Bei Frisch Auf startete Michael Kraus seine Bundesligakarriere, als Göppinger wurde er Nationalspieler und Weltmeister. Nun überlegt Manager Gerd Hofele, den Wahl-Hamburger aus dem Formtief und zurück zu seinem Heimatklub zu holen. Bei Frisch Auf Göppingen hatte Michael Kraus von 2002 bis 2007 die beste und unbeschwerteste Zeit seiner Karriere. Sein Talent und seine Unbekümmertheit verliehen dem „Bravo Boy” des Jahres 2000 Flügel. Der WM-Titel 2007 krönte seinen kometenhaften Aufstieg.
Danach beim TBV Lemgo und vor allem beim HSV Handball schlitterte Kraus in eine Formkrise. In Hamburg sitzt er derzeit viel auf der Bank, fürs Nationalteam wurde er zuletzt trotz akutem Spielmachermangel nicht einmal mehr nominiert.
Nun denken Göppingens Macher Gerd Hofele und Trainer Velimir Petkovic laut darüber nach, den einstigen Shootingstar zurück in seine Geburtsstadt zu holen. Der Südwest-Pressesagte Hofele: „Dies sind nur Gedankenspiele, aber ein Wechsel wäre nicht unmöglich.” Da Regisseur Michael Haaß in der kommenden Saison für den SC Magdeburg aufläuft, ist im kommenden Jahr beim Traditionsklub eine Planstelle auf der Spielmacherposition frei.
Doch freilich spricht auch allerhand gegen einen Transfer. Erstens: Kraus' Vertrag in Hamburg ist bis 2014 datiert. „Spieler aus bestehenden Verträgen rauszukaufen, haben wir noch nie gemacht”, sagt Hofele. Zweitens: Kraus' Gehalt, das das Gefüge in Göppingen sprengen würde. Und drittens: die deutlich günstigeren Alternativen Momir Rnic, Tim Kneule und Daniel Fontaine, die bereits im Kader stehen.
„Mimi” Kraus hat sich bislang nicht zu einem möglichen Transfer zurück nach Göppingen geäußert.