Das Statement hat weder was mit Jammern noch mit Vertrauensverlust zu tun. Die Mannschaft auch immer noch die notwendige Qualität, aber darauf allein kommt es in den kommenden Wochen nicht mehr an.
Sporting hat gestern mit einer starken Leistung aber auch aufgezeigt, worauf man aktuell achten sollte.
Mit zunehmender Saisondauer werden die Ermüdungserscheinungen nicht geringer, gerade wenn jetzt mit Gisli wieder einer ausfallen sollte. Bleiben für den Rückraum für Sonntag aktuell wohl Weber, Bezjak/O'Sullivan und Magnusson/Smits. Klar kann das reichen, aber ein Selbstläufer wird das eben auch nicht.
Kernpunkt:
Die Meisterprüfung kommt in den kommenden Wochen, ob man nicht nur spielerisch meisterlich auftreten kann, wenn alle fit und frisch sind, sondern ob man auch meisterlich auf die Zähne beißen kann, um die Qualitäten weiterhin abrufen zu können, während die Gegner mehr Verschnaufpausen haben und immer wieder recht ausgeruht auf die Platte kommen.
Man wird in den kommenden Wochen sehen, ob die Mannschaft das schafft. Truppen wie der THW sind das eben von Jahr zu Jahr auf dem allerhöchsten Level gewohnt und haben in engen Titelrennen eben auch Erfahrungsvorsprung im Gegensatz zu Berlin oder uns.
Daher eben: Hauptsache, man schafft es über die Ziellinie, das Wie ist am Ende vollkommen egal. Wenn sie die nötigen Spiele alle mit harter Arbeit und "Kritikpunkten" +1 statt spielerischen Glanz mit + x gewinnen: Am Ende zählt die Vitrine und nicht der Weg dahin. Nach dem Liga-Spiel gegen Erlangen wird es bezüglich der Termin-Dichte ja wieder entspannter. Ziel muss es sein, nach dem 07.05. maximal 8 Minuspunkte zu haben, um es dann noch immer aus eigener Kraft in der Hand zu haben.
Wetzlar bleibt der erste wichtige Baustein, weil es in einer anstrengenderen Phase mit vermutlich dünnem Kader der vermeintlich stärkste Auswärtsgegner ist. Das Spiel zu gewinnen, wird hohen Wert haben.