Beiträge von anonymer-scm-fan

    Zu dem Zeitpunkt, zu dem Landin die Ausstiegsklausel ziehen Können würde (10 Jahre Auslandsaufenthalt voll) war Perez de Vargas noch langfristig in Barcelona gebunden. Wolffs Wechselwille war da auch noch nicht geweckt (Gehalt kam in Polen wohl noch pünktlich)

    Dass Kiel nicht das Geld haben würde, um Barcelonas Ablöseforderungen bedienen zu können, müsste ihm klar gewesen sein. Und somit, kamen die beiden super Torhüter einfach zu spät. Und das ist der fehlende Plan B. Denn in der Zeit vor deren Ankunft begann das Straucheln.

    Gut, es war kein direkter Ersatz, aber so wäre zumindest wäre der THW auf der Position wieder auf einem Stand, auf dem man sagen könnte "An den Torhütern sollte es inzwischen nicht mehr liegen."

    Bei Wolff mag es günstiger Zufall gewesen sein, dass man ihn 2024 wiederholen konnte und man damit die Lücke ggf. schon 2024 statt 2025 verkleinern konnte. Würde mich nicht wundern, wenn man an PdV schon dran war, bevor sich bei Wolff die Chance eröffnete.


    Auf dem Papier wird der Kieler Kader ja auch wieder etwas stärker - man wird abwarten müssen, was dann draus gemacht werden kann. Auch mit Köster, Makuc und Fischer ist das nicht automatisch einer der ersten 3 Plätze.

    Beim Abgang von Landin zu implizieren, dass Wolff und Perez de Vargas kein guter Plan B sind, ist aber auch schon mutig.

    Ob sie einschlagen oder nicht, aber rein von den Namen her, hat der THW wohl eines der besten TW-Duos.

    Das ist ja auch nicht nichts.


    Wenn Jicha nächste Saison noch Trainer in Kiel ist, müsste er sich als Trainer beweisen, ob er mit Spielern wie Skipagotu oder Makuc auch schnellen Rückraum-Handball spielen lassen kann.

    Beim 1. 7m hat Musche Michalczik kurz gezeigt, dass der ihn vor dem 7m nicht vollquatschen braucht.

    Beim Gegenstoß-Spiel ist erkennbar, dass es aktuell keine Strukturen mehr gibt, wie der Ball nach vorne getragen werden soll. Das waren zu Sullys Glanzzeiten schon Paradebeispiele, wie man den erweiterten Gegenstoß nach vorne trägt.

    Könnte eine Überlegung sein, eben nicht mit 3-4 Spielern nach vorn zu sprinten, um mit den Kräften besser hauszuhalten.

    Das sind aber in gewissen Situationen schon mögliche torgefährliche Waffen, die man sich dann selber nimmt, wenn man sie punktuell nicht mehr einsetzt bzw. einsetzen kann oder will. Einen direkten TG über Außenspieler hat man auch länger nicht mehr gesehen. In der Zeit, in der es mal noch schnelle Gegenstöße gab, war dann noch Saugstrup der TG-Spieler...

    Achso, ja, das stimmt natürlich. Auch wenn ich nicht glaube, dass es bei der Claar-Situation weniger Theater gegeben hätte, wenn sie nicht hingegangen wären. Eher im Gegenteil.

    Aber danach (nach Bennos Theater) noch das Tor vom SCM zurückzunehmen und Fischer nen 7-Meter zu geben - die Eier hat in Magdeburg ne Handvoll Gespanne.

    Die Schiedsrichter sind in der Aktion selber schuld, dass es eskaliert ist. Bei Claar unterbrechen sie den Hannoveraner Angriff, um doch noch die Szene zu checken. Keine 2 Minuten später, lassen sie in der genau gleichen Gemengelage den Magdeburger bis zum Torabschluss zu, nur um dann doch noch zum Monitor zu gehen und das Ergebnis des von ihn fortlaufen gelassenen Spiels doch noch zu annulieren. Entweder oder. Dass sich da in beiden Situationen beide Teams aufregen konnten, war vorprogrammiert.


    Wenn die Entscheidung der Schiedsrichter in dieser Situation "Spielfortsetzung nach Ballbesitzwechsel über Zeitraum x Sekunden" ist, dann müsste man ihnen auch die Möglichkeit des Videobeweises nehmen bzw. es so gestalten, dass es bei einem "Check Disqualification" nur noch um die Sanktion gehen kann. Bei der Prüfung, ob eine Disqualifikation erfolgen müsste, sollte es, dem Wortlauf des Begriffes, auch nicht mehr darum gehen können, dann nochmal den Spielverlauf zu ändern. Wenn dem so ist, könnte man genauso drüber diskutieren, dass sie dann auch die Spieluhr hätten zurücksetzen lassen müssen - Fischer lag da, man hätte vor dem 7m gewischt und es wäre demnach eine Spielunterbrechung gewesen, auf die man zeittechnisch hätte wieder aufsetzen können....

    International sollte man einfach nochmal allgemein über die Regelauslegung "Spielunterbrechung bei verletzt liegen bleibendem Spieler" nachdenken und sich was anderes einfallen lassen. Es gibt bei weiterlaufendem Spiel immer die Diskussion und Empörung aus der Mannschaft, deren Spieler mutmaßlich verletzt auf der Platte liegen bleibt.

    Mit der Möglichkeit des Videobeweises auf dem höchsten Niveau sollte man ruhig eine direkte Spielunterbrechung herbei führen. Um Simulationen zu vermeiden, könnte man es dort auch einfach so handhaben "Wenn eine Spielunterbrechung entstanden ist, darf der Spieler weiterspielen, wenn der Gegner für die Aktion bestraft wurde, ansonsten muss der Spieler für 3 Angriffe auf die Bank.".

    Da man so gar nichts weiter hört, dürfte der SCM wohl eh mit 2 KL weiter planen. Serradilla und Jönsson können dann hinten Entlastung bringen und sollte es Verletzungsprobleme geben, wird man wohl schauen, ob man jemanden kaufen müsste.

    Die Frage wäre doch, welche Alternativen verfügbar wären, die uns qualitativ voran bräuchten und die in die Strukturen der Mannschaft passen.

    Wiegert hat nun eine Mannschaft zusammen, in der es sportlich und offensichtlich menschlich auch passt und aktuell gibt der Erfolg ihm recht, nur punktuelle Veränderungen vorzunehmen. Der Ehrgeiz kommt ja aus der Mannschaft heraus und das ist insgesamt dann auch ein Konstrukt, wo man nicht mit dem Vorschlaghammer rein hauen sollte. Die Spieler, die man holt, passen charakterlich (von Außen betrachtet) sehr gut in diese Teamchemie und das ist für den sportlichen Erfolg eben wichtiger als 2-3cm Durchschnittsgröße.

    Wenn man 2027 Mittun für die Offensive und ab 2028 einen neuen RR bekommt, wären das eben solche punktuellen Anpassungen, die dann die Qualität des Kaders weiter hoch halten würden.

    Bergendahl ist auch einer der besten KL weltweit und hat sicherlich noch mindestens 2 gute Jahre im Tank.


    Da sind es vielleicht eher andere Kleinigkeiten, an denen man noch arbeiten kann, z.B. dass man, auch wenn es schmerzt und unfair scheint, nicht mehr so auf gewisse Schiedsrichter-Entscheidungen mit offensichtlicher Unzufriedenheit reagiert.

    Wäre wohl relativ absehbar aufgrund der Altersstrukturen:

    Musche, Weber und Lagergren dürften wohl eher ausgetauscht werden zur Kaderverjüngung.

    Bei Oskar kommt es bestimmt auch drauf an, was der KL-Markt 2028 bieten würde. Mit dann 33 kann es nochmal 1 Jahr werden. Hat man was bezüglich einer Option gehört?

    Claar, Jönsson und Mandic wären bei normalen Leistungen Kandidaten zur Verlängerung... wobei bei Mandic aktuell eher die Frage ist, warum er wenig spielt.


    Das mit Oskar war sicherlich auch keine "schwere Geburt" sondern abgesprochen. Das Heimspiel auf dem Geburtstag war ja schon eine Weile absehbar...

    Zum Thema "der abgebende Verein muss auch zustimmen und würde das nur tun, wenn es Sinn macht" und Melsungen:

    Gab es nicht auch das Gerücht, dass man Jönsson aufgrund Verletzungen 1 Jahr früher rauskaufen wollte und Melsungen nicht wollte bzw. das Preisschild zu hoch war und dann Toni kam?

    Der SCM wirtschaftet absolut solide und dürfte wohl auch in der Handball-Welt die am breitesten aufgestellte Sponsoren-Basis haben (Anzahl Sponsoren).

    Das man auf dieser Basis unvorhergesehene Personalsituationen abfängt, um die derzeitige Situation abzusichern, ist ja legitim.

    Man kann es ja auch so sehen, dass das auch Geld in den Kreislauf rein bringt, welches vorher nicht im Umlauf war. Immer nur ablösefrei gute Spieler zu verlieren, bringt am Ende nur den "holenden" Verein etwas. So hilft das am Ende auch den abgehenden Vereinen in der Abdeckung ihrer personellen Planungen.

    Bei Hernandez war es eher eine Vertragsoption im alten Vertrag (bis 2025) um 1 Jahr zu verlängern oder es wurde mit ganz offenen Karten gespielt, dass eben Barcelona 2026 schon bereit stünde und er nur um 1 Jahr verlängern würde. Dies kam ja auch dem SCM durchaus zugute. Mandic und Kuzmanovski waren ja jeweils de facto die geplanten Nachfolger (ab 2026 bzw. ab 2027).

    Bei Zechel und Portner sind es scheinbar ja vorfristige Ausstiegsklauseln. Beide Verträge wurden ja von Anfang an bis 2027 veröffentlicht. Ob die Klauseln wiederum beiderseitig oder nur für die Spieler sind, wissen wohl nur die Insider.

    Portner wiederum hatte bei seiner Verlängerung (2023) noch eine geplante 4-jährige Bindung an den Verein, also aus Spieler-Sicht auch schon langfristig und in der Zeit kann sich ja auch mal was ändern (unabhängig von seiner speziellen Geschichte).

    Zu seiner Entwicklung hätte es nach Eisenach sicherlich gut gepasst, eine Zwischenstation in einem Verein zwischen den Stufen Eisenach (gesichertes Bundesliga-Mittelfeld) und einem Topverein zu machen. GOG wäre diese Stufe, grade weil er sich da auch in der CL zeigen kann. Dass er das Angebot des SCM angenommen hat, war ja auch ok. Er wird sicherlich bei den mittleren CL-Teams seinen Karriere-Weg gehen können. Ob er mit seinem Spielstil nochmal zu einem der Topvereine kommt, hängt auch davon ab, ob sich die Topvereine solche Spieler holen wollen.

    Das Argument mit dem 3. Linkshänder teile ich nicht. Andere Mannschaften haben 5 Rechtshänder, und beschweren sich nicht.

    Die 5 Rechtshänder verteilen sich dann aber auch auf 2 Positionen und der 5. ist dann doch öfter auch nicht relevant oder hat eine Sonderfälle.


    Lichtleins Vorteil in der Konstellation ist zumindest, dass er auch Mitte spielen kann. Wenn man jetzt von Außen drauf schaut, wäre die Perspektive bei den Füchsen wohl am ehesten, dass Gidsel auf RM und Mem auf RR agieren dürften und Gröndahl und Lichtlein auf den Positionen von der Bank kommen bzw. Gröndahl 2 Positionen abdeckt. Kann ja auch gut sein, dass die Berliner andere Zusammensetzungen spielen. Dass sie Mem und Gidsel beide auf RR 50/50 teilen, wirkt aber zumindest aktuell am unwahrscheinlichsten.