Beiträge von talentschmiede

    oh. sorry. ich dachte das wäre noch so. ok. trotz allem weißt du, was ich meine.


    geld wäre im falle von bayern münchen sicherlich nicht das thema. aber du kannst auch nicht einfach zu einem bezirksligisten gehen und dort 2-3 profis installieren, damit die den verein liga für liga nach oben schießen. das macht grad im frauenbereich der rest des teams nicht lange mit. und was jugendförderung betrifft gibt es da ja eh einen anderen verein der hier gut arbeitet ... und deswegen von anderen v. a. beneidet wird.


    ein gutes konzept ist das eine, aber es muss auch gelebt werden. und da sind wir wieder bei den handelnden personen ...


    die wünsche, die du äußerst, sind lobenswert, aber im sport ist es eben häufig so, dass die eigenen interessen im vordergrund stehen...

    beinarbeit hat zwar jetzt nur bedingt mit sprungkraft bzw. stärkung der beine zu tun, aber wenn du schneller auf den beinen werden willst, empfehle ich dir eine koordinationsleiter. besorg dir so ein teil, ein paar alte fahrradreifen oder eine strickleiter von ikea tuns auch und dann schau einfach mal bei youtube nach den begriffen koordinationsleiter, speed ladder und/oder speed ladder drills ...

    bayern (das bundesland, nicht der verein) lebt was das betrifft eh in einer eigenen welt. hier ist der frauenhandball für die nächsten jahre nicht ohne massiven geldeinsatz in die 1. liga zu bekommen. und deine erfahrungen mit mäzenen, die mal kurz ein wenig geld in einen verein pumpen, solltest du, siebenberger, ja ausreichend gemacht haben.


    die großen talente, die es in bayern aktuell gab, haben zu dieser saison alle den freistaat verlassen und haben sich den leistungszentren in leipzig, blomberg oder den flames angeschlossen. zu recht! die verbliebenen könnten es maximal in die 3. liga schaffen, da die 2. liga mittlerweile durch die eingleisigkeit zu weit weg ist. doch auch dafür müssten mal mehrere vereine an einem strang ziehen. bis die nächsten talente soweit sind, dauert es noch ...


    aber was erwartest du in einem landesverband, in dem zwischen der zuständigen dhb-trainerin, dem landestrainer und dem dhb-vizepräsidenten jugend offenbar keine kommunikation stattfindet? und das obwohl sie alle vor ort wären...


    das internat, das du angesprochen hast, gäbe es ja schon. die ebenfalls von dir genannte berthold-brecht-schule. es müssten halt mal quellen erschlossen werden, die hochtalentierten spielerinnen die möglichkeit eröffnen, da auch hinzugehen. und ein partnerverein gefunden werden, bei dem die spielerinnen dann auch spielen und entsprechend spezifisch gefördert werden. die bereitschaft der spielerinnen zu so einem schritt setze ich jetzt mal voraus, obwohl ich selbst weiß, dass das aktuell nicht so ist ...

    Zitat

    Welche Trainer sollen dieser Meinung sein? Das kann niemand sein, der Ahnung hat!
    Ich frage mich, wie wir jemals wieder eine Topnation werden sollen, wenn wir internationale Standarts nicht akzeptieren und immer glauben, wir können z.B. auch ohne Langhanteltraining oder ohne Harz Topspielerinnen ausbilden....

    irgendwie hab ich mich offenbar noch nicht so ausgedrückt, dass klar wird, worauf ich rauswill... natürlich ist langhanteltraining ein wichtiger baustein im athletiktraining. allerdings nicht in der größenordnung wie er gerade vom dhb propagiert wird. es ist nur EIN baustein von vielen. aber natürlich ein wichtiger. aber es ist auch einer, der eben gerade im weiblichen bereich nur an wenigen stützpunkten vom handballverein geleistet werden kann. das kann der typische dorfverein mit 2-3 einheiten und normalem schulbesuch gar nicht leisten.


    ohne harz geht es eh nicht. schon mal drüber nachgedacht, dass sich eine vielzahl von technischen fehlern auch daraus erklären kann, dass international sogar noch mehr davon am ball ist? und unsere spielerinnen darauf evtl. nicht vorbereitet sind?

    Also sehr einfach um die Technik richtig zu erlernen.

    einfach nicht. aber BEI RICHTIGER BETREUUNG durchaus erlernbar. aber wir sprechen hier im weiblichen bereich von wenigen tatsächlich funktionierender stützpunkten. beim rest in der realität 2-3 handballeinheiten und bestenfalls noch zusätzlich laufen und fitnessstudio. da ist ein regelmäßiges langhanteltraining mit korrekter durchführung doch eher unrealistisch.

    ich habe damit nicht gemeint, dass langhanteltraining an sich unnötig ist, aber das allheilmittel, als das es derzeit vom dhb und den angeschlossenen verlagen propagiert wird, ist es auch wieder nicht. dafür ist es nicht individuell genug und benötigt gerade bei der komplexität der vorgeschlagenen übungen einen viel zu hohen zeitaufwand um erst einmal die technik zu erlernen um ungefährdet trainieren zu können. krafttraining - u. a. mit der langhantel - ja! aber in der form ist es halt nur an speziellen stützpunkten mit besonderer betreuung durchführbar.


    früher (und nicht solange her) gab es mal für einen wechsel von einer talentierten spielerin in einen anderen verein eine sogenannte ausbildungsvergütung. das ermöglichte wenigstens einigen vereinen wirklich talentförderung zu betreiben, weil trainer usw bezahlt werden konnten. da wäre mal herr dugall gefragt, warum dieses system abgeschafft wurde.

    schlicht und einfach, weil es rechtlich nicht tragbar ist. wie willst du einem (jugend-) handballer verbieten, den verein zu wechseln? unter 18 können zwischen verein und spieler noch keine verträge geschlossen werden. auf welcher rechtlichen basis willst du da die grundlage für eine ausbildungsvergütung schaffen? das geht nur mit einer freiwilligen verpflichtung wie beim jugendzertifikat der hbl oder der vorgehensweise der füchse in berlin, die dies auch ohne verpflichtung tun.


    auch der theorie, dass bundesliga-vereine nicht auch noch nachwuchsarbeit finanzieren können, wage ich zu widersprechen. man müsste nur mal nach und nach zu tatsächlich finanzierbaren gehälterstrukturen zurückkehren. die sind aber dank einiger unseriöser vereine noch immer auf jahre hinaus versaut. wenn plötzlich alle vereine nur noch das zahlen, was tatsächlich machbar ist, wird das das niveau in der liga nicht zwangsläufig dauerhaft senken. die ausländischen topclubs werden trotzdem nicht wesentlich mehr spielerinnen aus deutschland rausholen. und die finanzielle schere, die leipzig und 1-2 andere dann vom rest der liga trennen würde, gibt es auch in der männer-bundesliga. und trotzdem verliert kiel regelmäßig in balingen.


    lefti: das langhanteltrainingsprogramm bei den männlichen junioren ist zwar grade in, aber längst nicht so unumstritten. ein athletikprogramm für den weiblichen bereich gibt es zwar auch, das hat der dhb aber noch nicht bis an die basis gebracht. bezeichnend hier, dass die zuständige nationaltrainerin, deren lebensgefährte das programm entwickelt hat, in nürnberg sitzt, aber das programm noch nicht mal bis nach münchen zum bayerischen landestrainer durchgedrungen ist. viel mehr muss ich glaub ich auch nicht zum thema berthold-brecht-schule sagen, lieber siebenberger, ... ein internat lebt von der anbindung zu einem verein. an der bbgs sind aber kaum noch wirklich gute handballerinnen vertreten und bei deinem lieblings-glubb ist in der jugendarbeit auch nicht mehr viel los.


    Steinar: mit ausschließlich bayerischen spielerinnen würde man schon eine ganz ordentliche bundesliga-truppe zusammenbekommen ... allerdings wäre die auswahl der torhüterin schwierig ... ich komm schon mal allein in der 1. liga auf drei (krause, herrmann, monz) dazu noch bralo und beier in der internationalen championsleague. in der 2. liga und den letzten jugend- und juniorennationalmannschaften fallen mir spontan sogar noch ein ... ;)


    Das Zeug gehört ganz abgeschafft. Auch wenn es dann ein paar Dreher von Toto weniger gibt. Gerade Handballprofis sollten den Ball auch ohne die Sauerei fangen können. Die Basketballer friemeln sich ja auch keine Federn und die Fußballer keine Gewichte in die Schuhe.

    schwachsinn. ohne harz wird aus dem handball ein ganz anderer sport. das tempo, das man über die letzten jahre mit regeländerungen mühsam hineinbekommen hat, wird drastisch sinken und damit auch die attraktivität, die für volle hallen sorgt. mal davon abgesehen, dass es sicherlich total wirksam ist, das harz komplett in deutschland abzuschaffen, in der hoffnung, dass sich die ehf und ihf schon irgendwann anschließen ... wir wollten eigentlich überlegen, wie wir unser niveau anpassen und nicht wie wir das niveau der rest-welt auf unseres herunterziehen ...


    die reinigungskosten für moderne haftmittel sind längst nicht mehr so hoch und werden von vielen vereinen und gemeinden längst gestemmt. es fehlt hier einfach die aufklärung, dass harz nicht mehr bedeutet, dass ein halber wald direkt unten an den schuhen klebt und mit jedem schritt in der halle verteilt wird. und aber auch die bereitschaft, sich aufklären zu lassen.


    der vergleich zu anderen sportarten hinkt übrigens ebenfalls. handballern das harz per regel zu verbieten, weil es die halle verklebt ist genauso wie fußballern stollen zu verbieten, weil sie den rasen kaputt machen. und im basketball gäbe es wohl auch nicht le bron james weltbekannte magnesium-wolke, wenn man alle hilfsmittel verbieten würde ...


    Ab wann (Alter) dürfen Kleber in Deutschland benutzt werden?



    14. Einführung einer Bundesliga für die weibliche A-Jugend. Die Aufteilung könnte nach den Regionalverbänden vorgenommen werden.(siebenberger)

    Das thema harz ist nicht altersabhängig, sondern - und das auch noch in den verbänden unterschiedlich - davon, ob die gemeinden es in ihren hallen zulassen. beispiel bayern: ab landesebene (bayernliga) ist harz auch in der jugend vom verband her erlaubt. dennoch gibt es gerade im weiblichen bereich kaum vereine, die das wahrnehmen. entweder, weil sie dich einen vorteil davon versprechen. es viele weibliche jugendliche gar nicht wollen (iih, das klebt) und es eben viele vereine auch nicht dürfen, weil der hausmeister der gemeindehalle dagegen ist. manchmal gilt das sogar bei vereinen, die über eine eigene halle verfügen. z. b. auch dein nürnberger lieblings-glubb.


    die jugend-bundesliga wie im männlichen bereich ist zwar eine schöne sache, im weiblichen bereich aber wohl nicht realistisch. 1. ist sie für fast keinen verein finanzierbar. 2. haben gar nicht soviel vereine ein interesse da mitzuspielen. selbst in leipzig gehe ich davon aus, dass sie dank ihrer lex hcl im sächsischen verband gar kein interesse an einer a-jugend-runde haben, da die talente in der damen-3.-liga viel mehr gefordert werden und sie dennoch an der deutschen meisterschaft der a-jugend teilnehmen können.


    ich bin zwar ähnlich wie steinar ein großer freund des themas bekenntnis zum leistungssport auf verbandsebene. leider ist in der momentanen zeit aber ein zweigleisiger fahrplan realistischer. ohne die breite gibt es keine spitze. und die breite wird dank g12 etc. immer schmäler, während die bereitschaft der kleinen vereine spielgemeinschaften zu bilden grade im ländlichen bereich nicht zugenommen hat. hier ist zunächst mal - auf vereinsebene - viel gehirnschmalz nötig um überhaupt noch eine breite zu bekommen, aus der der verband dann die talente sieben kann ... hier sollten wir uns zunächst aber mal darauf konzentrieren, was dann mit diesen talenten passieren sollte. und das ist derzeit - s. die ganzen vorschläge hier - offenbar viel zu wenig...

    immerhin haben wir vor kurzem erst den Titel bei den Juniorinnen gewonnen mit Nadgornaja und Co., da muss also was drin sein.

    das kann auch einfach nur bedeuten, dass die anderen nationen hier evtl. einen schwachen jahrgang haben oder starke spielerinnen dieses jahrgangs verletzt waren. oder dass sie evtl. andere prioritäten setzen bei der ausbildung. wenn man die besten aus allen jahrgängen auswählen kann, sieht die welt (-meisterschaft) gleich anders aus ...

    na denn wünschen wir mal, wenn ich auch nicht glaube, dass man das ruder sofort herumreißen kann. schließlich sind kurzfristige maßnahmen selten so nachhaltig, dass sie noch auswirkungen auf 2017 haben würden ...


    sofortmaßnahme wäre für mich ein kompetentes gremium, dass sich mit dem thema jugend und anschlussförderung auseinandersetzt und möglichst kurzfristig maßnahmen dafür ergreift. schließlich sind es die die spielerinnen, die jetzt aktuell in der jugend- und juniorennationalmannschaft unterwegs sind, auf die man noch einen größeren einfluss hat als auf die aktuellen nationalspielerinnen - natürlich mit ausnahmen - die in 6 jahren evtl. schon ihren zenit überschritten haben oder gerade an die familienplanung gehen. das ist aufgabe des dhb!


    die hbf kann das analog zur männer-bundesliga mit einem jugendzertifikat unterstützen. und evtl. in hinblick auf die vergangenen insolvenzen das lizenzierungsverfahren verschärfen. vielleicht ergeben sich dadurch eher stemmbare etats und verschiebungen zwischen 1. und 2. liga ... aber ziel sollte natürlich sein eine gesunde 1. liga zu haben. auch wenn das in letzter konsequenz vielleicht niedrigere gehälter bedeuetet und den abgang des einen oder anderen ausländischen stars. dafür ergeben sich spielanteile für junge deutsche spielerinnen.


    im zusammenhang mit vollen hallen würde ich mir noch eine veränderung des spielmodus wünschen. aber das ist tatsächlich geschmackssache.

    am rande: lustig, dass ausgerechnet der thc für den modus stimmt, den herbert müller in nürnberg noch regelmäßig lautstark kritisiert hat ...


    wenn die schere weiterhin so auseinandergeht, wird es jedenfalls nicht mehr lange dauern bis auch die 2-3 deutschen spitzenteams lieber in der wrhl mitspielen statt in der bundesliga während die bundesliga sich auf dauer österreich annähert ...

    ich denke wir sollten bei dieser ganzen diskussion mal in der momentanen situation des deutschen frauenhandballs den europapokal hinten anstellen. die wahrscheinlichkeit, dass eine mannschaft aus deutschland mit einer soliden finanzierung die championsleague gewinnt geht wohl grad eh gegen null.


    der entscheidende aspekt sollte die attraktivität der liga sein und die entwicklung unserer spielerinnen. und da sehe ich doch große vorteile bei einem modus ohne playoffs. attraktiv ist eine liga, wenn sie über eine gesamte saison für spannende spiele sorgt. nicht, wenn die halbe saison nur vorgeplänkel ist für ein paar wenige highlight events, an denen noch nicht mal die gesamte liga teilhaben kann.


    davon abgesehen wäre es auch für die mentale entwicklung der spielerinnen m. e. ein riesenvorteil, wenn jedes spiel, das sie spielen auswirkungen haben kann auf die meisterschaft. und nicht das wissen - zumindest im hinterkopf - mitspielt, dass es ja erst bei den playoffs wirklich drauf ankommt.


    gewagte these: wenn ich in der saison ständig mit dem druck umgehen muss gewinnen zu müssen, werde ich mental stärker und kann das evtl. auch mal in die nationalmannschaft mit einbringen ... diesen druck erleben aber derzeit nur die mannschaften, die von anfang an bewusst gegen den abstieg spielen ... nicht die spitzenteams und damit auch nicht unsere spitzenspieler.

    Knecht: klar. weil die vorhandenen rl-spielerinnen beide einen ähnlichen spielertyp darstellen. gegen die offensiven systeme der gegner war aber ein anderer typ nötig, den krause eher noch verkörpern kann. ich schätze, das war schon ein bisschen so geplant, dass sie diese rolle übernimmt, wenn mietzner und nadgornaja ihre wurfqualitäten nicht einbringen können.


    na ja ... jensen unterstreicht schon, dass die langfristige perspektive priorität hat. wenn ich eine mannschaft aufbauen will, die 2016 wettkampffähig ist, kann das aber nicht ihr erstes turnier sein. da ist eine em-teilnahme schon wichtig. die qualifikation muss man kurzfristig schaffen. was dann aber danach passiert und mit wem. das ist wieder eine andere frage. die wird aber vermutlich erst nach der aufarbeitung vorläufig zu beantworten sein.

    Steinar: dann widerlegt deine eigene statistik dein gefühl. ;) wobei lt. statistik die meisten tore mitten durchs zentrum gefallen sind ... wie geht denn das bei einem gardemaß von 1,90+?


    wie gesagt, wer offensiver steht bei welchem system hängt von der gewählten variante ab. bei einem modernen antizipativen konzept hast du recht. wobei das auch wieder von der stellung des kreisläufers abhängt, wer da gerade stört. in der von heine jensen gewählten 6:0 kann das schon auch der halbe sein...


    traurig aber wahr: tausendfeuer hat recht ...

    wo die ballfernen verteidiger stehen, hängt zunächst einmal vom abwehrkonzept ab. ist das defensiv ausgelegt, steht der außenverteidiger der form des kreises entsprechend sogar hinter dem halbverteidiger. bei einem offensiven system z. b. einer 3:2:1 sowieso. und die gefahr, dass der halbverteidiger nicht mitkriegt, dass auf der gegenseite geworfen wird, seh ich mal eher nicht. bei jansen liegt das wohl eher am mittlerweile fortgeschrittenen alter als am gegenstoßkonzept, wenn er tatsächlich langsamer geworden sein sollte ...

    Steinar: danke dass du mir zumindest schon mal die erklärung für die unmöglichkeit der anwesenheit von wolf, leun und schmidt abgenommen hast ... ^^


    man muss aber nicht annehmen, dass die drei in brasilien sein müssen um ansprechpartner für ihre mädels zu sein. bei einem intakten trainer-spieler-verhältnis könnt ihr getrost davon ausgehen, dass die dank moderner kommunikationsmedien im ständigen kontakt sind. daher ist es wohl auch kein problem für den thc, mal zeitweise auf einen der beiden müller brüder zu verpflichten. die sind ja selten zeitgleich unterwegs. bei der trainingsqualität unterscheiden sie sich kaum. höchstens in unterschiedlichen schwerpunkten. und herbert müller ist dafür bekannt, dass er sehr intensiv kontakt zu seinen spielerinnen hält. ganz egal ob sie bei ihren nationalmannschaften sind oder er.


    wenn das thema außenspieler auf der halbposition ein hemmschuh für den gegenstoß wäre, müsste sich das auch z. b. bei torsten jansen zeigen oder? also kein argument.


    das erstmal vorab. insgesamt finde ich es auch verfrüht, den stab über heine jensen als bundestrainer zu brechen. soo viel zeit hatte er ja nun auch nicht um die vielen grundlegenden baustellen zu bearbeiten, die er ja bereits im vorfeld selbst angesprochen hatte. bestes beispiel: athletik. in einem interview hat martin schwalb kürzlich gesagt, dass die junioren im rückraum u. a. deswegen länger für den sprung in die spitze der bundesliga brauchen, weil man dazu als basis erstmal ein paar jahre krafttraining in den knochen haben muss. da kann man wohl kaum erwarten, dass ein athletiktrainer das mal kurz in einer wm-vorbereitung behebt, wenn es da missstände gibt. und dass es die im vergleich zum männerbereich geben muss, erklärt sich locker dadurch, dass frauenhandball in deutschland halt kein profisport ist.


    entsprechende lösungen für dieses problem muss der dhb seinen spielerinnen frühzeitig anbieten. zwar gibt es mittlerweile ein programm, das noch unter osmann entwickelt wurde, doch ist das offenbar so geheim, dass noch nicht mal alle landestrainer es kennen, geschweige denn die vereine, die regelmäßig mit den spielerinnen arbeiten.


    abgesehen von ein paar wenigen glücklichen, die einen platz im sportinternat leipzig haben, oder zufällig zu einem starken jahrgang anderswo gehören (neckarsulm im letzten jahr) trainieren die mädels 2 bis max. 3 mal in der woche. individuelles techniktraining ist mangelware und oft sind auch die eingesetzten trainer nicht dafür ausgebildet solche inhalte zu vermitteln.


    wenn dann noch die fehlende bereitschaft zu vereinswechseln dazu kommt und sich nachwuchskräfte im training nur deutlich schwächeren gegenspielern gegenüber sehen, kommt es eben zu solchen defiziten im entscheidungsverhalten wie wir sie in den letzten tagen eindrucksvoll vor augen geführt bekommen haben. alles letztlich eine logische konsequenz der aktuellen situation in deutschland, die sich ja bereits in den letzten turnieren der dhb-nachwuchsmannschaften angedeutet hat.


    über das sichtungssystem willl ich gar nicht reden ...


    interessant wäre sicherlich noch eine diskussion über führungsspieler .... aber bei den erkennbaren technisch/taktischen defiziten, kann auch ein solcher nur bedingt etwas bewirken...

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