Allerdings sollte die Unsitte - wie in der DEL bereits üblich - , Spieler abzugeben, wenn nach oben nichts mehr geht, nicht Einzug halten. Dies ist nicht fair gegenüber den Zuschauern und den Vereinen, gegen die man bisher bereits gespielt hat.
Exakt dieses Gebahren lese ich aus der Aussage von Evermann: „Wir sind Tabellenneunter, wir haben unsere sportliche Situation analysiert und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass ein Aufstieg in die Bundesliga in dieser Saison unrealistisch ist. Auf dieser Grundlage haben wir Entscheidungen getroffen, die von kaufmännischer Vernunft geprägt sind, eine sportliche Perspektive bieten, einem befreundeten Verein, der SG Flensburg, helfen und mit diesem eine Atmosphäre vertrauensvoller Zusammenarbeit schaffen.“ Also - in meinen Worten - dass aus einer Gemischtmannschaft eine Juniorenmannschaft gemacht wird, um viel Geld zu sparen und den jungen Leuten mehr Einsatzzeit zu geben. Das heißt natürlich nicht zwangsläufig, dass die Qualität runter geht (gestern immerhin ein Unentschieden gegen Gummersbach!), aber es bleibt ein fader Beigeschmack. Dass das beim Eishockey üblich ist, darf nicht zu Nachahmern führen.
Schöngarth war jetzt übrigens nicht der große Überflieger, aber er hat die Abwehr stabilisiert. Und er hat wohl Dominik Vogt, den Nachwuchs-Abwehrspieler, unter seine Fittiche genommen und gecoacht. Das war schon wichtig. Und er ist ja auch ab nöchster Saison wieder dabei. Und gestern abend war er auch in der Halle gewesen (laut BILD), um sicherlich Unterstützung zu leisten.