Beiträge von anonymer-scm-fan

    Das ist 1:1 die Molina-Rolle, nur mit jemandem, dem man nachsagen könnte, dass er Abwehr auch 'ruhig' spielen kann.

    Letztlich ist das eine Verpflichtung, die den Kader qualitativ breiter macht und nicht nur für Quantität sorgt. Somit haben wir drei Leute für den Mittelblock und nicht nur Musa und Chrapkowski, die die Liga bereits kennen. Ob ein Kuzmanovski in der HBL im Mittelblock bestehen könnte, wird man ja erstmal abwarten müssen.

    Alles in allem macht die Verpflichtung mehr Sinn als Unsinn.


    Zu Hornke:

    Wer weiß denn, ob Hornke nicht eher der Plan C war. Er hatte auch Vertrag bis 2021. Vielleicht wollte man mit Weber bis 2020 verlängern und dann einen anderen Spieler holen. Hornke mit seinen familiären Beziehungen in Magdeburg kam da vielleicht grade ganz gelegen.

    Bei den Verkaufszahlen und den Preisen der Volksstimme, sollte man aber eben auch nicht erwarten, dass da viel Geld bereit steht, um viel Journalismus betreiben zu können der über die Weiterverarbeitung von Agenturmeldungen hinweg geht. Der Kern von kommunalen Medien ist eben dann auch am ehesten das Berichten über das Geschehen in der Stadt und der Region.

    Ja, deshalb sollte man natürlich auch ausgiebig über den SCM berichten. Wenn aber immer wieder gebetsmühlenartig wiederholt wird, dass seitens von Verein, gelinde gesagt, kein Interesse besteht, was erwartet man denn dann von der Zeitung?

    Hier und da scheint man ja Interviews zu führen, über Spiele wird informiert, auf kommende Spiele wird hingewiesen... wenn der Verein eben nur das zulässt (z.B. Interviewanfragen) oder diese Informationen rausgibt (Pressemitteilungen), wird eben auch nur das berichtet. Alles, was darüber hinaus gehen würde, wären ja schlichtweg Erfindungen von Informationen, die man (so) gar nicht hat.

    Der SCM nutzt eben zur Verbreitung seiner Informationen seine eigenen medialen Möglichkeiten. Das muss man nicht mögen und auch die Art und Weise muss man nicht mögen, was man da teilweise serviert bekommt. Aber es ist günstig, es trifft den Zeitgeist und man kann seine Informationen direkt selbst an die Kunden bringen, ohne dass jemand dazwischen sitzt, der die Informationen ändert oder bewertet...

    Es würde ja auch kein Forist darauf kommen, seinen Beitrag erst einer weiteren Person zu geben, die ihn dann ins Netz stellt. ;)

    Wenn die Volksstimme ins Fernsehen kommt, wird sie für Schmedt auch wieder interessant. ;)

    Und was will man berichten, wenn einem nichts geliefert wird? Ist doch auch nichts neues, dass vom SCM doch eher über eigene Kanäle im eigenen Interesse berichtet wird.

    Solange sich die 2. Mannschaft eigenständig und unabhängig von der HMD GmbH finanziert, kann sie auch weiter betrieben werden. Dann ist sie eben "nur" Sprungbrett für Spieler in die zweite oder dritte Liga. Hier ist es eben eine politische Entscheidung des SC Magdeburg e.V., ob sie ihren Nachwuchshandballern diese Perspektive und Anschlussförderung ermöglichen wollen.

    Das hat ja nicht direkt etwas mit der ersten Mannschaft zu tun. Die erste Mannschaft profitiert dann einfach nur, wenn da mal wieder ein wirklich guter Nachwuchsspieler raus kommen würde im Sinne eines Erstzugriffes. Bei Bedarf kann man ja dadurch den Kader auffüllen oder Talente mit Blick auf die erste Mannschaft binden.

    Die Drittliga-Zugehörigkeit sollte deshalb schon möglichst gewahrt werden. Der Anspruch der Jugend-Arbeit beim SCM sollte es eigentlich auch sein, mit den fertigen A-Jugendlichen eine solide Drittliga-Mannschaft aufs Parkett stellen zu können. Darauf folgend müsste es mal Zweitliga-Partnerschaften geben, um die besseren Spieler in anderer und schwierigerer Umgebung ausprobieren zu können.

    Wenn die Nachwuchsschmiede es nicht schafft, fortlaufend eine solide Drittliga-Mannschaft zu versorgen, ist es wohl auch keine Ausbildungsstätte für Hochleistungssport mehr. Letztlich haben ja fast alle Bundesligisten ihre zweiten Mannschaften in den dritten Ligen.

    Der Weg, wie man es jetzt mit de la Pena lösen konnte, wäre eigentlich der richtige für die Zukunft. Notfalls solche Jugendspieler mit 18 holen, denen man wirklich den Sprung zutraut, in der zweiten Mannschaft einsetzen und bei der ersten Mannschaft mittrainieren lassen und wenn sie sich bewiesen haben, an Vereine in der ersten Liga oder im Aufstiegskampf der zweiten Liga zum weiteren Aufbau abgeben mit anschließender Anschlussbindung. Da muss der Spieler aber dann wirklich schon bewiesen haben, dass er es in 2-3 Jahren drauf haben würde, der ersten Mannschaft zu helfen. Davon gibt es nun nicht viele...

    Für de la Pena freut mich diese Entwicklung und diese Chance. Hoffentlich kann er sie nutzen.

    Somit hat der Verein also scheinbar noch nicht mit de la Pena in die ein oder andere Richtung gesprochen. Molina hatte man da ja scheinbar schon im November das klare Signal gegeben. Das lässt zumindest hoffen.


    Der Club scheint unter Wiegerts wachsender Transfer-Verantwortung sein Scouting verbessert zu haben und nicht unbedingt nur auf rein sportliche Zahlen oder eine gewisse Vita zu achten.

    Die Transfers ab 2017, die länger geplant waren, hatten eigentlich in ihrer Planung Hand und Fuß. Dazu zähle ich auch, im eigentlichen Grundgedanken des Transfers, Kalarash, bei dem es dann, warum auch immer, nicht gepasst hat. Molina und Plaza waren ja kurzfristige Entscheidungen.

    Wiegert scheint nach Außen hin immer mehr die Kontrolle über die Kaderplanung genommen zu haben. Zumindest waren Kalarash und Molina die letzten Spieler, die man so offensichtlich noch der Beratung und dem Netzwerk von Svensson zuschreiben könnte.

    Die Kaderplanung unter Wiegert macht schon Sinn und war in den letzten Fällen ja auch richtig so. Auch die Zugänge zur neuen Saison machen Hoffnung auf mehr, wenn sie sich hier gut einfinden. Hornke, Steinert und Preuß sollten eigentlich keine Probleme haben, da sie Sprache, Land und Liga kennen. Skandinavier haben ja auch eher selten Probleme, sich in der HBL einzugewöhnen. Die größte Unbekannte wird da wohl sein, wie dann Kuzmanovski tatsächlich hier ankommt.

    Er wird immer ein Shooter bleiben und wird für den SCM in gesunder Verfassung mit einem für seine Verhältnisse möglichst mannschaftsdienlichem Spiel immer hilfreich sein können.

    Da kann man jede x-beliebige Statistik dagegen ranziehen und auch teilweise wieder in der Luft zerreißen. Von welchem Spieler außer Damgaard konnte man bspw. in der letzten Saison denn Tore erwarten? Wer hätte mögliche Assists denn verwerten sollen? Da sah es doch in Berlin, Flensburg und Melsungen schon durchaus anders aus. Die Frage ist ja auch immer, ob immer alles gleichberwertet und im Spielbogen eingetragen wird von denen, die da an den Tischen sitzen.


    Er muss sich einfach darauf konzentrieren, seine große Stärke, diese ansatzlosen Raketen über die Schulter der teils größeren Abwehrspieler zu ziehen, zielgerichtet einzusetzen und nicht in die Tormitte zu werfen.

    Wobei Lagergren ja nach 2020 noch offen ist. Spieler in ihrem ersten Jahr, die mal mehr, mal weniger gut hier angekommen sind, haben zu der Zeit schon eine Verlängerung unterschrieben... mal warten, was da bis 2020 noch passiert.

    Am Kreis dürften wir mit Musa und Preuß erstmal gut genug aufgestellt sein.

    Damgaard war gegen Meldungen zumindest besser im Spielsystem eingebunden als vor der Winterpause. Ein paar Wurfversuche waren einfach nur wieder mit dem Kopf durch die Wand, aber er hat seinen potentiellen Wert für das Team wieder aufblitzen lassen.

    exilberliner: Wiegert wechselt schon recht solidarisch, wenn er zwei Leute hat, denen er ähnliche Qualität zutraut. Plaza bekommt sogar seine 20-30 Minuten im Angriff und auch ein Christiansen spielt immer wieder 2x15 Minuten. Nur zu Bezjak und O'Sullivan (in der Hinrunde) bzw. Damgaard (im Normalfall) gibt es jetzt noch keine gleichwertigen Alternativen.

    Ich bin da wirklich gespannt, wie Kuzmanovski in Deutschland 'ankommt'.

    Es wäre schon recht verwunderlich, wenn man mit Plaza verlängern würde. Sportlich war er letztlich eine gute Wahl, um Kalarash abgeben zu können, aber für höhere Weihen in der HBL wird es für ihn auch nicht reichen, zumal er auch nur Angriff spielt.

    Mit de la Pena hätte man noch einen dritten und jungen RM im Umfeld, der durchaus helfen und sich entwickeln kann. Hier wäre eine Verlängerung nachvollziehbar.

    Sprenger, Schöne und Theuerkauf waren zu 2009 ja auch schon gestandene Spieler. Die profitierten Jahre zuvor von einer mutigeren Ausrichtung hin dazu der Jugend auch eine Chance zu geben, weil die Qualität da war aber auch die Gesamtkonstellation in der Liga noch eine andere. Da konnte man im 14er-Kader(!) schon noch Leute haben, die heran geführt wurden und trotzdem um die oberen Plätze mitspielen.

    Weber ging streng genommen auch erst den Weg über die 2. Liga mit Leipzig und konnte sich da dann gut weiter entwickeln. So richtig wichtig wurde er ja dann auch erst in Wetzlar.

    Böhm, Musche und Janke waren die einzigen Spieler, die nach ihrem Weggang aus der SCM-Nachwuchsarbeit fast durchgehend erste Liga spielten.

    Wenn man sich die Jahrgänge 1989 und später anschaut, gibt es gefühlt nur 6 Spieler, die aus der SCM-Jugend kamen und in der HBL inzwischen eine wichtige Rolle in ambitionierteren Vereinen eingenommen haben. Und selbst da kam ein Steinert erst noch im Nachgang ins Gedächtnis. Der richtig große Kracher mit dem richtig steilen Karriereweg ist da jetzt aber auch nicht bei. Musche und Weber ragen da noch aus dieser kleinen Gruppe hervor, der Rest ist eben solides Liga-Mittelmaß.

    Es gibt sicherlich auch viele verschiedene Gründe, warum sich viele Spieler aus der Jugend hier nicht behaupten können und erst woanders vielleicht doch noch ihren Weg gehen. Und das ist eben nicht immer nur die sportliche Fähigkeit, sondern bei vielen der Zwang raus aus der Komfortzone hin in ein Umfeld, wo sie eben "niemand" sind und sich beweisen müssen. Die oftmals nachgesagten Einstellungs-Probleme ergeben sich sicherlich auch oft aus dem Umfeld, dass sich dann um einen Nachwuchsspieler des SCM herum bildet...


    Stimmt, habe ich mich vertan. Jedenfalls ist der auch nie oben angekommen, obwohl er auch sehr gute Anlagen hatte. Mit der Miesner-Ära ist das heute nur noch bedingt vergleichbar, weil es ein ganz anderes Sichtungssystem mit den Trainingszentren gab. Da haben sich die Clubs halt die besten 12jährigen aus dem ganzen Bezirk zusammen geholt. Heute unterhält der Club unsinnigerweise selbst eine Mannschaft mit Minis und kein Dorfverein gibt freiwillig seine(n) besten D- oder C-Jugendliche(n) zum Club. Dazu fehlt es gerade auch im Kinderbereichan guten Trainern usw. usw. Trotzdem würde ich mir mehr Leute aus dem eigenen Nachwuchs wünschen und kann bspw eine Verpflichtung von Daniel Pettersson nicht nachvollziehen und das nicht, weil ich etwas gegen ihn habe.

    Die Unterschiede dürften sein, dass es heute zwischen den größeren Vereinen einen härteren Wettbewerb um die Jugendspieler gibt. Sichtungslehrgänge gibt es heute genauso wie damals. Die größeren Clubs können sich noch immer die Rosinen raus picken, die bei ihnen vorspielen.

    Man muss es als Club im Konkurrenzkampf einfach schaffen, attraktiv zu bleiben und den Kindern und Eltern überzeugende Gesamtpakete bieten zu können. Kein abgebender Verein hat da irgendwas mitzureden, wenn ein Kind oder Jugendlicher wechselt - anders rum wäre jeder Jugendtrainer bescheuert, wenn er aus Eigensinn talentierten Spielern den Weg verbauen würde.

    Neben dem Wettkampf zwischen den Vereinen und der darin bedingten Tatsache, dass man vielleicht nicht mehr die allerbesten Talente bekommt, spielen sicherlich auch andere Trainings-Methoden und- Ziele eine Rolle.

    Die Ausbildung beim SCM ist ja schon auch gut, sonst gäbe es nicht so viele Spieler, die im Anschluss an die Youngsters durchaus auch in der zweiten Liga spielen können.

    Dass es kaum ein Spieler direkt in die Bundesliga schafft, hat mit der Zusammensetzung der HBL zu tun. Das geht den anderen Top-Clubs ja auch so.

    Den Riecher hatten ja nun auch zuallererst mazedonische Medien, die es im Anschluss an die Vertragsunterschrift ja auch als "fix" formuliert verkündet haben und auch auf Wikipedia kundtaten.

    Warum man fast 2 Jahre mit der Verkündung wartete, weiß wohl nur der SCM...

    Wenn der SCM schon in so ein Regal greifen will, wäre Syprzak wohl die bessere Verpflichtung. Da könnte doch Chrapkowski mal was klar machen. Sollte es mit Kuzmanovski und Stoilov am Ende stimmen, wäre es bei Stoilov der Beigeschmack, dass man ihn holt, damit Kuzmanovski hier nicht alleine ist. Unbestritten möglicher Qualitäten wäre er dafür aber schon reichlich alt...

    Auf welcher Abwehrposition spielt Stoilov? Oder macht der mit 1,92m nur Angriff?

    Weiß jemand, welche Position Stoilov in der Abwehr spielt? Mit 1,92m klingt das ja nicht unbedingt nach Mittelblock als Ersatz für Molina. Braucht es da tatsächlich eine qualitativ sicherlich gute aber vielleicht auch teure Eingewöhnungsunterstützung für Kuzmanovski?


    Aber trotzdem, warum sollte der SCM einen klauselfreien schon unterschriebenen Vertrag erst nach einer WM präsentieren?

    Wenn man sich mal in die Sichtweise der SCM-Verntwortlichen hinein denkt, egal ob man sie als gut oder schlecht empfindet:

    Kaum einer dürfte den Spieler kennen und mit der WM könnte sich das ändern. Im 'schlimmsten' Fall ist es ein immerhin ein WM-Teilnehmer, im besten Fall spielt Kuzamnovski gut auf und wird einer der Jungs, die bei dem Turnier ihren Durchbruch haben. So oder so könnte man die Nachricht positiver verkaufen als vor der WM. Schlechter wird sie, ausgenommen ein Verletzungsfall, jedenfalls nicht.

    Diese Denkweise wäre der letzte irgendwie nachvollziehbare Grund, eine Bekanntmachung eines schon fixen Vertrages hinaus zu zögern.

    Zählt man die objektiven Argumente gegen diese Denkweise auf (Lagergren wurde auch vor einem internationalen Turnier bekannt gegeben), kommt man auch nur leider zu dem Schluss, dass sie noch keinen Nachfolger für Molina haben....

    Als Profisportler wird man es sich kaum leisten können, einen Vertrag nur dann in Kraft treten zu lassen, wenn der Zielverein im nächsten Jahr international spielt.

    Wenn der Club ihn schon unter Vertrag hat, wird man clubseitig wohl darauf hoffen, dass er eine gute WM spielt und man dann einen "Knaller" präsentieren kann.

    Was denn nun? Reichen 2 Spieler pro Position oder nicht? Fragen über Fragen.

    "2 Spieler pro Position reichen nun mal nicht aus.
    Flensburg hat einen Kader, bei dem jede Position gleichwertig doppelt besetzt ist."

    Christiansen verliert keinen Ball?
    Ein Abspiel in die Hände des Gegners ist Kein- Ball- Verlieren?


    Lies den ersten Satz doch so, wie ich ihn geschrieben habe und dann weißt du, wann 2 Spieler nicht reichen.

    2 Spieler pro Position müssen über eine Saison irgendwie reichen, außer irgendwer macht noch die Schatulle auf. Alles, was dahinter kommt, ist doch bei fast jedem Bundesligisten irgendwer aus dem Nachwuchs.

    So ist es und die Saison ist noch nicht vorbei. Da kann man nur froh sein, dass uns zumindest die Tortur des Döna erspart bleibt. Jetzt warte ich noch auf den Anonymen, der mir erklärt, dass das alles normal ist und wir keine Fahrzeuge haben, um einen breiteren Kader in die Hallen kutschieren zu können. Neben den Löwen sind wir der einzige Klub, der versucht mit 7 bis 8 Feldspielern über die Saison zu kommen. Mir tränen die Augen, wenn ich sehe, wie Machulla in Flensburg agiert.


    2 Spieler pro Position reichen nunmal nicht aus, wenn man will, dass keiner durchspielt, wenn sich jemand anderes auf der Position verletzt. Der, der durchspielen muss, kann sich ja auch verletzten, und dann?... böser Handball. Dieses Verletzungsrisiko muss auch so eine Modeerscheinung sein wie dieses Internet oder dieses Gefährt auf den 4 Rädern mit dem Motor. :hi:


    Es gibt 2 Spieler im Kader, bei denen man vielleicht davon sprechen kann, dass sie verheizt wurden: Lagergren und O'Sullivan.

    Da muss man aber auch mal die Kompetenz der medizinischen Abteilung des Clubs hinterfragen. O'Sullivan scheint ja auf eigene Faust die OP organisiert zu haben. Es wurde ja nicht durch die medizinische Abteilung des SCM veranlasst, so zumindest die öffentliche Wahrnehmung. Deren Einsatz-Freigabe lag ja scheinbar bis zum Abflug nach Norwegen vor...

    Ob Lagergren nach der Pause vor dem Pokal-Spiel noch immer angeschlagen war, lässt sich nur vermuten. Berlin und Leipzig haben eben auch Abwehrreihen, gegen die es körperlich kleinere Spieler auch schwer haben. Sollte er in der Tat noch immer nicht richtig fit sein, obliegt es auch der medizinischen Abteilung, ihn aus gesundheitlichen Gründen aus den Verkehr zu ziehen.

    Dass ein Trainer Spieler, die medizinisch freigegeben wurden, auch einsetzen wird, kann man schlecht dem Trainer ankreiden. Kann man schon, wird der Gesamt-Situation auch nicht komplett gerecht. Und man müsste eben damit auch umgehen können, wenn man dann verliert. Oder man kauft sich einen Gelenkbus um einen Kader zusammen zu stellen, bei dem nicht auffallen soll, wenn Spieler gewisser Qualität fehlen.


    Der Machulla-Vergleich hinkt. Flensburg hat einen Kader, bei dem jede Position gleichwertig doppelt besetzt ist. Wiegert hat einen Kader, bei dem das nicht so ist. Das macht den einen nicht besser, den anderen nicht schlechter.

    Ja, Damgaard hätte in der Hinrunde durchaus länger spielen können, wirkte aber in den anderen Einsätzen immer wieder wie ein Fremdkörper. O'Sullivans Meniskus-Beschwerden wären dadurch trotzdem über kurz oder lang nicht anders verlaufen. De la Pena hätte auch schon vor Berlin mehr Einsatzzeiten verdient gehabt. Auch richtig. Trotzdem hätte sich Bezjak in Mannheim verletzt. Molina hätte auch mal ein paar Minuten für Chrapkowski Abwehr spielen können. Chrapkowski hätte den Muskelfaserriss trotzdem bekommen.


    Beim Reagieren auf taktische Begebenheiten sind wir ja einer Meinung:

    De la Pena hätte man gegen Berlin und Leipzig früher bringen können / müssen, weil Christiansen auf RM zwar keinen Ball verliert, aber auch keine positiven Effekte bringt. Positiver Effekt dabei war, dass man einem nicht glücklichem und vielleicht nicht fittem Lagergren Entlastung bringen könnte. Christiansen bringt auf RR doch aber vorne nun auch nichts mehr.

    Ich bin gespannt, wer noch auf RL kommt und wie Wiegert dann mit einem Kader umgeht, der auf allen Positionen gleichwertig gut besetzt sein sollte. Dann kann man den Machulla-Vergleich nochmal machen. Oder man streicht bei Flensburg einfach mal Lauge, Gottfriedson, nimmt nen halben Glandorf weg und verbietet Rod aufs Tor zu werfen...

    Wie groß soll der Kader denn sein, um nicht davon sprechen zu müssen, angeschlagene Spieler zu verheizen? Wenn's im Handball danach ginge, müsste man wieder die Gelenkbusse entstauben.

    Wenn ein Spieler aus medizinischen Gründen nicht einsatzfähig ist, hat die medizinische Abteilung sich zu melden und dies kundzutun. Schlimm genug, dass Spieler da scheinbar selbst das Heft des Handelns in die Hand nehmen müssen, um ihre Knie gesund zu bekommen.

    Warum nutzt die HBL eigentlich nicht mal öfter solche Spiele, um Schiedsrichtern auf dem Weg nach oben Bewährungsproben zu geben?

    Wenn die Kategorie Elite-Kader schon das Beste ist, was man zu bieten hat, dann sollen sie bitte auch konsequent regelgerecht pfeiffen, egal ob die Halle dann explodiert oder nicht.

    Was da teilweise auf beiden Seiten übersehen wird, darf man sich sonst wahrscheinlich schon nicht mal mehr in der dritten Liga leisten, bspw. mehrfaches deutlich im Kreis sein bei Abwehraktionen ohne 7m, Webers Fußspiel, beiderseits harte Fouls, die zu samt bestraft wurden, "unglückliches Händchen" bei Vorteilsauakegungen, Zählen von Schritten, Auslegung von Stürmerfoul

    Oder sind die, die im Elite-Kader sind, bei solchen Dingen schon die Einäugigen, was eine gute Situationserkennung und eine entsprechende konsequente Regelumsetzung betrifft?

    Es geht mir hierbei auch nicht explizit um Szenen, die die Heimmannschaft betroffen haben. Aber wenn schon der Elite-Kader sieht und pfeifft, was einem grade passt, dann kann man hier in solchen Spielen auch anderen Schiedsrichtern Chancen geben. Nicht um für Magdeburg zu pfeiffen, sondern um ach so etablierten Gespannen mal Konkurrenz zu machen.