meinen Augen ein Totalausfall).

    Die Schiris waren die ersten 50 Minuten gut, jetzt die ersten fragwürdigen Entscheidungen...

    Abgesehen von den Tonproblemen ist es ein ziemlich zerfahrenes Spiel gewesen, wie ich finde.

    Viele Fehler auf beiden Seiten. Jaszka kann nicht wirklich viel machen, die Abwehr macht ihn gut dicht. Christophersen hat keine gute Wurfauswahl bisher. Romero macht dagegen nen guten Eindruck. Bester Berliner der 1. Halbzeit ist in meinen Augen Stochl.

    Schaut gerade nochjemand das Füchse - Atletico Spiel auf Eurosport? Ist nur bei mir der Ton irgendwie eine gute Sekunde vor dem Bild? Das ist ziemlich nervig. Ebenso wie das getröte der spanischen Fans.

    Vielen vielen Dank für die tollen Anregungen bisher!

    Gerade das 5-Tore-Spiel hört sich sehr interessant an, dass werde ich bestimmt mal ausprobieren.
    "Handball verkehrt" habe ich noch nicht so richtig verstanden. Die Tore werden umgedreht und wie erzielt man dann einen Punkt? :)

    Die A-Jugendlichen, die zum Training der 4. Herren kommen machen das freiwillig als extra Trainingszeit zusätzlich zu ihrem normalen A-Jugend Training. Zu den Spielen fahren Sie ab und zu mit und können dann ohne jeglichen Druck ein paar Erfahrungen sammeln und sich auch mal ein paar Würfe nehmen.

    Die wirklich ambitionierten A-Jugendlichen werden allerdings schon so früh es geht von meinem Trainer (der 1. Herren) mitbetreut.

    Hallo Handballfreunde,

    da ich momentan langzeitverletzt bin, wurde ich von meinem Verein gebeten unsere vierte Herrenmannschaft zu betreuen, da diese bisher gar keinen Trainer hatte. Die Mannschaft besteht teils aus Herren jenseits der 35, teils aus Studenten und teils aus A-Jugendlichen die ihre ersten Schritte im Herrenbereich unternehmen sollen. Auch sind einige Quereinsteiger dabei, die gerade neu zum Handball gekommen sind. Eine sehr bunte Truppe auf jeden Fall.

    Ebenso unterschiedlich sind die Leistungsstände der Spieler. Viele der Älteren spielen schon seit Jahrzehnten Handball und haben früher bei uns in den höheren Mannschaften gespielt und sind spielerisch noch sehr gut, gerade die Quereinsteiger dagegen, müssen noch an den absoluten Basics betreut werden.

    Dazu kommt, dass die generelle Zielsetzung der Mannschaft nicht zwingend auf Sieg ausgelegt ist, sondern - ich würds mal so beschreiben: sportliche Freizeitgestaltung. Wobei auch die Jungs nicht gerne verlieren, ganz klar.

    So lange Vorrede, kurzer Sinn:
    Training, wie ich es gewohnt bin, macht für die Truppe keinen Sinn. Die wollen beim Training vorallem eins: Spaß haben. Und da haben sich alle Arten von Spielchen bewährt.

    Wir spielen schon immer zum Aufwärmen ziemlich lange Fußball (welche Handballmannschaft tut das nicht?) und machen dann oft so Staffel-Spielchen und sowas. Aber langsam gehen mir die Ideen aus.

    Darum an die Trainer hier die Frage:
    Wer kennt noch gute Spiele, die man mit so einer gemischten Erwachsenen-Hobbymannschaft machen kann? Oder hat jemand sonst noch Vorschläge für eine sinnvolle Trainingsgestaltung?

    Ich bin für alles dankbar,
    Gruß!

    Einerseits hat Gensheimer ihn getroffen (hat auch direkt danach eine Entschuldigungs-Geste gemacht) andererseits wars natürlich überflüssig wie sonst was von Omeyer sich fallen zu lassen.

    Im Endeffekt ist die Szene aber völlig unwichtig fürs Spiel, sondern nur was was die Medien aufbauschen.

    In meinen Augen haben die Löwen das Spiel durch ihr völlig ineffizientes Überzahlspiel verschenkt. Außerdem war Stojanovic ab Minute 15 nicht mehr im Spiel und Fritz kam zu spät rein, um noch was zu drehen.

    Was hat der Hallensprecher denn genau gesagt? So wie ich das mitbekomme, ist die Stimmung in der Halle alles andere als unfair. In meiner Wahrnehmung haben die Leute sogar das Auspfeiffen von Hens stark zurückgeschraubt nach dem dieser ominöse "Spruch" vom Hallensprecher kam.