Beiträge von anonymer-scm-fan

    Gegen diese Mannschaft braucht es einfach nur eine aggressive kompakte Abwehr mit halbwegs beweglichen Torwart.

    Der Rest wird durch Mutlosigkeit seitens Bank erledigt.

    2 von 3 Rückraum-Positionen erzeugen keine Torgefahr. Auf der dritten darf jemand agieren, der nur Torgefahr erzeugt, wenn er die Schnauze voll hat

    Der erste Rückraum muss mit dem Kopf durch die Wand...

    2 Spieler könnten mit der Brechstange vielleicht was ausrichten, dürfen aber nicht spielen.

    Mit Wiegert war das Maximum in der letzten Saison erreicht. Neue Möglichkeiten durch neue Spieler, wer braucht das schon...

    Und nach 3 Monaten selbst trotz Sprachbarriere müssten inzwischen Spielzüge mit Kuzmanovski doch mal existieren. Stattdessen entschuldigt er sich quasi schon, nachdem er nicht schnell genug auf die Bank kam und tatsächlich noch wagte ein Tor zu werfen...

    Die Frage ist doch letztlich, was am Ende eine "gute" Saison ist.

    Sie hängen selbst die Trauben sehr hoch mit großspurigen Zielvorgaben. Dass sie immr besser werden wollen, ist auch ein guter Anspruch. Dass sie dann auch liefern sollten, steht außer Frage und aktuell haben sie 2-3 Ergebnisse eingefahren, die nicht hätten sein müssen, wenn sie konzentrierter gespielt hätten.

    Bisher fehlt letztlich vor allem der Entwicklungsschritt, den man sich vor allem mit den zwei neuen Rückraumspielern erhofft hätte.

    Wenn sich das nicht ändert, kann man das Wiegert auch ankreiden, denn er ist in der Verantwortung gewesen, genau diese Spieler geholt zu haben.

    Stand jetzt scheint es so zu sein, dass er seiner Zielvorgabe in der Liga nicht gerecht werden würde. Im Pokal in Berlin oder im EHF-Cup ggf. gegen Kronau zu verlieren... ist bzw. wäre auch keine Laufkundschaft.

    Wenn er mit der gleichen Spielweise aber die vorgenommenen Ziele erreichen würde, ist die Saison dann schlecht, weil es keine Entwicklung gab, oder gut, weil die gesteckten Ziele erreicht wurden?

    Realistischerweise sind wir erstmal in einem Verfolgerfeld mit Melsungen und Berlin im Kampf um Platz 4 anzusiedeln. Das hätte der Verein auch so ausgeben können und sollen.

    Na dich möcht ich mal nach 3 Monaten in China hören. Ob du da ausreichend die Sprache kennst? :hi: Und ist das so, dass Kuzma die Sprachangebote nicht annähernd voll wahrnimmt? Bist du dir da sicher, weil Celje sowas gepostet hatte? Und wenn es tatsächlich so wäre, liegt das nur am Desinteresse des Spielers oder kann es da auch andere Gründe (z. B. Terminüberschneidungen) geben?

    Gut, es kann sich ja jeder seine eigenen Gedanken zu den bescheidenen Einsatzzeiten und den Gründen dafür machen. Für mich ist es eine Alibierklärung des Trainers, um die mangelnde Intergration in den Pflichtspielen halbwegs begründen zu können. Natürlich sind sprachliche Barrieren immer ein Problem. Aber wie bereits gesagt, sie sollen hier nicht den Goethes Mephisto oder war´s Faust (wohl beide) auf der Platte darbieten. Kuzma soll Handball spielen und dazu ist er wohl in der Lage. Ja und was macht man im Training? Sitzt er da auch nur auf der Bank? Mein Gott, es wird doch wohl möglich sein, dem Spieler zu vermitteln, was man erwartet, welche Spielzüge im groben einstudiert werden und wie man sich in etwa den Ablauf vorstellt. Ja was mich allerdings wundert, dass diese Erklärung bei z. B. Molina oder Kalarash nicht gebracht wurde. Die hatten doch auch beide Probleme mit dem anhaltinischen Dialekt ;) . Ach was schreib ich, dem Kalarash fehlte ja die Bundesligatauglichkeit. Für den CL-Sieg hat´s dann ja gereicht.

    Ne bei uns hat´s halt auch Tradition, dass neue Spieler (Ausnahme Lagergren) viel zu lange schmorren müssen, weil sie einfach nicht zu integrieren sind. Woran das wohl liegt? Sicher nur an den Spielern :lol:


    Ich nehme auch den Trainer in seiner Ansprache und Wortwahl dem Spieler gegenüber auch nicht aus der Pflicht, sich einem Spieler, der die Sprache nicht kann, anzunähern, so weit es ihm möglich ist.

    Natürlich ist es auch utopisch, zu erwarten, dass man nach 3 Monaten die Sprache soweit kann, dass man selbst alles berufsspezifische versteht.

    Es wird im Training wahrscheinlich schon irgendwie so laufen, dass man ihm die Anforderungen und Systeme vermittelt. Ob das "gut" gemacht wird oder besser gemacht werden kann, keine Ahnung.

    Die Aussage zur Wahrnehmung der Teilnahme an den Sprachkursen wäre unnötiges Öl ins Feuer gießen, wenn nicht irgendwas daran wäre. Es brächte dem Infogeber ja nichts, mit einer erfundenen Aussage einen Spieler so in die Pfanne zu hauen und Kritik auszuliefern.

    Welche Termine sollte Kuzmanovski denn haben, die Thulin nicht hätte? Keiner von beiden ist derzeit verletzt und ich würde davon ausgehen, dass der SCM insoweit professionell arbeitet, dass die Sprachkurse so getaktet werden, dass sie wahrgenommen werden können. Der Verein sollte sich im eigenen Interesse die Referenten auch selbst buchen, um unabhängig von regulären externen Kurs-Terminen zu sein.

    Wie gesagt, wird die Wahrheit bei Kuzmanovski irgendwo in der Mitte liegen, wo jeder etwas dafür tut und jeder wahrscheinlich auch irgendwas besser machen könnte.

    Er soll sich jetzt zeigen und beweisen dürfen, damit er auch Wettkampfpraxis bekommt. Dass in engen Situationen erstmal auf andere Spieler gesetzt wird, ist doch nicht falsch, wenn man ergebnisorientiert arbeiten muss. Ob diese Spieler dann tatsächlich die Ergebnisse liefern oder ob es mit Kuzmanovski in der Situation besser oder schlechter gelaufen wäre, steht auf anderen Blättern.

    Wie auch schon mal geschrieben, würde ich von Wiegert auch erwarten, dass er Systeme entwickelt, die dann auch auf Kuzmanovskis Potentiale zugeschnitten sind. Er wäre aktuell der einzige im Kader, der aus 9 Metern die einfachen Tore machen kann. Steinert traut sich ja nicht.

    Aber was gewisse Personen betrifft, wird hier eh oftmals nur noch in Scheuklappen schwarz oder weiß gedacht.

    Die Aussage kann sich genauso gut auch, in einer flapsigen Formulierung, auch auf die Spieler selbst beziehen und den Umgang der Negativ-Serie unter den Spielern.

    Weiter als ins direkte Umfeld der Mannschaft und vielleicht noch in die lokale Berichterstattung wird er da nicht schauen.

    Unruhe, vor allem "heimliche", könnten nur die stiften, die Meinungsbildung bei den Spielern betreiben könnten und die, die die öffentliche Wahrnehmung prägen.

    Die Meinungen einzelner, unbekannter Fans, werden ihm und der Mannschaft sicherlich herzlich egal sein.

    Was weißt du denn über Kuzmas Vorbereitung auf die deutsche Sprache und was ist für dich „entsprechend seiner Möglichkeiten“? So groß kann die sprachliche Barriere doch gar nicht sein, dass das schmoren auf der Bank rechtfertigt. Wenn im Spiel die Kaxxxe am dampfen ist, wird er doch auch auf RR gebracht, um die Abwehr dicht zu machen. Wenn ein Trainer einen Spieler aus dem Ausland verpflichtet, sollte er sich schon Gedanken darüber machen und auch Lösungen dafür haben, wie er ihm verständlich machen kann, was er von ihm erwartet und welche Abläufe er sehen will. Also künftig sollten Spielerberater mit der Vertragsunterzeichnung die Einsatzzeiten ihrer Mandanten festschreiben lassen :hi:

    Zu deinem Satz über Mertens und Göppingen als Gegner bedarf es keines Kommentars mehr. Der Junge hat schon jetzt mehr Qualität, als der local hero zu seinen besten Zeiten abrufen konnte.

    Mir ist auch bewusst, dass Mertens auch in den Top-Spielen seinen Mann stehen und sich beweisen würde. Umso schlimmer und nicht mehr nachvollziehbar ist es, dass er selbst in den "kleineren" Spielen nicht von Beginn an ran darf.

    Wenn der Trainer nach 3 Monaten sagt, dass der Spieler nicht ausreichend die Sprache kann und es stimmt, dass er die Sprachangebote nicht annähernd voll wahrnimmt, dann sieht man da schon ein gewisses Grad von Interesse.

    "Entsprechend seiner Möglichkeiten" während seiner Zeit in Skopje als es sich angebahnt hatte oder in Bitola als es fix war. Ich kenne jetzt das Angebot der Deutschkurse in Nord-Mazedonien und den Terminplan von Eurofarm Rabotnik im zweiten Teil der letzten Saison nicht. Zeit, um zumindest etwas zu lernen, wäre sicherlich vorhanden gewesen.

    Er muss die Sprache ja auch nicht alltagstauglich können, aber wenn das Mindestmaß zum Verstehen der handballspezifischen Vorgaben nicht vorhanden ist, muss er dieses Manko eben einfach aufholen. Man kann doch als ausländischer Spieler auch nicht davon ausgehen, dass im neuen Club jemand auch die Sprache kennt und notfalls übersetzen kann.

    Wiegert kann, und wird es garantiert auch, ihm die Abläufe auch auf dem Taktikbrett zeigen, aber Sprache gehört noch immer zu einem wesentlichen Teil dazu. Er wäre ja auch fürs Englische bereit, aber wenn man noch mit einem Wörterbuch arbeiten muss, weil der Spieler nicht das tut, was er tun könnte.

    Wo ist da der Fehler beim Trainer? Es gibt das Taktik-Brett, die Bereitschaft zu mehreren Sprachen, Übersetzungsversuche, Sprachkurse... Was sollte Wiegert in dem Fall noch tun?

    Das Abwehr-Argument zieht doch da auch kaum. Stell dich da hin, lass keinen durch und bekomm dabei keine 2 Minuten-Strafe. Ist jetzt auch nicht sooooo komplex wie beim Angriff...

    Unter der Konstellation kann der Spieler wohl auch eher schon froh sein, dass er mal auf die Platte darf. Da bin ich persönlich, beim Profi-Leistungssport, bei jedem Trainer voll dabei, der jemanden, der nicht weiß, was er tun soll, nicht einsetzen würde.

    Ich hoffe auch, dass Kuzmanovski schnellstmöglich das Notwendigste der Sprache lernt, damit er auf der Platte auch zeigen kann, was er drauf hat. Jetzt gibt es zumindest mal eine Begründung, warum er noch nicht allzu oft eingesetzt wird.

    Wenn ein Profisportler schon gewisse Zeit im Voraus weiß, dass er ins Ausland wechselt und sich dann nicht entsprechend seiner Möglichkeiten auf die neue Sprache vorbereitet, dann ist das unprofessionell.

    Künftig sollte der SCM schon mit der Vertragsunterzeichnung festschreiben, dass die Spieler sich dann auch vor dem Wechsel schon mit Sprachkursen vorbereiten.

    Die Wahrheit wird wohl am Ende irgendwo in der Mitte liegen, dass er in Mazedonien vielleicht schon gepaukt hat und dass er hier sicherlich auch zur Sprachschule geht.

    Zumindest ist die Aussage zur sprachlichen Barriere eine Begründung des Nicht-Einsatzes. Mag manchen amüsieren oder ärgern, ist aber wenigstens inhaltlich mal brauchbar. Im gleichen Atemzug sagte er ja auch, dass er mit ihm plant, sofern die Sprachbarriere abgebaut werden kann. Für Kuzmanovski ist das ja nur im eigenen Sinne.

    Bei Mertens weiß man es ja noch immer nicht, warum er auch jetzt nicht so wirklich spielen darf. Gegen Mannschaften wie Göppingen ist er doch kein sportliches Risiko.


    Sky: Da könnt ihr ja dann am Sonntag mal nachfragen, warum Mertens nicht so viele Zeiten bekommt. Die Frage zu Kuzmanovski und eure Meinung zu den Magdeburger Fans mit dem halbleeren Glas habt ihr ja auch von hier. :hi:

    Die Vorahnung, dass es gegen Göppingen nicht allzu ansehnlich werden dürfte, ist zumindest mal realistischer als das Ausgehen von einem lockeren Sieg.

    Wenn die Abwehr nicht steht und die Würfe wieder zu oft auf den Torhüter geworfen werden, ohne dass der sich wehren kann, ist es auch egal, wer da grad bei Göppingen überhaupt noch spielt. Aus dem Wetzlarer Kader kannten viele hier die meisten doch vorher auch nicht.

    Beide Verlängerungen sind gut.

    Was die Mischung aus Einsatzzeiten, sportlicher Herausforderung und sportlicher Ambition angeht, ist der SCM wohl wirklich schon das Maximum für Damgaard, ohne dass es despektierlich gemeint ist. Mit seinen Qualitäten könnte er auch in einer noch höheren Kategorie spielen, würde aber vermutlich auch nicht die unangefochtene Nummer 1 sein.

    Dazu kommen sicherlich auch noch andere Faktoren im Umfeld, die für Magdeburg sprechen.

    Einem ausländischen Spieler zu unterstellen, dass er Angst hätte, sich neue Herausforderungen zu suchen, ist schon :pillepalle:


    Das Problem für Kuzmanovski ist nicht Damgaard sondern das Festhalten an O'Sullivan als zweitem RL. Das wäre die Rolle, in die er kommen sollte und hätte damit dann auch ausgiebig Spielzeit vorne und hinten.

    Die Athletik spricht ja klar für ihn, wenn man denn seine Taktik auch darauf anpassen würde, ihn auch mal in Wurf-Position zu bringen. Wenn man sich das nicht traut, braucht man solche Spieler auch nicht holen. Dazu müsste man dann O'Sullivan auch mal auf RM ran lassen. Mit Bezjaks Spiels ist Kuzmanovski's Athletik wohl nicht so kompatibel. Derbraucht schon einen, der ihn die Abwehr ein bisschen weg blockt, um dann aus 9-10 Metern werfen zu können.

    Musche schien ja den Interviewer ja auch zu kennen und duzte ihn ja auch.

    Auf die Frage, wie bitter das Aus war, hätte es doch von ihm auch nur eine Antwort geben dürfen:

    "150%."

    Die Frage, gerade an Musche nach einem knappen Aus gegen Berlin, war einfach sinnfrei. Die Reaktion hat auch nichts mit "Nerven blank liegen" zu tun. Da hat die Reaktion wenigstens mal was erfrischend ehrliches statt irgendeinen glattgebügelten Nonsense zu hören. Das war dann eben mal die Kategorie Weißbier und Eistonne. Wen störts?

    Im Tor sind wir nicht besser und nicht schlechter aufgestellt als im letzten Jahr.

    Quenstedt mag jetzt in Kiel seine Chancen nutzen wollen und mag auch austrainierter sein. Wenn er beim SCM nicht auf seinem körperlich besten Level war, müsste man hinterfragen, was ihn davon abgehalten hat.

    In den Schwächephasen von Green in der letzten Saison war er auch selten ein Faktor.

    Mal sehen, wie Thulin sich entwickelt. Ist ja gerade auch noch nicht der Überflieger, auch wenn er hier und da wichtige Momente hatte.


    Die auf dem Papier knappen Niederlagen wären weniger ein Dorn im Auge, wenn diese Spiele nicht alle wegen der gleichen systembedingten Schwächen verloren gegangen wären. Mit dem Aufwand den man, taktisch bedingt, betreiben muss, muss vorne fast jeder Angriff im Netz zappeln. Dass jetzt auch Abwehr und Torhüter schwächeln, macht diesen Druck ja nicht kleiner.

    Gegen Tesms ab einer bestimmten Qualität sind es für den SCM aktuell 50:50-Spiele. Mit den Ansprüchen, die propagiert werden, kann man sich nicht so auf gut Glück durch wurschteln.


    Ein Gewürge und selbst ein Auswärtssieg am Samstag wären keine Überraschung. Genauso könnte die Truppe es irgendwie schaffen, in Hannover zu gewinnen...

    Der Gislason-Besuch wurde auch in der BZ berichtet. Sollte also stimmen.

    Mich würde mal interessieren, was zwischen der 38. und 45. Minute schon wieder schief gegangen ist? Von den Berichten her, gab es da ja einige Paraden von Milosavljev. Haben sie wieder den gegnerischen Torwart berühmt geworfen oder waren das mal wirklich starke Paraden?

    Am Samstag wirds dann wohl auch Gewürge und die Halle dürfte dann wohl langsam anfangen zu murren. Göppingen hat Chancen.

    Es sind ja bei allen Niederlagen die gleichen Gründe gewesen - kein Torwart und keine taktischen Alternativen im Rückraum. Also selbst wenn es jetzt wieder einige Spiele gut gehen sollte, ist das Risiko für einen Rückfall in jedem Liga-Alltag-Spiel immer mit dabei...oder es gibt wirklich mal einen taktischen Sprung. Wenn Steinert und Kuzmanovski nicht das gewünschte Niveau bringen, muss man es eben sagen. Nicht-Einsatz ist kein Nachweis der Wettbewerbsfähigkeit und die Fragezeichen werden immer größer.

    Wer würde Damgaard denn verpflichtet haben? Und das dann Magdeburg zuliebe nicht bekannt geben.

    Berlin, Leipzig und Melsungen sind damit wohl schon mal aus der Verlosung raus. :D

    Der SCM vereinbart dann doch immer Stillschweigen bei solchen Angelegenheiten, siehe Vorredner.

    Vielleicht stocken die Verhandlungen auch einfach. Aber auf die Qualität kann der SCM sportlich nicht verzichten.

    Auch Damgaard wird nicht viele Vereine finden, wo er als reiner Angriffsspieler auf dem Niveau der Ambitionen so viele Einsatzzeiten bekommen wird. Da gibts bei den europäischen Top-Clubs wohl nur einen Verein im nördlichen Schleswig-Holstein, der darauf bezogen überhaupt Sinn machen würde und der 2020, wenn überhaupt, noch Platz für einen RL hätte.

    Mal sehen, wann dieses Gespinst dann bei den entsprechenden Sky-Übertragungen thematisiert wird... :hi:

    An Musa muss man sich nun wirklich nicht festbeißen.

    Das unsere Kreisläufer öfter mal nicht gut aussehen, liegt vor allem am Rückraum. Wenn die Abwehr sich an der 6m-Linie positionieren kann, ohne sich einem Risiko aussetzen zu müssen, können die Anspiele an den Kreis doch nicht mehr funktionieren.

    Wenn der Ball dann wirklich mal zu Musa oder Schmidt durchkommt, dann gibts ja meistens doch den 7m oder das Tor.

    Wir brauchen einen RM, der im Rückraum für Bewegung sorgt und selber auch mal abschließen kann. Mit O'Sullivan siehts schonmal flüssiger aus, aber bei der Torgefahr nehmen sich beide RMs nichts. Nicht ganz auf Null, aber dann doch nur, wenns unbedingt sein muss.

    Um Lagergren oder Damgaard mal auch aus 9m in Szene zu setzen, sind wir da viel zu steif. Von Kuzmanovski und Steinert gar nicht erst zu reden, die wenigstens groß genug wären, auch mal über eine Abwehr drüber zu kommen. Ich würde auch Damgaard in seiner spielerischen Qualität nur dann zwischen Genie und Wahnsinn einsortieren, wenn er sich wirklich komplett unvorbereitete Würfe nimmt. Wenn es vorbereitet ist, ist er der beste Schütze, den wir haben, und in der Qualität "aus dem Nichts für Torgefahr zu sorgen" wahrscheinlich der beste Spieler in der Liga. Aktuell liegt es im Rückraum auch wieder viel zu sehr auf ihm.

    Gegen einen wie Cavar darf man vor allem in der ersten Halbzeit auch mal eine Kante gegen setzen. Der läuft doch durch Bezjak oder O'Sullivan durch, wenn er will...

    Soweit Wiegert die Truppe auch gebracht hat mit der Run&Gun-Philosophie, scheint er deutliche Defizite im Aufbau von Alternativen zu haben. Die Entwicklungsgrenze scheint erreicht. Das Personal mit dem man Alternativen schaffen kann, also Kuzmanovski und Steinert, hat er sich doch ausgesucht. Da muss doch also irgendwas gewesen sein, weswegen er ihnen zugetraut hat, uns voran zu bringen. Können sie es doch nicht oder kriegt er sie nicht so schnell so weit oder waren das nur Alibi-Transfers?

    Es kann ja nicht sein, dass Schluss ist bei "Die 3-4 Leute müssen das jetzt wieder irgendwie hinkriegen". Von der Galligkeit und Konzentration, die es braucht, wenn man wirklich ein Aspirant auf Titel sein will, hat man in den letzten 3 Spielen nichts gesehen.

    Letzten Endes wurde hier mit Worthülsen innerhalb der Mannschaft ein fragiles Kartenhaus aufgebaut, dass solange steht, wie es läuft. Gestern ist diese leere Fassade sichtbar in sich zusammen gefallen, auch weil scheinbar einige dachten, dass man sich in Wetzlar nicht anstrengen bräuchte.

    Dass Wiegert dann auch als schlechtes Vorbild bezüglich Haderns nicht erwarten darf, dass gewisse Charaktere sich im Zaun halten, kommt noch dazu. Musche und Bezjak sollen ihren Job machen und aufhören, über jede Schiedsrichter-Entscheidung zu meckern. Dann muss man eben auch mal so spielen, dass es nicht bei jeder Aktion zu einer Schiedsrichter-Entscheidung kommen muss...

    Mittlerweile reicht es also aus für einen Sieg gegen uns, wenn du schnell genug zurück läufst und in der Abwehr konzentriert agierst und Nadelstiche setzt. Der Überraschungseffekt ist eben auch schon länger weg und jeder Trainer und Spieler in der Liga, weiß, dass man gegen uns schnell zurück muss.

    Kein einziges einfaches Tor aus dem Rückraum. Teilweise wieder schlechtplatzierte Würfe. Keine eigene Torwartleistung. Gewisse Spieler mehr am Lamentieren als am Spielen. Körpersprache teilweise desaströs.

    Kuzmanovski sollte um Freigabe bitten. Der wird nicht mehr dürfen. Steinert darf auch nur noch spielen, weils auf der Position keinen andere Pause für Lagergren gibt.

    Wenn die Lokalpresse hier mit liest, sollte man mal die Frage stellen, was Kuzmanovski so falsch macht, dass er sich im Angriff nicht beweisen darf.

    Bezjak sollte auch mal eine Pause bekommen. Der ist auch schon wieder in einer mentalen Verfassung, wo ihm schnell die Sicherungen durchbrennen.

    Spielen sie gegen Göppingen wieder so pomadig, gibts die vierte Pleite. Das Vertrauen in die eigene Spielweise ist jetzt offensichtlich in sich zusammen gefallen. Positionsangriff? Nein, danke...

    Es kommt in den Top-Spielen aktuell noch auf einzelne Situationen und die Leistungen gewisser Spieler an.

    Gegen Melsungen war die Wurfqualität einfach auch schlecht und man hat Simic teilweise wirklich berühmt geworfen. Gegen Kronau war die Platziertheit einiger Würfe genauso wenig vorhanden und da kam noch dazu, dass die Keeper nicht genug gehalten haben.

    Diese Mannschaft ist also durchaus auch an glücklichen Tagen in der Lage gegen Top-Teams zu bestehen. Der Aufwand ist aber eindeutig höher als bei den direkten Mitkonkurrenten, weil die Spielphilosophie im gebundenen Spiel bisher leider nur so gestrickt ist. Da muss eben jeder Wurf sitzen und hinten brauchts dann auch noch eine Wand.

    Der nächste Entwicklungsschritt muss in den nächsten Wochen folgen, damit man die Liga mit einer angemessenen Platzierung abschließen kann. Realistisches Ziel sollte Platz 4 sein. Darüber wäre ein Bonus, wenn die anderen Federn lassen und wir die nutzen könnten. Darunter hätte man zwar Konkurrenten wie Berlin oder Melsungen, aber da traue ich uns noch am ehesten die notwendige Konstanz zu. Genau da wird aber auch das Schaffen von taktischen Alternativen notwendig.

    Im Pokal ist in Berlin tendentiell eher Schluss, auch wenn dein Auswärtssieg nicht ausgeschlossen ist. Die wissen aber normalerweise, wie sie uns in den Griff bekommen und die sind gefühlt galliger, uns eins auswischen zu wollen als wir denen. Im EHF-Cup sind uns die Löwen im Weg. Mal schauen, ob man sich nochmal um das Finalturnier kümmert. Die SAP-Arena ist für das Wochenende ja schon belegt...

    Ich weiß ehrlich nicht, wie du darauf kommst. Bei Steinert würde ich mit diesem Eindruck ja noch mitgehen. Da stellt sich aber die Frage, warum er nicht mehr wirft oder sich nicht mehr traut zu werfen. Meine Vermutungen darauf geb ich mal nicht mehr Preis, sonst könnt ich vor Schaum im Mund mich noch in Rage reden. Aber warum du in diesem Atemzug immer noch Kuzma mit erwähnst, da hätte ich gern mal ne halbwegs glaubbare Erklärung:

    In den paar Minuten, die Kuzmanovski mal auf seiner angestammten Position ran durfte, agierte er auch mehr als Gestalter und Ballhalter. Gegen Mannschaften wie Nordhorn hätte ich mir gewünscht, von ihm dann aus dem linken Rückraum auch deutliche Torgefahr zu sehen. Da kam noch nichts, was aber gemessen an der wenigen Zeit auch nur eine Momentaufnahme ist.

    Daher würde ich gern auch sehen, wie sie das Spiel mit ihm auf RL aufziehen. Darf er da werfen oder muss er da auch den Ball halten? Wie ist seine Wurfqualität? Ich würde mir wünschen, dass er ein guter Shooter ist.

    Er konnte in den paar Minuten gegen Lemgo und Nordhorn leider erst ein Tor erzielen und das war in Lemgo in einem Tempogegenstoß. Sein Anteil an der Wende in Lemgo war ja auch deutlich mehr in der Abwehr als im Angriff.

    In den nächsten Liga-Spielen darf er sich dann hoffentlich auch im Wettkampf zeigen. In Berlin werden dann aber eh wieder O'Sullivan und Bezjak spielen. Mit dem Kader müsste man O'Sullivan auch wieder mehr auf RM einsetzen bzw. nicht als Alternative auf RL verbrennen.

    Man kann die Abwehr und Angriffsformation ja auch so gestalten, dass nur Chrapkowski und Kuzmanovski wechseln müssen. Wenn es dann drauf ankommt, ohne Wechsel nach hinten zu kommen, kann Kuzmanovski sicherlich auch im Mittelblock agieren.

    Auf dem Papier könnte man mit einem Spieler zwei Rollenspieler ablösen bzw. neue taktische Mittel schaffen, wenn ein Wechsel wegfallen kann. Mal sehen, ob es auch Realität wird, zumindest als weitere Alternative.

    Wenn Kuzmanovski weiter auf der Bank schmoren muss, dann sollte man klar kommunizieren, warum das so ist.


    Aktuell habe ich den Eindruck, dass das taktische Korsett die athletischen Möglichkeiten von Kuzmanovski und Steinert zu sehr einschränkt. Da scheint es gewisse Vorgaben und Anforderungen von der Bank zu geben. Dürfen und Können sind ja zwei paar Schuhe.

    Die Art und Weise, wie Bezjak das Spiel gestaltet, bremst darüberhinaus Athletik durchaus auch ein. Aber dafür hat man dann auch noch einen O'Sullivan, der vielleicht eine andere Art Spielgestaltung leisten kann, die größeren Schützen eher hilft als das, was Bezjak mit dem kleineren Rückraum erarbeitet. So können dann beide Spielmacher auf unterschiedliche Art ihren Wert haben und man hätte dann endlich auch mal einen Plan B.

    Wiegert muss den Rückraum mit diesem Kader in verschiedene Formationen auf hohem Niveau wettbewerbsfähig bekommen. Das ist die Aufgabe, die er in dieser Hinrunde hat, um die nächste Entwicklungsstufe zu gehen.

    Langsam wirds mal Zeit für Kuzmanovski und dass sich Steinert auch mal das Werfen traut.

    Diese Ackerei auf 7-8 Meter fast direkt in der Abwehr bringt uns nicht weiter. Die "kleinen" Rückraumspieler können vielleicht den Ball ganz gut halten, kriegen ihn dann aber auch nicht aufs Tor.

    Wiegert fehlt in solchen Spielen dann auch einfach der Mut oder sie kriegen die Integration von athletischen Rückraumspielern tatsächlich nicht hin.

    Gegen Kiel gings noch gut, gegen Melsungen waren Damgaard und O'Sullivan dann auch noch die heiligen Kühe, gegen die RNL war es ihm dann offensichtlich sogar schon zu riskant, Damgaard zu bringen.

    In den nächsten Spielen wirds dann auch mal Zeit, eine Erweiterung der Spielanlage im Rückraum zu sehen, mit der sich auch Kuzmanovski und Steinert als Alternativen für höhere Aufgaben beweisen könnten. Selbst wenn sie es nicht schaffen, wüsste man es dann. Aber so, wie man jetzt im Rückraum agiert, bringt es eh keinem Shooter etwas...

    Die letzten Eindrücke von Kuzmanovski und Steinert sind bisher einfach auch, dass sie, warum auch immer, keinen Mumm haben zu werfen.

    Wenn das die oberste Maßgabe ist, sein evtl. vorhandenes Potential zum Zwecke der Fehlerminimierung abzulegen, dann sind wir auch wieder beim Mut und beim Vertrauen.

    Jetzt muss Wiegert auch zeigen, dass er mit dem breiten Kader was gestalten kann.


    Zu meiner Eingangsfrage vor dem Spiel zu den Schiedsrichtern:

    Sicherlich werden die Schiedsrichter auch immer unabhängig von irgendwelchen regionalen oder tabellarischen Gesichtspunkten ihre Linie pfeiffen und das Spiel nach bestem Wissen und Gewissen unabhängig leiten.

    Trotzdem kann der Dachverband durchaus bei der Ansetzung auf gewisse Rahmenbedingungen achten, damit im Fall der Fälle keine Kritik aufkeimt. Wenn ein Bundesland zwei Landesverbände hat, wäre das z.B. so ein Punkt, dass die Schiedsrichter aus beiden Landesverbänden kein Spiel mit einer Mannschaft aus dem Bundesland pfeiffen. Das gilt dann eben auch für einen Kieler, der in Flensburg pfeiffen soll. Der gerät dann unter Umständen aus Derby-Gesichtspunkten einfach nur andersrum unter Druck.

    Wenn jetzt nur das Argument ist, dass die Schiedsrichter maschinenhaft unparteiisch pfeiffen und hinsichtlich dieser Gesichtspunkte nicht angreifbar sind, dann sollten also alle Schiedsrichter-Paare alle Mannschaften pfeiffen können und die bisherigen Beschränkungen aufgehoben werden.