Es kam das, was kommen musste. Die NADA wird einen Teufel tun, ohne Urteile des CAS solche Fälle und Verbandsentscheidungen einfach zu akzeptieren. Das geht schon deshalb nicht, weil sie sich sonst unglaubwürdig machen würden.
Sie hätten es nur akzeptieren können, wenn es für die Argumente von Portner schon passende Urteile gegeben hätte.
Und wie sie es ja selbst sagen: das ist ein Fall, der grundsätzlichen Klärungsbedarf erzeugt. Bleibt die Zero-Tolerance-Grenze oder wird es dann Grenzwerte geben? Welche Argumente dürften im Betracht gezogen werden, um eine minimale Menge trotz Zero-Tolerance ggf. zu "akzeptieren"?
Fakt bleibt halt, dass er leider positiv getestet wurde. Wer die Frage verfolgt, ob Zero Tolerance wirklich sinnvoll ist, braucht eben jetzt leider auch genau dieses CAS-Urteil.
Wenn Portner in der Verteidigung wissenschaftliche Aussagen hatte, dass die gemessene Menge nicht zur Leistungssteigerung reichen würde, könnte dieser Fall zu einer Neubewertung von Grenzwerten führen.
Da muss man einfach abwarten, ob und das CAS solchen möglichen Aussagen folgen würde.
Nur darüber hätte Portner eine Chance. Aber auch die ist nicht groß. Da kommt wohl leider eine Sperre. Das CAS wird sich zum Schutz der WADA und der eigenen Verfahrensmenge wohl eher nicht dazu bewegen, die Zero-Tolerance-Politik aufzuheben.
Das Auslagern der Ergebnismanagementverfahren in die Fachverbände als auch die Formulierung in 3.2, dass eine wahrscheinliche Unschuld für einen Freispruch ausreichen kann, kann man eigentlich auch grundsätzlich streichen. Das eine kann die NADA bitte selbst machen, wenn sie das andere nicht akzeptiert. Das spart dann wenigstens Zeit,, weil ein Zwischenschritt wegfällt.
Von der HBL oder von der NADA muss man jetzt Aussagen erwarten dürfen, ob eine rückwirkend Sperrung möglich ist und welche Folgen das entsprechend hätte.