Beiträge von anonymer-scm-fan

    Meiner Ansicht nach, trennst Du nicht Verbands- und Arbeitsrecht, wirfst alles in einen Topf.

    Zur Zeit ist Nikola Portner ja sicherlich freigestellt, bei vollen Bezügen.

    Bei Profisportlern gehe ich davon aus, dass in den Verträgen eine entsprechende Klausel bei Verstößen gegen die Dopingregeln existiert, die eine Auflösung des Arbeitsverhältnisses, im speziellen Fall durch die HMD GmbH, ermöglichen. Profihandballer unterwerfen sich grundsätzlich sämtlichen Dopingregeln, sonst könnten sie ihren Beruf nicht ausüben. Das beinhaltet natürlich auch Sanktionen.

    Natürlich ist die Einhaltung der Anti-Doping-Bestimmungen bei angestellten Berufssportlern eine Klausel im Arbeitsvertrag und natürlich würde ein rechtskräftig festgestellter Verstoß sicherlich eine fristlose Kündigung rechtfertigen.

    Es ging mir ja darum, dass seit 11.04. das Verfahren läuft und Portner eben zwar seitens Verband suspendiert ist, aber derzeit nicht rechtskräftig verurteilt ist und derzeit noch die Möglichkeit hat, seine Unschuld nachzuweisen. Das bedeutet ja eben auch, dass er nicht gegen eine Bestimmung seines Arbeitsverträgen verstoßen hätte.

    Auch wenn es unwahrscheinlich ist, wäre durchaus mal interessant zu wissen, wie das ganze Finanzielle arbeitsrechtlich zu behandeln wäre, wenn nun doch ein Freispruch erfolgen würde.

    Wenn er nicht gegen die Vertragsklausel verstoßen hat, ist ja auch der Grund einer Nicht-Zahlung durchweg hinfällig. Für diesen Fall sollte sich der Arbeitgeber absichern und das vertraglich zugesagte Grundgehalt zur Seite packen.

    Das war ja mein Kommentar auf die Aussage von Hustensaft, dass es seitens Portner wohl keine Ansprüche geben dürfte. Das steht aktuell halt nicht verlässlich fest.

    Genauso andersrum: wenn Portner bei vollen Bezügen / Grundgehalt freigestellt sein sollte, wäre die Frage, ob sich die HMD im Nachgang das in der Konstellation ohne rechtliche Grundlage gezahlte Gehalt zurückholen könnte.

    Sicherlich wird man derzeit zwischen SCM und Portner eine einvernehmliche Regelung gefunden haben.

    Wenn ein angestellter Berufssportler mit leistungsbezogenen Bezügen unschuldigerweise durch einen solchen Fall Verdienstausfälle hätte, wäre ich mal neugierig, wer dafür in Regress genommen werden könnte. Der Arbeitgeber kann es ja nicht sein, weil der nichts dafür kann, dass die Einsatz- und Verdienstmöglichkeit genommen wurde.

    Die Konstellation mit "Zahlung des Gehalts findet nur bei Teilnahme am Trainingsbetrieb statt." wäre vielleicht denkbar, wobei man dann auch zwischen Verletzung und anderweitigen Grund (Suspendierung durch Verband) unterscheiden müsste. Aber auch in diesem Fall, wie bei den leistungsbezogenen Sachen, stünde die Frage im Raum wen Portner in Regress nehmen könnte, wenn die Suspendierung durch Dritte komplett hinfällig war und ihm deshalb die Gehaltszahlungen unverschuldeterweise fehlen würde.

    Sehr hypothetisch und unwahrscheinlich, aber Einzelsportler und angestellte Sportler muss man hier sicherlich auch nochmal getrennt betrachten.


    Zum Thema Kündigung: Das Arbeitsverhältnis würde ja recht wahrscheinlich auch noch aufgrund der Laufzeit dann vertraglich gültig sein, wenn eine absehbare Sperre abgelaufen wäre - zumindest wird man hier hoffentlich nicht direkt auf die vollen 4 Jahre Sperre kommen. Wenn der SCM das ohne Kündigung aussitzen und die öffentliche Wirkung in Kauf nehmen würde, hätte man ja dann auch noch einen Vertrag mit Portner.

    Am Ende wird wohl eh die Frage, durch wieviele Instanzen es gehen wird und ob am Ende die Dauer bis zum rechtskräftigen Urteil länger wird als die Sperre selbst.

    Ich gehe nicht davon aus, dass hier Ansprüche seitens Portner bestehen, aber ist sicherlich vertraglich geregelt.

    Aggefors ist sicherlich entspannt was das Gehalt angeht.

    Die Frage wäre doch, ob jetzt schon rechtskräftig ein Verstoß gegen den Arbeitsvertrag vorliegt, solange Portner nicht rechtskräftig gesperrt würde.

    Wenn Portner seine Unschuld beweisen kann, hätte er ja Anspruch auf das Gehalt, dass ihm in der Zeit des Verfahrens zugestanden hätte. An der Stelle des SCM müsste in dem Fall das Gehalt entweder jetzt weiter gezahlt werden oder als Rücklage zur Seite gelegt und dann nachgezahlt werden.

    Ob sich beide Seiten auf etwas anderes geeinigt haben, wird man nicht erfahren und auf Seiten des Arbeitnehmers wäre es ja auch unnötig, Ansprüche voreilig abzutreten.

    Andersrum müsste Portner ein evtl. seitens SCM weiter gezahltes Gehalt ebenfalls zur Seite packen, falls die HMD als Arbeitgeber bei einer rechtswirksamen Sperre doch noch rückwirkend Rückzahlungsansprüche stellen würde.

    So oder so würde ich nicht annehmen, dass das Grundgehalt von Portner jetzt direkt frei verfügbar wäre.

    Die erste Mitteilung des SCM sagte ja auch nur, dass er bis auf Weiteres nicht mehr am Trainings- und Spielbetrieb teilnimmt. Da wird man auch nicht erfahren, ob sich beide Seiten drauf geeinigt haben, damit der Mannschaft kein weiterer Schaden entsteht oder ob der SCM von sich aus arbeitsrechtlich eine Freistellung veranlasst hat.

    Die Sportbild produziert mehr Artikel, weil sie mit DYN ein Partnerprodukt haben, welches durch diese künstlich gehobene mediale Aufmerksamkeit gepusht werden soll.

    In welchen Transferthemen hatte denn die Sportbild seitdem mal von sich aus den richtigen Riecher, ohne dass sie es hier aufgeschnappt hätten? Das Muster war bisher immer das selbe, in der SB und bei DYN, die hier lesen und nachblubbern.

    Bei Wolff wollen sie es plötzlich als erste gewusst haben? Ziel erreicht: man redet drüber und zieht Klicks.

    Sowieso nur ist gut. Ob nun Bild oder Bummi, es köchelt weiter in der Gerüchteküche vor sich hin. Auch, siehe weiter oben, weil ein Dementi bislang ausgeblieben ist.

    Da alle Informationen über dieses Thema von der Bild ausgingen, ohne, dass handballübliche Medien vorher drüber berichtet hatten, könnte man hier auch schreiben, dass Tante Erna nächste Saison Zeugwartin wird.


    Es gäbe bei der Verkündung einer schon erfolgten Hernandez-Verlängerung keinen sinmvollen, mit Portner zusammenhängenden Grund, mit der Kommunikation auf das Portner-Statement zu warten.

    Eine Verlängerung hätte sich Sergey verdient und der SCM hätte dann mit einem der beiden geplanten Torhüter "wie erwartet" verlängert.

    Dass Portner aktuell wegfällt, betrifft Hernandez eigentlich nur dann, wenn der SCM Wolff holen würde, was sich aber eher dadurch äußern dürfte, dass sich eine Verlängerung von Hernandez eher hinziehen könnte.

    Hamburg musste abwarten. Haste den Ägypter bei uns gesehen? Urlaubsvertretung ja, ansonsten ist es auch nicht gut.

    Nein, habe ich nicht gesehen. Bin in der Aussage auch hauptsächlich nach dem % der restlichen Saison gegangen.

    Die Frage wäre, was man erwartet, wie es bei Portner weitergeht und ob man eine sparsame, temporäre Alternative sucht, die sich einsortiert, oder eben den ganz großen Knaller, mit dem man dann bei Portner im Grunde Tatsachen schaffen würde.

    Dazu kommt eben, dass das Ding sowieso nur durch die Bild getrieben wird, auch wenn die Aussagen von Wolff mit Wohlwollen als Zeichen interpretiert werden könnten.

    Bei Portner und Wolff wäre auch die Frage, ob der SCM aufgrund des laufenden Verfahrens Portners Gehalt weiterfahren bzw. als Rücklagen zur Seite legen muss. Das wären dann mitunter 3 Torhüter auf der Payroll.

    Ich gehe davon aus, dass es günstiger wird und auch sein sollte als Wolff.

    Das Thema wird durch auch einzig und allein durch die Bild am Leben gehalten und man wirft alle 2 Wochen einen Krümel rein, um die Story künstlich am Leben zu halten.

    Wenn Portner unschuldig wäre, gäbe es keine Strafe. Auf welcher Basis auch? Und wenn schon sowas in den Artikel rein findet, wie viel Wahrheitsgehalt soll der Rest dann haben???

    Hamburg kriegt keine Lizenz und wir holen den Ägypter aus Balingen und dann ist auch gut.

    Wenn es so etwas noch nicht gibt, dann sollte eine Klausel in jede Lizenzerteilung, das die Auflagen an eine Lizenz bindend sind und der Verein diese per Unterschrift akzeptiert, bei nicht erfüllen keine Lizenz erteilt wird oder im Nachhinein entzogen werden kann. Dies muss nach erteilen der Lizenz innerhalb einer Frist von Seiten des Vereins schriftlich bestätigt werden.

    Auflagen gibt es ja ohnehin schon.

    Beim HSVH war laut Meldung des Vereins zur Lizenzerteilung für die laufende Saison aber nur die Auflage kommuniziert, dass der Verein keine Spieler nachverpflichten dürfe, die den Etat übersteigen.

    Wenn man das als gesetzten Fakt nimmt, dann müsste man sich fragen, ob eine aktuelle Liquiditätslücke so tatsächlich absehbar war. Wenn ja, steht die Frage im Raum, warum bisher nicht drauf reagiert wurde. Zumindest wäre die Auflage, dass diese Zusage gezogen werden müsse, nicht kommuniziert gewesen, falls es sie gegeben haben sollte... oder es gab diese Auflage einfach nicht.

    Falls die Liquiditätslücke absehbar war und eine solche Zusage zur Zahlung schon damals vorlag, muss sich die Kommission ja damit begnügt haben, ohne daran Auflagen zu knüpfen.

    Will man, dass es zukünftig reicht? War es unabhängig betrachtet nachvollziehbar, dass die Zusage seitens HSVH nicht gezogen wurde? Welche Auswirkungen könnte dies auf die Entscheidung des Schiedsgerichts haben?

    Letztlich muss die Bedingung, dass der HSVH dieses Mal den Zahlungseingang nachzuweisen hat, ein geregeltes Mittel innerhalb des Verfahrens gewesen sein. Wäre es als Maßnahme für eine Bedingung durch die Lizenzierungskomission so nicht geregelt, wäre die gestellte Bedingung ja auch hinfällig.

    Dass Wiegert ihn nicht einsetzt, weil Wiegert sicherere Spielweisen bevorzugt, ist kein Hinweis darauf, welche Qualitäten tatsächlich noch in Damgaard stecken.

    Dass man sie aktuell nicht bewerten kann, liegt einzig und allein daran, dass er sich nicht wirklich zeigen darf. Als Spieler hat er zudem auch akzeptiert, dass er aktuell einer Rolle gerecht werden muss, um nicht noch weniger Spielzeit zu kriegen. Deshalb dann in den wenigen Minuten ein für seine Verhältnisse mannschaftsdienliches Spielen mit angezogener Handbremse.

    Dass aufgrund des fortschreitenden Alters dann 2025 hier Schluss ist, ist vollkommen in Ordnung. Dass er noch wichtige und gute Qualitäten hat, sah man Ende letzter Saison als Wiegert ihn spielen lassen "musste".

    Und zu Lagergren: Nenne doch mal Spieler, die besser wären, nicht mehr kosten und sich mit dem Status der normalerweise klaren Nummer 2 arrangieren und keinen Stunk machen würden. Wäre ja kein Wunder, wenn man auf RR bis 2026 mit OIM als klare Nummer 1 planen wollte und mit Lagergren hat man mutmaßlich den Spieler bekommen, der die beste Mischung aus Qualität, Preis und Akzeptanz seiner Rolle ist. Es gibt nicht viele Spieler, die in Wiegerts Systemdenke auf höherem Niveau unterwegs sind (wenn neben Lagergren und Smits überhaupt?) und diese hätten dann auch verfügbar sein müssen. Für den SCM wars alles in allem ein passender Zufall, nachdem Smits eben den Abgang bekannt gemacht hatte.

    Im Lizenzierungsverfahren sollte allgemein also geprüft und ggf. verbessert werden, welchen Wert solche Zusagen bezüglich Deckungen von Liquiditätsengpässen haben.

    Den Informationen nach, war dem HSVH und der Lizenzierungskomission bereits bekannt, dass der HSVH schon in dieser Saison in eine solche Situation kommen wird.

    Die Lizenzierungskomission hat sich dann bei der Entscheidung für 2023/2024 offensichtlich auf irgendwelche Schreiben verlassen bzw. es gab die Möglichkeit, dass sie sich drauf verlassen konnten ODER es ist nicht geregelt und man hat freie Hand.

    Wer sehenden Auges in solche Lücken hinein kalkuliert, wie sie hier im Raum stehen, hat in der Liga, für die man so kalkuliert, nichts verloren. Entweder ist der Spielbetrieb durch Sponsoren- und Zuschauereinnahmen gedeckt oder man muss von vornherein den Gürtel enger schnallen.

    Es kann ja evtl. ein Verfahren festgelegt werden, bis zu welchem Grenzwert solche Zusagen und in welcher Form diese noch ausreichen und was über den Lauf der Saison passieren muss, damit die HBL pünktlich weiß, was passiert.

    Ist es nicht eigentlich so, dass die HBL sich in gewissen Abständen auch immer wieder innerhalb der laufenden Saison Finanzberichte der Vereine vorlegen lässt? Es muss ja Gründe gegeben haben, warum die aktuell kolportierte Lücke keine weiteren Auswirkungen hatte.

    "Die Zusagen wurden nicht gezogen" bedeutet ja auch, dass scheinbar der HSVH keinen Anlass gesehen hat, diese finanziellen Mittel zu benötigen. Wenn sie aufgrund formulierter Spitzfindigkeiten nicht gezogen werden durften, wäre es noch ein Grund mehr, im Lizenzierungsverfahren auf solche Zusagen zu verzichten.

    Wohin wechselt Martins denn?

    Laut dem Eintrag zu Aalborg, was aus der Gerüchteküche Ende April/Anfang Mai von Handball-World aufgenommen und als Zwischenlösung bis Knorr dargestellt wurde. Gemäß Google-Suche aber wohl eben derzeit auch "Gerücht".

    Würde aber ja zeitlich auch ganz gut passen, da Szeged und Mittún ab dem Gerücht ebenfalls nochmal Fahrt aufnahmen.

    Wenn man Mittún und Szeged googelt, hatte Beugers Glaskugel vor einem halben Jahr auch noch was anderes gezeigt und weitere Gerüchte sind noch älter. Interesse dürfte also schon länger da sein und es haben sich vielleicht doch noch Möglichkeiten / Notwendigkeiten ergeben...

    Nur 4 zählst du. Bodo, Mackovcsek, Bombac, Martins, Smarason und Barnabas. Als Abagng habe ich nur Szita nach Plock auf dem Schirm. Wenn dann auch noch Oli und JG24 antritt, dürfte man für 8 einen Gelenkbus brauchen bzw. es würde ziemlich voll werden. Auch ohne Jim wären es 7, die wir uns zwar auch leisten, von denen aber 3 aktuell fast gar nicht spielen.

    Ich bin da schnell mal stumpf nach dem englischsprachigen Wikipedia-Artikel gegangen, nachdem auch Bombac und Martins wechseln.

    Dem Gerücht JG25 steht dort auch ein gerüchteter Abgang von Bodó 25 gegenüber, sodass sie 4 bzw. mit Mittún eben 5 Rechtshänder im Rückraum hätten.

    Gut für 16 + X höherwertige Spiele und ungarische Liga (ohne Veszprem) sollten ohne Verletzung auch 4 RL/RM reichen...

    Deshalb muss man aber auch nicht suggerieren, dass Portner bei einem einmaligen und sehr geringem Messwert ein organisiert handelnder Doper wäre.

    Ja, der Befund ist da und ja im Sportrecht muss man jetzt abwarten, ob nachgewiesen werden kann, dass er unschuldig ist.

    Als Laie würde mich bspw. interessieren, ob z.B. schon sicher belegt worden ist, dass der Test nicht falsch-positiv ausgefallen ist, weil vielleicht andere Substanzen im Spiel waren, die bis zu einem gewissen Grenzwert erlaubt sind und vielleicht doch mal falsch-positiv als Methamphetamin gemessen werden könnten. In der öffentlichen Betrachtung verlässt man sich ja direkt darauf, dass Messfehler ausgeschlossen sind.

    Mich würde auch interessieren, ob in Trainingskontrollen auch auf Substanzen getestet wird, die nur bei Wettkampfkontrollen verboten wären oder ob die Vereine selbst auch zusätzlich noch Proben nehmen und untersuchen lassen.

    So wie ich das sehe wäre eine Lizenzverweigerung für die Lizensierungsdarsteller der HBL die einzige Möglichkeit ein Desaster einigermassen zu vermeiden. Bekommt der HSV die Lizenz wird Föste wohl loslegen wie die Feuerwehr. Und das wird dann desaströs für die LizKomission.

    Und genau deshalb sollte man sich überlegen, die Prüfung der Lizenzunterlagen extern durchführen zu lassen und nicht durch eine irgendwie am Ende doch selbst gewählte Lizenzkommission.

    Es spräche ja für das Schiedsgericht auch nichts dagegen, der HBL in ihren Entscheidungen recht zu geben. Der HSVH bekam die Bedingung ja nicht grundlos und die Frist zur Erfüllung wurde nicht eingehalten.

    Der Gang vor das Schiedsgericht geht doch jetzt um den Einspruch des HSVH, ob die Bedingung überhaupt hätte erteilt werden dürfen und nicht um die Stunde Überschreitung, oder?

    Es ging mir in dem Beitrag davor darum, dass in den Raum gestellt wurde, dass der BHC aktuell sicher in Liga 1 wäre.

    Der Lizenzentzug ist doch aufgrund der laufenden Verfahren aktuell noch nicht abschließend rechtskräftig und man müsste im Bergischen und in Hamburg erstmal den Schiedsspruch abwarten.

    Da ging es doch gar nicht darum, welche Qualifikation mehr wiegt. Da sind wir ja auch der gleichen Auffassung, dass die Verweigerung der Lizenz einem sportlichen Absteiger den Verbleib ermöglichen würde, so dies denn so geregelt ist und der Entzug der Lizenz rechtskräftig ist.

    Doch, weiß er seit dem Wochenende. Er ist sicher 17. und dieser Platz reicht Stand jetzt für die 1. Liga. Ich halte die Argumentation mit dem 1.7. für etwas theoretisch. Wäre das ganze am 30.06. durch gewesen, hätte man Balingen kaum verklickern können, sie hätten rechtzeitig Planungssicherheit, die Verträge würden ja erst in einigen Stunden auslaufen. Und dann stellt sich die Frage, wie viel Vorlauf genug ist? Eine Woche? Zwei Wochen? Ein Monat? Ich glaube zumindest nicht, dass es mit der Schiedsgerichtentscheidung getan ist, sollte der HSV die Lizenz bekommen. Da läuft im Hintergrund noch einiges mehr.

    Wenn der verbandsinterne Rechtsweg noch nicht abschließend durchlaufen ist, wieso geht man im BHC-Umfeld schon von einem Verbleib in der 1. Liga aus?

    Ich verurteile genauso das finanziell fragwürdige Verhalten, völlig unbestritten, aber man weiß ja eben auch, dass den betroffenen Vereinen gewisse Wege bereitgestellt sind, gegen die Entscheidungen und Urteile vorzugehen. So führt es eben dazu, dass der BHC aktuell für gar nichts planen kann, solange nicht irgendwas verbandsintern rechtskräftig ist.

    Über den zeitlichen Vorlauf und "Wie viel Zeit ist genug Zeit?" lässt sich sicher auch trefflich philosophieren. Dann müsste man aber in Vermutung von Rechtsverfahren die Entscheidung der Lizenzkommission nach vorne ziehen, um mit allen verbandsinternen Rechtswegen das Datum des letzten Ligaspieltages auch als Deadline für rechtskräftige Lizenzurteile zu haben.

    Faktisch hat man die Planungssicherheit eben sportlich auch erst nach dem Ende des letzten Spieltages. Das gilt neben dem Abstiegskampf ja in anderem Maße bspw. auch für die Europapokalplätze.

    Also Valter, ich habe Gislis Talent bereits im ersten Spiel gegen die SG gesehen. Und die endete sofort mit der nächsten Schulterverletzung. Es gibt Spieler, bei denen siehst du sofort ihr Talent. Das war für mich 2015 bei Mika so, später bei Oma Inge und auch beim Sauger, auch wenn der damals immer erst nach 15 Minuten kam.

    @Anonymer: natürlich scoutet Benno mittlerweile nicht nur nach passenden Spielstil, sondern auch nach Mentalität. Die dürfte mittlerweile sogar wichtiger sein.

    Daher bin ich z. B. auf Mittun und seine Entscheidung wo er hingeht genauso gespannt, wie die Entwicklung von Skippy, wenn Wallinius besser in Wallung kommt bzw. der Emil Madsen dazu kommt. Das sollte einen Kick in der Entwicklung geben.

    Ansonsten um zum Fred zurück zu kommen, wird es spannend, ob der Beuger recht behält und was dann in Szeged passiert. Bleibt der Janus evtl. doch in MD?

    Auf solche Spielertypen wie Gisli und Skippy muss man auch die eigene Mannschaft einstellen, ansonsten verpuffen deren Stärken, weil die Mitspieler anderes gewohnt sind. Der SCM unter Wiegert ist konsequent den Weg gegangen, auf diese Spielweise als Gesamtkonstrukt zu setzen. Kiel hat jetzt halt einen Spieler dieser Kategorie, wie auch damals Gisli mit seiner Spielweise im Kieler Kader eher außer der Reihe stand. Deshalb bleibe ich bei der These, dass Gisli in Kiel wohl auch ohne die Schulterverletzungen nicht so gut gewirkt hätte wie beim SCM und dass auch mittelfristig Skippy nicht sein volles Potential ausspielen können wird.

    Der Übergang zu Mittún und den Wechselgerüchten: Szeged unter seinem aktuellen Trainer und Förderer wäre ein nächst logischer Schritt und durchaus sinnvoller als ein Wechsel mit 18 in die HBL. Man wird sehen, ob er die Zeit nur als Übergang nutzt, in anderen Sphären Erfahrungen zu sammeln und und ohne größere Belastungen körperlich in Richtung HBL zu arbeiten oder ob er langfristig in Szeged bleibt.

    Selbst wenn er nach Szeged gehen sollte, dürfte es Wunschdenken bleiben, dass Smarasson dann noch eine Saison in Magdeburg bleiben könnte. Aktuell (ohne Mittún) wären es doch nur 4 RL/RM im Kader der Ungarn. Wie auch schon an anderer Stelle gesagt: So sehr es qualitativ Sinn machen würde, würde es aus SCM-Sicht nur Sinn machen, wenn Weber oder Damgaard abgegeben werden würden und all das scheint doch ziemlich unwahrscheinlich.

    Die Hallen sind eben auch nur dann voll, wenn es gut läuft und das gilt unabhängig davon, wie die Tradition ist oder ob besonders viele Handballvereine in der Region sind.

    Das Problem der Großstadtclubs ist dann eben vor allem, dass Fußball in den lokalen Medien dominiert.

    Man muss den Füchsen lassen, dass sie über die Jahre zumindest eine wirtschaftlich stabile Basis aufgebaut haben, die sie jetzt gesund bis in die CL trägt.

    In den Randsportarten braucht es aber eben Erfolg / gute Platzierungen, um die Wahrnehmung zu steigern. Außerhalb der großen Metropolregionen ist es da einfacher, weil die Ablenkungen und Alternativen weniger vorhanden sind, aber auch da darf man nicht sportlich "bedeutungslos" rum dümpeln.

    In gewissen Beispielen kommt auch noch dazu, dass die meisten Projekte doch dann daran gescheitert sind, dass die Arena einfach zu groß war: Gummersbach in Köln, Hamburg, Mannheim, Essen mit Oberhausen, Minden mit Hannover...

    Da wurde dann sicherlich auch immer mal mit potentiellen Einnahmen kalkuliert, die die Clubs einfach nicht generieren oder wirtschaftlich gesund halten konnten.

    Und da eben nochmal zu Bohmann: wenn Handball in Großstädten immer noch sein Credo sein sollte und es dadurch indirekt beeinflusste Entscheidungen der Lizenzierungskommission im Sinne dieser Denkweise "Das ist das Ziel für die HBL und das wird in Fall XY schon noch gut gehen' gegeben haben sollte, sollte er aus Integritätsgründen nicht der Lizenzierungskommission angehören.

    Solche Statements schwingen dann halt immer mit, egal ob es tatsächlich so war. Lasst die Lizenzierungskommission einfach unabhängig der Vereine UND der HBL- und Verbandsspitze arbeiten.

    Was hätte das damit zu tun, ob der Geschäftsführer der HBL in der Lizenzierungskommission sitzt?

    Muss er dort vertreten sein, damit die Lizenzierungskommission arbeiten kann oder wäre es noch sauberer, wenn die Lizenzierungskommission losgelöst von den Personen arbeitet, in deren Auftrag sie prüfen sollen?

    Wenn er selbst Mitglied der Kommission ist, könnte er bis zu einem gewissen Grad noch eigene Interessen ins Spiel bringen, die in seiner Sicht dem Ziel seiner GmbH entgegenkommen würden. Natürlich hätte er mit seiner Sichtweise nicht direkt die Mehrheit innerhalb der Kommission, aber allein dass man deshalb vielleicht über gewisse Dinge diskutiert, könnte das Ergebnis der Kommission beeinflussen.

    Jeder Mitgliedsverein der Bundesligen könnte jetzt die Frage stellen, ob es tatsächlich vertretbar war, dass der HSVH mit solchen Werten unbeschadet durchkommen konnte bzw. warum man solange gewartet hat.

    So gesehen stellt sich die Frage, ob die Lizenzierungskomission unabhängig genug ist, die absehbaren Folgen unternehmerischer Tätigkeiten richtig einzuschätzen. Die Unabhängigkeit von Vereinsvertretern ist gegeben, wenn aber die Besetzung bzw. Besetzungsvorschläge aus gewissem Kalkül erfolgen würden, gäbe es diesbezüglich auch keine Unabhängigkeit. Warum ist der Geschäftsführer der HBL selbst dort vertreten, obwohl auch der ein gewisses Produkt zu erbringen und in diesem Sinne gewisse Eigeninteressen hat? Wenn er bspw. Handball in den Großstädten für sein Produkt will, wie unabhängig können seine Entscheidungen gegenüber einem Großstadtverein sein?