Das Gefühl des Einprügelns entstand aus Aussagen wie:
- limitierte Spielweise
- immer gleiche Muster
- fehlende Intensität
- nicht so gallig wie der Gegner
- Wiegert könnte ändern...
- fehlende Aggressivität
- hausgemachte Probleme
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So wie es formuliert war, war es aber auch nicht als Einprügeln gemeint.
Der eine Teil der Punkte sind ja taktische Belange, an denen Wiegert bekanntermaßen festhält, weil sie meistens funktionieren. Dass man sich seitens der Fan für die Phasen, wo Plan A mal nicht greift, funktionierende Alternativen wünscht, darf ja sicherlich noch erlaubt sein. Das gilt ja nicht nur für den Angriff, wo man bspw. in Melsungen eben nur noch 3 offensive Rückraumspieler hatte. In der Abwehr sieht es doch nicht schlechter aus, wenn Chrapkowski im Innenblock zum Einsatz kommt und man entsprechend umstellt, um damit auch bessere Chancen in etwaigen Gegenstößen zu kreieren.
Bezjak ist der erste Abgang, den Wiegert Spielzeit garantiert. Er mag ihm gegenüber eine gewisse Loyalität aufgrund der gemeinsamen Vergangenheit verspüren, aber die Achse Bergendahl, Chrapkowski, O'Sullivan muss eine mögliche Alternative sein. Bezjak noch im erweiterten Gegenstoß so lange auf der Platte zu lassen, ist eben in den Spielsituationen ein genauso begrenzender Faktor wie eventuell vorhandene gewisse taktische Zügel, an die Weber sich hält.
Ja, das sind Kritikpunkte an Wiegert, aber sehr wohl in dem Wissen, dass er der Verantwortliche der aktuellen Hochphase ist. Wie gesagt: Kleinigkeiten, über die man noch sprechen könnten, die auch nicht das erste Mal unter den Fans diskutiert werden, um auch diese starke Saison auch in den letzten Zügen auch wieder zu vergolden.
Ich persönlich finde es in gewisser Art schlimmer, wenn man den Ausfall von OIM und Saugstrup als Aussage dafür nimmt, dass man dann auch solche Spiele mal verliert. Würde man in der Mannschaft so denken, dass es wegen der beiden Verletzten ja kein Beinbruch wäre, hätte man unnötige "Ausreden". Zum Glück scheint man in der Mannschaft aber nicht so zu denken.
Die Niederlage in Hannover war nach dem 25:25 tatsächlich vermeidbar, wenn man die guten 10 Minuten in dem Spiel bis zum Ende hätte durchziehen können. Beim Aufholen des Rückstandes war in der Mannschaft auch eine andere Körpersprache zu sehen.
In Melsungen hatten wir die beste Phase, als Gisli nicht direkt 1:1 gedeckt wurde. Wir spielen in Überzahl immer wieder mit 2 Rückraumspielern und 2 Kreisläufern. Von Außen gesehen, läge der Verdacht nahe, dass man es da mal mit Damgaard, Smits, Bergendahl und Meister hätte versuchen können - wie gesagt, mal für 2 Angriffe, um zu schauen, ob es eine realistische Alternative in dem Spiel gewesen wäre. Dafür, dass die Schiedsrichter eine großzügige Linie haben laufen lassen, kann ja auf SCM-Seite niemand was. Das war auf der Platte eben ein Kampfspiel.