Beiträge von anonymer-scm-fan

    So oder so diente die Information über die Messwerte (dürften ng/ml sein) nochmal der Gegenüberstellung, was bei Portner gemessen wurde und welche Werte bei Kontrollen polizeitechnisch erstmal "interessant" ist. Da ist die Methodik der Tests ja auch erstmal zweitrangig.

    Dass ein Labortest sehr viel empfindlicher sein dürfte als ein Schnelltest, bei dem es erstmal um Prüfung eines Anfangverdachts der Fahruntüchtigkeit geht, sollte nach Corona auch allgemein bekannt sein.

    Das Problem für Portner ist sowieso weiterhin, dass die Suche der Quelle einer hoffentlichen Kontamination und der Beweis einer Unschuld leider sehr aufwändig sein dürfte. Da es für Methamphetamin keine Untergrenze hinsichtlich Doping gibt, steht weiterhin im Raum, dass es nachgewiesen wurde und die Anti-Doping-Mechanismen nun arbeiten und entsprechende Konsequenzen im Raum stehen.

    Hauptsache, beim Gegner kann man das Wort aggressiv unterbringen, beim Lieblingsteam ist es immer Stärke. ;)

    Dann lassen sich anschließend auch leichter Schiedsrichterentscheidungen bewerten.

    Ist schon einfach, irgendwelche Plattitüden zu unterstellen, oder?

    Die allgemeine Schiedsrichter-Linie, was auf dem Level (HBL + Final4) erlaubt ist, ist ja für beide Teams im Vorfeld bekannt.

    Der Grundpfeiler für Melsungens einzige Chance wäre es, dass sie in der Abwehr Zugriff bekommen. Das war in Kassel diese und letzte Saison auch schon so.

    Andersrum gehe ich beim SCM auch davon aus, dass die Jungs eine bewegliche und aggressive Abwehr auf die Platte bringen und die Melsunger nicht nur machen lassen.

    Die Melsunger dürften heiß und aggressiv sein. Dass das dann kein Selbstläufer wird, hat der SCM diese und letzte Saison in Kassel schon mit 2 Unentschieden gemerkt.

    Beim SCM weiß man ja aus der letzten Saison auch, was es in einer Mannschaft bedeuten kann, wenn man als potentieller Außenseiter zu einem solchen Wochenende fährt.

    Wenn Melsungen ein gewisses Maß an Aggressivität auf die Platte bringen kann und es schafft, dass der SCM darauf "genervt" reagiert, kann es interessant werden.

    Was mich einfach interessieren würde, ist die Frage, wie oft Portner in dieser Saison bereits getestet wurde. BHC und Berlin ist klar, aber dazu kommen in aller Regel ja noch Trainingskontrollen. Und auch nach anderen Spielen (Verein und Nationalmannschaft) hätte er ja ausgelost werden können.

    Und was brächte dir die Information an neuen Erkenntnissen?

    Portner dürfte diese Saison bei 55 bis 60 Pflichtspielen teilgenommen haben und letzte Saison waren es auch über 60. Die Wahrscheinlichkeit dürfte also hoch sein, dass es allein während seiner SCM-Zeit nicht die einzigen beiden Wettkampfkontrollen waren.

    Fakt bleibt, dass es jetzt eine einzelne positive Probe während dieser Zeit gab, wobei die gemessene Konzentration in der Öffentlichkeit unbekannt ist und dass er dank der einseitigen und fragwürdigen Informationsweitergabe der NADA in der allgemeinen Berichterstattung als potentieller Junkie gebrandmarkt wird, da die meisten eben über Crystal Meth berichten und nicht über Methamphetamin. Die Wortwahl hat schon auch eine Wirkung.

    Es bleibt zu hoffen, dass eine Kontamination nachgewiesen werden kann. Die Möglichkeit mit dem Hotelzimmer oder einer derartigen Quelle hat man in der Prüfung hoffentlich auf dem Schirm.

    Mal an die scheinbaren Experten gefragt, die die Mitteilung der Handball Magdeburg GmbH als inhaltsleer kritisieren:

    Welche Konsequenzen kann es geben, wenn es so ist, wie es formuliert wurde? Im allgemeinen Sprachgebrauch klingt es eher nach "sehr geringfügige Menge". Es scheint für Außenstehende doch aktuell offen, wie hoch die Konzentration war und ob es "Verunreinigung" oder tatsächliche Medikamenteneinnahme war, die nur noch aufgrund zeitlichen Abstandes geringfügig nachweisbar war.

    Gibt es für die Substanz D-Methamphetamin gewisse "Schwellwerte"?

    Wenn es, wie es zwischendurch klang, keine Abstufungen für diese Substanz gibt, wird die Beweisführung einer tatsächlichen Unschuld im Sinne einer nicht im Vorfeld erahnbaren Kontamination sowieso schon so gut wie unmöglich.

    Wenn die NADA sowieso schon Informationen an Unbeteiligte mitteilt, die so nicht rausgegeben werden dürften...

    Der Verein handelt nun eben so, wie er in so einer Situation handeln muss, weil eben die Sachlage nicht geklärt ist - dabei ist ja leider auch egal, dass man sich wünscht, dass es eine Kontamination war und keine fahrlässige oder gar bewusste Einnahme. Die ungewisse Länge der ganzen rechtlichen Klärungen, die mit einer Unschulds-Beweisführung bis zur finalen Entscheidung einhergeht, ist ja auch keine Planungsgrundlage für den SCM. Man sieht ja an anderen Beispielen, wie lange sich solche Verfahren hinziehen können.

    Aus Fan-Sicht hoffe ich, dass es irgendeine Art von Kontamination war, auf deren Basis er freigesprochen wird und dass er so schnell es irgendwie geht, nochmal aufs Feld zurückkehren kann und nochmal professionell spielen darf. Vielleicht ist das ja dann auch nochmal in Magdeburg - in der Annahme, dass es hier vermutlich keine Blitz-Entlastung zu seinen Gunsten geben wird und es somit nicht nur bei einer "kurzen" Pause bleibt.

    Sobald die B-Probe erstmal das Ergebnis der A-Probe bestätigen würde, wird der Verein sicherlich nochmal tätig...

    Neben Gisli hätte auch auf RR ein Wechsel nochmal Bereicherung bringen können.

    Magnusson hatte auch das Spiel über Lücken verweigert, die er früher benutzt hätte. Da dann gegen die Hand Richtung Außen zu gehen, verstehe von außen wer will.

    Damgaard hätte die letzten 15 Minuten für Gisli spielen müssen, um überhaupt mal wieder Torgefahr aufs Feld zu stellen. Hopp oder Topp...

    Weber als ballbesitzorientierter Angreifer, der Zug zum Tor braucht und in solchen Momenten auch gern mal zu hitzköpfig ist, hätte vermutlich das Spiel nicht verändert.

    Dass die Burgdorfer den Rückraum und die Spielweise in Schach halten konnten, hatte man die ersten 15 Minuten schon gesehen und mit Gisli und Omar Ingi waren dann 2 von 3 Rückraumakteuren in der 2. Halbzeit nur noch passiv auf dem Feld.

    So manche Nicht-Pfiffe dazu waren auch fragwürdig. Wenn das die Linie für die Rückrunde sein soll, können einige Regeln auch direkt gestrichen werden.

    Smarason, Meister und Chrapkowski könnten ersetzt werden, durch einen ballsicheren 1:1 sowie abwehrtauglichen RM/RL.

    Wiegert setzt ja auch in der Abwehr nicht auf das Gardemaß von Abwehrspezialisten sondern sucht Leute, die dann zumindest auch die 2. Welle zum Torabschluss bringen können. Sieht man ja, da Sully die Nummer 2 im Mittelblock neben Saugstrup / Bergendahl ist.

    Im besten Fall spart das einen Wechsel und dann hätte man mit Claar, Damgaard, Gisli, Sully, Weber und Mister X 6 Leute für den rechtshändrigen Rückraum. Für die Belastungssteuerung bei 60 Saisonspielen auf höchstem Niveau macht das durchaus Sinn. Vielleicht bleibt es aber auch bei 5 Spielern. Kann ja auch sein, dass es niemanden gibt, der den Trainerwünschen entspricht.

    Wäre das mit Zechel so fix, hätte man es schon verkündet. Wenn an dem Vertrag was dran war, wird es da sicherlich Gespräche geben. Zechel sieht ja auch selbst, dass seine Einsatzzeiten nicht mehr die wären, die es hätten sein können, als das Gerücht aufkam. Das war vor Bergendahl. Er wäre in der Abwehr nur Ergänzungsspieler für Sully, der auch nur hinten spielt, Kapitän ist und Bennos bevorzugter Spieler im Vergleich mit anderen Abwehrspezis.

    Die Rechnung sollte aber insgesamt aufgehen, dass man so oder so noch einen abwehrtauglichen Spieler bekommt - entweder als weiterer RL/RM oder als Kreisläufer.

    Bei Musche kann man wohl damit rechnen, dass es ist wie bei Bezo: der Spieler bestimmt den Zeitpunkt der Veröffentlichung des Abschieds - oder die Vertragsverhandlungen ziehen sich, weil der SCM ab 2025 anders plant, Musche das weiß, aber auch nicht nur 1 Jahr will...

    Sonst wär da auch schon längst was mitgeteilt.

    Der Vergleich mit den Volleyballern hinkt im Artikel auch ein bisschen: In der Saison 2022/2023 spielte mit dem VCO Berlin ein Akademie-Team unter dem Mantel "den besten deutschen Nachwuchsspielern 1.-Liga-Erfahrung zu geben" in der Herren-Bundesliga und war absolut chancenlos. Das Team hatte ein Sonderspielrecht und die Konstellation kam vermutlich auch nur zustande, weil die Frankfurter keine Lizenz mehr bekamen, die besten Zweitliga-Teams auf den Aufstieg verzichtet hätten und die Liga dann auch sonst nur 8 Teams gehabt hätte.

    Ansonsten spielen in den zweigleisigen 2. Ligen bei beiden Geschlechtern einige Nachwuchsteams / zweite Mannschaften mit. Vom Tabellen-Dritten (zweite Mannschaft) bis zum Tabellenletzten ist da auch alles dabei.

    Hanning kann sich ja für Potsdam um zum Sommer frei werdende Nachwuchs-Talente bemühen, sich mit einzelnen Vereinen bei einzelnen Spielern um auf "Leihe" verständigen und sonst eben seinen Jungs aus Berlin dort eine Plattform bieten. Das sollte in Potsdam aber dann genauso laufen wie bei allen anderen Erstligisten auch und nicht aus einer Position des DHB heraus.

    Was sagt er denn?

    Eingeleitet mit Freude über das grandiose Jahr und Lob für die Mentalität der Spieler und ganzen Mannschaft in den Verletzungsphasen und auch für den Siegeswillen und die Gier des Teams.

    Bestätigung des Erfolges als aktuelle neue Aufgabe, deshalb auch Investitionen von Prämien in den Kader (Verlängerungen) und nun auch in die Infrastruktur und das Team hinter dem Team, um auch in den kommenden Jahren um Titel mitspielen zu können (TW-Trainer Spiranec und Monz).

    Beim Sponsoring wird nicht zugelassen, dass neue große Partner dazu kommen und bisherige Partner verdrängen. Loyalität gegenüber den bisherigen Sponsoren, die den Weg begleitet haben, auch in weiterhin persönlicher Betreuung.

    Einige Worte zu einer Preisdiskussion DK-Preise vs. Pokalspiele sinngemäß "Man sollte die DK-Preise nicht pro Spiel umrechnen, die Pokalspiele sind nicht teurer als Bundesliga-Spiele". Einnahmen aus den Tickets sollen in den Kader fließen, um weiterhin eine siegfähige Mannschaft präsentieren zu können.

    Halle: gehört der Stadt, Kapazitätserweiterung nicht geplant, Fokus liegt auf Sanierung der Toiletten und der Bestuhlung, um Qualität des Produktes zu steigern.

    Wäre spannend, ob und wie Knorr in einer homogen agierenden Rückraumreihe mit konstant spielenden Nebenleuten und einem taktisch weiter aufgestelltem Spielkonzept funktioniert. In Mannheim und in der Nationalmannschaft darf er ja machen, was er will. Wäre nicht verwunderlich, wenn er für keines der deutschen Topteams eine Verbesserung wäre.

    Smits hat doch ganz klar gesagt, dass es hinter einem fitten OIM wenig Chancen auf Einsatzzeiten gibt. Sinngemäß war es sowas wie "Ich verstehe da den Trainer: Warum jemanden auf die Bank setzen, der im Training und im Spiel keine Fehler macht."

    Dass er in seinem Alter spielen will, ist doch vollkommen verständlich.

    Da es bei Smarason in der Wiegert-Aussage auch hieß, dass seitens Smarasson von Anfang an klar war, dass er nach dem 1-Jahres-Vertrag "neue Herausforderungen sucht", deutet schon sehr auf entweder 'unterschriebener Anschlussvertrag' oder auf 'keine große Lust auf Knochenmühle HBL'.

    Das hat nichts mit Ego zu tun.

    Man muss bei dem Vergleich auch sehen, wie in anderen Sportarten der Videobeweis zum Einsatz kommt.

    Mir fällt aktuell kein Beispiel ein, bei der die Schiedsrichter selbst nach ihrer Entscheidung nochmal die Bilder heranziehen. Sei es im Fußball, Volleyball, American Football, Tennis: die Nutzung der Videobeweise werden durch andere Personen angestoßen.

    Das wäre auch die nächste Diskussion, warum in Situation A dir Schiedsrichter eine Strafe entsprechend der Wahrnehmung verhängen und sich dann nochmal das Video anschauen und in Situation ihre Entscheidung aufgrund ihrer Wahrnehmung einfach stehen lassen.

    Würde die Technik in dem Moment "ausfallen", entscheiden sie doch eh aufgrund ihrer Wahrnehmung. Es sieht nur einfach blöd aus, wenn man sieht, dass die Technik versagt.

    Dass es im Handball, wo die Schiedsrichter selber entscheiden müssen, ob sie sich die Bilder anschauen, erstmal entscheiden, ob sie entsprechend ihrer Wahrnehmung den Videobeweis als Unterstützung nutzen wollen oder direkt entscheiden, ist doch sachlogisch. Es gibt nunmal keinen 'externen' Trigger, der nach Schiri-Entscheidung den Blick auf das Video empfehlen / anfordern / verlangen kann.

    Man sieht ja auch in einigen anderen Sporarten, dass selbst bei massivem Einsatz von Kameras auslegbare Situationen immer mal wieder auch so entschieden werden, dass sich Gelehrte drüber streiten könnten. So richtig eindeutig "1 oder 0" ist es ja nur bei Bildbeweisen, bei denen es um irgendwelche Linien geht.

    Was bei Weber und Lagergren verwundert, ist ja letztlich auch, dass man früh innerhalb der 1. Vertragsrunden nochmal 2-3 Jahre drauf gepackt hat.

    Für Wiegert haben sie einen gewissen Wert und bei Albin kann man nicht sagen, dass er unterperformen würde. Wenn er gebraucht wurde, war er jetzt dir letzten Monate da.

    Wie auch schon angesprochen, war Lagergren vor Jahren schon der Wunschspieler von Wiegert. Der kurze Ausflug nach Mannheim war in Wiegerts Personalplanung sicherlich nicht eingepreist. Mit OIM und Lagergren hat er jetzt die beiden RR, die er wollte. Dass Lagergren sich als 1b / 2 einfügt, ist doch das beste was passieren konnte. Dass Kay gerne mehr spielen will, ist genauso nachvollziehbar.

    Sicherlich hätte es aber auch bei Lagergren erstmal keinen Zacken aus der Krone gebrochen, wenn man z.B. Ende 2024 / Anfang 2025 geschaut und gesprochen hätte. Die Spieler werden doch selbstverständlich bei frühzeitigen Angeboten mit noch längerer Planbarkeit nicht "nein" sagen.

    Aus Fan-Sicht ist die nachvollziehbare Wunsch-/Erwartungshaltung bei Smarason doch einfach, dass man zumindest mitbekommt, dass seitens Verein eine Verlängerung angestrebt wird/wurde. Wenn Smarason aus irgendwelchen Gründen doch lieber wechseln wollen würde, gut, dann wäre es so. So oder so hat er sich hier als "Notverpflichtung" ein großartiges Standing erspielt.

    Na, einer deiner Kritikpunkte war ja, dass sie jetzt gar nicht mehr zum Bildschirm gehen. Das kann doch auch einfach den Hintergrund haben, dass es inzwischen eine Halbserie an Erfahrungen mit dem Videobeweis gibt und sich die Linie der Liga und Schiedsrichter fortlaufend entwickelt.

    Das hat sicherlich auch nichts damit zu tun, wo die Schiedsrichter pfeiffen. Die Gespanne, die in der HBL pfeiffen, werden doch nicht "oben" ankommen, wenn sie aufgrund äußerer Einflüsse nach eigenem Gutdünken Regeln oder Auslegungen dehnen, weil sie ein bisschen Druck nicht standhalten. Denen wird es egal sein, wo sie pfeiffen, die wollen ihren Job in ihren Augen und denen ihrer Beobachter gut machen.

    Dass Schiedsrichter inzwischen für bestimmte Situationen nicht mehr auf den Videobeweis zurückgreifen, anders als noch zum Beginn der Saison, wird sicherlich auch mit fortlaufenden Schiedsrichter-Besprechungen und dem Erfahrungsschatz der Schiedsrichter zurückzuführen sein.

    Die HBL-Schiedsrichter werden es ja mutmaßlich auch ohne Videobeweis nicht nur einfach so nach oben geschafft haben sondern deshalb, weil sie ohne Videobeweis oft genug die richtigen Entscheidungen getroffen haben.

    Zudem kommt die allgemeine Linie der Liga, in denen es für viele Sachen eben sowieso nur 2 Minuten gibt, obwohl man es per Regelwerk härter bestrafen könnte. Es zeigt sich ja auch immer mal wieder das selbst mit Videobeweis für so manche Aktionen immer wieder nur 2 Minuten gegeben werden.

    Warum sollten sie sich das gleiche dann doch nochmal anschauen, wenn sie direkt wissen, dass sie 2 Minuten geben werden? In jeder Sportart immer nur auf den Videobeweis zu gehen, wäre auch eine Untergrabung der Einschätzung der Schiedsrichter (egal ob man sie live teilt oder nicht). Dann könnte jeder HBL pfeiffen und ein Spiel würde 3 Stunden dauern.

    Na mal abwarten, was die Vertragssituationen um Damgaard und Smarason so 2025/2026 beim SCM dann so hergeben für die Teilnahme in der Gerüchteküche. Der Spielstil des SCM ist mittlerweile doch auch so ausgerichtet ist, dass Claar, Kristjánsson oder ähnliche Spielertypen beliebig RL oder RM spielen könnten. Der einzige "positionsreine" Spieler auf den Positionen bei uns ist doch nur noch Weber. Selbst Damgaard könnte wohl beides.

    Das Problem für Weber ist letztlich, dass er in der leistungsstärksten Phase des SCM seit über 30 Jahren eben mit denen verglichen wird, die ebenfalls für seine Position in Frage kommen.

    Das war mit Mika schon "schwierig" wo Weber mutmaßlich noch den Vorteil bei Wiegert genoss, dass er der vermeintlich ballsicherere Spieler war und deshalb den Vorzug erhielt. Ich gehe davon aus, dass die meisten sich hier einig sind, wer da in dem Vergleich trotzdem der bessere Offensivhandballer ist und letztlich ließ sich das bei vergleichbaren Einsatzzeiten auch statistisch belegen.

    Jetzt kam mit Smarason ein unerwarteter Glücksgriff und auch wenn es nur eine eigentlich angekündigte Zwischenlösung war, muss man drüber reden dürfen, dass es mehr als sinnvoll ist, ihn weiter zu behalten, um die Mannschaft qualitativ breiter als geplant aufstellen zu können.

    Sollte der lange Vertrag von Weber dazu führen, dass man auf diesen Glücksgriff nicht flexibel reagieren kann oder reagieren will, dann ist das Perlen vor die Säue werfen.

    Dass der Verein durchaus dazu gewillt ist, hat ja das Beispiel Bergendahl gezeigt, den ebenfalls eine Verletzung zu uns gebracht hat.

    Würde mit Smarason verlängert werden, ist es auch recht objektiv, zu sagen, dass das für Weber eine größere Auswirkung hätte als für Damgaard. Mika war sowieso schon nur die Nummer 2. Smarason bringt aber neben der gewünschten Ballsicherheit, für die Weber eben den Vorrang bekommen hat, auch Torgefahr und Abwehrskills mit.

    Letztlich hat auch Damgaard im Gegensatz zu Weber die besseren Fähigkeiten, um in einem 1:1-Kontakt noch Tore zu machen. In dem Arm stecken noch sicherlich 2 Jahre, um bei Gegnerkontakt doch noch ein Tor zu schaffen. Weber ist eben eher noch ein Typ Richtung Shooter, der aber im System Wiegert nicht gefragt ist und dem die Erfüllung seiner taktisch gegeben Aufgaben nicht wirklich entgegen kommt.

    Man könnte ja auch die These in den Raum stellen: Weber arbeitet mannschaftsdienlich die an ihn gestellten Aufgaben ab, selbst wenn diese seinen eigenen Möglichkeiten nicht zugute kommen. Die besseren Spiele hat er dann, wenn er sich gefühlt auch mal hier und da ne Freiheit nimmt. Es wird dann fahrig, wenn er zwanghaft bestimmte Sachen probiert oder wiederholt.

    Das würde durchaus auch ins Gesamtbild seiner Bevorzugung und der Vertragslaufzeit passen. Wiegert scheint auch ein sehr loyaler Charakter zu sein, der Mannschaftsdienlichkeit etc. entsprechend dankt.

    Auf Leistungsebene betrachtet, ist Weber eben aktuell der Rechtshänder im Rückraum, der "statistisch" mit seiner in den letzten Monaten gezeigten Spielweise am wenigsten Einfluss haben würde.

    Selbst Mika als Hop-oder-Top-Spieler dürfte am Ende des Tages ein besseres Tore-/Ballverlust-Verhältnis haben als Weber und das spricht eben nicht für Weber.

    Der Vertrag bis 2028, den er verständlicherweise sicherlich dankend angenommen hat, macht es eben für seine Reputation unter den Fans nicht einfacher. Nach außen wirkt eben nicht, wie gut er die Vorgaben des Trainers umsetzt, sondern was am Ende seiner Ballbeteiligungen am Ende zählbares bei raus kommt und aus Zuschauersicht ist das ein Bremsen der potentiellen Angriffswucht.

    Eigentlich kann man Weber doch mit Steinert vergleichen. Physisch durchaus robuste Spieler, die eher über Fernwürfe agieren als im 1:1. Beide profitieren letztlich nicht von Wiegerts System. Anders als Steinert muss Weber aber einen Weg gefunden haben, bei Wiegert Punkte zu sammeln. Qualitativ unterscheiden sie sich kaum und sind für deutsche Handballer durchaus gehobenes Regal aber keine Spieler, die auf international hohem Niveau konstant einen Unterschied machen könnten. Hätte man Weber analog zu Steinert nicht gehalten, wäre es kaum ins Gewicht gefallen. Selbst Alfred, der sicherlich eher den Spielertypus physischerer Rückraumschütze bevorzugt, gibt ja letzten Endes Weber kaum Vertrauen... und da fallen einem nicht viele Spieler auf RL/RM ein, die bei einem deutschen Topclub ähnliche Spielanteile bekommen.