christian (Threaderöffner)
wie schon manche zum besten gaben, "issenschaftlich gesehen" ist Deine Umfrage komplett für die Katz (wie aber viele andere Umfragen auch!). Dein RIESIGER Fehler ist, dass Deine Umfrage den ETNSCHEIDENDEN Punkt vorgibt, denn hinterfragt!
Ist die Liga überhaupt "langweilig"! Du gibst das einfach mal vor, mit welchem "Recht" denn bitteschön?!
@all und Christian,
ein paar Gedanken aus dem WE zu diesem Thema, die teilweise auch schon von manchen Usern hier zu lesen waren, bzw. im Ansatz, vor allem aber der Versuch zu Anregungen in den verschiedenen Gedanken, da einfach oft schon der Fehler begangen wird, dass etwas vorrausgesetzt wird, was noch lang nicht klar ist!
Welche Problematiken scheinen denn manche/viele zu sehen?
1. Langweilige Liga (Hauptgrund des Threads) -> Dies ist doch komplett, bzw. nahezu komplett, losgelöst von einer/der Wettbewerbsdurchführung. Der THW Kiel hat es sich erarbeitet eine extreme Dominanz, EUROPAWEIT, zu haben, vor allem wenn es drauf an kommt. Klar, wenn es Playoffspiele gibt und einzelne Ergebnisse entscheidend werden, dann kann mal die Tagesform was anderes aussagen, als eben eine Verteilung auf 34 Spieltage. Dies äußert sich aber doch erst in den allerletzen Zügen einer SAISONentscheidung, sprich bzgl. dem Hauptgrund der "Frage", FINANZEN/GELDEINNAHMEN, spielt das eigentlich gar keine Rolle, sondern es wird evtl. sogar zu nem negativen Boomerang, was hier manche als "erstmal interessanter" ansehen, weil sie einach mit dem aktuellen nicht gänzlich zufrieden sind. Das man dann aber schnell mit dem eigenen Vorschlag noch unzufriedener wäre, als mit dem aktuellen Status uo, wird auch komplett vergessen.
Die Dominanz des THW Kiel wird entweder über den Faktor Zeit irgendwann mal beendet oder über den Faktor "ich beschneide sie". Da kommt der wohl bisher interessanteste Vorschlag von Steiner zum Tragen, "man nehme den Reichen und gebe den Armen". Das ist wirklich eine Möglichkeit, was aber von bisher keinem user angesprochen wurde, was könnte das denn noch bedeuten, außer dass es spannender werden könnte?
Ganz einfach, kompletter Verlust an Interesse, denn die Liga ist bei aller Liebe kein "eigenes Universum"!!! Das sollte sich als erstes derjenige hinter die Ohren schreiben, der hier ne wissenschaftliche Umfrage startet/starten will!
Deutliche Beispiele für meine These:
Fußball: In der Bundesliga ist der FCB seit langem das Nonplusultra in Deutschland, auch wenn nicht immer die Meisterschaft eingefahren wird.
In Spanien dominieren siet vielen, vielen Jahren zwei Vereine ("aktuell" sogar nur einer), eigentlich auch komplett langweilig, außer 2 Spiele und trotzdem gewinnt die spanische Liga europaweit (5-Jahreswertung) an Boden.
In England ist das auch relativ uninteressant, auch wenn's da ca. 4 Vereine sind, die kämpfen, wovon aber realistisch eigentlich nur 2 ernsthaft um die Meisterschaft spielen, eigentlich sehr sehr ähnlich zur Handball-Bundesliga!!! Komischerweise ist das vergeichbarste Beispiel sogar die mit Abstand wirtschaftlich erfolgreichste Liga in Europa (der Welt? - kann die wirtschaftliche Ligastärke der Amis nicht ganz einschätzen). Und das soll dann wirklich so falsch sein, da soll man "Veränderungen" anstreben? Sorry, das ist dann doch viel eher Aktionismus, denn überlegt!!! Verbesserungen Anstreben, immer wichtig, Stillstand ist ganz ganz schlecht, aber dann sollte man sich erstmal über den wirklichen Status Quo klarwerden und das fehlt hier in meinen Augen komplett!
Handball selbst! - Welche größere Liga ist denn interessanter, bzw. weniger langweilig?! Spanien? Frankreich? In der Spitze vielleicht, weil eben der THW das europäische Nonplusultra ist, in allem anderen finde ich aber die Bundesliga besser aufgestellt!
2. "Stärke der Liga" - nicht gefragt, aber die Handballbundesliga ist nicht umsonst als die "Stärkste Liga der Welt" tituliert. So viel kann doch also gar nicht schief laufen, was vor allem bedeutet, dass man von Aktionismus absehen muss, sondern wirklich eher an bedachtes Handeln denken muss. Oder wird diese Kernaussage etwa groß angezweifelt?!
3. "Bekanntheitsgrad / Interesse allgemein"
Hier haben wir nen sehr wichtigen Punkt, der bzgl Terminkalender, etc. schon für Diskussionen sorgt, "Nationalmannschaft"!!! Wie schon bei "1" vermutet, denke ich auch heir, dass entsprechende Veränderungen wie Ligareduzierung, Playoffs, etc. absolut kontraproduktiv enden würden. Ist der THW Kiel etwa größtenteils "dt. N11"?! Wo werden denn künftige N11-Spieler herangeführt? Bei Balingen, Wetzlar, Dormagen, Großwallstadt, etc. oder bei Kiel und Co?! Genau diese "Ausbildungsvereine" wären ja von entsprechenden Vorschlägen, die hier schon mehrfach genannt wurden, negativ betroffen! Was würde dann sogar eine "theoretisch spannendere Liga" bringen, wenn das grundsätzliche Interesse zurückgehen würde, weil die N11 noch schlechter werden würde(nicht wieder auf die Beine kommt und die handball-Bundesliga im europäischen Geschäft wieder von der klar "ersten Geige" auch noch ins 2. oder 3. Glied zurückfallen würde?
4. reine wirtschaftliche Seite
Wie schon bei den anderen Punkte angeklungen, ich denke viele der Vorschläge könnten ganz schnell zu nem negativen Boomerang werden, siche rnicht im ersten Jahr sondern nach 3, 4, 5! Da es aber ja vor allem nunmal um genau diesen Aspekt geht, gibt es doch nur zwei ernsthafte Fragen/Punkte:
- Gesamtsituation: Sprich, kann es geschafft werden die Einnahmen insgesamt anzuheben (deutlich)? Wenn ja, wie?
- Verteilung: Darum geht's doch bei vielen Diskussionen in der letzten Zeit hauptsächlich, wie Spielplan, Verletzungen, etc.! Könnte man da wirlich eine größere Verbesserung finden?
Nochmal @Threaderöffent/Christian:
Da du eh schon mitdiskutierst, was sind denn Deine bisher angedachten Verbesserungsvorschläge? Wo siehst Du Verbesserungspotential und warum? Hast da auch etwaige negative Veränderungen mit bedacht?
Bzgl. Deine Studienarbeit würde ich die aber empfehlen, wirf das bisherige in den Papierkorb, entwickle was neues/offeneres und fange damit nochmal an! Eine "breite" Meinung, also Mehrheit per Umfrage muss dann ja ncoh lange nicht richtig sein, aber wer sagt denn überhaupt, dass so viele mit dem Status Quo wirklich unzufrieden sind, also losgelöst von der grundsätzlichen menschlichen Unzufriedenheit?! Und genau diese EXTREM entscheidende Frage gibst Du leider schonmal vor.