Beiträge von Forum5

    Die Silbermedaille für Deutschland i2025 st eine Momentaufnahme, genauso wie Bronze für Kroatien 2018 und Ungarn 2024. Die Zukunft wird zeigen ob man jetzt dauerhaft oben andocken kann oder ob es nur eine Eintagsfliege war. Der Silberglanz wird verblasst sein wenn es in das nächste Turnier geht, genauso wie der doch eher mäßige Auftritt bei der Euro 2024 jetzt kein Thema mehr ist.

    Die Silbermedaille für Deutschland war gut für den deutschsprachigen Handball, wenn in Deutschland der Frauenhandball erfolgreich ist wird das auch in der Schweiz und Österreich seine (kleinen) Spuren hinterlassen. Jedenfalls ist in der rot weiß roten Presse doch ausführlicher als sonst über diese WM berichtet worden.

    Gratulation an Deutschland zur verdienten Silbermedaille. Norwegen aus neutraler Sicht aber verdient Weltmeisterinnen geworden. Man hat an ihren Thron gerüttelt aber sie sind standhaft geblieben.

    Habe bei der EM2024 fünf Spiele der deutschen Frauen gesehen, die Steigerung war beachtlich.

    Für die ungarische Handball Community war das Abschneiden unbefriedigend. Hier meint man nicht das Aus gegen Niederlande, sie hatten Heimvorteil und es war auch für etliche Akteurinnen das letzte große Turnier, sondern vor allem die Spiele zuvor gegen Japan und Dänemark. Gegen die Asiatinnen fast das Mindestziel Viertelfinale verspielt, gegen Dänemark das x-te Male einen Vorsprung nicht ins Ziel gebracht, Erinnerungen an Olympia 2000 wurdenn wieder wach.

    Klujber scheint ein sehr enges Nervenkostüm zu haben, siehe der Ausschluss gegen Island im WM Play Off für die WM 2023 gegen Island. Man wird sehen wie sich das Team weiter entwickelt, die WM 2026 findet vor den Toren Ungarns statt, bei der WM 2027 hat man sogar uneingeschränkten Heimvorteil. Die erste WM Medaille seit 2003 wird es in zwei Jahren aber nur geben wenn man es Auslosungs(?)technisch schafft wie Deutschland den Turnierverlauf hin zu bekommen.

    Das Team ist jung, das ist die eine Seite, aber auch Hafra Noemi war jung und hatte wie jetzt einige Potential. Man wird sehen ob EM Bronze eine Eintagsfliege bleibt, wie für die vorhergehende Generation Bronze bei der EM 2012 in Serbien, welcher man nicht eine goldene, aber zumindest eine silberne Zukunft voraus sagte, danach aber bitter enttäuschte.

    Der österreichische Verband feiert den 16. Platz, für mich doch sehr übertrieben. Platz 16 bei der WM ist für mich reale Bestandsaufnahme. Gruppenplatz vier haben wir in 1. Linie den Sieg von Argentinien über Tunesien zu verdanken womit die Niederlage gegen Tunesien platzierungstechnisch keine negativen Nachwirkungen ergab, sonst wären wir in der unteren Hälfte des Teilnehmerfeldes gelandet. Ich hoffe man hat sich bei Argentinien zumindest mit einer Sachertorte bedankt.

    Persönlich war für mich nur eben diese Niederlage gegen Tunesien unerwartet, die doch recht klären Siege über Ägypten und vor allem Argentinien haben mich positiv überrascht, gegen Frankreich und Holland habe ich mir nichts ausgerechnet, gegen Polen hat die längere Bank entschieden.

    Die Zukunft sehe ich vorsichtig optimistisch. Wir sind bei der EM 2026 wieder dabei, dort sollte es ein realistisches Ziel werden eine Endplatzierung zu erreichen, in der wir in der Qualifikation für die WM 2027 in Ungarn von der oberen Seite her kommen.

    Österreich unterliegt Tunesien verdient 25:27.

    Die Niederlage Stand für mich nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ana Panzda in der 1. Hälfte schon bald fest, zeigte das wahre Problem des österreichischen Frauenhandballs, das nach der Starting Seven ein enormer Qualitätsverlust herrscht. Tunesien in der Breite einfach scheinbar besser aufgestellt.

    Am Montag geht's zum Turnierabschluss noch gegen Polen, ein Sieg würde den 3. Platz in der Gruppe und in der Endabrechnung wohl den 12. Platz bedeuten, bei einer Niederlage würde man wohl in der Gesamtwertung nach unten hin durchgereicht.

    Ein bisschen unfair finde ich das Frankreich und Niederlande ihr letztes Hauptrunden-Spiel am 08.12. haben. Denn bereits einen Tag später am 09.12. findet bereits das Viertel- Finale für Einen der beiden statt gegen eine Mannschaft (wird wohl Ungarn sein) die wesentlich mehr Pause hatte.

    Weil du gerade Ungarn ins Spiel bringst.

    Noch krasser war es bei der Männer EM 2020.

    Da spielte Ungarn am vorletzten Tag der Hauptrunde das Abendspiel um 20:30 Uhr gegen Veranstalter Schweden und musste an nächsten Tag bereits um 16:00 ,Uhr gegen Portugal ran. Ein Sieg wäre das Halbfinale gewesen, so setzte es gegen deutlich mehr ausgeruhte Pirtugiesen eine Niederlage. Auch heute spricht man in Ungarn noch vom betrogenen Halbfinale.

    Ich verstehe nicht dass man diesen Unfug mit einer ordentlichen Erstellung eines fairen Spielplan abstellen kann.

    Für Österreich hat es nun nach dem erwarteten Siegen gegen Ägypten und Argentinien die erwarteten Abfuhren gegen Holland und Frankreich gegeben. Gegen beide hat man mit gehalten, als diese aber einen Gang höher schalteten war bald kein Land mehr in Sicht. Es folgt nun ein Pflichtsieg über Tunesien, obwohl ich sie stärker als Ägypten eindschätze, und dann das Spiel um den 3. Gruppenplatz gegen Polen. Ein dritter Gruppenplatz könnte eine Endplazierung unter den Top 10 bedeuten was doch als schöner Erfolg zu werten wäre.

    Meine Tipps für drei Nationen welche ich verfolge:

    Deutschland im Finale. Man hat keine Verletzte, kann aus dem Vollen schöpfen, hat die Gastgeberoptionen bestens genutzt.

    Ungarn sehe ich im Viertelfinale. Aber Achtung: in der Hauptrunde warten mit Rumänien und Angstgegnerinnen Kroatien zwei besondere Gegnerinnen.

    Österreich wird klar die Hauptrunde erreichen, am Ende zwischen den Plätzen 13-16 abschließen.

    In Ungarn hat der Handball große Tradition. Wenn ich mit meinen ungarischen Verwandten spreche schwärmen sie vom Handball. Dadurch hat man einen anderen Zugang zu dieser Sportart, was sich auch in der Medienberichterstattung wieder findet.

    Dafür haben es andere Sportarten in Ungarn schwer, um nur den Frauen Fußball zu erwähnen, wo Ungarn in der letzten Gruppe ihren Platz hat.

    @ horst65

    In Österreich geht der Frauen Handball leider Richtung Stiefmütterchen Dasein. Es fehlt zur Zeit wie du richtig schreibst sowohl an Qualität (vielleicht die Starting Seven ausgenommen) und vor allem an Quantität. Während hierzulande der Frauen Fußball boomt, die Vereine schießen hier wie die Schwammerln im Herbst im Wald heraus, herrscht im Frauen Handball bestenfalls Stillstand. Die Ergebnisse im Europacup dazu passend ( klare Outs im schwächsten Bewerb gegen Teams aus Tschechien und Griechenland) - Hypo auch mit einem Debakel gegen ein Team aus Rumänien. Die EM im Vorjahr hat genau Null gebracht.

    Trotz Allem müssen Ägypten und Argentinien bei der WM machbar sein und man wird sich nächstes Jahr über eine erstmals sportliche Qualifikation für eine EM nach 18 Jahren freuen können. Mehr dürfte allerdings auch in der Zukunft kaum möglich werden.

    Österreich verliert das 3. Spiel beim Vorbereitungsturnier gegen Veranstalter Rumänien klar. Bis knapp vor Seitenwechsel hielt man dagegen, zu Beginn der 2. Hälfte schaltete Rumänien einen Gang hoch und zog davon. Damit wurde man Turnierletzte.

    Ägypten und Argentinien warten nun bei der WM, es sollte zum Aufstieg reichen, trotzdem wird das Team noch einige Zeit benötigen um zusammen zu finden.

    Österreich hat das Spiel in Hälfte zwei fast noch gedreht. Nachdem das sehr junge und noch unerfahrene Tschechische Team ( bei einem Pflichtspiel Ende Oktober minus 11 daheim gegen Ungarn) bereits mit drei Toren geführt hatte ging nun Österreich im Finish mit plus drei in Führung, kassierte aber wenige Sekunden vor Schluss noch den Ausgleich. Beide Teams noch mit viel Luft nach oben.

    Das Gunnar Prokop polarisiert war klar, auch ich bin nicht immer mit seinen Aktionen einverstanden gewesen. Es war glaube ich nie sein Ziel den Fairness Pokal zu gewinnen, er hat andere Pokale für den österreichischen Frauenhandballsport gewonnen. Pokale, welche man in Österreich nie wieder gewinnen wird. Und dafür hat er sich diese Ehrung verdient.

    Aktuell sind die österreichischen Vereine im Frauenhandballsport international ein Opfer, verlieren sang und klanglos im schwächsten Europacupbewerb gegen Vereine aus den Großmächten (Ironie) Griechenland und Tschechien, wobei Korneuburg mit einem Minus von 38 überhaupt den Vogel abgeschossen hat.

    Ich bin froh die nie mehr wieder kehrende Zeit der großen Spiele in der Südstadt miterlebt haben zu können, auch das meine Kinder noch den letzten Europacupsieg, zugegebenermaßen nach Ende der Ära Prokop, erleben durften.

    Györ ist von Wien Gott sei Dank nicht so weit entfernt, auch habe ich in Györ eine gute Kartenquelle, das ist für mich das Tor zur großen Handball Welt geworden.

    Gunnar Prokop wurde gestern auf politischer Ebene für sein Lebenswerk - Hypo NÖ - geehrt. Dazu meine herzliche Gratulation und mein Dank für großartige Spiele in der Südstadt, welche mir in Erinnerung bleiben werden.

    Zur Zeit erlebt Hypo NÖ, International mittlerweile unbedeutend, auch einen nationalen Absturz. Erstmals hat man in der heimischen Liga zwei Spiele hintereinander verloren, am Wochenende droht gegen Tabellenführer Tulln die dritte Niederlage in Folge.