Beiträge von anonymer-scm-fan

    Es bleibt trotzdem dabei, dass Schiedsrichter mit einem gewissen Fingerspitzengefühl diesen Ablauf nicht hätten mit Rot und 7 Meter bestrafen sollten. Die Entscheidung, die entsprechende Ahndung tatsächlich anzuwenden, kam mutmaßlich nur deshalb zustande, weil es 5 Sekunden vor Schluss war. Wenn sie es sonst nicht ahnden würden, sollten sie es dann auch nicht.

    Man kann dem Spieler nicht zweifelsfrei vorwerfen, dass er ausreichend NACH dem Pfiff eine Aktion begonnen hat, die er wirklich nicht mehr hätte starten dürfen. Das war viel mehr ein üblicher Bewegungsablauf in dieser Situation als eine mit entsprechend notwendiger Zeit durchgeführte Verzögerungstaktik.

    Wenn das jetzt so entschieden wurde, müsste das dazu führen, dass jeder Steal, der zum Freiwurf führt beim Zucken des abfangenden Spielers in jeder Sekunde jeden Spiels mit 2 Minuten bestraft werden müsste.

    Die Schiedsrichter erweisen sich mit den Entscheidungen durch den Videobeweis selbst einen Bärendienst, über den sie im DHB sprechen sollten.

    Ok, vielleicht hätte ich "Nutzung" statt "Anwendung" schreiben sollen.

    Natürlich ist es nicht der Videobeweis, der entscheidet, sondern die Schiedsrichter, die eine fragwürdige Bewertung aus dem zur Verfügung gestellten Material treffen.

    Die gleichen Schiedsrichter würden vielleicht bei einem 12:9 in der 25. Minute in so einer Szene den Steal nicht bestrafen und es beruhen lassen, wenn der Spieler den während des Pfiffes begonnenen Laufweg abbricht. Es war ein Steal, der den Pfiff verursacht hat, oder sie hätten schon spätestens IM Pass vom festgehaltenen Berliner Richtung Mitte pfeiffen müssen.

    Hier zeigt sich durch den Videobeweis wieder, dass eben nicht jede Situation schwarz-weiß sein kann. Der DHB nutzt solche Themen hoffentlich auch für entsprechende Maßnahmen im Schiedsrichterwesen.

    Symptomatische Szene für eine fragwürdige Anwendung des Videobeweises.

    Vujovic fängt den Ball, erst dann kommt mit dem Ballverlust der Berliner der Freiwurfpfiff. In dem Moment hat Vujovic die Prellbewegung schon eingeleitet mit dem Blick zum Feldschiri, der da sogar noch die linke Hand für passives Spiel oben hat. Mit der Information vor Augen beginnt er das Prellen recht kurz nach dem 1. Pfiff, aber hier muss man auch Reaktionszeit zugestehen, grade mit dem Blick zum Schiri, der noch ein falsches Zeichen signalisiert. Erst durch das Prellen kommt der 2. Pfiff mit Time Out und da lässt er sofort vom Ball ab, der durch seine Bewegung nach vorne noch rollt.

    Das ist Schuld der Schiedsrichter und damit haben sie Berlin den Sieg über den 7m auf dem Silbertablett präsentiert. Wenn man den Vorteil abwarten will und der gegnerische Spieler einen Steal holt, der den Vorteil dann aufhebt, darf man nicht erwarten, dass der die Bewegung sofort mit dem dem Pfiff abbrechen kann.

    Vujovics Steal hat den Freiwurf ausgelöst. Genau dieser Ablauf kommt so öfter in den Spielen vor und ist auch nicht immer bzw. eher selten 2 Minuten. Wäre der Ball zum Berliner durchgekommen, hätten sie nicht mal Freiwurf gepfiffen.

    Benno als Spieler in die HoF aufzunehmen, ist so gesehen die offene Tür, dass man über so viele fehlende Spieler sprechen könnte, über die man sonst auch gar nicht reden würde.

    Im Quervergleich der Aufgaben gehört dann für die 2010er-Jahre auch ein Robert Weber noch rein. Der hat ja als Außen bzw. als Spieler in seiner Phase beim SCM mehr beigetragen.

    Bei Benno sind die Diskussionen ja auch maßgeblich deshalb abgeflacht, weil er es nach der Aufnahme geschafft hat, es als Trainer zu rechtfertigen. Es gäbe ja auch 2 Trainer, die es verdient hätten, aufgenommen zu werden und in der Gesamtbedeutung für den SCM würde auch ein Harry Jahns - eben nicht nur als Spieler, sondern auch mit seinen Erfolgen als Jugendtrainer - da rein gehören.

    In der Schlussphase der letzten Saison konnte Mika ja auch wieder beweisen, dass er für die Mannschaft noch einen Wert hat.

    Aktuell ist es ja wieder so, dass er 50% der Spielzeit bekommt und sich mit Weber die Position teilt. Das war 2/3 der letzten Saison ja nicht der Fall.

    Wie man auch gegen Veszprem bewiesen kommen hat, braucht man seine Qualitäten gegen richtig starke Gegner, da dann eben auch die derzeitige Spielweise an die Grenzen kommt. 6 Tore von ihm in einer Halbzeit gegenüber 10 Toren von der gesamten Mannschaft in der 2. Halbzeit sprechen in solchen Spielen eben auch eine Sprache.

    Veszprem hat da jetzt aber auch keine Übermannschaft, vor der sich andere Topfavoriten auf die CL verstecken bräuchten.

    Die waren heute im Gegensatz zum SCM einfach körperlich präsenter und angebrühter. Eine ähnliche Lehrstunde gab es letzte Saison im Spiel gegen Paris auch. Gegen solche Teams hat der SCM immer Probleme, selbst mit einem Gisli.

    Die Abwehr wurde vorgeführt und vorne gewinnt man in solchen Spielen keinen Blumentopf, wenn man Damgaard auswechselt. Da fehlt einfach das Überraschungsmoment und jemand der sich eben auch unbeirrt traut, zum Tor zu gehen. Von den anderen wusste man, was kommen würde und das hatte man im Griff.

    Kein Beinbruch für den SCM, aber auch darauf muss das Team reagieren. Wenn die handballerischen Lösungen eingeschränkt werden, dann ist es durchaus zu schnell mau. Es fehlte auch heute immer wieder mal eine Körpersprache, die anzeigt, dass man dagegen hält. Da liegt man mit 3 hinten und trottet dann nach vorne... das ist grad das Risiko...

    Bei SCM-Topspielen ist Ramba Zamba.

    Andere Topspiele kriegen die Thiyagarajahs sehr gut über die Bühne.

    Die Aussage ist doch auch nur SCM-Bashing und im Kern haltlos bzw. unterstellt indirekt, dass die beiden gewissen Mannschaften und deren Umfeld nicht gewachsen sind oder gar noch schlimmeres.

    Die SCM-Spiele sind nicht die einzigen Spiele, in denen es intensiv zugeht und die für die Schiedsrichter allein aufgrund der Aktionen nicht so eben zu pfeiffen sind.

    Die GETEC-Arena wäre nicht die einzige Halle, in der es beträchtlich laut wird, wenn die Halle mit der Schiedsrichter-Entscheidung nicht einverstanden ist. Die beiden angesprochenen Spiele waren zudem auswärts.

    Andere Schiedsrichter kommen in der öffentlichen Wahrnehmung besser weg und dieser Fall betrifft ja nicht nur die SCM-Anhängerschaft sondern wurde in der öffentlichen Wahrnehmung entgegen der bestehenden Regeln falsch bewertet.


    "Andere Topspiele kriegen die Thiyagarajahs sehr gut über die Bühne." --> Hier müsste man die Spiele untereinander vergleichen, ob die anderen "gut gepfiffenen" Spiele einfach weniger diskussionswürdige Szenen hatten, über die man reden könnte. Die werden ja nicht in Spiel A eine ganz andere Linie pfeiffen als in Spiel B.

    Wenn man es runterbricht auf die HBL-Auslegung der Regeln, haben die beiden in Berlin eine tendenziell falsche Entscheidung drin (Claar 2 Minuten) und eine Thematik, bei der man in der Gesamtbetrachtung der Szene auf ein anderes Ergebnis kommen kann, als es ein einzelnes Bild darstellen würde.

    Da sind sie ja aber nun auch nicht die einzigen Schiedsrichter, die in der Entscheidungsfindung ein einzelnes Bild bewerten und die Gesamtszene eben ausblenden. Letztlich kommt dies aber auch aus den Regeln heraus, dass eine blaue Karte nichts mit Absicht zu tun hat. Der Griff in die Kronjuwelen ist nun mal besonders unschön. Dass sie bei der Ansicht bleiben, muss man dann hinnehmen und wäre verwunderlich, wenn sie in dieser Szene ein paar Tage später eine andere Bewertung haben würden, als sie es per Regelwerk nachvollziehbar nach dem Video hatten.


    Allgemein muss man in der HBL einfach sehen, dass das Regelwerk durchaus anders ausgelebt wird, als man es in anderen Spielklassen selbst auslegen würde und das in der allgemeinen Wahrnehmung eben oft auch Regelunkenntnis verbreitet ist.

    Die HBL sollte sie aber eine Zeit lang schützen und nicht nach MD schicken, denn das wird, ob berechtigt oder nicht, noch eine Zeitlang für Spannungen sorgen.


    Ob es im DHB in die Richtung gehen kann, dass die Blaue Karte für eine Disqualifikation und ausgelagerte, zeitnah befristete Entscheidung durch ein gesondertes Gremium führen kann, bleibt wohl auch zu durchdenken. Solange man Videomaterial hat, wäre es durchaus einfacher. In den meisten Ligen bleibt ja nur die schriftliche Beschreibung der Szene der Schiedsrichter im Spielbericht. Die derzeitige Lösung mit "automatischer Sperre von einem Spiel mit Prüfung einer Verlängerung durch die Staffelleitung" bleibt wohl letztlich einfacher.

    Das ist auch ob des bisherigen Verlaufes sehr unverständlich.

    Es gibt doch für die Zukunft nur 2 mögliche Szenarien:

    1. Du kannst als Club Einspruch einlegen, ist dieser nicht erfolgreich, bleibt die Sperre per sofort.

    2. Ist der Einspruch des Clubs erfolgreich und die HBL geht ihrerseits in die nächste (letzte?) Instanz, gilt eine eventuelle Sperre für den finalen Richterspruch auch erst ab diesem Zeitpunkt und nicht rückwirkend.

    Etwas falsch bei 2.

    Die Sperre gilt für das nächste Spiel nach der blauen Karte, egal wie lange es gerichtlich dauert.

    Spieler nicht eingesetzt + Sperre gilt dann irgendwann per Rechtssprechung final = alles richtig gemacht.

    Spieler eingesetzt + Sperre gilt per Rechtssprechung final = Niederlage in dem Spiel am Grünen Tisch und Verdopplung der Sperre

    Spieler nicht eingesetzt + Sperre wird rechtsgültig einkassiert = bei Sieg Glück gehabt und bei Unentschieden / Niederlage kann Wiederholungsspiel des Spiels beantragt werden.

    Spieler eingesetzt + Sperre wird rechtsgültig eingesetzt = Glück gehabt.


    Die HBL musste wegen der damaligen Situation aufgrund des Gleichbehandlungsweges jetzt den gleichen Weg gehen, sie Darstellung in der Youtube-Erklärung. Hätten die Schiedsrichter in der 1. Instanz ihre Auffassung von sich aus revidiert, wäre es wohl auch Ok gewesen.

    Weil die HBL die Sperre gegen Smarasson bei einem Spiel belassen hat und dieses jetzt abgeleistet wurde, kann die HBL ihn jetzt so oder so freigeben. Das entspricht der SCM-Ansicht "wir sehen damit die Bestrafung als abgeleistet".

    Diese Passage aus dem Interview lässt mich stutzen:
    "Ich wäre sehr gern dort geblieben. Bis heute habe ich aber weder eine Ab- noch eine Zusage bekommen. Ich wurde auch nicht verabschiedet. Als Emsdetten aber einen anderen Spieler verpflichtet hat, war mir klar, dass es zu Ende ist. Ich finde es schon traurig, dass nie jemand mit mir gesprochen hat, um zu sagen: Es passt nicht."

    Ist er vielleicht auch einfach eine etwas schwierige Person bei so Vertragsdingen?

    Schon ein bisschen wirr, wenn er entweder kein Vertragsangebot bekommt, es nicht mitbekommt oder sich wundert, wenn er ein Angebot nicht annimmt und sich dann so äußert.

    Im Kern hat nach der Aussage von ihm Emsdetten scheinbar kein Angebot gemacht zu haben.

    Die Lösungsansätze verstehe ich. Aber das erklärt leider nicht meine Frage bzgl. Hamburg. Da hieß es:

    "Die Handball-Bundesliga hat uns auch nochmal bestätigt, dass es keinerlei Chancen auf Erfolg bei einem Einspruch gibt, weil es sich um eine Tatsachenentscheidung handelt. Gegen Tatsachenentscheidungen im Spiel ist grundsätzlich kein Einspruch möglich. Und eine gezogene Blaue Karte zieht dann ausnahmslos immer eine automatische Sperre von einem Spiel nach sich.

    Quelle: https://www.handball-world.news/o.red.r/news-1-1-1-145078.html

    Das war entweder Unwissenheit bei der Aussage der HBL, weil nicht bekannt war, dass ein Eispruch sehr wohl rechtlich zulässig ist und das BSG das erstmal anders entscheiden kann ODER das weitsichtige Gegenteil, dass da jemand sehr wohl wusste, dass es das Urteil des Bundesgerichts von 2018 gab.

    Klingt in der Formulierung vom HSV halt sehr nach ersterem... kann auch das andere Szenario gewesen sein, ist dann aber zu sehr verfremdet wiedergegeben, weil es so verstanden wurde.

    Da es damals scheinbar auch auf Äußerungen von Wäschenbach beruht, war dies wohl einfach sein damaliger Kenntnisstand...

    Wir wissen ja auch nicht, ob der SCM vor dem Einspruch eine ähnliche Info erhalten hat und es trotzdem oder einfach direkt versucht hat.

    Faktisch sagt das Urteil ja eben auch aus, dass im DHB die Tatsachenentscheidung der Schiedsrichter in so einem Fall endgültig ist. Man darf es halt versuchen, aber wird wohl scheitern...

    Da haben wir einfach unterschiedliche Sichtweisen.

    Ich finde nicht, dass der SCM (Handball Clubs im allgemeinen) hätte informiert werden müssen, sondern, dass die hauseigene Rechtsabteilung da "besser"/intensiver hätte recherchieren sollen.

    Ich sehe halt die Bringschuld nicht bei der HBL oder dem DHB, sonder bei den betreffenden Parteien, wenn es um ungeklärte Rechtsfragen geht.

    Aber da ich mit meinem Verein (noch) nicht betroffen bin, sagt sich sowas sicherlich auch einfacher ;) .

    Wie gesagt, wäre das Szenario auch optimistisches Wunschdenken gewesen. Seitens DHB und HBL wäre das Szenario nicht neu gewesen und wie bei Youtube auch erklärt, ist es nachvollziehbar, dass sie nach 2018 auch jetzt wieder Revision einlegen.

    Was ich aber weiterhin kritisiere, ist die dargestellte Antwort von Wäschenbach an Schmedt. Optimalerweise sollte die höchste deutsche spielleitende Stelle wissen, dass diese Aussage "Spieler ist einsatzberechtigt." in dem Moment zu früh getätigt wurde, weil das Verfahren im Sinne der sonstigen DHB-Formulierungen nicht rechtsgültig abgeschlossen wurde.

    In dem Moment war auch egal, ob tatsächlich eine Revision veranlasst wird oder nicht.

    Was wäre denn passiert, wenn Wäschenbach Ja sagt, das Spiel mit der Information mit Smarasson stattfindet und dann das Thema "unberechtigt wegen laufendem Verfahren" hoch kommt?

    Im Grunde hat der DHB hier auch eine eklatante Wissenslücke aufgezeigt, egal ob Wäschenbach schuld daran ist oder nicht.

    Der DHB täte gut daran, in diesem Punkt der Rechtsordnung es einfach genau zu formulieren, auch wenn es faktisch dazu führen wird, dass eine blaue Karte immer eine Sperre zur Folge hat, weil es gerichtlich nicht in der kurzen Zeit final geklärt werden kann. Wie es ja auch dargestellt wurde, geht es mit den aktuellen Begebenheiten sowieso nur noch um "falscher Spieler", "Schiedsrichter revidieren" oder "mehr als 1 Spiel" ... oder es so umzuformulieren, wie Schmedt es vorschlug und es sinnvoll wäre, dass per Rechtsordnung die Sperre per BSG durchaus auch aufgehoben werden darf. Da werden sie aber nicht die Schiedsrichter mit schwächen.

    Mal sehen, ob sie im Zweifel wirklich bereit sind, das Risiko von Wiederholungsspielen zu tragen.

    Warum hätte denn der DHB, bzw. die HBL den Verein über die Revision informieren sollen?

    Das juristisch noch viele Fragen ect. offen waren (sind) war doch selbst uns Laien hier klar und darauf muss sich jeder professionelle Handball Club vorbereiten/einstellen.

    Ich finde es z.B. seltsam, dass Schmedt (ich nenne ihn hier stellvertretend, weil er das Statement heraus gegeben hat) meint entscheiden zu können, dass Smarason nun seine Strafe abgeleistet hat. Das ist einfach nur seine persönliche Wahrnehmung zur Situation, aber keine rechtliche Tatsachen Entscheidung.

    Das man immer noch keine Neuregelung zu solchen Fällen gefunden/erarbeitet hat, steht für mich auf einem anderen Blatt und da bin ich ganz bei Dir. Aber leider mahlen die Mühlen der (Sport)Justiz langsam.

    Jetzt kann man nur abwarten, wie sich alles weiter entwickelt...

    Wenn es für den Einsatz des Spielers relevant ist, sollte der Verein auch über das Nutzen von Rechtsmitteln informiert werden.

    Goldlösung wäre ja gewesen, wenn man dem Verein seitens Verband schon direkt im Vorfeld signalisiert hätte, in Revision zu gehen, wenn das Urteil im BSG so ausfällt. Der ähnlich gelagerte Fall von 2018 sollte bei den verantwortlichen Personen bekannt gewesen sein.

    Ok, dieses "vorher signalisieren" mal geschenkt...

    Das Eilverfahren erhält ein Urteil. Der Spielleiter signalisiert dann dem Verein am Spieltag, dass der Spieler faktisch einsatzberechtigt ist und kurz danach kommt das Rückrudern mit der Revision.

    Dann hätte spätestens Wäschenbach in dem Moment sagen müssen: "Ich kann dir nicht sagen, ob er einsatzberechtigt ist, weil ich nicht weiß, ob wir in Revision gehen. Das Urteil ist erst nach Verstreichen der Frist rechtsgültig und wenn es sich doch noch ändert, wäre der Spieler ggf. nicht einsatzberechtigt gewesen und ihr verliert vielleicht am Nachgang am grünen Tisch."

    Sorry, das muss der Spielleiter der HBL auf dem Schirm haben! Ob es in den Ordnungen geregelt ist oder eine Lücke besteht, sei dahin gestellt. Wenn er es nicht weiß, darf er dem Verein keine faktisch falsche Zusage geben.

    Es ist eine Farce, dass die Einsatzberechtigung bei einem Spiel nicht geklärt ist. Und seit 2018 sollte man durchaus im DHB drauf gekommen sein, dass in so einem Streitfall eine solche schwebende Situation eintreten kann. Entsprechend hätte man 5 Jahre Zeit gehabt, dass ins Regelwerk aufzunehmen. Dann hätte es halt gelautet "Solange die Sperre nicht rechtsgültig wirkend aufgehoben ist, gilt sie.".

    Wäre keine Überraschung, wenn der DHB es jetzt weiterhin nicht explizit regelt. 5 Jahre für eine Anpassung der Rechtsordnung seit dem Fall zwischen Hüttenberg und Eisenach sollten ausreichen. Und, die HBL hätte dort vielleicht auch nachvollziehen können, ob der damals betroffene Spieler im nächsten Spiel mit einem später zurückgenommenen Spiel eingesetzt wurde und was damals dann gemacht wurde und das heute noch so Geltung finden würde.

    Selbst wenn damals der Spieler nicht direkt von dieser Lücke betroffen gewesen sein sollte, hätte man die Regelungslücke bei laufenden Verfahren vor der Rechtsgültigkeit vermutlich entdecken und schließen können.

    Ich habe mal geschaut: Die damalige Situation war eine DQ mit Bericht am 21.04.2018. Den Freispruch des BSG gab es am 28.04.18. Beim nächsten Spiel nach der DQ stand der Spieler zumindest in der Aufstellung. Hüttenberg hatte 28:32 verloren, sodass es dort vielleicht auch nicht mehr weiter verfolgt wurde. Im Moment des Einsatzes war die Nutzung der Rechtsmittel noch möglich.

    Hand im Gesicht des Gegners ist in der HBL doch schon längst nur maximal 2 Minuten. Wenn du dem Gegner dann ne Rote reindrücken willst, musst du schon bewusstlos liegen bleiben.

    Siehe auch Claars Szene gegen Andersson, wo es schon gar nichts gab oder eben auch Marsenic gegen Claar.

    Willkommen in "Lass laufen, wenn es dem Zuschauerinteresse dient und nichts ernsthaftes passiert ist.". Das Regelbuch ist für die HBL-Auslegung eher ne grobe Orientierung, wie in manchen Sachen in jeder Saison.

    Profihandball ist da doch schon per sé gesundheitsgefährdend...

    Dafür sind sie diese Saison mal recht konsequent mit Abwehr im Kreis und 7m. Man kann doch nicht gleich alles erwarten...

    Auch wenn ich jetzt ´nen S***storm riskiere, kann ich - wenn ich juristisch alles richtig verstanden habe - Herrn Schmedt mit seinen Aussagen ("...Schildbürgerstreich...der notwendigen Professionalität unserer Sportart nicht im Ansatz gerecht...Verzicht auf Smarason sehen wir als Ableisten des ursprünglichen Starfmaßes an..." ) nicht zustimmen.

    Versteht mich nicht falsch, ich fand die blaue Karte auch unnötig und verstehe den ganzen Ärger darum. Aber es wurde nun mal leider so entschieden und aMS hat der Justiziar der HBL rechtlich mit der Revision keine andere Alternative gehabt, weil es sonst ja ggf. rückwirkend doch zur Sperre und Einsprüche Dritter kommen kann.

    Dann lieber erstmal in den sauren Apfel beißen, aber schlußendlich ist dann Formal alles richtig gelaufen...

    Es bleibt in der Kommunikation und der Definierung der Regelungen ein Schildbürgerstreich bis hin zum Armutszeugnis.

    Der DHB bzw. die HBL hätte doch durchaus früher schon dem Verein mitteilen können, dass sie bei einem etwaigen Freispruch in Revision gehen würden aufgrund des Urteils 2/18 vom DHB-Bundesgericht - siehe die Darstellung von Lothar Frohwein im Spiel-Thread Berlin-SCM.

    Diese Ausgangslage war ja gestern bereits bekannt und dem zuständigen Justiziar im Verband auch schon vorher. Sie werden doch vermutlich nur aufgrund des damaligen Urteils in Revision gegangen sein, der die Tatsachenentscheidung auch hinsichtlich nach dem Spiel wirkender Sanktionen schützt.

    Damit fehlt ein Regulativ für Schiedsrichter-Entscheidungen, die auch nach dem Spiel noch wirken, und sie können somit machen, was sie wollen. Wer aus welchen Gründen auch immer eine blaue Karte gibt, ist bisher gerichtlich abgesichert, dass das DHB-Bundesgericht diese Sperre auch bei Unverhältnismäßigkeit wohl durchwinkt, weil es der Gerichtsbarkeit innerhalb des DHB nicht zugesteht, solche Auswirkungen über das Urteil der Schiedsrichter hinaus zu regulieren. Das wusste der DHB doch vor dem Urteilsspruch gestern schon...

    Es dann nach dem damaligen Fall nicht ausgeregelt zu haben, was in solch einem Fall passiert, ist die noch schwächere Leistung des Verbandes als Legislative.

    Der SCM ist somit nicht mal der Präzedenzfall.

    Nachgelagerte Auswirkungen nicht nochmal per anderer Instanz als nur der Schiedsrichter-Entscheidung überprüfbar und korrigierbar zu machen, ist ein Witz des DHB...

    Auch wenn Schmedt es sicherlich anders meinte, ist auch diese Situation nicht professionell geregelt.

    Weber hat dann ja auch recht schnell deutlich gemacht, dass es bei ihm nur für 30 Minuten reicht.

    Gerade bei so einem Spielverlauf hat es keine Not, irgendwas an der Aufteilung zu ändern, zumal es in engeren Spielen konsequent gemacht wurde. Belastungsverteilung mit CL wäre kein Grund, da es ja auch schon letzte Woche eine englische Woche gab. Vielleicht gab es aber auch bei Mika was Richtung Wehwehchen.

    Das pure Eintragen der Spieler, um im Fall der Fälle doch gegen eine etwaige Verletzung anzuspielen, um einen Risikopuffer zu haben und den Jungs ihre Einsatzprämien zu gönnen, kann man finden, wie man will. So hat man immernoch das Backup auf der Bank, aber für die Zuschauer bietet es Spekulatius.

    Ist doch ein Witz der HBL. Einspruch einlegen gegen das Urteil des Sportgerichtes und dann nicht mal geregelt haben, ob der Spieler einsatzberechtigt wäre. Und das am Spieltag. Lächerlich!

    Die kriegen es noch hin, dass Smarasson trotz des Verzichtes heute nochmal ab einem neuen Urteil pro DHB nochmal offiziell gesperrt wird, weil was anderes nicht geregelt ist.

    Da müsste es auch mal Instanzen in der HBL geben, die wortwörtlich die Eier haben, das Urteil in dem Moment zu akzeptieren, selbst wenn es die Schiedsrichter schwächt. So ist der Eingriff viel größer für eine Aktion, in der man sieht, dass es keine Absicht war und die Grundlage der Entscheidung falsch ist. Meinung der Schiedsrichter hin oder her.