Beiträge von McPomm

    Den Innenblock bildeten nur Forstbauer, Ehlers und Weller. Toto Jansen diesmal nicht dabei. Offenbar kann ein Ossenkopp nicht adäquat ersetzt werden. Er war krank und wurde erst spät in der zweiten Halbzeit eingesetzt (sein erstes Tor in der 39. min), und auch nur im Angriff. Das war ganz wichtig, denn er hat in diesen wenigen Minuten 6 Tore gemacht, einmal 3 am Stück nacheinander.

    Zum anderen darf man feststellen, dass wohl die Außen sehr gut parat stehen, wenn es mal im Glanzstück Rückraum nicht gut läuft oder sich die gegnerische Abwehr besonders auf den Rückraum konzentriert. Diesmal Stefan Schröder mit 7 und Christopher Rix mit 4 Treffern aus dem Spiel heraus.

    Frage zu Jan Forstbauer: Kann der mittlerweile irgendwie Abwehr??


    Habe ich noch gar nicht so drauf geachtet, aber ich glaube, der wechselt sich für die Abwehr immer aus. Ist wahrscheinlich auch der Grund, warum er kaum eingesetzt wird, wenn sie nach links spielen.

    Da fällt mir ein: was macht eigentlich der Jonathan Papirow, von dem man seit seiner Verletzung nichts mehr gehört hat? Der ist ja meiner Meinung nach nicht nur als zweiter KM, sondern auch als Abwehrspezialist vorgesehen.

    Gibt es einen Livestream ? ?(


    Zumindest im Nachhinein kann man sich das gesamte Spiel ansehen: Altenholz – Hamburg: Der Thriller in voller Länge – RadioFOM

    bzw. direkt auf Youtube (aufgeteilt in 4 Teile plus einen fünften mit dem Interview mit den beiden Trainern nach dem Spiel): https://www.youtube.com/watch?list=PLZ…X&v=7Yn7F2RHKXw

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    Zum Spiel selbst: der HSV hätte den Sieg oder zumindest ein Unentschieden eigentlich locker eintüten können. Aber neben einem Tipp/Schrittfehler von Forstbauer, einem als Stürmerfoul gepfiffenem Zusammenstoß von Ehlers an der 9-m-Linie hat der Altenholzer Torwart noch zweimal sehr gut pariert: einmal vom eingelaufenen Stefan Schröder eine etwas zu locker geworfene hunderprozentige Chance und einen für meinen Geschmack von Forstbauer mit zuwenig Power geworfenen Rückraumball ins lange Eck.

    Aber auch die Hamburger Torhüter waren wieder sehr gut. Besonders dem etatmäßig zweiten Justin Rundt haben sie die Aufholjagd im zweiten Abschnitt zu verdanken.

    Sehr ärgerlich: im Interview vor dem Spiel erzählt Lasse Kohnagel (der zweite RR), der schon vor dem Flensburg-Spiel fehlte, dass er sich beim Fußumknicken zwei Bänder gerissen und eins angerissen hat. Das klingt nach langer Pause. :( Der Forstbauer scheint mir noch nicht ein ganzes Spiel (also 45-50 Minuten) durchzuhalten und auch kraftmäßig noch nicht wieder so durchschlagskräftig zu sein.

    Wirklich spannend wird das Weihnachts-Spiel am 26. Dezember gegen DHK Flensborg. Das könnte / dürfte einen neuen Rekord für die 3. Liga geben. Da heißt es dann "nur" noch gewinnen, um vor voller Hütte einen guten Eindruck zu hinterlassen.


    Dazu sollte man die Spiele vorher allerdings auch erfolgreich gestalten. Das wird leider schon diesen Freitag in Altenholz vermutlich schief gehen (Altenholz dürfte Favorit sein). Und was heißt "volle Halle"? Vielleicht maximal die 7500 (kommt das hin?) für die Unterränge, wenn es sehr gut läuft. Aber die angestrebten 4000 für den neuen Rekord sollte man hinbekommen :D (der alte ist wohl etwas weniger als 4000).

    Die zweite Mannschaft von Flensburg-Handewitt hat gestern zeitgleich zur ersten Mannschaft in Hamburg gespielt. Und 18:27 verloren.

    Kurios: zwei Pausen mit zusammen einer halben Stunde wegen eines zersplitterten Deckenscheinwerfers; und die Anzeigetafel ist auch die gesamte zweite HZ ausgefallen. Außerdem: sechs vergebene Siebenmeter (HSV alle 4, FLH zwei).

    Sehr bemerkenswert finde ich die nach wie vor recht hohe Handballbegeisterung in Hamburg. Wieder über 2.500 Zuschauer sind schon Wahnsinn! (konkret diesmal 2737).

    Livestream auf Sportdeutschland.tv vom Spiel
    Viel Spaß


    Oha, und diesmal sogar mit Kommentator, der Finn-Ole Martins von Radio FOM.
    Ich wusste bisher gar nicht, dass der (u.a. auf radiofom.de) schon seit Monaten den HSV und andere Nordvereine mit Videoberichten und Interviews begleitet. Ist schon eine coole Socke und macht das richtig gut!

    Ein Spiel, wo die Abwehrreihen dominierten.

    Mich störten dann aber doch irgendwann die vielen vergebenen hundertprozentigen Chancen. Allerdings von beiden Mannschaften. Aber natürlich besonders vom HSV, denn es wurde nicht nur gut gehalten, sondern viele gingen einfach an Pfosten oder vorbei - sogar Toto Jansen leistete sich völlig frei stehend bei Tempogegenstößen zwei einfache Fehlwürfe, was man von ihm gar nicht gewohnt ist.

    Apropos "Jugend": während der erst 18- (oder 19-?) jährige Finn Wullenweber im letzten Spiel groß auftrumpfte, hat er diesmal recht viele Fehlversuche gehabt. Aber er wurde nicht heruntergenommen, sondern durfte weiterspielen. Und dann klappte es auch irgendwann. Er profitierte eindeutig von der Verletzung von Forstbauer. Mir gefällt er sehr gut. Ich glaube, man kann von einem "Kronjuwel" sprechen. Seine Größe (über 1,95m?!) und Durchschlagskraft (er scheut nicht 1:1-Situationen, aber auch seine Wurfkraft) sind für sein Alter beeindruckend.

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    Schwalb hat übrigens ein Saisonziel geäußert: "Unser Ziel ist es, zwischen Platz sechs und acht einzulaufen."
    Ich sach ma, Platz sechs oder besser wäre schon am schönsten, weil man sich damit eine Teilnahme am DHB-Pokal sichert. Es ist doch so, dass nur bis 3. Liga, Platz 6 hinunter, an der ersten Runde teilnahmeberechtigt, oder?

    Wo liegt denn das Durchschnittsalter?


    Von einigen Spielern liegt kein Geburtsdatum vor. Das sind die, die letztes Jahr noch in der A-Jugend und der U-23 gespielt haben. Ich habe für die letztjährigen A-Jugend-Spieler (5, siehe Hamburg setzt auf eigene Jugend: f黱f ehemalige A-Jugendliche zuk黱ftig in der 3. Liga aktiv) mal ein Alter von 20, für die ehemaligen U-23-Spieler (3) von 24 angenommen.

    Es gibt nur drei Spieler, die älter sind als 25: die Linkshänder Schröder (35), Stabick (26) und Kohnagel (29).

    Heraus kommt ein Durchschnittsalter aller 19 Spieler des Kaders von 22,9 Jahre (Felix Mehrkens hat heute übrigens Geburtstag; ist jetzt 22 -- herzlichen Glückwunsch!).

    Nimmt man die Start-Sieben plus Abwehrspieler, sieht das so aus:
    Dominik Plaue, TW, 21
    Stefan Schröder, RA, 35
    Niklas Weller, KM, 23
    Lukas Ossenkopp, RM, 23
    Jan Torben Ehlers, RL, 24
    Jan Forstbauer, RR, 24
    Felix Mehrkens, LA, 22
    Jonathan Papirow, Abwehr, 24? (war U-23)

    --> 24,5 Jahre

    21:33 ist schon heftig. Mir ist das eine zu hohe Niederlage.

    Man fragt sich, ob es außer dem mangelnden Vermögen (wir sprechen hier ja immer noch nur von der Dritten Liga) an dem niedrigen Durchschnittsalter liegt. Die jungen Magdeburger hatten in Hamburg letztens auch keine Chance, obwohl sie letztes Jahr Zweiter geworden sind. Und jüngere Spieler sind ja in der Regel nicht stabil in ihren Leistungen. Auch nicht stabil, was die Coolness und das ruhige Weiterspielen angeht, wenn man mal zurückliegt und unter Druck gerät. Das beanstandet ja auch der Trainer.

    Ich vermute, das wird nicht die letzte hohe Niederlage gewesen sein.

    Wenn der sich selbst als alter Sack bezeichnende Stefan Schröder nicht wäre, würde ich das Konzept des HSV mit dem des RB Leipzig vergleichen. Nur Spieler, die maximal 24 Jahre alt sind, werden doch dort nur verpflichtet? So ähnlich sieht es beim HSV auch irgendwie aus. Nur, dass kein Mäzen mehr im Hintergrund werkelt.

    Die Frage ist: Ist der 1 Mio-Etat "nur" für die Herrenmannschaft oder für den gesamte eV inkl. Trainings- und Spielbetrieb der Nachwuchsmannschaften + Betrieb der Geschäftsstelle? Dann würde sich die Summe wieder ein wenig relativieren.


    Die Etats der anderen Drittligavereine erstrecken sich auch auf Spielbetrieb und Unterhalt von Nachwuchsmannschaften.

    Man könnte sich aber fragen, ob das in Hamburg besonders teuer ist. Meiner Erfahrung nach nicht (ich kenne sowohl Hamburger Vereinsetats als auch die einer anderen größeren Stadt). Hamburg ist dem HSV ja sogar entgegengekommen, was die Hallenmiete angeht.
    Andererseits sind im Etat auch eventuell Schulden enthalten? Und die eine Million ist auch vielleicht sehr abweichend vom tatsächlichen Wert?

    Fakt ist, dass alleine durch die Zuschauer bereits 300.000 Euro Einnahmen rein kommen dürften. Nun ja, und die Spieler, die neu verpflichtet wurden, sind sicherlich auch nicht nur für 'n Apple und 'n Ei gekommen. Von Hochkarätern will ich nicht sprechen. Aber was Forstbauer (MT Melsungen), Plaue (THW Kiel) und Ehlers (SG Flensburg-Handewitt) bisher so zeigten, ist beeindruckend. Und das sind keine wegen Alters Aussortierten. Sehr überraschend ist für mich der Kreisläufer Niklas Weller (TSV Ellerbek/Sydney Uni/vorher A-Jugend THW Kiel?), der das "Gewichtsproblem" am Kreis ganz gut kompensiert.

    1. Halbzeit munteres Spielchen, der THW sehr verhalten. Dann die Versuchsserie von Häusler mit 7 Feldspielern, was nicht funktionierte.


    Häusler erzählte hinterher, dass er bewusst aus Trainingszwecken daran festhielt. Aber ich fand es schon bemerkenswert, wie schlecht das 7:6 funktionierte (nur ein Tor aus sieben oder acht Angriffen). Der THW blieb einfach bei seinem offensiven 3:2:1, was die Räume um den 9-Meter-Kreis sehr eng machte. Möglicherweise ein gutes Abwehrmittel gegen den 7er Angriff? Die 7 wussten gar nicht, wo sie hinlaufen sollten (obwohl 4 mehr oder weniger am Kreis standen). Obwohl Hamburg mit einem Feldspieler mehr agierte, kam einem das eher anders herum vor.
    Das wird noch eine lustige Saison, wenn das so weitergeht.

    Also ich fand die Qualität grottig. Das Bild war viel zu dunkel und gelbstichig, nur eine Kameraperspektive von ganz oben, was auf dem Fernseher dazu führte, dass man fast nichts erkennen konnte.
    Anders ausgedrückt, die Qualität war dem Preis angemessen. Wir haben in der Halbzeit aus gemacht, weil es so nur langweilig war.


    Das Spiel stand dann am selben Abend bereits als Offline-Stream zur Verfügung. Da dann HD-Qualität. Im Live-Streaming muss die Bitrate wohl runter geschraubt werden, weil Sportdeutschland.tv kein teures CDN verwendet (mietet). Und/oder weil soviele gleichzeitig schauen?!

    Ahh, darum ging es. Einverstanden, das brauche ich nicht zu wenden und drehen, da gehe ich mit dir, rosti-bull.

    Ja. Hat mich auch geärgert. Hätten mal das progressiv bestrafen sollen.


    Zumindest einmal hatte doch ein brasilianischer Spieler wegen Meckerns 2 Minuten bekommen?

    Außerdem habe ich viel mehr die Deutschen als sich-ständig-über-Entscheidungen-aufregend wahrgenommen. Die hätten sich mal mehr aufs Spiel konzentrieren und nicht soooo häufig reklamieren sollen.

    Ich finde die Schiedsrichter bei Olympia sehr gut. Mir gefällt es, dass sie konsequent pfeifen, also Trikotziehen ist z.B. immer 2-Minuten. Auch bei den Damen wird konsequent durchgegriffen. Das mögen die Anhänger des "Bad Boy"-Getues nicht nett finden. Aber meistens ist es ja so, dass zum Ende eines Turniers die Regelauslegungen wieder weicher werden.

    Die rote Karte gegen Gensheimer geht meiner Meinung nach voll in Ordnung. Der Torwart hat sich zwar leicht seitlich bewegt, aber das war so wenig, dass Gensheimer den Kopf auch getroffen hätte, wenn er stocksteif geblieben wäre. Gensheimer hat den Kopftreffer eben billigend in Kauf genommen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Regel wirklich nur greifen darf, wenn sich die Torhüter überhaupt nicht bewegen.

    Deutschland hat aus meiner Sicht verloren, weil
    - Brasilien inklusive seines Torhüters sehr gut gespielt hat
    - Kühn zuviele Fehlwürfe gemacht hat
    - Heinevetter durch Wolff ersetzt wurde (jedenfalls hat Wolff nur einen einzigen Wurf gehalten, wenn ich mich richtig erinnere)

    Vielleicht ist das momentan auch eine Spielwiese für taktikverliebte Trainer? So nach dem Motto: oh fein, ich kann mir für die 7-gegen-6-Angriffe jetzt viele neue Spielzüge überlegen. Und anders herum auch: wie verteidige ich am besten gegen 7 angreifende Feldspieler?

    Die Würfe ins/aufs leere Tor sind im Prinzip laut Trainern wie Tempogegenstösse. Letztere sind ja meistens auch drin.


    Ich versuchs mal mit etwas Sarkasmus: und den Spielern wird das kräfteraubende schnelle Zurücklaufen erspart (und der Gegenstoßtruppe das kräfteraubende Hinrennen), was bisher Tore bei Tempogegenstößen verhindert hat. Vielleicht ist das mit den 7 gegen 6 also nur ein Phänomen, was man in der Vorrunde oder bei hohen Führungen wegen Kräftesparens öfters sieht, aber später dann, wenn es um etwas geht oder der Spielstand ausgeglichen ist, nicht mehr? :D