Beiträge von Brooks

    Verletzungen gehören zur Kalkulation dazu. Der THW ging verletzungstechnisch am Stock, weil er eben auf einen kleinen, dafür hochwertigen Kader setzt. Gibt halt mal ne Spielzeit, wo die Rechnung dann nicht aufgeht. Sportlich ungerechter wird es dadurch nicht - nur weil sich der THW mal verkalkuliert hat.

    Das mit dem THW war ja nur ein Beispiel, wenn auch ein eher krasses. Ob sich der THW damals verkalkuliert hat, sei mal dahingestellt. Stärker halte ich das Argument mit den Teams, deren Spieler alle Wettbewerbe spielen müssen im Vergleich zu denen, die teils deutlich weniger belastende Spiele zu Saisonende hin haben. Ich versteh auch das mit dem vielzitierten "Glücksschuss" nicht. Bei einem best of three oder Five geht wohl überwiegend die stärkere Mannschaft in die nächste Runde. Mehr oder weniger Glück als bei einer normalen Runde zu Saisonende seh ich da gar nicht.

    Es muss ja auch definitiv kein play Off sein. Das Schema, das Hereticus hier aufzeichnet, find ich gut durchdacht. Das wär ein Thema, das Bohmann mal mittelfristig planen könnte und das durchaus in einem Horizont von fünf Jahren angedacht werden kann. Vielleicht zeigt sich ja bis dahin auch, dass es keine Krise gibt. Vielleicht sieht man bis dahin aber auch, dass Handball nur als Fernsehsport auf dem Niveau überleben kann. Und es geht mir nicht nur um Zuschauerzahlen. Die HW hat mal vor einiger Zeit die Nachwuchsentwicklung im Handball skizziert, das war alles andere als erfreulich. Ohne Fernseh-, WM/EM und Finalfourpräsenz wird das wohl nicht mehr.

    Play Offs haben meiner Meinung nach gar nichts mit Weiterentwicklung zu tun, sondern sind ein Rückschritt. Der Zweck einer bundesweiten Liga ist es, keine KO-Spiele zwischen einzelnen Staffel- oder Regionalmeistern mehr zu haben, sondern einen Meister in einem einheitlichen Ligasystem zu ermitteln. Das Ligasystem ist der direkte Gegenentwurf zu KO-Endrunden (und auch mit diesem Gedanken überhaupt erfunden worden, nämlich in England mit der Einführung der Football League 1888, durch die die bis dahin üblichen KO-Spiele zur Bestenermittlung nämlich überwunden werden sollten. Das was davon übrig blieb, ist der heutige FA-Cup.). Außerdem geht es bei dieser Diskussion eben auch noch um Sport und sportliche Gerechtigekeit und nicht nur um Geld. Die reine Fixierung einer "Weiterentwicklung" der Liga auf den finanziellen Aspekt halte ich für falsch. Und wie ein Play Off-Event die Popularität der Liga hätte steigern sollen, ist mir immer noch schleierhaft und wird es wohl auch immer bleiben, weil dadurch ja die 306 vorherigen Spiele wenigstens zum Teil ad absurdum geführt werden, wie auch Herr Bohmann immer wieder selbst gesagt hat. Wie Sprotte schon richtig schrieb, erschließt es sich nicht, weshalb jemand eine Dauerkarte kaufen sollte, die dann für die entscheidenden Spiele doch nicht gilt - oder warum würde sich jemand am 32.Spieltag Kiel gegen Flensburg anschauen - und dafür Eintritt bezahlen - wollen, wenn das Spiel sowieso keine Bedeutung hat, weil sich beide vierzehn Tage später im Play Off wiedersehen, wo es dann erst um die "Wurst" geht?

    Daneben ist das ganze Krisengerede auch nicht ganz nachzuvollziehen. Welche Krise? Worin soll die bestehen? In mangelnder Popularität? Wohl eher nicht. Das reine Zuschauerinteresse an der Handball-Bundesliga vor Ort war jedenfalls noch nie so hoch wie derzeit - freilich auch wegen des kostspieleigen Arenabetriebs und der daraus resultierenden größeren Kapazitäten, aber diese werden wo sie vorhanden sind auch gut in Anspruch genommen. Die Liga ist momentan mitten in ihren besten Jahren: der Ligaschnitt ist zwar seit 2008 wieder leicht rückläufig, er lag aber 2012/13 immer noch höher als in allen vierzig Spielzeiten bis 2005/06. Die halbe Liga kommt regelmäßig auf 4.000+. In der letzten Saison, 2010/11 und 2007/08 war kein Verein unter 2.000, sowas gab es in der ganzen Ligageschichte vorher noch nie. Der Rückgang gegenüber 2011/12 betrug letzte Saison gerade mal zehn Zuschauer pro Partie*, der Schnitt lag um mehr als 700 Zuschauer oder 18,85 % über dem zehn Jahre zuvor (2002/03: 3.830 - 2012/13: 4.552: macht +722 = 18,85% Steigerung) und war fast doppelt so hoch wie vor zwanzig Jahren (1992/93: 2.323). Seit 2005/06 liegt der Ligaschnitt stets über 4.500. So goldene Zeiten in Punkto Zuschauerzahlen wie die derzeit hatte die Bundesliga noch nie und wohl keine Hallenhandball-Liga jemals irgendwo.

    Vielleicht muß man einfach auch mal mit dem derzeitigen Zustand zufrieden sein, insgesamt etwas bescheidener rangehen (... und auch die Ausgabenseite mal beachten) und nicht immer versuchen, medial und im Marketing eine Art kleiner Fußball zu werden. Der "Peak" für Hallenhandball in Punkto Medienpräsenz und Zuschauerinteresse war 2007/08 im WM-Sog erreicht, mehr ist nicht drin. Jetzt ging es in den letzten Jahren wieder etwas runter, aber man steht immer noch auf einem viel höheren Punkt des Berges als etwa vor zehn Jahren oder gar vor zwanzig. Ein "immer mehr" mit dem Holzhammer Play Off oder Stadionspielen erzwingen zu wollen, ist meiner Meinung nach der völlig falsche Weg. Eine grundlegende - aus sportlichen Gesichtspunkten sinnvolle - Reform der Bundesliga, insbesondere eine Reduzierung der Mannschaftszahl, ist langfristig sicher wünschenswert, aber auch da sollte man mit Bescheidenheit und Augenmaß herangehen, um eine langfristig sinnvolle Lösung zu erreichen und nicht (wie z.B. derzeit im DHB-Pokal) jedes Jahr sich etwas neues einfallen lassen und dann jahrelang eine Experimentierphase zu haben, deren Experimente nur auf schnellen Profit und "Fifteen Minutes of Fame" zielen.

    * Die Gesamtzuschauerzahl betrug 1.388.594 (Summe der Vereinsangaben lt. Handball-Woche. Abweichend davon SiS: 1.389.215). Die Handball-Woche gibt 4.538 als Saisonschnitt an (SiS 4.540), dabei wurde aber der Ausfall des Spiels SCM-FAG nicht berücksichtigt und die Gesamtzahl fälschlich durch 306 dividiert. Der tatsächliche Schnitt aus den 305 ausgetragenen Spielen liegt bei 4.552 (mit den SiS-Zahlen: 4.555), in der Saison davor waren es 4.562.

    Das mit der "sportlichen Gerechtigkeit" seh ich beim Rundensystem genausowenig wie bei den Play offs. Zum Ende einer Saison, wenn den Spitzenteams und -Spielern WM/EM, CL, Pokal in den Knochen stecken, mischt auch mal eine Truppe vorne mit, die sich im Vorjahr nicht für CL qualifiziert hat. Gabs mit der SG, gabs mit den Löwen. HSVH wurde unter anderem 2011 Meister, weil der THW verletzungstechnisch am Stock ging. Sportliche Gerechtigkeit?
    Ich halte im übrigen weder die Basketball- noch die Eishockeymeister sportlich unlegitimierter als den THW oder den FCB. Mag jeder anders sehen. Play offs würden meiner Ansicht nach auch die Chance wechselnder Meister erhöhen. Ich halte persönlich einen Serienmeister wie den THW suboptimal für die Sportart.

    Man kann sich die Handball-"Krise" auch einfach wegdenken. Sport1 hat wohl nicht die vertraglichen Übertragungszeiten geändert, weil die Einschaltquoten so gestiegen sind, dass man sie mit Regionalligafußball wieder auf gewohnt niedriges Niveau bringt. Ich denke auch nicht, dass die Vereine von gleichbleibenden Zuschauerzahlen in den Hallen überleben können. Weniger Geld, weniger Stars, weniger Zuschauer ist einfach mal eine logische Kette. Mal ganz abgesehen von Heeren von Freikartenverteilern, die man ja gewollt nicht von den verkauften Karten unterscheidet und kommuniziert.

    Ich halte diese Entwicklung momentan einfach noch überschaubar, künftig kann man schlimmstenfalls auch in aller Gemütlichkeit den Untergang der Sportart Handball beobachten. Aber der Reformwille scheint mir in diesem Land sowieso sediert worden zu sein, nicht nur im Sport... ;)

    Ich finde es schade. Man hätte wohl auch strategisch planen können, wenn das Medien- und Zuschauerinteresse weiter abnimmt, Handball im Fernsehen gar nicht mehr stattfindet und in sport1 die Fußball-Bezirksliga Lüneburger Heide live übertragen wird, setzen wir die Play-offs um. Ich mag den Bohmann auch nicht sonderlich, aber hier macht er eigentlich nur seinen Job, und da ist halt mal die Weiterentwicklung der HBL damit verbunden. Das draufhauen auf ihn muss man nicht wirklich verstehen und erinnert eher an Reflexe als an reflektieren. Schäbiger find ich die Vereine. Ohne es genau zu wissen, gehe ich aber schwer davon aus, dass einiges an Zustimmung signalisiert wurde, sonst hätte der Vorstand kaum eine Abstimmung auf die Agenda gesetzt. Da habe wohl einige auf Grund der Fandiskussion kalte Füße bekommen und Bohmann über ihren Sinneswandel im unklaren gelassen. Feine Gesellschaft, hier und da.

    TV-Quoten sind grundsätzlich immer mit Vorsicht zu genießen, weil ja aus 5000 Haushalten mit etwas mehr als 10.000 Personen dann hochgerechnet werden. Ich kann ja gucken, was ich will. Die GfK wird mich nicht berücksichtigen. ;)

    Geht mir ja auch nicht um ein paar Millionen hin oder her, sondern um die Hochnäsigkeit, eine Veranstaltung als überflüssig zu bezeichnen, die viiiiiieeeeele Zuschauer sehen wollen ;)

    Ich seh auch kein Dschungelcamp, aber die Leute wollen's sehen und gut ist's...

    Stefan Raab war bei der Veranstaltung einfach nur deplatziert durch sein penetrantes Auftreten und gehäuftes "Ins-Wort-fallen".
    Fast möchte man glauben, dass Stefan selbst glaubt, er könne es besser. Aber er gehört nicht auf die Politik-Bühne.
    Erst recht nicht mit seiner 50-cent-Sendung, die unter dem Deckmantel des "Meinungsbildes" in schönster 9-Live-Manier die Zuschauer abzockt.

    Was mich an der Veranstaltung generell stört ist, dass suggeriert wird, man hätte nur die Wahl zwischen CDU oder SPD.
    In Amerika mag so ein Duell funktionieren, wenn man wirklich nur die Wahl zwischen zwei Kandidaten hat, die man direkt wählt. In Deutschland aber gehören mehr als nur zwei Kandidaten auf so eine Bühne.
    Davon abgesehen, dass bislang nach jedem Duell in den Zeitungen von "keinem Sieger" gesprochen wird. Was soll man auch anderes schreiben ? Alles in allem eine überflüssige Veranstaltung, der viel zu viel Medien-Tamtam beigemessen wird.

    Raab war der Einzige, der Pep hatte. Was die anderen drei Frager geboten haben, war phasenweise so peinlich, wie das grenzdebile Dauergrinsen von Illner.


    Man muss Raab nicht mögen, aber er schafft es in eine zähen Angelegenheit Würze zu bringen. Und die Wähler sind halt nicht alle über 60, denen ein Journalistendarsteller wie Klöppl gefällt.

    Warum sollen mehr als die Kanzlerkandidaten dabei sein? Einer der beiden wird die nächsten vier Jahren die Richtlinienkompetenz in diesem Land haben, was soll da ein Kandidat der kleineren Parteien? Die können sich ja heute Abend clashen.

    Und ein kleiner Tipp am Rande. Fast 18 Mio. Zuschauer haben diese Sendung nicht als überflüssig betrachtet. Wenn's einem nicht gefällt, find ich es besser auszuschalten als das, was einem nicht gefällt, zu desavouieren.

    Ich wünsche den Göppingern eine eben solche Leistung wie in Flensburg beim Pokalspiel in Hamburg! Dann ist die nächste Runde nämlich drin! Also Leute - nicht meckern - weitermachen! Auf die Leistung lässt sich aufbauen.
    In Flensburg waren halt Rasmussen, Publikum und Wille in den letzten Minuten zu stark für Euch...

    Mit einer "eben solchen Leistung" fliegt Göppingen in Hamburg hochkant aus den Wettbewerb. Die Leistung reichte vielleicht, um das für mich enttäuschende SG-Spiel zu überdecken, aber deshalb noch lange nicht, um in Hamburg zu bestehen. Das halte ich für pfeiffen im Wald. Natürlich gehört eine überragende TW-Leistung zu einem Spiel, aber wenn's nur in Kombination mit einigen eher fragwürdigen Schiedsrichterentscheidungen zu einen glücklichen Sieg reicht, ist man halt von der gewünschten Form noch entfernt. Ist ja auch kein Problem, zum jetzigen Zeitpunkt zählen nur Punkte. Ach ja, und ich distanziere mich trotz der Schiri-Schelte von einer Verschwörungstheorie... ;)

    ... Den Vorwurf der Klientelpolitik halte ich hier für falsch, weil jede Partei so handelt.

    Diese Relativierung "die anderen würden das auch so machen" ist die wohl billigste und durchsichtigste Methode von Fehlern abzulenken, und das nicht nur im Wahlkampf. Mir fallen auch keine fundierten Argumente oder Erfolge der aktuellen Regierung ein, auf Grund dessen sich sie wählen würde. Ich geb's aber auch einfach zu und lavier nicht rum... ;)

    Viele sehr, sehr gute Filme wurden bereits genannt. Mir fehlt noch "Lucky Number Slevin" in der Aufzählung. Wunderbarer Film mit Bruce Willis, Josh Hartnett, Lucy Liu und Morgan Freeman in den Hauptrollen. Muss man unbedingt mal gesehen haben !

    Absolute Zustimmung...

    Bei deutschen Filmen kann ich mir "Soul kitchen" und "Im Juli" immer wieder ansehen. Letzteren mit einem Moritz Bleibtreu in Bestform und einer wunderschönen Christiane Paul. :hi:

    Irgendwie nervt es schon, dass STÄNDIG davon geredet wird, dass Kiel ja auch noch drei Neuzugänge langsam einarbeiten muss... Diese drei Neuzugänge (Jallouz, Sjöstrand und Lauge Schmidt) haben auch schon die Vorbereitung mitgemacht.

    Flensburg hat VIER(!!!) Neuzugänge (Nenadic, Wanne, Gottfridsson und Radivojevic) einzuarbeiten, von denen ZWEI (Radivojevic: Junioren-WM und Nenadic: kurzfristige Verpflichtung) nicht die gesamte Vorbereitung mitgemacht haben.

    Also vielleicht einfach mal über die Arbeitsweise der Trainer nachdenken... Ljubo Vranjes, der die Neuzugänge in das SYSTEM einbindet oder Gislason, der seine Mannschaft mit harter Vorbereitung zu noch individuelleren Individualisten ausbildet...

    Viel Ahnung hast du nicht, was? Nimm bei der SG Andersson, Mogensen, Knudsen und Glandorf raus und lass dann die Neuen spielen. :wall:

    Aus dem Wahlprogramm der GRÜNEN:

    Zitat

    Wir wollen die Investitionssicherheit durch den Einspeise- und Anschlussvorrang sowie das Prinzip der Einspeisevergütung erhalten, das EEG aber von kostentreibenden Sonderregelungen befreien und die Lasten fair zwischen allen Stromverbrauchern aufteilen

    Was ist jetzt daran bitte "Kontraproduktiv" ?

    doch...bei gleichem Einkommen sind die Kosten für Strom, Heizung und Benzin um das vielfache gestiegen. Und wenn ich hier das auf Leute mit weniger Einkommen runter rechne, sind die in meinen Augen deswegen um ein vielfaches mehr belastet. Wie gesagt: ich sehe mich am Rand auf der Kippe....weitere Kostenerhöhung, die sie schon angekündigt haben, kann ich selbst mit Anbieterwechsel nicht mehr auffangen. Heißt: Um die laufenden Kosten decken zu können, muss ich meinen Lebensstandard herunterfahren und unnötige Ausgaben eben einstreichen. Solange ich es noch so hin bekomme ist es okay...aber irgendwann ist der Punkt nun mal erreicht, wo man nix mehr streichen kann. Und wenn ich mein Umfeld anschaue, sehe ich gerade die Familien, die für Sozialleistungen zu viel verdienen, aber immer höhere Kosten wegen genau diesen Punkten haben.

    Daher ist mit ein Hauptgrund der momentan weiter steigenden Armut die verfehlte Energiepolitik.

    Was hat die sogenannte Energiewende mit Benzin zu tun?

    Celje, der Beitrag ist so bekloppt, ein Teppich wäre analog flusenfrei!

    Aber zuverlässig, dass Du Überraschungen vermeidest und konstant auf Florhöhe verweilst!

    Mehr Inhalt und weniger Stimmung, svp! (quelle surprise)

    Na ja, so unrecht hat Celje da nicht. Die Wahl zum peinlichsten Berliner muss man erstmal gewinnen. Und das verstecken hinter Stoiber ist so legendär wie unseriös. ;)

    Jung ist relativ! Im vergleich zu den 29,67 Jahren Altersdurschnitt in der Saison 12/13, zu einem Durchschnittsalter von 27,48 Jahren in der neuen Saison 13/14 ist das schon deutlich jünger. Allerdings hat Kiel nach Hamburg (28,10) und SCM (27,73), den mir bislang bekannten ältesten Kader aller Mannschaften in der Saison 13/14. Mir fehlen allerdings die Angaben zum Durschnittsalter 13/14 von Berlin, Hannover, Lemgo und Lübbecke.

    Rechne Goggi raus und du bist bei 22 Jahren ;)

    Bislang deute ich die Posts hier in überwiegender Mehrheit so, das.......

    ..... die meisten nicht wissen wen sie wählen sollen bzw.
    .... alle Parteien für eher unwählbar halten.

    Wenn der Rest der Bevölkerung ebenso denken sollte, werden wir im September ein historisches Tief bei der Wahlbeteiligung erleben. Wäre im Prinzip ja wirklich das Beste um den Damen und Herren in Berlin einen Denkzettel zu verpassen. Aber ich glaube selbst das würden die Parteidemagogen noch schönreden. Und ändern tut man damit ja im Endeffekt auch nichts. :nein:

    Was für ein Müll, sorry. :wall:

    Wer sind "die Damen und Herren in Berlin" und was haben die dir getan, dass man ihnen einen "Denkzettel verpassen" muss? :pillepalle:

    Kann es sein, das die SPD + Grünen in diesen Zeiten garnicht regieren und Verantwortung übernehmen wollen ?(

    Den Eindruck erweckt es ja in der Tat und ist wohl auch nicht von der Hand zu weisen. Wenn man sich im politischen Berlin umhört, sind für die Zeit nach der Wahl von Merkel schon weitreichende Zusagen in Richtung Eurobonds, Schuldenschnitt für Griechenland etc, gemacht worden. Derzeit geht es nur noch ums wording für die Instrumente. Die aktuelle Regierung streitet damit Schuldenvergemeinschaftung ab, die sie defacto schon mit trägt. Die neue Regierung muss zwangsläufig in der selben Richtung handeln. Dass da der Gedanke von Suppe selbst auslöffeln aufkommt, liegt nahe. Andererseits muss die Stimmung zwischen den Regierungsparteien immer neue Tiefpunkte erreichen, so dass eine Fortsetzung der aktuellen Koalition eher unwahrscheinlich ist. Westerwelle wird nur noch über die auswärtigen Beschlüsse des Kanzleramts informiert, Rösler ist untergetaucht und die Weinkönigin spielt Wahlkampf, ohne dass ihn wer versteht. Der Rest der Minister ist mit ihren speziellen Skandälchen so beschäftigt, dass man sie eh nur mehr in Untersuchungsausschüssen wahrnimmt. Ich schätzt mal, dass die große Koalition ausgemacht ist, die SPD die Führung darin als aussichtslos betrachtet und sich jetzt in aller Ruhe auf den Juniorpartner vorbereitet. Muss man nicht mehr sooo viel Wahlkampf für machen.

    Am lustigsten finde ich persönlich die Aufregung um den veggie-Day. Das steht seit fast vier Monaten im Wahlprogramm der Grünen und wenn's die Bild auspackt regt sich der gemeine Deutsche mehr darüber auf, als über die Datenausspähung. Extra3 nannte es Burger-Rechte vor Bürgerrechte. Dass User wie Gottfried da permanent und immer noch eine Vorschrift draus machen, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Das paßt halt zu gut ins Weltbild, als das man die Realität dahinter zugeben könnte. Andererseits schafft es Union und FDP tatsächlich im Jahr 2013 bei vielen die Urinstinkte der Steinzeit zu wecken, muss man fast Respekt davor haben. Also vor der Kampagne und nicht den am veggie-Day verhungernden Wählern.... ;)